Umgangston im Krankenhaus (mit Patienten)

    • (1) 17.01.12 - 23:19

      Hallo ihr Lieben,

      hier eine Frage. Meine Schwester kümmert sich ehrenamtlich um eine alte Frau, die nach einem Sturz im Krankenhaus liegt. Die alte Frau ist manchmal wirklich sehr eigensinnig und zickig, aber ... uns schockiert wirklich der Umgangston, den die Pfleger und Schwestern an den Tag legen (die Frau ist sicher nicht einfach, aber lest mal:)

      Beispielsweise: Die alte Frau weint und sagt, dass sie total Angst hat, nicht mehr fit genug zu werden, wieder nach Hause zu kommen (sehr wahrscheinlich) und dass Sie lieber sterben würde. Kommentar der Schwester: "Naja, irgendwann trifft es jeden, das mit dem Sterben hätten Sie sich überlegen können, bevor die Krankenversicherung nun das ganze Geld in Ihre OP investiert hat".

      Oder: Sie musste aufs Klo und musste dann eine Stunde später wieder. Meckert die Schwester: "Oh nein, sie sind so schwer und mein Kreuz muss das noch 20 Jahre mitmachen, muss das jetzt sein? Schauen Sie mal, dass Sie Ihren fetten Hintern loswerden".

      Das geht doch gar nicht, oder? Ich kann meine Kunden auch nicht so anmotzen, egal, was ich denke. Würdet ihr euch da beschweren? Oder bringt das sowieso nichts?

      Liebe Grüße
      Miss Mary

      • Hallo,
        ich würde es zumindestens versuchen mich zu beschweren, weil sowas geht mal gar nicht....

        Hallo,

        ja, solche "Kolleginnen" kenn ich auch...ist eine absolut unmögliche Art, der täglichen Belastung im Job zu begegnen. Naja...ich würde mich, wenn die ältere Dame wieder fit ist, bei der Pflegedienstleitung beschweren. Falls das KH im Beschwerdemanagement einen Ansprechpartner hat auch dort. Alles aber erst, wenn die Patientin gesund entlassen wurde, sonst kommt evtl. die Retourkutsche..

        Liebe Grüße!

        Hi,

        ich kann deinen Unmut sehr gut verstehen. So etwas darf nicht sein.

        Ich kann nur versuchen, Ursachen dafür zu finden. Und da sehe ich ganz klar, dass die Schwestern und Pfleger in ihrem Beruf aufgrund eines wirklich großen Personalmangels einfach völlig überfordert sind. Das treibt leider schlimme Blüten.

        Ich sehe es immer wieder, das Kollegen und Kolleginnen in der Pflege wegrationalisiert werden. Ich kann mir vorstellen, dass aufgrund von Überarbeitung der Ton ruppiger wird. Ich denke, dass man Überarbeitung nur bis zu einem gewissen Grad kompensieren kann.

        Wenn ihr diese Pfleger oder Schwestern anzeigt...was der richtige Weg wäre, dann müsst ihr auch bedenken, dass sie zwar bestraft und eventuell entlassen werden, aber die Arbeit bleibt dann an den übrigen Kollegen kleben und der Teufelskreis zieht sich weiter zu.

        Viell könnt ihr euch ja direkt an die Klinksleitung wenden, damit diese Missstände nicht weiter getrieben werden.

        Ich hoffe, der armen Oma gehts gut.

        LG, Mamutsch

      • Jedes KH hat eine Pflegedienstleitung!

        Lg grizu99 (eine nette Krankenschwester) ;-)

        (6) 18.01.12 - 06:47

        Hallo,

        ich denke auch, dass wird sich die betreffende Dame auch nur bei den Patienten erlauben, die sich nicht wehren (können). Typisches Frust ablassen am Schwächeren. An Deiner Stelle (oder an Deiner Schwesters Stelle) würde ich auch ordentlich Alarm machen. Wahrscheinlich würde ich erstmal mit der Schwster persönlich sprechen und erst dann die Leitung informieren.

        Sicherlich können Überforderung und Personalmangel Gründe sein, aber vielleicht ist diese Dame auch einfach nur ne dumme Nuss.....von daher: Verantwortung übernehmen und los!

        Liebe Grüße
        Sayo

      • Hallo,

        ja , leider kenne ich solch oder ähnliche Situationen auch....Ich arbeite in einem Krankenhaus(im Reinigungsdienst) . Naja und da bekommt man auch allerhand mit.....
        Zum Glück sind nicht alle Pflegekräfte so. !
        Ich würd mich bei der Pflegedienstleitung beschweren , weil die krassen Aussagen vom "Fach"personal gehen ja mal gar nicht!

        LG

        Tannosch

        Hi!

        Würde mich auch beschweren und mir betreffende
        Schwestern vorknöpfen und ihnen auch sagen das es so nicht geht.

        Auch wenn die Frau schwierig ist,hat man solche Aussagen nicht zu tätigen.
        Das machen die wahrscheinkich auch nur bei denen,die kaum Besuch/Angehörige haben.
        Damit sie auf der sicheren Seite sind.

        Hat deine Schwester das selbst mal mitbekommen?
        Dann sollte sie direkt was sagen.

        LG Steffi

        da hilft ne bechwerde beim pflegemanagment

        oder ein klares wort ob die pflege auch so behandelt werden möchte

        denn was du nicht willst das man dir tu..........

        lg

        Hi,

        die "netten, professionellen" Menschen sollten sich vor Augen halten, dass Patienten ihren Lebensunterhalt bezahlen. Ohne Patienten, keine Arbeit ergo kein Geld!
        Und so würde ich auch argumentieren. Natürlich offensiv.

        lg

        (11) 18.01.12 - 09:39

        Überall gibt es ein paar schwarze Schafe, ob nun im Krankenhaus oder an der Ladentheke.

        Hallo,

        was mich interessieren würde: Warst du dabei, als dies gesagt wurde, hast du den Ton der Schwester dabei gehört, oder handelt es sich, um hören sagen? Ist es wirklich gemein gesagt, oder auch mit einem Augenzwinkern? Mein Kumpel ist Altenpfleger, der hat schon so manch einen weinerlichen Patienten mit einem energischen flotten Spruch zum schmunzeln gebracht. Manche Verwandte sind dann etwas pikiert, aber nur mal ein kurzer Auschnitt aus dem Tagesablauf kann da kein Einblick bringen.

        Vielleicht sollte sich die Bekannte mal einen ganzen Tag zur Beobachtung da hinsetzen.

        Beschweren kann man sich natürlich immer, wenn man etwas zu beanstanden hat, warum auch nicht.

        #winke

        Das ist imho nur zu lösen, indem Du die Stationsleiterin verlangst und eine schriftliche Beschwerde dort abgibst, in der Du den Wortlaut dieser Pflegekraft widergibst.

        Wenn das keine Änderung bringt, dann wäre als nächstes (mit dem Schreiben) die Klinikleitung dran.

        Es ist unglaublich, wie manche mit alten Leuten umgehen. Den Toilettengang zu verweigern ist Körperverletzung oder zumindest Vernachlässigung.

        Möglicherweise macht es auch Sinn, sich an die Krankenkasse zu wenden oder einen Sozialverband.

        Das kann und darf man so nicht stehen lassen!

        Gruß

        Manavgat

        hallo,

        wie hier schon geschrieben wurde, gibt es überall schwarze schafe. allerdings haben dann diese leute ihren beruf verfehlt! das man mal genervt usw. ist kommt vor, klar, aber solche kommentare gehen gar nicht!

        mein freund liegt auch seit 1 woche im KH und das ein oder andere ist mir auch aufgefallen beim besuch oder hat er selber erzählt. da ist eine, die auch immer so schroff rüberkommt, eine andere schwester hat er aber wiederum gelobt und meinte, dass die sehr nett ist und sich gut kümmert.

        ist aber nichts gegen die sachen bei dieser alten dame von deiner schwester. würde mich da auch beschweren!

        gruß

        (15) 18.01.12 - 11:48

        Ich finde es immer schwierig wenn man nicht beide Seiten kennt. Zum einen wirst Du das sicherlich nicht selbst gehört haben und zum Anderen wer weiß wie die ältere Dame tatsächlich ist.

        Ich hab schon genug Pat. gehabt die ich in der Luft hätte zerreissen können für ihre Unverschämtheiten, Beleidigungen, etc. - wenn ich mir jetzt vorstelle die müsste ich tagelang auf einer Station betreuen #schock ich weiß schon warum ich nicht in die Pflege gegangen bin ;-)

        Wie auch immer, beschweren hilft in so einem Fall!

        LG

        In der Klinik, wo meine Frau arbeitet, bekommst man dafür die fristlose Kündigung.

        Sie soll sich die Namen der Personen merken und dann beschwert Ihr Euch bei der Pflegedienstleitung.

        Unmöglich sowas. Traurig aber wahr!

        Ich selbst bin jahrelang im med. Bereich tätig. Einige Kollegen leiern sich wirklich durch ihren Job, während ich, eigentlich fast immer ein Lächeln auf dem Gesicht habe, und mit den Patienten rede.

        Auch wenn ich selber Patient bin, bin ich manchmal sowas von geschockt wenn ich sehe wie die meisten Damen sich da anstellen.

        Sowas gehört gemeldet, ganz klar!

        Hallo!

        Hast du das direkt gehört? Warst du dabei?

        Ich würde erst mal die Schwester direkt drauf ansprechen. Und zwar immer sofort. Zwei Tage später durch Hörensagen mitbekommene Gespräche auf zu wärmen und nachfragen ist immer schwierig.

        Natürlich darf man sowas nicht sagen. Da stimme ich dir zu! Aber ich würde mir beide Seiten erst mal anhören.

        Ich muss sagen, ich hab in der Altenpflege gearbeitet (bzw. werd ich nach der Karenz wieder) und es ist kein leichter Job. Es gibt Leute, die einen nerven. Es gibt Leute, die man nur auf dem Plan sieht und man denkt schon "oh mein Gott, was hab ich nur verbrochen, da schon wieder hin zu müssen".

        ABER: sowas sagt man einem Menschen nicht ins Gesicht! Es gibt immer Gründe, warum Menschen so sind, wie sie sind.

        Ich hatte mal eine Kundin, da wollte niemand hin. Die Frau hat geraucht, gesoffen, ins Bett gemacht usw. Keiner konnte die leiden. Sie war mit unter 60 bettlägrig aufgrund des massiven Alkoholmissbrauchs.

        Aber mit der Zeit hab ich ihre Geschichte verstanden. Sie hat mir viel erzählt. Und sie wurde eine meiner liebsten Kundinnen.

        Deshalb: Aussagen wie von dir geschrieben gehen überhaupt nicht. Patienten so zu behandeln ist mies. Und da kann der eigene Tag noch so besch**** gewesen sein. Man hat seine Patienten mit Respekt zu behandeln. Deshalb würde ich das immer direkt ansprechen. Wenn so ein Spruch kommt, direkt kontern. Und nicht erst Tage später.

        Alles Liebe!

        Hallo,

        es ist immer schwierig so etwas zu beurteilen, wenn man selbst nicht dabei war. Aber grundsätzlich sind solche Aussagen ernst zu nehmen und gehen garnicht. Ich habe auch Kollegen in der Klinik, wo ich mich schon so manches mal in Grund und Boden geschämt habe für deren Antworten.
        Was ich Dir raten würde: Namen aufschreiben, Person direkt ansprechen. Wenn sich die Situation nicht klären lässt, dann einen Brief ans Beschwerdemanagement/Pflegedienstleitung schicken. Dort wird so etwas äusserst ernst genommen. Kollegen haben für so etwas schon Abmahnungen kassiert.
        Ich habe auch mit sehr anstrengenden Patienten zu tun. Innerlich schwappt das Faß auch manchmal über, wenn man absolut respektlos behandelt und beschimpft wird. Nie, aber wirklich NIE würde es mir einfallen, einem Patienten würdelos gegenüberzutreten, oder zu sagen, wie fett er/sie sei etc...Man sagt mir aber auch nach, ich habe eine überdurchschnittlich ausgeprägte soziale Art Patienten gegenüber. Davon kann ich dann Pflegern und Schwestern, wie du sie in Deinem Fall erlebt hast, gerne etwas abgeben.

        Es kam weiter oben die Aussage, solche Verhaltensweisen seitens des Personals lägen am Personalmangel usw. Mag sein, dass man dadurch noch mehr unter Druck gerät - wer sich dann aber auf diese Schiene begibt hat in der Pflege nichts mehr verloren.

        Gruß Melle

        Unmöglich! Ich würde mich bei der Klinikleitung über diese Schwester beschweren. Ich war Gott sei Dank noch nicht oft im Krankenhaus (2 x Geburt, 2 x wegen anderen Sachen) und die Ärzte und Schwestern waren immer sehr freundlich und die Schwestern und Pfleger sehr liebevoll. Gott sei Dank konnte ich mir das Krankenhaus aussuchen.

        • Hallo,

          lieben Dank. Ich muss vielleicht noch sagen, dass meine Schwester dabei war, als die Aussagen fielen, aber sie war so perplex, dass sie überhaupt nicht wusste, was sie sagen sollte.

          Ich werde euere vielen Tipps an sie weiterleiten, sie helfen sicher weiter, auch dabei, das einzuordnen.

          Liebe Grüße
          Miss Mary

      gibt es an der klinik einen patientenfürsprecher-wenn ja dahin wenden

      geht rein garnicht-bin altenpflegerin und würde mir nie erlauben so zu reden

      lg dany

      (23) 18.01.12 - 20:25

      Hallo,

      das geht gar nicht:-[. Als meine Oma im KH lag lief es ähnlich ab. Vielleicht nicht solche dummen Sprüche, aber die Patienten bekamen Windeln um und sollten da rein machen, damit man nicht mit ihnen aufs Klo gehen musste:-[:-[:-[:-[

      Ich habe mir jetzt ein Buch von Julia Tavalaro gekauft, indem es um eine Frau geht, die erst im Koma lag und dann erwacht ist, die Ärzte und Schwestern aber alle denken, sie würde nichts mitbekommen. Grausam, wirklich ganz ganz schrecklich wie sie mit ihr umgehen.

      ich frage mich wirklich, wieso manche einen solchen beruf ergreifen, wenn sie es einfach nicht können. Sie sollen sich einmal in die Lage der Patienten hineinversetzen, nein, manchen wünscht man echt, dass sie selbst mal in eine solche Situation kommen:-[

      Unfassbare Grüße kathrin

      hallo !

      wer hat das denn gesagt, dass die schwester(n) das gesagt hat ?

      war das im beisein deiner schwester ?

      ich will der zickigen alten dame ja nichts unterstellen, aber

      ich kann nicht glauben, dass sowas gesagt wird #schock

      lg

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