Organspende

    • (1) 02.03.12 - 19:37

      Hallo
      Ich wollte mal fragen wie ihr dazu steht.

      Organe möchte nicht jeder Spenden aber zu 99,9% wollen sie alle ein Organ haben wenn sie eins brauchen.

      Was denkt ihr darüber wenn man sagen würde, nur der, der bereit wäre ein Organ zu spenden bekommt auch ein Organ wenn er eins braucht.

      Dadurch würde man bestimmt erreichen das es mehr Menschen gibt die spenden würden und man könnte somit viel mehr Menschen retten.

      Finde den Gedanken befremdlich das jemand ein Organ bekommt der aber die Einstellung hat das er keins Spenden würde im Fall der Fälle.

      Im moment sehe ich das so. Ich kann nicht erwarten das ich immer alles bekomme aber bin selber nicht bereit etwas zu geben.

      Vielleicht habt ihr aber auch Gegenargumente die ich durchaus nachvollziehen kann und evtl sogar meine Meinung ändere.

      • Ich fände das traurig, aber es ist auch sehr bezeichnend für unsere Gesellschaft, man gibt nur etwas, wenn man auch was dafür bekommt, wer ist heutzutage schon selbstlos.

        Ich habe einen Organspende-Ausweiß, weil ich hoffe, dass ich wenn's soweit kommen sollte, mit meinem Tot mal jemand anders helfen kann.

        tja, das ist einfach die deutsche "nehmer-mentalität"

        mein mann und ich kommen beide aus der medizin, ich bin spender (mit ausnahme von netzhäuten und gesicht), mein mann nicht. er möchte dies nicht und dass würde ich im falle eines falles so akzeptieren und respektieren!

        ein thema zu dem du keine einheitliche meinung erzielen kannst, ähnlich wie bei diskussionen um abtreibung, todesstafe, steuer, und noch 1000 anderen themen.

        fängt bei mir schon damit an wer bekommt ein organ? derjenige der sich unverschuldet eine chro. lebererkrankung zugezogen hat oder derjenige der sich 2 jahrzehnte die leber kaputtgesoffen hat?
        ziemlich kontrovers alles...

        diese neue befragungsmethode halte ich auch langfristig für nicht sehr effektiv.
        regelungen wie in österreich die find ich gut!

        vg

        • die findest du gut, die regelung?
          kann ich nicht nachvollziehen.
          ein mensch der sich aus welchen gründen auch immer (und die muss jeder haben dürfen) dagegen entscheidet ist damit gebrandmarkt und muss fürchten dass seine medizinische versorgung im fall der fälle ungenügend ist.

          • schwachsinn.

            da musst du dir eher sorgen machen dass du nicht unzureichend versorgt wirst wenn du nicht privat versichert bist!

            • das sehe ich nicht so.
              in einer gesellschaft, in der die mehrheit dann organe spendet und man einer der wenigen ist, der sich aktiv dagegen entscheidet, fällt man auf. und das nicht positiv. damit wird organspende erpresst, was gegen die freiwilligkeit spricht, mit der eine organspende gegenseitig erfolgen sollte.

    hallo,

    das wäre eine fatale sache. denn daraus können sich schnell schlimme konsequenzen erntwickeln.
    so etwas müsste ja für den notfall irgendwo vermerkt sein. wenn dem aber so ist, dann muss man als nicht spender die angst habem medizinisch nicht bestens versorgt zu werden. ein patient zweiter klasse.
    zudem ist organspende eine sehr persönliche sache. wer so etwas macht, sollte es freiwillig tun und aus dem wunsch heraus anderen zu helfen. egal,. wer es ist. bringst du jetzt solche bedingungen ins spiel wird der grund, weshalb man es tun sollte ad absurdum geführt. organspende sollte und muss auf absoluter freiwilligkeit bestehen. wird das eingeführt ist das nicht mehr gewährleistet.

    lg

    • (10) 04.03.12 - 08:07

      "wenn dem aber so ist, dann muss man als nicht spender die angst habem medizinisch nicht bestens versorgt zu werden. ein patient zweiter klasse."

      Man könnte den Spieß auch umdrehen - jeder, der jetzt Spender ist, muss Angst haben, nicht bestens medizinisch versorgt zu werden und somit ein Patient zweiter Klasse zu sein.

Es gibt auch Menschen, die aus bestimmten persönlichen und sehr privaten Gründen keine Organe spenden möchten. Beispielsweise war ich dieses Jahr zum ersten Mal bei der Blutspende, obwohl ich sehr davon überzeugt bin. Allerdings bin ich auch im ersten rauchfreien Jahr und vorher war mir die Vorstellung einfach zuwider, dass ein Nichtraucher - möglicherweise ein Kind oder gar ein Frühchen - mein nikotinverseuchtes Blut bekommen könnte.

Von Deinem Vorschlag halte ich gar nichts.

Ich bin dafür, dass jeder als Organspender angesehen wird, es sei denn, er trägt eine gegenteilige Erklärung bei sich. Denn ich bin der Meinung, dass sehr viel mehr Menschen Organe spenden möchten, aber leider viel zu vergesslich, nachlässig sind, sich den Organspendeausweis zu besorgen.

  • und somit sind die gebrandmarkt, die nicht spenden möchten, aus welchem gründen auch immer. im schlimmsten fall müssen sie tatsächlich fürchten auf grund ihres nicht spenden wollens eine schlechtere medizinische versorgung zu bekommen,. und werden sich entscheiden zu spenden, auch wenn sie dies nicht möchten. und organspende ist eines der dinge, die absolut freiwillig sein müssen.

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