Rüchtritt vom Autokauf möglich? Welche Rechte als Käufer?

    • (1) 11.01.12 - 13:27

      Ich habe ein Problem und benötige mal euren Rat. Und zwar habe ich mir einen Kleinwagen bei einem Autohändler gekauft mit einem Jahr Gewährleistung.

      Für den Kauf hatte ich folgende Voraussetzungen.

      - Bei der Probefahrt war mir aufgefallen, dass die Bremsen nicht mehr so schüssig waren
      - neuer TüV

      - neue Reifen, da die nicht mehr fahrtauglich waren

      Laut mündlicher Abmachung sollte dies auch alles geschehen, wenn ich 300 Euro mehr als der eigentliche Kaufpreis zahlen würde.

      Ich war so blöd und habe mich darauf eingelassen. Neue Reifen hat er bekommen. Bremsen wurden dann angeblich nur von Flugrost entfernt sonst wären diese noch ok. Tüv wurde neu gemacht.

      Soweit so gut sollte man meinen. Zuhause angekommen fällt mir folgendes auf.

      Ich habe das auto mit angeblichen 98.000 Laufleistung gekauft, steht auch so im Kaufvertrag. Ich hatte dies nicht kontrolliert, weil ich nicht auf Anhieb mit der Anzeige im Display zurecht kam und habe daruf vertraut, da es ja auch so im Kaufvertrag festgehalten wurde.
      Als dann im TÜV-Bericht 106.000 angegeben wurde, wunderte ich mich und dachte das sei ein Tippfehler. Zuhause setzte ich mich dann mit dem Display auseinander und musste vorstellen, der TÜV hatte recht!

      Gut da hätte ich noch mit leben können, obwohl mich das auch schon gefuchst hat. Aufeinmal hatte ich das Gefühl das Auto bremst nicht richtig. Ich also zu der Werkstatt meines Vetrauens, ich muss ja gestehen ich habe nicht allzuviel ahnung von autos.

      Als meine Werkstatt sich den Wagen anschaut, hab sie die Hände über den Kopf zusammen geschlagen.

      - Leck im Tank ( Jetzt weiß ich auch warum der so stank#schwitz)
      - Bremskolben festsitzen
      - Bremsbeläge komplett abgefahren; Bremsscheiben hinüber
      - Zylinderkopfdichtung hinüber
      - Keilriemen kurz vorm reißen
      - und noch einige andere Dinge die ich mir nicht merken konnte

      Der TÜV der dort in der Werkstatt prüft, schaute sich das Auto an und sagte, der hätte so nie durch den Tüv gedurft. Sie haben sich sogar den Tüvbericht (ohne festgestellte Mängel) kopiert und wollen das hinterfragen!

      Tja jetzt meine Frage!? Was soll ich tun? Habe ich ne Möglichkeit vom Kauf zurückzutreten?

      Der TÜV sagte mir sogar, der wäre nicht mehr verkehrssicher der Wagen#schwitz:-[ und wäre bei ihm auf gar keinen Fall durchgekommen!

      Wie würdet ihr euch verhalten? Ich habe bei dem Händler schon einen Termin für morgen gemacht und möchte so gut es geht vorbereitet sein.

      • Oh sorry für meine schrecklichen Tippfehler, aber ich kümmer mich hier gleichzeitig gerade um meine Tochter und war wohl mächtig abgelenkt!#schwitz#hicks

        Hallo,

        ich würde den Kaufvertrag wegen arglistiger Täuschung anfechten und die Herausgabe des Geldes verlangen. DEr Verkäufer hat dich arglistig über den Zustand des Fahrzeuges getäuscht. Die Tatsache, dass der angebliche TÜV-Bericht keine Mängel ausweist, die werkstatt aber dir schriftlich geben kann, dass das auto nicht verkehrssicher ist, dürfte ausreichend sein. Sollte er sich weigern, würde ich mich den TüV-Bericht an die zuständige Gesellschaft (Dekra) oder ähnliches weiter leiten und mich dort beschweren und natürlich mich an einen Rechtanwalt wenden.

        vg, m.

    Mein Vorschlag, bzw. so würde ich vorgehen (abgesehen davon, daß ich auch sooooooo eine Ader hätte.....:-[ )
    - Papiere und Wagen hinbringen
    - Geld zurück fordern, wegen arglistiger Täuschung
    - evtl. etwas schriftliches von deiner Werkstatt bzw. TüV, daß der Wagen nicht verkehrstauglich ist.

    - Zylinderkopfdichtung ist arschteuer und meist schon das Todesurteil, kaputte Bremsen geht gar nicht, abgesehen vom falschen Km-Stand.

    Du kannst eigentlich ohne probleme vom kv zurück treten.

    Hallo,

    fährt man nicht vor Vertragsunterzeichnung mal zur Werkstatt des vertrauens wenn man selbst keinen Plan hat??? #kratz

    Also ich hab das bisher so gemacht als ich noch Gebrauchtwagen kaufte.

    Würde aber auch mit allen Papieren zurück fahren und ihm sagen das du den Vertrag rückgängig machst wegen arglistiger täuschung und du zur Not auch nen Anwalt einschaltest.

    LG

    • ##
      fährt man nicht vor Vertragsunterzeichnung mal zur Werkstatt des vertrauens wenn man selbst keinen Plan hat??? #kratz
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      Wahrscheinlich hat sie sich auf die TÜV-Abnahme verlassen.
      Normalerweise sollte die Plakette ja auch ihre daseinsberechtigung haben, was hier aber offensichtlich tatsächlich nicht der Fall ist.

      Ja das mag sein, dass hätte ich normalerweise auch getan. Aber da ich für den Kauf eine Stunde Fahrtzeit benötigte (pro weg) hatte ich die Möglichkeit nicht. Also habe ich mich auf den TÜV verlassen, was man ja auch in der Regel eigentlich tun kann. #schmoll

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