Was ist die "Unterschicht"?

    • (1) 31.12.11 - 14:06

      Hallo,

      habe gerade unten den Beitrag über die Namen der Unterschicht gelesen.

      Nun mal meine Frage:
      Was ist die Unterschicht?
      Woran wird sie festgemacht?

      Ich möchte keine Diskussion anfangen aber meine Meinug sagen:

      Manchmal kommt es mir so vor, als müssen alle verheiratet sein, nicht mehr wie zwei Kinder, arbeit haben, Eigenheim, Geld....

      Ganz ehrlich!?
      Mein Mann geht arbeiten, ich bin zu Hause habe zwei Mädels, wir wohnen in einer Mietwohnung und fahren gebrauchte Autos, meine Kinder heißen Leni und Lisa.

      Bin ich die Unterschicht?

      LG

      • Hallo,

        wieso solltest du Unterschicht sein?

        Ich mag den Begriff nicht, niemand ist was besseres, egal wieviel man verdient.

        Lg

        • (3) 31.12.11 - 14:13

          Ps.

          Ich bin noch nicht verheiratet, habe 1 Kind (noch), bin nicht mehr mit dem leiblichen Vater zusammen, lebe glücklich in einer neuen Beziehung...wir haben beide Arbeit ( mein Freund sogar 3 Jobs) wir ziehen bald in ein Haus mit Garten....dennoch haben wir nicht überdimensional viel Geld...würde mich nicht als "Unterschicht" bezeichnen, aber reich ist auch was anderes!

          (4) 31.12.11 - 14:21

          >>>niemand ist was besseres, egal wieviel man verdient.<<<

          Mit Unterschicht sind eher die Bildungsfernen gemeint und das geht meist mit wenig Einkommen einher.

      Die Unterschicht heißt Denise-Chantalle (23 Jahre alt), hat 2 Kinder von 2 Vätern, wohnt im Plattenbau im 15. Stock, bezieht seit Ende des praktischen Jahres nach Hauptschulabschluss Sozialleistungen.

      Meist geht das einher mit extrem auffälligem Aussehen, welches entweder in die total gestylte Richtung (blondierte Ponyfrise, hellrosa Lippenstift, Piercing schräg in der Oberlippe, Arschgeweih), oder aber in die umgekehrte tendiert (Kleidung lässt zu wünschen übrig, meist ernährt man sich von übermäßig viel TK-Kost, ist ergo auch übergewichtig).....

      Unterstrichen wird das ganze von extrem auffälligem Sprachverhalten, welches keine sehr guten Deutschnoten erahnen lässt.

      Gekrönt wird das ganze MANCHMAL von sehr sehr exotischen Vornamen (meist mit 2.,3.- und 4. Namen) des Nachwuchses.

      .....zB.

      • Vielen dank, für die ausführliche Antwort.
        Da mir oft die Zeit fehlt hier zu lesen, wusste ich wirklich nicht was genau damit gemeint ist.

        Ha, dann hab ich die "Unterschicht" gestern mal wieder beim Lidl gesehen.

        Kinder total schmuddelig, Sie keine Zähne, stinkt. Der Wagen randvoll, Alk, Zigaretten, Knallzeug, Süßes. Kind fragt? "Mama haben?"(Kinderzeitschrift) Sie: "Nerv nicht"

        Ok, dachte mir meinen Teil. Das finde ich schlimm und denke mir dann...

        ZUNÄHEN, BITTE; BITTE

        Sorry

        Denn aus diesen Kindern werden solche Erwachsenen, eigentlich können sie nicht mal was dafür..., sie kennen es nicht anders.

        LG und einen guten Rutsch

        • Das schlimmste ist: Meistens hat auch DIESE Generation die du da gesehen hast es nicht anders vorgelebt bekommen.

          "
          ZUNÄHEN, BITTE; BITTE

          "

          #schock

          Genau das (wenn auch nicht in Form "zunähen") hatten wir in Deutschland schon mal.
          Und ich hoffe wirklich, dass es soweit nie wieder kommen wird!

          Sollte es denn nicht Aufgabe eines Staates, einer Gesellschaft sein, Menschen (und insbesondere Kinder!) so zu fördern dass es keine sogenannte Unterschicht gibt ?
          Wie wird denn das Leben der von dir beobachteten Familie weitergehen ?
          Sind die Kinder schon stigmatisiert, und kann deswegen aus ihnen überhaupt gar nichts mehr werden ?

          • Hallo,

            das "zunähen" war nicht wörtlich gemeint, aber ich finde es einfach nicht in Ordnung, wenn Frauen immer weiter Kinder bekommen und sie "verwahrlosen" lassen.

            LG

            • Natürlich ist es nicht in Ordnung !

              Aber wenn die Frauen/Männer selber nicht in der Lage sind ihren Kindern einen anständigen Weg ins Leben zu ebnen, dann sind andere Menschen gefragt.
              Sonst ist die gesamte bildungsferne "Schicht" ja ein Fass ohne Boden...
              Wenn die Eltern und Kinder nicht da abgeholt werden wo sie grad stehen, dann nutzt doch das beste Bildungspaket nichts!

              • In anderen Ländern gibt es diese Unterstützung nicht in diesem Maße wie in Deutschland, da überlegt man sich ob man Kinder bekommt, ob man sie ernähren kann, oder eines nach dem anderen in die Welt setzt

                Besagtes "Bildungspaket" nützt bei einem Großteil der Bezieher sowieso rein gar nix. Seh ich jeden Tag in meinem Lehrerjob. Und zu helfen ist diesen Menschen (nicht allen) sowieso nicht, da sie schlicht und ergreifend einfach nur dumm-frech sind und nur ihre Rechte und nicht ihre Pflichten kennen (HA machen, Kinder sinnvoll bespaßen usw.).

                • Nichts anderes habe ich doch gesagt.
                  Nur habe ich mich eben anders ausgedrückt...
                  Ich "arbeite" zur Zeit ehrenamtlich im Kindergarten den meine Tochter besucht. Als Vorleserin für Kinder mit Migrationshintergrund. Diese Kinder sind, anders als die Bezeichnung "Migrationshintergrund" erwarten lässt, nicht auf der Durchreise. Und trotzdem sprechen sie von zuhause aus kein Wort deutsch. Was insofern verwundert, dass die Eltern sehr wohl der deutschen Sprache mächtig sind...
                  Gehören diese Kinder, die allesamt anständig gekleidet, kariesfreie Zähne haben und prima ernährt werden auch zur bildungsfernen Schicht?
                  Ich denke, dass Kindern einfach viel zu oft ein gewisser Stempel aufgedrückt wird. Für seine Eltern kann schließlich niemand etwas...

          Ganz ehrlich? Sowas in der Art gibt es sogar heutzutage in Deutschland!

          Ich kenne eine Familie, 5 Kinder von 3 verschiedenen Vätern. Alle Kinder haben "Hochhausnamen", die Mutter ist psychisch nicht auf der Höhe, hat mehrere Selbstmordversuche hinter sich, war in der Geschlossenen und ist mit den Kids total überfordert (die nebenbei bemerkt total lieb sind, aber nicht richtig erzogen werden (können)).

          Als sie mit Kind Nr. 5 Schwanger war, hat das Sozialamt (von denen sie betreut werden) mit der Mutter geredet das sie sich sterilisieren lassen sollte nach der Entbindung. Und ganz ehrlich? Das war auch besser so! Diese Mutter ist mit den 5 Kindern schon überfordert und würde eine weitere SS nicht mehr überstehen.

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