OP-Termin 6 Stunden vorher abgesagt (Silopo)

    • (1) 18.01.12 - 13:32

      Hallo,

      ich weiss dass das jetzt nichts ändern wird, aber ich muss meinem Ärger kurz Luft machen sonst explodiere ich noch. Vor etwa 2 Monaten teilte die Sprechstundenhilfe mir mit das mein Termin für eine Thermocoalugation (ich hoffe das heisst auf deutsch auch so) am 18 Januar stattfinden soll(te).

      Am 23 Dezember war ich in der Klinik zum pre-OP, Blutabnehmen, ECG, Anästhesist usw ...

      Letzte Woche habe ich die Sprechstundenhilfe angerufen um heraus zu finden ob dass dann heute wäre oder nicht weil es mir komisch vorkam, dass sich so gar keiner gemeldet hat. Die hat mich dann an die Pre-Hospitalisation verwiesen, die haben mich angeschnauzt wenn dann werden Sie am Freitag angerufen, immer diese Patienten die alles im Voraus wissen wollen. Ich habe der guten Frau dann erklärt dass es auch noch Leute gibt die arbeiten und dass das halt auch organisiert sein will, aber nun gut. Freitag hat niemand angerufen.

      Gestern habe ich dann wieder im Krankenhaus angerufen, doch doch sie werden morgen operiert die Station wird sich in ein paar MInuten bei Ihnen melden. Die Krankenschwester hat mich dann um 13h00 angeruffen, bitte seien Sie morgen um 13h00 da um 15h30 wird operiert... ich so öhm und ein bisschen früher ging es nicht... sie doch im Prinzip rufen wir Freitags an doch der Arzt hat vergessen sie in den Terminplan zu schreiben.

      Ich also gestern zum Chef und alles erklärt, der war natürlich recht motzig da bei uns gerade Hochsaison ist aber alles ok.

      Tja heute morgen dann der Supergau... um 10h00 ruft die gute Frau wieder an und meint ich weiss sie werden mir jetzt böse sein aber der Arzt hat schnupfen und ist krank gemeldet ... nee ehrlich jetzt, verarschen die mich. Ok auch ein Arzt darf krank werden aber das ganze hick und hack. Tja die schreiben mir jetzt einen Zettel für heute da es zu spät war zum arbeiten fahren... und morgen tauch ich dann da auf und erkläre meinem Chef dann warum ich jetzt doch da bin... ausserdem ist die OP jetzt auf ubekannt verschoben... ist ja nicht schlimm grrrr ich habe "nur" solche Schmerzen im Rücken dass ich nicht mehr schlafen udn sitzen kann... macht ja nix... oder wie sagt die Sprechstundenhilfe... den ersten TErmin haben sie abgesagt .. ja ist klar mir wurden ja auch in ein NotOP die Gallenblase entfernt war ja so nicht geplant.

      So jetzt hole ich tief Luft und geniessen den "freien" Tag und werde die Zeit mit meinem Freund verbringen, aber doof ist es dennoch.

      Lg Michi

      • Ist das ein Akutkrankenhaus in dem Du operiert werden solltest? Wenn ja, musst Du jederzeit damit rechnen, dass geplante OP´s abgesagt werden. Es kann immer was dazwischen kommen, on nun Notfälle oder Arzt krank oder sonst was.
        Und wenn sie Dich am Freitag 10 mal angerufen hätten, dass der Termin steht...

        Ich finde es auch nicht schön, wenn ständig gefragt wird, wann man denn nun dran sei, wann man wieder raus sei usw. Wenn du als Schwester dann sagst < um 10uhr geht es los > dann werden die ersten nämlich schon sehr ungeduldig, wenn es 10:05 Uhr ist.

        Was mir noch mehr mißfällt: wir bekommen ein schweres Polytrauma rein, die geplanten OP`s müssen abgesagt werden, weil der Notpatient sonst möglicherweise stirbt. Genauso wird es dem Patienten, dessen OP nun verschoben werden muss auch mitgeteilt - dennoch Unverständniss, Wut und Beschimpfungen.

        Naja. Ich rede hier von einem Akutkrankenhaus, weiß ja nicht wo Du hättest operiert werden sollen. Aber werde doch bitte etwas sensibler für die Vorgehensweisen.

      • Ich weiss nicht genau was ein Akutkrankenhaus ist aber es geht hier ja nicht darum dass mein Termin wegen einem Akut Patienten verschoben wurde. Du verwechsels da schon ein bisschen was, das heisst es ist normal dass der Patient 24 STunden vorher Bescheid bekommt ob er nun operiert wird oder nicht?? Finde ich nicht normal... ich will ja nicht die genau Uhrzeit wissen wann der Chirurg das Skalpell ansetzt oder nicht, nur wissen ob oder ob nicht.

        Ich habe nämlich nicht nur eine Arbeit sondern auch einen Hund der versorgt werden muss und das müsste doch auch einer Krankenschwester einleuchten. Ich will nicht unhöflich sein, es ist kein leichter Job aber manches wird sich auch schwer gemacht. Ich war die ganze Zeit nicht unhöfrlich oder unfreundlich, aber die Organisation lässt doch sehr zu wünschen übrig.

        Als ich die BandscheibenOP hatte letztes Jahr wurde ich um 13h00 ins KH bestellt, da war noch nicht einmal ein Zimmer für mich fertig und ich musste 2 STunden in einem kleinen stickigen RAum warten auf Plastikstühlen was der Horror ist wenn du einen Nerv im Rücken geklemmt hast... die OP sollte um 15h00 sein, weil das KH aber Dienst hatte wurde ich schlussendlich um 20h30 operiert. Alles kein Problem aber ich wurde von den Schwestern angepampt ich solle ruhe geben, dabei habe ich um 17h00 nur mal nachgefragt ob alles klappen würde. Ja man darf gestresst sein, aber ich bin ein höFlicher Mensch und erwarte mir auch dann Höflichkeit von der Gegenseite.

        Schlussendlich àndert es nichts an der Situation. Ich werde immer noch nicht schlafen können, und ich werde morgen wieder angeschnauzt aber nun ja was solls...

        • Nö, ich verwechsel da garnichts. Ich habe lediglich gefragt, OB es sich um ein Akutkrankenhaus handelte.
          Ja, es ist durchaus normal, dass Du so kurz vorher Bescheid bekommst. Du weißt nichts über die Hintergründe einer Organisation im Krankenhaus, deswegen reagierst du wahrscheinlich auch grad so angefressen wegen der Absage. Der Ton muss dabei natürlich angemessen bleiben, gar keine Frage. Und das Du Schmerzen hast glaub ich Dir.

          < Als ich die BandscheibenOP hatte letztes Jahr wurde ich um 13h00 ins KH bestellt, da war noch nicht einmal ein Zimmer für mich fertig und ich musste 2 STunden in einem kleinen stickigen RAum warten... > Auch das kann passieren. Patienten müssen erst entlassen werden und die Betten müssen gereinigt und frisch bezogen sein - auch hier kann es sich immer mal wieder auf Grund verschiedener Dinge zeitlich anders abspielen, als geplant. Aber auch das sieht ein Patient, der die Organisation des Hauses nicht kennt, anders ;-)

        < Ich habe nämlich nicht nur eine Arbeit sondern auch einen Hund der versorgt werden muss und das müsste doch auch einer Krankenschwester einleuchten. >

        Die Krankenschwester kann nichts dafür, wenn ein Arzt krank wird. Und es ist auch nicht ihre Aufgabe, sich Gedanken darüber zu machen, wie Du Deinen Hund versorgst. Mag jetzt unhöflich klingen, ist aber garnicht unhöflich gemeint. Ein wenig Flexibilität kann man doch von allen erwarten. Das Krankenhaus richtet sich nicht nach Dir, Du hast Dich nach ihnen zu richten - so ist das leider nun mal.

        Wünsche Dir aber für morgen alles Gute...

    hallo schmerle123,

    egal wie die Organisation in einem Krankenhaus ist, es gibt Dinge, die gehen einfach nicht. Da wird mit Patienten umgesprungen als wären sie nur eine Last.

    Mein Vater hatte eine Hirnop, diese wurde 3-mal verschoben (einmal gab es kein Bett, dann hatte man die OP vergessen, dann waren die Unterlagen weg). Zweimal war eine neue Einweisung ins KH nötig wg. Quartalswechsel - da der Neurologe nicht um die Ecke ist waren das jedes Mal 60 km zu fahren. Ein Unding. Als mein Vater es dann auch wagte wegen der OP und seinen Unterlagen nachzufragen, wurde er von der diensthabenden Schwester auf eine Art und Weise zusammengestaucht, die eigentlich deren sofortige Entlassung rechtfertigen würde.

    Wenn jemand operiert wird, dann sicherlich nicht, weil er gerade Freude daran hat, sondern weil es notwendig ist. Meist haben diese Menschen Schmerzen und da ist es so ziemlich egal, ob die Schwestern gestresst sind oder nicht. Gestresste Schwestern und Ärzte führen nur dazu, da man sich sehr lange an diese erinnert und ihnen selbst in ferner Zukunft noch den Hals dafür umdrehen möchte wie diese einen behandelt haben. Denn ein kranker Mensch bleibt immer noch ein Mensch und ist als solcher zu behandeln. Und ein Krankenhaus ist ein Dienstleistungsbetrieb und auch die Schwestern gehören dazu und haben sich entsprechend zu benehmen.

    Ich kann durchaus verstehen, dass Schwestern unter einem hohen Zeitdruck stehen, nur wenn es der Patient abbekommt ist es - aus meiner Sicht - Zeit, dass diese Schwester den Beruf wechselt.

    Lg Omnes, die auch schon sehr ungute Erfahrungen mit Krankenschwestern und Ärzten gemacht hat

    • Hallo omnes,

      da gebe ich Dir uneingeschränkt Recht. Eine Schwester oder Pfleger hat, egal wie stressig eine Situation sein mag, höflich zu sein. Und wenn sie in Zeiten erhöhten Drucks mit den ihr aufgetragenen Arbeiten nicht fertig wird, deswegen anmaßend wird, sollte sie ihre Berufswahl überdenken.
      Ein Patient wird natürlich operiert (in der Regel zumindest), weil es notwenidg ist. Ich wollte mit meinem Beitrag eine verschobene OP auch nicht schön reden, sondern einfach mal dafür sensibilisieren, dass die andere Seite (nämlich die eines Krankenhauses) auch bedacht werden muss. Und jemand, der vom Ablauf und der Planung solcher Ereignisse in einer Klinik rein garkein Wissen hat, ist natürlich erstmal gekränkt und reagiert teilweise über.

      Was die TE schrieb von der BandscheibenOP z.B., dass sie kein Zimmer hatte bei Ankunft etc - auch das ist völlig an der Tagesordnung. Sie schrieb unter anderem, dass Haus hätte Bereitschaftsdienst gehabt. Daraus schließe ich, dass es ein Haus mit Akutversorgung ist. In solch einem Fall kann man Betten auf keinsten für geplante OP`s am nächsten Tag sperren und reservieren. Das ist einfach nicht möglich. Du kannst ja schlecht zu einem Patienten, der nachts wegen irgendwelcher Beschwerden kommt, sagen " Wir haben kein Bett, ist reseviert für morgen". Dann kriegst du nachts 5 Patienten rein und schon muss die Planung für den kommenden Tag neu organisiert bzw umorganisert werden. Aber das sieht ein Aussenstehender halt nicht immer.
      Und nochmal: Was den Umgangston und Art und Weise betrifft sind wir völlig einer Meinung. Habe auch nie etwas gegenteiliges behauptet (habe in einem Beitrag weiter unten auch etwas zu diesem Thema geschrieben, dorst siehst Du, wie meine Einstellung dazu ist).

      Gruß Melle

Wenn Du auch in so einem unorganisiertem Laden arbeitest, dann kannst Du das für Dich gutheißen.

Das aber hier als Normalzustand abzutun, ist mies und zeigt Deine Wertschätzung gegenüber Deinen Patienten.

Wäre ich die TE, hätte ich mir meine Akte geben lassen und würde dieses KH nie wieder aufsuchen. Das Verhalten der Angestellten da geht überhaupt nicht.

Top Diskussionen anzeigen