Strafanzeige ja oder nein

    • (1) 12.02.12 - 19:32

      Hallo Ihr da draußen.

      Was passiert ist:

      Vor 3 Tagen holte der Vater einer KiGa-Freundin meiner Tochter seine Familie von einer Veranstaltung ab. Leider hatte er (nicht zum ersten Mal) eine Fahne.
      Beim anziehen passierte es dann, er verlor beim Herunterbeugen das Gleichgewicht und stürzte auf meine 4jährige Tochter. Im Krankenhaus wurde bei ihr dann am selben Abend eine Schlüsselbeinfraktur festgestellt.

      Mal von aller Wut in mir abgesehen, dass dieser Typ hackedicht mit dem Auto (!) seine Familie abholt und meine kleine zarte Tochter verletzt, zermartere ich mir nun das Hirn, ob hier ein Gespräch zwischen ihm und mir (das werden wir nächste Woche noch führen) und der Tatsache, dass er im Suff ein Kind verletzt hat als Mahnung für ihn ausreichen sich Hilfe zu holen, oder ob ich hier mit einer Anzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung dem ganzen Nachdruck verleihen sollte.

      Ich betone: Ich will ihm nicht aus Rache an den Karren fahren, aber ich will mir auch nicht irgendwann vorwerfen, nichts unternommen zu haben, wenn beim nächsten Mal mehr passiert...

      Ich weiß auch, Alkoholismus ist eine Krankheit, die der Betroffene erst realisieren muß, aber ich will ihm genau das klar machen.

      Wie würdet Ihr entscheiden?

      LG - Carrie

        • Ja, und gleichzeitig dürfen seine Frau + Kinder druntr leiden. Prima . Kollektivstrafe gerade auch für Kinder!!!! Denken bis zum Tellerrand....

          • Und um die Frau und die Kinder nicht in Schwierigkeiten zu bringen, sollte die TE nun alles so hinnehmen?

            1. Wer wann was trinkt, mag dessen Sache sein.
            2. Autofahren in diesem Zustand ist NICHT erlaubt.
            3. In diesem Zustand einem anderen Schaden zuzufügen, bedeutet, diesem dann auch den entstandenen Schaden zu ersetzen - notfalls halt auch mit Geld. DAS steht so im BGB - und nicht, man solle auf die Familie Rücksicht nehmen.

            So tragisch wie das alles ist - der Mann hat das selbst verschuldet. Seine Familie leidet darunter.

            ABER: Ohne eindeutigen Schuß vor den Bug wird der Mann nichts ändern. Schlimm genug, dass seine Familie das toleriert und sich sogar noch zu ihm ins Auto setzt.

            Ich sehe es auch so, der Typ hat den Unfall verursacht und MUSS entsprechend löhnen. Anzeigen würd ich ihn nun nicht unbedingt, hätte man gleich machen müssen (wegen Alk-Nachweis). Denn Autofahren in diesem Zustand kann sehr wohl eine Straftat sein. Nicht auszudenken, wenn der in seinem Wahn noch mehr Schaden dann mit dem Auto anrichtet.

            Und wenn Du schon meinst, man solle an die Familie des Mannes denken: WER denkt denn bitte an das Kind der TE? SIE hat den Schaden - ohne was dazu zu können. Unter Umständen hätten die Folgen ja auch schlimmer sein können. Und was dann? Auch Rücksicht auf die Anderen nehmen?`

            Wenn man so denkt, wo willst Du Grenzen ziehen? Ist es bei einem schlimmeren Delikt dann fair, die Typen wegzusperren, wenn doch die Familie leidet? Ich denke, ganz so einfach ist es wohl leider wirklich nicht.

            Darum: wer anderen einen Schaden zufügt, haftet für die Folgen!

            In diesem Sinne
            LG #katze

            • Dann hätte Sie direkt handeln sollen - fertig. Ich weiß nciht was sinnvoll sien soll dem Typ die "Schlüpper vom Arsch" zu klagen. Fein, die TE bekommt Schmerzensgeld - auf Raten natürlich.... (ich gehe jetzt von nicht so gut gestellten Leuten aus - denn so viel DUMMHEIT wie die Frau des Suffies an Tag legt passt auf keine Kuhhaut - ja Vorurteile ^^)

              Der Alte säuft und raucht, dem Kind fehlen dann 50 Euro für Windeln oder Klamotten. Denn solche Eltern stellen IHRE Bedürfnisse vors Kind.

              Ich würde als TE hingehen, das Gespräch abwarten und dort auch klipp und klar sagen dass ich schon gern "Entschädigt" werden würde. Und müssen es tausende Euro sein? Tuts nicht auch ein Gutschein für Sealife und co? Solange die Entschuldigung aufrichtig ist wäre sowas akzeptabel. Und vielleicht hat es ihm schon gereicht - das weiß doch keiner hier.

              Und was ist denn wenn sie ihn verklagt? Heute wurde ein AIDS-kranker Kinderschänder zu 2000 Euro Schmerzensgeld und 2 Jahren mit Bewährung verurteilt. Er hat von seiner Krankheit gewusst!!! Was will die TE dann mit 100 Euro? (ja... vlt. überspritzt...) Ich habe vor einigen Wochen einem anderen Auto den Spiegel abgefahren - 1000 Euro schaden (edles model, beheizt, verstellbar, scheinbar aus goldbarren geschmiedet + lackieren)! Die Relation ist einfach... naja... Schaden am Mensch sind weniger wert als am Gegenstand. Hätt suffi ne Glasvitrine umgebollert würde mehr Kohle rausspringen. :-P

              "Unter Umständen hätten die Folgen ja auch schlimmer sein können. Und was dann? Auch Rücksicht auf die Anderen nehmen?`"

              Wäre was schlimmeres passiert wäre der RTW gekommen und hätte folglich weitere Schritte eingeleitet....

              Grenzen ziehen ist ne feine Sache. ABER wir sind hier im Internet! Keiner kennt die Personen und deren Verhältnisse. Deswegen wäre ich vorsichtig mit solchen Tips.

              • Ich glaube, Du hast mich falsch verstanden ;-)

                Mir geht es nicht drum, dem Typen "die Schlüpper wegzuklagen". Fakt aber ist, das Kind hat ja einen Schaden erlitten - dafür muss er schon aufkommen, notfalls über seine Haftpflicht (so er denn eine hat). Und nein, es geht auch nicht um 1000 euro (oder mehr), es geht um den Sinn der Strafe. Wer so verantwortungslos ist, sollte die Folgen dann auch spüren. Denn nur mit einem einfachen Gespräch wird sich sicher kaum was ändern. Für ne anzeige allerdings ist es ja nun eh zu spät.

                An Stelle der Frau und des Kindes würde ich ihm nen Einlauf machen. Schlimm, dass manche Partnerinnen an solchen Typen festhalten. Aber schon zum Schutz des eigenen Kindes sollte sie da auch ein Stück weiter denken.

                Sicher wäre dann ein RTW gekommen. Mir geht es aber eher auch um Folgeschäden durch schlimmere Verletzungen. Sollte die Mutter drauf verzichten, um die Familie nicht noch weiter leiden zu lassen? Das sehe ich nämlich nicht so.

                Und sicher sind wir im Internet. Man muss aber hier dann doch von den Fakten ausgehen, die einem gegeben wurden - in der Realität sieht es dann noch mal ein Stück anders aus.

                Aber wer geht draußen schon hin und sagt, aber bei Urbia wurde mir das so geraten? Zumindest ist das für mich selbst ein ziemlich abwegiger Gedanke, aber gut, bei manchen weiß man nie ;-)

                LG #katze

          Die ganze Familie kann auch noch viel mehr darunter leiden, wenn der Vater sie besoffen abholt und das Auto mitsamt Frau und Kindern gegen einen Baum setzt oder besser noch vor ein Auto mit einer weiteren Familie #aha

          • Dann muss man erwarten dass die Mutter mehr Hirn besitzt und nicht einsteigt #aha

            Aber ja, fett Geld kassieren auf Kosten des Kindes ist GEIL.

            Das Kind hat leider keine Wahl. Die Mutter schon. Aber solch arrogante versoffene Meschen sparen erst an Windeln, Kinderkleidung & Co. bevor sie auf Schnaps und Kippen verzichten! Fazit: es schadet nur dem anderen Kind.

        besser als wie du überhaupt nicht denken. Dürfen Familienväter jetzt zum Lebensunterhalt jeden Tag einen Bruch machen? strafverfolgung brauchen sie ja nicht zu fürchten da sonst die Kinder darunter leiden müssen.

        M an dein Hirn::: AUFWACHEN

        • Mach Du Dein Hirn an! Strafrechtliche Verfolgung bringt KEIN Schmerzensgeld! Mas müsste ZIVILRECHTLICH eingeklagt werden.

          Also Du geldgeiles Ding - Du redest hier von 2 paar Schuhen!

          Scheinbar biste sozial so mies gestellt dass Du nur $-Zeichen in den Augen hast.....

          Und es ist immernoch ein Unterschied ob man nen "Bruch macht" (wow...Ghetto-Slang, passt zu Dir) um sich zu bereichern oder ob man besoffen über ein Kind fällt!!!

          Aber interessant in welch unterirdischen Schubladen Du denkst... scheinst auch nen Bruch nötig zu haben....

Hallo,
bei allem "Mitgefhühl" für eine Krankheit!

Normalerweise sagt man doch.....bis mal etwas passiert...
Es IST etwas passiert!

Ich würde ihn sofort anzeigen!

Ganz ehrlich, wenn er sich hackedicht MIT Familie ins Auto setzt und noch selber fährt, dann wird ihn ein Gespräch mit dir sicherlich nicht läutern.

Allerdings ist es fraglich, wie hoch die Aussicht auf Erfolg ist, wenn du ihn anzeigst. Man kann ihm ja nun nicht mehr nachweisen, dass er alkoholisiert war. Geschweige denn, wie hoch sein Pegel zu dem Zeitpunkt war. Nachher sagt er, dass ihm einfach schwindelig wurde und dann steht Aussage gegen Aussage. Und vermutlich wird das Verfahren einfach eingestellt.

Ich bin ehrlich gesagt etwas schockiert, wieso du nicht SOFORT die Polizei alarmiert hast, nachdem er sich dann ins Auto gesetzt hat und gefahren ist. Die hätten ihn sofort aus dem Verkehr gezogen. Dann hätte er ne Anzeige wegen Fahren unter Alkoholeinfluß, der fahrlässigen Körperverletzung von dir und sein Schein wäre auch weg gewesen.
Außerdem hat das ganze ja auch n bissl mit Zivilcourage gegenüber den armen Kindern von dem zu tun.

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