Können Frauen sich nicht korrigieren wenn sie daneben lagen?

    • (1) 07.01.12 - 09:24

      Die Überschrift ist etwas provokanter als tatsächlich der Fall.

      Ich stelle imer wieder fest, dass hier ganz gerne in Rechtsfragen falsche Auskünfte erteilt werden.

      Obwohl man es anscheinend nicht konkret weiß, sondern nur vermutet oder (falsch) herleitet wird die Auskunft trotzdem ohne Einschränkung als feststehende Tatsache verkauft.

      Habe damit zwar schon gewisse Probleme warum man dem TE nicht die Info gibt, das man es gar nicht positiv weiß, sondern nur ins Blaue vermutet. Aber das ist nicht "das Problem".

      Ein nicht unerheblicher Anteil bringt es dann aber sogar fertig die falsche Behauptung unreflektiert zu wiederholen (fast schon als Reflex). Wenn man dann nochmal nachhakt und weitere Begründungen liefert Schweigen im Walde. Selbst auf Nachfragen, ob man jetzt weiterhin an der (falschen) Meinung festhält: "schweigen".

      Meine Vermutung: (viele) Frauen können nicht mit Fehlern umgehen. Das Einräumen eines solchen wird als Niederlage und persönliche Kränkung empfunden.

      Dies soll es auch im Berufsleben geben. Wenn ein Mann einen Vorschlag in einer Gruppewie wie etwas angegenagen oder gelöst werden sollte und man eine Meinung erhält wie man es (vermeintlich) besser machen könnte empfinden Männer dies regelmäßig als Anregung darüber nachzudenken. Frauen nehemn das häufig als persönliche Kritik an ihrer Person war und regieren entsprechend.

      Ein anderes privates Beispiel. Ein paar sucht sich Schuhe für ihr Kind aus. Die Frau hat einen bereits ausgesucht. Der Schuh ist schick und günstig. Der Mann äußert Bedenken an der Qualität der Schuhe und weist daraufhin, dass es wohl besser sei einen qualitativ höherwertigen Schuh zu kaufen.

      Die Frau reagiert persönlich angegriffen (empfindet dies als "Vorwurf" ihre Wahl sei schlecht) statt dies als Argument aufzufassen, dass in der Entscheidung berücksichtigt werden soll.

      Können Männer Fehler eher zugeben? Oder kriegen nicht so schnell Verbesserungsvorschläge in den falschen Hals?

      Gruß
      parzifal

      • Guten Morgen Parzifal,

        ich bin der Meinung, dass es nicht nur unreflektierte Frauen gibt, sondern auch unreflektierte Männer :-)

        Ich kenne einige Männer, die können ihre Fehler, die sogar nachgewiesen sind, nicht wirklich zugeben #augen

        Aber ich kenne auch solche Frauen :-)

        Gruss
        coffea

      Guten Morgen.

      Ich finde auch das es eher ein allgemeines Problem ist und nicht zu kategorisieren ob es nun mehr beim männlichen oder weiblichen Geschlecht zutrifft.

      Du hast ja ein paar nette Beispiele genannt, aber dennoch bezieht sich ja der Beitrag auf das Forum hier - wenn ich es richtig verstanden habe.

      Da ist mir nämlich schon ähnliches aufgefallen - ABER es liegt eher an der Artikulation. Wenn man es ausspricht nutzt man zusätzlich diverse Betonungen, Mimik und Gestik.

      Hier schreibt man nur und der Rest wird vom Empfänger erledigt.

      Gerade auf Rechtsfragen würde ich hier in diesem Rahmen nicht eingehen, genau aus diesen Grund den du beschreibst. Weder als Empfänger, noch als Sender. Zudem man in solchen Fällen auch immer ne Quellenangabe geben sollte, was hier kaum der Fall ist. So wie du es beschreibst "Ich habe es so erlebt/gehört, dann is das auch so!" - solche (meist) Einzelfälle benötige ich nicht wenn ich eine Rechtliche Frage habe.

      Im Allgemeinen gebe ich dir Recht. Aber, es ist kein "Frauenproblem" - Männer reagieren auch so, manchmal sogar noch schlimmer.

      Liegt vllt an die Emanzipation der Frau? Sie lässt sich halt nichts mehr sagen? Bzw sie hat ihre eigene Meinung?
      Früher wurde was gesagt, sie hat es kommentarlos gemacht. Eine eigene Meinung durfte sie auch nicht haben. Dementsprechend musste sie sich auch nicht berichtigen wenn sie was falsch gemacht hat.
      Und im Gegenzug kommen die Männer damit nicht klar, mit der Emanzipation der Frau. Weil sie das Kontra, das Gezicke, manchmal die besseren Vorschläge/Einfälle der Frau nicht ertragen können? Oder halt umgedreht :-D kann man sehen wie man will.

      Fatzit: Das Problem wird man nie aus der Welt schaffen können, es sei denn wir bewegen uns wieder in anderen Gesellschaftsordnungen, was ich für mich nicht in Betracht ziehen werde.

      In diesem Sinne wünsche ich dir einen schönen Tag, schönes WE und eine schöne Themenverfolgung

      LG CJ

    • Dies ist kein weibliches, sondern ein allgemeines Problem der Menschheit und gilt fuer Maenner ebenso wie fuer Frauen.

      LG

      Biene

      Guten Morgen,

      ich denke, es gibt diese Sorte Mensch auf beiden Seiten.

      Ich musste gerade schmunzeln, denn genau die Situation mit dem Schuh hatten wir vor kurzem auch. Allerdings war es dann so, dass wir uns einen qualitativ hochwertigeren angeschaut haben und letzlich beschlossen, diesen zu nehmen.

      Ich erlebe es auch öfter hier, dass auf Nachfragen nicht reagiert wird, oder bei Hinweis auf Fehler in der Aussage grantig reagiert wird - überwiegend bei Frauen, wobei es wohl eher daran liegt, dass sich hier mehr weibliche als männliche User tummeln.

      Auch ich habe schonmal eine vermeintlich falsche/nicht ganz korrekte Antwort gegeben (aus Unwissenheit bzw. war ich vorher von der Richtigkeit überzeugt). Und es kamen natürlich Antworten, wo ich auf diesen Fehler hingewiesen wurde. Und das finde ich gut so - denn man lernt doch nie aus und hinterher weiß ich es besser!

      Ich denke, es kommt auch darauf an, wie man es demjenigen mitteilt. Wenn man sachlich auf seine falsche Antwort hingewiesen wird, ist doch alles ok. Aber ich habe (leider) viel zu oft hier auch schon erlebt, dass man quasi in der Luft zerissen wird, es dann zu Unterstellungen kommt und das ganze ausartet. Egal, wie man sich zu rechtfertigen oder zu erklären versucht - die Menge prügelt dann auf einen ein. Dann wirds ätzend und man hat gar keine Lust mehr, weil dann sowieso egal ist, was man sagt - der Stempel klebt auf einem!

      Gruß Melle

    • Guten Morgen,
      deine Behauptung kann ich so nicht bestätigen. Im Gegenteil; ich habe die Erfahrung gemacht, dass es oft die Männer sind, die nicht zugeben können, dass sie falsch lagen oder keine Ahnung haben.

      LG
      Suse

      Die Frage ist doch immer, wer ist der naivere:

      Der, der hier eine Rechtsfrage stellt und sich dann auch noch auf die Antwort von XY verlässt oder

      Der, der eine Rechtsauskunft erteilt, von der er nur bedingt Ahnung hat?

      LG

      Aber ja, Frauen können Fehler nie, nie nie eingestehen - da können wir uns von den Kerlen noch eiiiiniges abschauen *ironie*

      Hi!

      Ich persönlich denke, dass sich Männer und Frauen ziemlich ähnlich sind, wenn es darum geht mit Fehlern umzugehen oder sie zuzugeben.

      Etwas ganz anderes ist die Sache mit den "Verbesserungsvorschlägen"....:-)

      Manchmal haben Männer eine gewissse Art ihre "Vorschläge" zu formulieren, die bei Frauen eventuell eine leichte Aggression provozieren könnte. Mal vorsichtig ausgedrückt. Es kann daher vorkommen, dass ein gutgemeinter Verbesserungsvorschlag durch "unüberlegte" oder allzu forsche Formulierung als Zurechtweisung, Herabwürdigung des Vorangegangenen oder ganz schlicht als Kampfansage um den Alphaposten aufgefasst wird.

      Das Beispiel mit den Schuhen könnte man ebenso erklären. Man könnte aber auch noch eine andere Theorie ins Spiel bringen....

      Frau zerbricht sich seit Tagen den Kopf, wie sie den Bedürfnissen des Kindes (will schicke Schuhe haben) und den Bedürfnissen des Familienbudgets (muss günstig sein) gerecht wird und ist sich auch bewusst, dass sie ihren Mann in angemessener Weise in die Entscheidung einbeziehen muss, obwohl es viel stressfreier wäre die Einkäufe selbst zu erledigen.

      Dann ziehen sie also gemeinsam los, werfen sich ins Getümmel, kämpfen sich durch die Massen (oftmals kämpft sich die Frau durch und schleppt den angesichts der Menschenmasse hilflosen Gatten hinter sich her und zwischendurch muss sie ihn wieder ausrufen lassen, weil er sich genau in der Sekunde verlaufen hat, in der sie kurz seine Hand losliess, um einen Schuh zu erbeuten). Wie auch immer... endlich, endlich (für die Frau nach gefühlten 20 Stunden) entdeckt sie den Schuh...schick und günstig...und sie malt sich bereits aus, wie toll es wäre, jetzt gleich nach Hause gehen zu können....

      Und dann hört sie irgendwo zwischen dem kleinen Pfeifen im Ohr und dem Knirschen ihrer Zähne eine Stimme, die was erzählt von "Bedenken", "Qualität" und "hochwertig"....

      Eigentlich kann der Mann froh sein, wurde er nicht auf der Stelle erschlagen:-)

      Man merkt es...ich gehe nicht gerne einkaufen. Aber was ich eigentlich damit sagen wollte ist Folgendes:

      Wenn man Verbesserungsvorschläge macht, egal ob im Job, im Forum oder bei seinem Partner, sollte man sich erst überlegen, wie man etwas formuliert und wann man es formuliert. Auch wäre es schön, wenn man sich vorher etwas in die Position des anderen hineinversetzt und sich überlegt, wo derjenige steht und wo man ihn abholen kann.

      Das wars schon.

      Grüsse

      serdes

      Hallo,

      ich kann deine Erfahrungen so nicht bestätigen.

      LG

      (11) 07.01.12 - 11:06

      Na, jetzt weiß ich endlich, warum ich so rechthaberisch und unempathisch bin: Juhuuu! Ich bin nur eine Frau!

      Wie erleichternd, endlich den Grund gefunden zu haben!

      (12) 07.01.12 - 11:09

      Hi,
      ich habe noch nicht viele Männer erlebt, die Fehler offen zugeben und konstruktiv damit umgehen können. Ich habe auch noch nicht viele Frauen erlebt, die das können. Ein Großteil meiner Vorgesetzten in der Vergangenheit (beide Geschlechter) sind absolute Musterbeispiele dafür. Und ich selbst bin vermutlich auch nicht besser als fast alle anderen.

      Ich halte das für einen ziemlich weit verbreiteten menschlichen Zug, sich selbst für perfekt zu halten und Kritik persönlich zu nehmen. Die meisten Menschen befinden sich in einem Dauer-Wettkampfzustand und meinen mit anderen konkurrieren zu müssen (egal, ob das nun privat oder Beruf oder - schlimmer Kampfplatz - die Kinder sind), und Kritik wird gleichgesetzt mit "Niederlage".

      Hätte der Mann den Schuh ausgesucht hätte sie nichts sagen dürfen - ansonsten wäre er nämlich nie wieder Schuhe kaufen gegangen. Diese beleidigte Reaktion "dann mach es halt das nächste Mal selbst" - egal ob ausgesprochen oder einfach stillschweigend durchgezogen - erlebe ich z.B. sehr regelmäßig im Umgang mit männlichen Wesen und Dingen, die "traditionell" eher Frauen zugeordnet werden. Schuhekaufen für die Kinder zum Beispiel ;-).

      Ich halte es einfach für menschlich, dass die wenigsten wirklich gut mit Kritik umgehen können. Ein Musterbeispiel (männlich ;-)) läuft ja zur Zeit auf allen Fernsehkanälen hoch und runter...

      Und vielleicht auch noch: wenn ich auf eine Frage ohne den Zusatz "ich glaube" oder "meiner Meinung nach..." antworte, dann weil ich der festen Überzeugung bin richtig zu liegen. Weil ich gar nicht auf die Idee gekommen bin, da falsch liegen zu können - ist mir vor kurzem erst hier passiert. Ohne jede böse Absicht, und mit der vorher festen Überzeugung, eine richtige Auskunft geben zu können.

      Wobei ich mich auch überzeugen lasse falsch zu liegen ;-). Und wer Dinge die anonyme Gegenüber in einem Internetforum von sich geben persönlich nimmt sollte sich besser ein anderes Hobby suchen.

      Abgesehen davon: ich habe kein Problem damit, wenn ich auf solche Wissenslücken hingewiesen werde. Ich lerne gerne dazu.

      Aber vielleicht sollten sich einige (definitiv nicht alle) "Besserwisser" auch mal überlegen, ob nicht vielleicht bisweilen ein wenig der Ton die Musik macht.

      Wenn jemand - vermutlich - in bester Absicht eine Fehl"information" gibt wird bisweilen draufgeschlagen, als hätte derjenige mit voller Absicht und Wissen den größten Müll der Geschichte verzapft. Fernab von jedem Maß wird eingeprügelt - und damit sind wir wieder beim "Wettkampf", in dem wir uns dauernd befinden. Oft genug besteht der nämlich (bei beiden Geschlechtern) darin, wer am besten andere fertigmachen kann. Und DAS sind dann oft genug auch welche, die tatsächlich Ahnung haben und das so richtig schön ausnutzen, um andere kleinzumachen.

      Aber es stimmt natürlich auch: wer sich in wirklich wichtige Fragen - egal ob medizinisch oder rechtlich - Beratung in einem anonymen Internetforum sucht sollte zumindest berücksichtigen, dass es absolut keine Garantien gibt, dass der Antwortende richtig liegt. Und auch die, die am lautesten auf andere draufhauen ("das ist doch alles falsch!!!!!!!") (sorry - die am besten konstruktive Kritik üben) können sich mal irren...

      Viele grüße
      miau2

      Hallo,
      diese Eigenschaft haben Männer und Frauen.
      Viele Männer nehmen Kritik allerdings oft etwas "sportlicher" -zumindest im Berufsleben.Man spürt weniger eine persönliche Betroffenheit/ Kränkung.
      Die Unterschiede halte ich aber für nicht gravierend.

      L.G.

      Das ist kein geschlechterspezifisches Problem. Dir mag es vielleicht so vorkommen, weil dies hier ein frauendominierendes Forum ist, in dem Dir schon statistisch gesehen eher Frauen antworten.
      Männer sind auch keine Spezialisten darin, Fehler einzuräumen.

      Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das WIE die Hürden zur Einsicht vermindert bzw. vergrößert.

      Wenn man den Nichtrechthabenden mit Argumenten umzingelt, in die Enge treibt und niederstreckt, stehen die Chancen für eine Zustimmung schlecht.

      Argumentativ mag der Rechthabende also richtig liegen, menschlich jedoch völlig daneben. Man sollte dem Nichtrechthabenden eine Möglichkeit einräumen, "sein Gesicht zu wahren", sonst wird man wohl eher auf Uneinsichtigkeit stoßen als auf einen Konsens.

      Mal sehen, ob du am Ende dieser Diskussion sagen kannst: Oh, ich lag falsch mit meinen Vermutungen! #freu
      Dann kann man dich zumindest ernst nehmen.

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