Fahrlässige Tötung ! ? !

    • (1) 26.01.12 - 19:17

      http://www.bild.de/regional/ruhrgebiet/ruhrgebiet-regional/toedlicher-regenschirmwurf--mildes-urteil-22302178.bild.html

      Tödlicher Regenschirm-Wurf - mildes Urteil für Schüler
      Donnerstag, 26. Januar 2012, 17:52 Uhr

      Paderborn (dpa/lnw) - Es war eine Spielerei auf dem Schulhof mit tödlichem Ausgang. Vor einem halben Jahr wurde ein 14-jähriges Mädchen auf einem Schulhof in Delbrück (Kreis Paderborn) von einem abgebrochenen Regenschirm durchbohrt und starb. Am Donnerstag verurteilte das Paderborner Jugendschöffengericht einen 17-jährigen Schüler wegen fahrlässiger Tötung zu 150 Sozialstunden. Der Junge hatte den Schirm auf das Dach der Schule werfen wollen und dabei das Mädchen so unglücklich getroffen, dass der Stiel des Schirm in die Brust der Schülerin eindrang. Trotz der schwerwiegenden Folgen der Tat sei die Verhängung einer Jugendstrafe nicht infrage gekommen, sagte Oberstaatsanwalt Burkhard Dannewald. Der 17-Jährige habe «natürlich nicht auf das Mädchen gezielt».

      Ich weiss es ist aus der Bild.
      Aber kann man da wirklich von fahrlässig sprechen?
      Auch wenn es "nur" 150 Sozialstunden sind,find ich das schon etwas sehr viel.
      Klar hätte er dran denken können,wenn ich den Schrim werf,dann treff ich jemanden genau so dolle und genau, das er stirbt.Aber wer würde an sowas in dem Moment denn wirklich denken?

      • (2) 26.01.12 - 19:21

        Er hat dabei ein Maedchen so ungluecklich getroffen das es gestorben ist.

        Die 150 Sozialstunden sind fuer mich voellig in Ordnung. Was ist daran "zuviel"? Frage ist, ob Sozialstunden in irgendeiner Art "hilfreich" sind.

        Hi

        ja klar.
        War ja fahrlässig.
        Er hat es ja nicht mit absicht getan.

        Was wäre es den sonst?

        lg

        (4) 26.01.12 - 19:27

        Bei Wikipedia steht u.a. folgendes:

        Fahrlässige Tötung ist eine Straftat aus dem Bereich der Tötungsdelikte (Delikte mit Todesfolge) in Zusammenhang mit Fahrlässigkeit (mangelnder Umsicht und Sorgfalt)...

        ###(mangelnder Umsicht und Sorgfalt)...###

        Trifft doch voll und ganz auf das Verhalten des Jungen und ist daher in meinen Augen ein mildes aber gerechtes Urteil

      • <<Aber kann man da wirklich von fahrlässig sprechen?<<

        Ja, aber hallo.

        Wie spitz muss der abgebrochene Schirm gewesen sein, um solche Verletzungen hervor zu rufen? Man wirft ja auch nicht mit Messern...#augen

        rem

        ein 17 jähriger sollte soviel verstand haben und wissen , dass regenschirme nicht zum werfen da sind#aha#aha

        bei mir NULL mitleid mit dem knaben#aha

        was sind 150 stunden gegen ein menschenleben-ist doch lachhaft

        lg dany

        den eltern des mädels#kerze

        • "bei mir NULL mitleid mit dem knaben"

          Aus ein Spaß wurde ernst. Mit 17 ist man noch lange nicht erwachsen.

          Ich denke auch, dass die Sozialstunden in Ordnung sind.

          Lachhaft finde ich es nicht! Der Junge wird die Hölle durchmachen! Er wird ein Leben lang dran zu knabbern haben. Es war keine ABSICHT!

          Die Strafe geht in Ordnung das ist klar.

          Aber unglücklicher kann man wohl kaum fahrlässig einen töten.

          Nullmitleid für den Jungen für die Strafe? Ja.
          Nullmitleid für den Jungen im Allgemeinen, insbesondere was für Folgen die Tat auch für ihn hat ? Nein.

          Und ich bin keiner der für lasche Strafen ist.

      (9) 26.01.12 - 20:42

      SCHADE das es nur so ein mildes urteil ist!

      der junge war keine 10 sondern 17! ...ein fast erwachsener mann!

      er wollte den schirm auf das dach der schule werfen, da weiß man doch was das für ein depp ist!

      • (10) 27.01.12 - 18:56

        Hallo... der Junge ist 17..... Mit 20 zählt man noch als Heranwachsender und das nicht ohne Grund. Vernunft und Verstand kommen erst später, sehr viel später... denkt doch mal an eure Jugend zurück.... oder schaut euch eure Kinder an wenn sie so alt werden / sind.

        Die Sozialstunden finde ich recht happig. Niemand ersticht einen anderen mit Absicht mit einem Regenschirm, den man als 17 jähriger ( Junge, wohlbemerkt, die sind eh nicht so weit im Kopf..) auf ein Dach schmeißen möchte...Man darf nicht vergessen, es war ein schlimmer Unfall, von niemandem beabsichtigt. Das Leid was dieser Junge nun sein Leben lang hat, möchte hier niemand haben, das ist Strafe genug.

        • (11) 27.01.12 - 21:30

          Unabhängig vom Vorfall:
          Wieso ist man mit 18 Jahren volljährig, darf Geschäfte tätigen usw., wenn man auf der anderen Seite noch ein Heranwachsender ist? Wer die Vorteile des Erwachsenseins bekommt, muss auch die Nachteile dazu bekommen. Entweder man ist erwachsen oder eben nicht.

          Zum Thema:
          Ich finde die Sozialstunden angebracht. Auch wenn er es nicht mit Absicht gemacht hat, so muss er dennoch die Folgen seiner Handlung tragen. Natürlich wird er unter den Folgen leiden. Aber wer denkt an die Eltern?

          • (12) 27.01.12 - 21:35

            Beim Strafrecht siehts aber anders aus, mit 21 bist du erst erwachsen, auch wenn du mit 18 schon voll geschäftsfähig bist. So sind halt die Unterschiede, ich habe sie nicht gemacht. Und wer sich die Kids mal ansieht, weiß auch schon, warum man eben mit 18 oder 20 in vielen Dingen ( s. Vernunft zum Beispiel) nicht als Erwachsener betrachtet werden kann. #hicks

            • (13) 28.01.12 - 03:33

              Weiß ich doch. Ich verstehe das nur nicht wirklich. Einerseits ist man dann offiziell erwachsen, aber andererseits auch wieder nicht.

              Ja, leider benehmen sich viele nicht so, wie man das eigentlich vom Alter oder der Tatsache, dass sie offiziell erwachsen sind, erwarten können sollte..

      (14) 28.01.12 - 13:34

      Dass er ein "Depp" war, weiß der Junge selbst.

      Es geht ja um die Farge wie ein "Depp" bestraft werden sollte?

      Mach doch mal einen konkreten Vorschlag, welche Strafe Deiner Meinung nach für einen "Depp" angemessen wäre.

      Du musst ja eine Vorstellung haben, ansonsten würdest Du die Strafe ja nicht als zu niedrig ansehen.

      (15) 30.01.12 - 13:34

      Es soll nicht heissen weil er 17 ist, dass er ein erwachserner man ist.

      Manche sind 27 und denken und handeln so wie 14 jährige.

      Aber zum Thema: Wegem des mädchen tut es mir leid, aber es war auch kein absicht des Jungen das es so endet.

      Peace.

Hallo du,

von dem Fall hatte ich gehört. Ich denke mal, dieses Urteil ist eine Schande für jeden Richter und schadet nicht nur dem Angeklagten, sondern verhöhnt auch das Opfer.
Es steht mir nicht zu zu beurteilen, wie die Familie des Mädchens das wohl aufnimmt, aber ich sage ganz ehrlich, ich würde mich zutiefst gekränkt fühlen, wenn der Tod meines Kindes 150 Sozialstunden wert wäre. Da wäre es mir lieber (wenn man da überhaupt von "lieber" sprechen kann), wenn er freigesprochen worden wäre, denn es war ein tragischer Unfall meiner Meinung nach. 150 Sozialstunden... Eine Glanzleistung in ihrer negativsten Auslegungsart.

  • Auch dir: Der Junge war 17, ein Jugendlicher, noch lange kein Erwachsener und die Höhe der Sozialstunden sind hoch, glaube mir. Jugendliche haben ein besonderes Strafrecht und willst du einen 17 jährigen in den Knast stecken? Ist das Gerechtigkeit? Es war ein schrecklicher Unfall!!!!!!!!!!!!!!!! Gerechtigkeit wird es nie geben, dieser Junge hat Leid genug nun, sicher, auch die Angehörigen des Opfers. Aber ginge es denen nun besser, wenn der Junge 2 Jahre im Gefängnis wäre? Ginge es dir besser?

nachdem ich deine VK gesehen haben:-p-nehme ich deine meinung nicht mehr ernst#aha

frischling und reizthema -:-p

(20) 27.01.12 - 14:08

Ich gehe davon aus, dass nichtmal der Junge das Urteil für zu hoch hält.

(21) 27.01.12 - 19:55

Unser Rechtssystem unterscheidet nur die fahrlässige oder die vorsätzliche Tötung. Da das Gericht in diesem Fall nicht auf Vorsatz erkannt hat (der Junge hat den Tod des Mädchens ja offensichtlich nicht vorsätzlich herbeigeführt), bleibt letztendlich nur die fahrlässige Tötung übrig.

http://www.lexexakt.de/glossar/fahrlaessigetoetung.php

(22) 27.01.12 - 20:00

"Auch wenn es "nur" 150 Sozialstunden sind,find ich das schon etwas sehr viel."

Du kannst nicht von deinem subjektiven Empfinden ausgehen. Wenn die Zeitung schreibt, dass es ein mildes Urteil war, heißt das, dass fahrlässige Tötung im Normalfall härter bestraft wird.

(23) 27.01.12 - 20:49

Hallo,
deinen Worten nach gehe ich davon aus, daß du keine Kinder hast. Wenn ich mir vorstelle, daß in 14Jahren mein Kind von so einem Schwachmaten getötet wird..... Ich glaube, ich wäre zu einigem fähig! 150h für das Leben eines 14Jahre in Liebe und Fürsorge aufgezogenen Kindes???? Denk mal nach!

Ich denke, dass der Junge einfach nicht reif genug ist. Wer wirft einen einen Regenschirm aufs Dach??? Was genau soll das für einen Sinn und Zweck haben? Er hat sicher so etwas nicht beBsichtigt und wird sich sein Leben lang vorwürfe machen.

Die kids in dem Alter kann man heute oft nicht als fast erwachsen bezeichnen...

Ich hätte eine Gefängnisstrafe nicht für richtig gehalten, wer hätte da was von? Da lernt er doch erst recht die "Richtigen" kennen. Allerdings finde ich 150 stunden zu wenig. Ich fände 3 jahre lang tâglich 2-3 stunden angemessen. Das merkt er. 150 stunden sind schnell vorbei...

(25) 27.01.12 - 21:19

Habe den Artikel jetzt nicht gelesen, aber von dem, was ich mitbekommen habe finde ich es aus zwei Gruenden okay.

1. Eine haertere Strafe macht das Maedchen auch nicht wieder lebendig.
2. Der Junge ist durch die grosse Schuld, ein Menschenleben auf dem Gewissen zu haben ein Leben lang sowieso gestraft. Die Mitteilungen in der Presse verstaerken zudem die soziale Aechtung, mit der er im Umfeld mit Sicherheit zu kaempfen hat.

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