An der Saunakasse

    • (1) 09.02.12 - 12:37

      Am vergangenen Sonntag waren meine Frau und ich in der Sauna. Vorher entsponn sich an der Kasse ein Streitgespräch zwischen der Angestellten und einem Pärchen Ende 20, Anfang 30 über einen ermäßigten Eintritt für Hartz IV-Empfänger. Wir sind angesichts von so viel Dreistigkeit mit offenen Mündern stehengeblieben.

      Es handelt sich um eine privat betriebene Saunalandschaft, eher hochpreisig, ich glaube, so ab 25 Euro ist man dabei. Das Pärchen meinte, die Betreiber seien verpflichtet, Arbeitslosen ein Ermäßigung zu gewähren. Es gab aber keine.

      Ich hab erstmal mehrere Minuten gebraucht, um das zu verarbeiten: Wie um alles in der Welt kann man sich den einbilden, sich von dem angeblich ja so knappen Hartz IV einen Besuch in einer hochpreisigen Saunalandschaft leisten zu können? Ermäßigung hin oder her, auch 2 x 20 Euro dürfte ja wohl kaum übrig sein. Und vor allem: Es ist doch sinnvoll, dass es Unterschiede in der Lebensqualität gibt zwischen Menschen, die arbeiten und Menschen, die nicht arbeiten. Warum sollten diese (nachdem Teile meines Geldes schon rüber transferiert werden) dann auch noch Tag für Tag über unterschiedliche Preise nivelliert werden? Außerdem, da bin ich ganz ehrlich, schätze ich derartige hochpreisige Angebote unter anderem auch, weil da an der Kasse eine Selektion stattfindet.

      Mich widert dieses "Das steht uns zu." so dermaßen an, wie wäre es mal, wenn man ERST etwas leistet und DANACH VIELLEICHT etwas einfordert?

      • Hallo.
        Bekomme selbst zur Zeit Hartz 4.
        Habe "vorher" schon etwas geleistet piche aber trotzdem nich ständig darauf, was mir zusteht!

        Das Posting hier kann nur knallen!

        Findest du nicht, dass deine Denkweise da etwas pauschal ist?
        Also ganz geringfügig.

        Manch einer möchte etwas leisten, kann aber nicht - der andere könnte und will aber nicht.
        Darf man deswegen nichts einfordern?
        Wenn man aufhört, nach den schönen Dingen des Lebens zu streben, dann hat man ja gar keinen Grund mehr, an seiner Situation zu arbeiten.

        Einen privaten Saunabetreiber zu einem Preisnachlass zu zwingen, empfinde ich allerdings auch als unverschämt. Fragen kostet nichts, aber man muss auch mit einem Nein leben können.

        • (4) 09.02.12 - 12:47

          "Darf man deswegen nichts einfordern?"

          Wieso sollte man? Man fordert doch schon die staatliche Unterstützung ein (mit Antragstellung) denke das reicht,oder?

        • (5) 09.02.12 - 12:57

          Wenn ich das Wort "einfordern" in dem Zusammenhang schon lese, krieg ich das Kribbeln.

          Ich möchte ja auch so einiges, aber auf den Gedanken, es einzufordern, käme ich nicht. Wenn ich mir etwas wünsche, dann werde ich erst meine Finanzen checken, ob ich es mir LEISTEN kann, nicht mehr und nicht weniger.

          Aber der Gedanke reizt mich: Ich werde mal beim hiesigen Porschehändler vorbei schauen und das Auto, das ich will, einfordern.

          Bei "einfordern" denke ich eher an meinen 1-jährigen Spross. Der meint auch, er könnte mit lautem Geschrei, Krokodilstränen und Wut die Dinge einfordern. Erfolg hat er damit selten.....

          Und nach den schönen Dingen des Lebens kann man gut und gerne streben. Dazu gehört nunmal a) eine gewisse Portion Realismus, und b) Eigeninitiative. Und ich denke, das "Einfordern" beides nicht beinhaltet.

          So....ich geh mal die Telefonnummer vom Porschehändler suchen.....

          (6) 09.02.12 - 13:05

          >>Wenn man aufhört, nach den schönen Dingen des Lebens zu streben, dann hat man ja gar keinen Grund mehr, an seiner Situation zu arbeiten.<<
          Das im Posting genannte Paar ist aber nicht strebsam sondern fordernd!

        • (7) 09.02.12 - 13:45

          "Wenn man aufhört, nach den schönen Dingen des Lebens zu streben, dann hat man ja gar keinen Grund mehr, an seiner Situation zu arbeiten."

          genau, streben und nicht einfordern. also selber geld verdienen. oder was meinst du, was MANCHE (bitte keine schublade, #danke) alg2 empfänger für einen anreiz hätten, an ihrer situation "zu arbeiten", wenn sie alles und jedes genauso beanspruchen könnten wie leute, die 40 h und mehr zu tun haben?

          lg

      Ohne jetzt hier die "Alle Hartz 4 Empfänger wollen gar nicht arbeiten und sind faule Schweine und wir sowieso was besseres" Diskussion vom Zaun zu brechen wollen, aber dir wünsche ich einfach mal drei Monate Hartz 4.

      Dein zwei Klassen Denken wiedert mich an.

      Klar Arbeitendes Volk kann sich zum Teil mehr leisten, aber nicht arbeitendes Volk, aus welchem Grund auch immer mag auch mal Spass haben. Ob nun in der Sauna, Puff,, Schwimmbad oder sonstwas. Und das können sie auch.

      Das Einzigste, wo du recht hast, ist das es dreist ist, einen Rabatt zu verlangen und das vermeindliche Anrecht darauf.

      Der finanzielle Hintergrund oder Arbeitslosigkeit und ob diese Menschen besser oder schlechter sind....ka. Du bist für mich stumpfsinnig.

      • "Und das können sie auch."

        In diesem Land können sich die Sozialhilfeempfänger also die von dir genannten Luxusvergnügungen leisten? Ich höre da immer etwas anderes von den Betroffenen.

        Aber, wenn du das sagst, dann wird es stimmen.

        Dann würde ich die Bezüge aber auch um mindestens ein Drittel kürzen.

        Es geht dabei um eine Grundversorgung mit dem Nötigsten. Nicht weniger, aber auch nicht mehr.

        • Vielleicht haben sie auch dafür gespart, sich einen schönen Tag machen zu können? Und wenns ein halbes Jahr war, grundsätzlich gehts dich nichts an, wie sie mit ihrem ALG2 haushalten.

          Selektion erinnert mich irgendwie an die Zeit des zweiten Weltkrieges.

          • Dann hätten sie noch etwas länger sparen müssen.

            Und doch, es geht mich etwas an: Wenn man von der Stütze monatlich Geld für Luxus sparen kann, dann ist es einfach zu viel Geld.

            Ich würde diese Menschen knapp überm Verhungern halten.

            • Eine Freundin von mir arbeitet Vollzeit und bekommt auch Leistungen, weil ihr Lohn so niedrig ist. Es gibt auch arbeitende Menschen, die trotzdem Leistungen beziehen müssen, um über die Runden zu kommen!

              Was hast du für einen ekligen Charakter.......

              Absolut über das Ziel hinausgeschossen.....weit, weit, weit......

              Ich würde mir Menschen, wie dich auch gerne "halten"....würde dir definitiv nicht gefallen.....

              In deinem Fall wäre "Nomen est omen" sehr anzuraten! Und zwar aus Deutschland raus..

              Allein deine Namenswahl lässt auf deine Loyalität schließen.....die ist auch weit, weit, weit...weg...und an der Hand hält sie dein Emphatievermögen!

              Oh....und da fällt mir grad nochwas ein, wird dir sicherlich dufte gefallen:

              Wie wäre es, wenn wir diesen "Menschen" eine Armbinde verpassen...so als Erkennungszeichen....dann könnt man sie viiiiel besser erkennen und könnt sie viiiel besser mobben!!!!

              Ironie off....

              Sorry, aber du hast echt einen am Sträußchen...#klatsch

Top Diskussionen anzeigen