Möchte gern helfen. Aber wie?

    • (1) 06.03.12 - 10:19

      Hallo alle zusammen #winke

      Oh man was jetzt kommt geht mir echt ans Herz.

      Ich war gestern in unserem Steuerbüro. Dort arbeitet eine Frau, ich verstehe mich seit Jahren super mit ihr. Sie ist eine sehr gute Bekannte, Freundin wäre übertrieben da wir fast nur beruflich miteinander zutun haben.

      Sie hat 2 Söhne, einer 22 der andere 9. Wir quatschten ein wenig. Als sie erzählte das sie von zuhause ausgezogen sei mit dem kleinen. Ich dachte erst sie hat sich von ihrem Mann getrennt, doch das war nicht so.

      Ich wusste das es mit dem großen schon jahrelang starke Probleme gab. Er ist durch die falschen "Freunde" in eine Szene abgerutscht die ein "normales" Leben nicht möglich macht. Gewalt, Alkohol, Drogen ohne Ende.

      Nun erzählte sie mir gestern das es seit Monaten zu Morddrohungen kommt, von ihrem großen Sohn. Er würde die sie, den Vater und den kleinen umbringen. Koste es was es wolle. Er terrorisiert sie so sehr das sie nun untergetaucht ist. Ihr Mann wohnt weiterhin in dem gemeinsamen Haus. Sie sagt sie kann einfach nicht mehr. Den einen Tag stand ihr großer nach der Schule davor und wollte den kleinen abfangen. Der traut sich nun nicht mehr in die Schule weil sein großer Bruder ihm zugerufen habe, das wenn er ihn kriegt er ihn umbringt und Mama gleich mit. Er stand nachts vor dem Haus, hat rumgebrüllt, alles kurz und klein gehauen. Er hat echt Probleme und ihm müsste eigentlich geholfen werden.

      Aber: Die Polizei macht nichts. Sie haben mehrfach die Polizei gerufen, diese kam erst Stunden später. Haben ihn angezeigt, versucht ihn zwangseinweisen zu lassen. Aber nichts passiert. Er hat keinen festen Wohnsitz, mal hier mal dort, mal auf der Straße.

      Sie bekommen Briefe von ihm, Anrufe in denen er immer wieder sagt er bringt sie alle um. Beleidigt sie ohne Ende. Einfach Psychoterror. Sie will ihrem kleinen nicht mehr in die Schule schicken, weil sie Angst hat. Der kleine will auch nicht mehr rausgehn, er hat einfach Angst. Nässt Nachts ein und fängt oft an zu weinen.

      Antwort der Polizei ist: Es ist ja nicht wirklich was passiert, wir können nichts machen schongarnicht, wenn wir nicht wissen wie seine Meldeadresse ist.

      Das kann doch wohl nicht wahr sein, mich macht das so wütend. Sie wissen weder ein noch aus und sind einfach am Ende. Einerseits hat sie wirklich Angst, andererseits ist es ihr Sohn dem geholfen werden muss. Undzwar schnell! Muss denn wirklich erst was passieren?
      Ich will nicht an irgendeinem Tag was schlimmes im Tv sehen müssen oder was in der Zeitung lesen.

      Was kann man denn noch tun? ich habe ihr meine Hilfe angeboten. Sie kann sich jederzeit bei mir melden. Doch wie kann ich helfen?

      Habt ihr eine Idee was man noch unternehmen könnte?

            • ich dachte er lebt im haus wo jetzt auch noch der vater ist. oder nicht?

              ist etwas undurchsichtig die geschichte. ich würde mich anstelle der mutter mal von einem anwalt beraten lassen, welche rechtlichen möglichkeiten es gibt. oder sie geht mal zu einer beratungsstelle (wir haben in Ö den psychosozialen dienst) eventuell haben die noch ideen, wie man sich schützen könnte.

              lg

      Hallo!
      Das klingt ja wirklich schlimm!
      Vielleicht sollte sie sich mal mit dem Jugendamt in Verbindung setzten, er zählt ja noch bis 27 darunter. Allerdings dürfte es für die ja auch schwer sein, an ihn ranzukommen. Oder wie schon geschrieben, in einer Notsituation, wenn er mal wieder vor der Tür/Schule... steht, den Sozialpsychiatrischen Dienst rufen.

      lg julia

      Traurig - aber wahr.

      Bevor nichts passiert, kann und will keiner was machen.

      So ist es... solange man das Messer nur am Hals hat und nicht in - interessiert es die meisten Wachen einen Dreck.

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