Obdachlos die 2.

    • (1) 08.12.11 - 10:06

      Hallöchen,
      ich habe ja nicht damit gerechnet das ich hier so ne Welle lostrete mit dem Beitrag.
      Wollte mich aber bedanken für die vielen positive Beiträge.#danke
      Die negativen lasse ich mal außer betracht,ich finde es nur schade das man sich nicht vernünftig "unterhalten" kann und einige so ausfällig werden.
      Ich habe schon öfter für kurative Zwecke gespendet ,also auch außerhalb von Weihnachten!

      Klar gibt es solche und solche,aber wir sollten mehr an die denken die es wirklich brauchen und nicht immer an die die sich sowieso schon durch leben schnorren und auf keine Spenden angewiesen sind.

      Liebe Grüße #winke
      C.

      • hey,

        also als sozialarbeiterin sehe ich das ganze eher pragmatisch: ich bin froh, dass manche menschen zumindest einmal im jahr daran denken, dass es bedürftige menschen im land gibt. und wenn das nur wegen weihnachten ist. besser einmal aus falsch verstandenen gründen spenden als gar nicht. so sehe ich das.

        natürlich wäre es wünschenswert wenn sich mehr menschen das ganze jahr über ehrenamtlich um menschen kümmern würden, die bedürftig sind. natürlich wäre es schön, wenn das ganze jahr über gespendet und an die nächstenliebe gedacht wird. aber man muss eben auch realistisch bleiben.

        ich persönlich spende zum beispiel kein geld. nie. weder bei der großen tsunamikatastrophe in thailand, noch beim erdbeben in haiti. ich spende kein geld. ich bringe lieber sachen, die noch gut sind bei uns in der gegend zur emmaus-gemeinschaft, die sie dort weiterverkaufen und so menschen unterstützen, die an den rand der heimischen gesellschaft gedrängt werden (aufgrund ihrer persönlichkeitsstruktur, aufgrund von psychischen krankheiten, etc.). das ist eben meine persönliche art, etwas weiterzugeben. manche fühlen sich eben besser, wenn sie einmal im jahr einen geldbetrag spenden und das ist auch ok so.

        lg

        • hallo,

          ich mag deine ansicht. ich sehe das ähnlich.

          mal eine frage: ich habe hier ganz viele gebrauchte, aber sehr gut erhaltene sachen. die möchte ich nicht in die diakoniekisten werfen, damit sich die firma so... eine goldene nase verdient und das zeug in afrika verkauft und damit wiederum die dortige kleidungswirtschaft kaputt macht. wo kann ich das zeug in unserer großstadt hinbringen? in eine obdachlosenzufluchtstätte?

          lg

          • hey,

            ist schwer generell zu beantworten wenn man die stadt nicht kennt. normalerweise gibt es in jeder größeren stadt (zumindest bei uns in Ö) eine art sozialmarkt bzw. sozialflohmärkte.

            die sache mit dem sozialflohmarkt läuft in etwa so, dass wirklich gute (und wiederverkäufliche) kleidung angenommen wird und dann in einem regionalen shop weiterverkauft wird.

            am besten du durchforstest mal das internet, was es so in deiner gegend gibt, oder fragst eventuell beim sozialamt nach.

            lg

        ich denke auch, man sollte erstmal die vor der eigenen haustüre versorgen und wenn das überall so gehandhabt wird, sollten alle mehr oder weniger versorgt sein.
        mein sohn nimmt immer mal sachen mit in die werkstatt für behinderte menschen, in der er arbeitet... die gibt er seinem kollegen ab, der noch neun geschwister hat... alle freuen sich und ich kann mich auch freuen. :-)

      • (7) 08.12.11 - 12:15

        Interessante Sichtweise.

        Ich sehe es ganz anders und spende erst in zweiter Linie in Deutschland und in erster Linie an die Dritte Welt (aktuell Diakonie Katastrophenhilfe und UNO Flüchtlingshilfe). Warum? Weil ich Menschen dort wesentlich ärmer sind als der Ärmste hier.
        Und mir nicht bestimmte Menschen qua Nationalität/geografischer Nähe näher stehen oder ich die wichtiger finde als andere (also ich nicht sagen, ich möchte lieber an Deutsche oder lieber in der Nähe spenden).

        Mein Ansatz ist, dass ich an die spende, die es am nötigsten haben und das sind mM nach die Menschen in der Dritten Welt.

        In Deutschland spende ich va. über Kirchenkollekten. Und in diesem Jahr an die Immundefekteambulanz des UKE Hamburg, da die meiner Tochter helfen (und von einer Stiftung finanziert werden, also Spenden benötigen)

        In dem Punkt "lieber aus den falschen Gründen spenden als gar nicht" stimme ich Dir voll zu #pro
        Klar kann nicht jeder Hunderte Euro rüberwachsen lassen, aber die Ausreden gar nichts zu tun sind mitunter so kreativ, dass es in mir einen Brechreiz hervorruft :-) Da hatte ich hier bei Urbia schon sehr heiße Diskussionen... aber Wohlstand heißt eben offenbar nicht, dass man sensibel ist für andere, die keinen Wohlstand haben, sondern wohl eher, dass man versucht, seinen eigenen Wohlstand möglichst vollständig beizubehalten #schmoll

        LG, Nele

        • (8) 08.12.11 - 15:25

          hey,

          nein, mir geht es gar nicht darum, dass ich geographisch so nah wie möglich helfen will, sondern, dass ich einer einrichtung explizit helfe, bei der ich weiß, was damit gemacht wird und wohin das geld dann geht.

          ich spende nicht über irgendwen irgendwohin weil ich nicht weiß, was dort dann überhaupt noch ankommt für die menschen die es brauchen. klar. der ärmste in österreich bzw. deutschland ist immer noch besser gestellt als der ärmste in anderen ländern. aber wenn ich mir dann reportagen über flüchtlingslager irgendwo in afrika ansehe, wo im endeffekt diejenigen die es bräuchten trotz millionen an spenden immer noch dahinsiechen weil sich korrupte bonzen geld und lebensmittel abzweigen und nur noch ein bruchteil dort ankommt wo er hinsollte, dann stellt sich mir die frage: soll man deswegen mehr spenden, damit ein größeres volumen da ist von dem dann doch nur ein winziger teil dort ankommt wo er hin soll? oder spende ich mein geld lieber so, dass wirklich alles dort hinkommt wo es hinsoll? weißt du was ich meine?

          wenn ich dann wieder arbeiten gehe, kann ich mir auch das modell vorstellen, wie es meine eltern handhaben: die haben ein patenkind über einen afrikanischen pater aus einer nachbargemeinde. mit der spende wird das schulgeld bezahlt und jedes jahr fliegt der pater zu seinen "schützlingen" und bringt ihnen ein geschenkpaket, dass die jeweiligen paten zusammengestellt haben. davon bekommt man dann auch wieder ein foto quasi als "beweis", dass es angekommen ist. das kann ich mir auch gut vorstellen. so haben meine eltern schon einem afrikanischen mädchen aus ärmsten verhältnissen zum abitur verholfen.

          wie gesagt, ich bin pragmatisch: die welt werde ich auch mit ein paar euro spende nicht retten. aber wenn ich schon spende, dann will ich es niemanden in den rachen werfen, der es dem ärmsten dann auch noch wegnimmt. ich bin kein freund des "gießkannen-prinzips" - hauptsache drüberleeren, irgendetwas wird schon ankommen.

          hm, ich hoffe, ich habe mich halbwegs verständlich ausgedrückt. ist in ein paar zeilen einfach nicht so leicht zu erklären. :-)

          lg

          • (9) 08.12.11 - 17:18

            Ja, das hab ich verstanden :-)
            Ich arbeite bei der Kirche und war daher einigen Spendengeldern schon persönlich "auf der Spur" (in Kenia). Habe z.B. eine Schule für Mädchen besucht, die von uns Spendengelder bekommt... Brunnenprojekte habe ich auch angeschaut.

            Und ich denke auch, selbst wenn es manchmal Probleme gibt, dass Geld versickert, kann man doch mit 10 Euro z.B. in Kenia sehr viel mehr ausrichten als mit 10 Euro in Hamburg...

            Was ich in dem Zusammenhang aber immer wieder lustig finde, ist dass manche sich über Verwaltungskosten karitativer Einrichtungen wundern - ja, wer soll denn die Logistik herstellen, die Spenbriefe schreiben, die Finanzen verwalten und und und #kratz Natürlich sieht man zu, dass das nicht ausufert, aber solche Dinge müssen eben auch bezahlt werden.

            Für Dich scheinen ja andere Gründe vorzuliegen, aber für die meisten ist dieses "ich helfe erst im eigenen Land" eine für meine Begriffe seltsame nationale Einstellung dort, wo Grenzen und Länder usw doch eigentlich unwichtig sein sollten. Sollte man nicht dem helfen, der es braucht und zwar egal, wo der ist ?

            • (10) 08.12.11 - 20:42

              naja, wenns der "dritten welt" besser geht, können die ja nicht mehr für die produktion von billig-zeug herangezogen werden.

              das mit den logistik-kosten ist mir klar (als angestellte sozialarbeiterin bin ich ja eigentlich nichts anderes als eine posten in den "verwaltungskosten" ;-) ), aber dass in lagern dann den leuten quasi noch der reis vor den augen weggeklaut wird (und vielleicht dann auch noch gegen schmiergeld weiterverkauft wird), dass will ich mit keinem cent unterstützen.

              lg

    Hallo

    Habe hier auch einen Obdachlosen ins Herz Geschlossen, hört sich vielleicht Blöd an #schwitz

    Er sitzt bei uns vor einen Supermarkt, und bekommt jedes mal das Wechselgeld ( höchstens 1€)

    Zu Ostern bekommt er Extras , Schoki Hase und Obst

    Zu Weihnachten : Warme Socken,Schokolade,Obst, und ein Päckchen Zigaretten

    Und warum er = Er sitzt nur da, Grüßt ganz Freundlich und Bettelt ohne Aufdringlich zu werden

    Klar spenden wir auch anderen

    Cruz Rojo sowie Caritas bekommt Kleidung die wir nicht mehr Tragen. Sowie Spielsachen, die Uninteressant geworden sind . Und dies Wird an Familie in Ort Verteilt

    ich Spende Lieber vor Ort und für mein Ort, als das alles ins Ausland geht

    Saludo

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