Haben Bestattungsunternehmen Schweigepflicht?

    • (1) 08.03.12 - 09:59

      Guten Morgen

      Meine Oma hat eine bitte an mich gestellt die ich ihr gern erfüllen möchte die mir aber recht - sagen wir mal schwer fällt.

      Zur kurzen Erklärung,
      letztes Jahr ist mein Opa verstorben.

      In der Familie war Friede Freude Eierkuchen, bis ... ja bis dann klar war was meine Tante und andere Bedachte bekommen wenn meine Oma mal stirbt.

      Es ist alles ganz, ganz schwierig für meine Oma,

      sie ist komplett im Stich gelassen worden von denen die sie hätten unterstützen sollen nach Opas Tod.

      Jetzt bin ich dabei mit ihr Dinge zu klären die versäumt wurden zu klären.
      Sie ist total fertig auch darüber das ich ihr die letzten Tage im Grunde keine guten Nachrichten über bringen konnte.

      Heute zum Glück mal zwei gute, da hat sie am telefon wieder nur geweint.

      Wir wohnen nicht weit auseinander aber doch ist es manchmal schwierig für mich da zu sein für sie da ich nicht immer über ein Auto verfüge.

      Zum eigentlichen Thema,
      Oma möchte bei dem Bestatter der die Beerdigung von Opa gemacht hat jetzt schon ihre Beerdigung planen, bezahlen quasi alles was dazu gehört.

      Da nachdem sie verstorben ist ich keine möglichkeit mehr habe für sie etwas zu regeln.

      Da die Erben mit ihr nicht mehr reden bzw. sie nur beschimpfen und bedrohen.

      Ist es denn möglich das meine Oma das alles vorher klärt?
      Und ist es bei Bestattern so wie bei Ärzten das diese Schweigepflicht haben?
      Wir wohnen in einem kleinen Dorf wo jeder jeden kennt, Oma in einem Nachbardorf wo es genauso ist.
      Aber hier bei mir im Dorf wohnt noch ein Teil Familie mit denen auch bezüglich Oma kein Kontakt besteht.
      Oma hat aber Angst das der Bestatter zu diesem Teil der verstrittenen Familie das dann sagt.

      Ich schreibe hier da ich bevor ich das wirklich umsetzte und mit dem Bestatter ein vorgespräch führe eventuell sicher gehen kann das nichts nach aussen dringt.

      Sorry für das lange drum rum schreiben.

      Vielen Dank für Eure Tips und Antworten.

      LG

      • Moin!
        Der Beruf des Bestatters gehört nicht ausdrücklich zu den Berufen bei denen eine Verletzung des Vertrauensverhältnisses zwischen Kunden und Bestatter strafbar ist. Allerdings gebietet es der Anstand, dass man über Kundenvertraulichkeiten nicht spricht und diese nicht an die Öffentlichkeit trägt.

        Lg
        Kitty

        Hallol,

        ob Bestatter Schweigepflicht haben, weiß ich nciht, kann ich mir aber nciht vorstellen.

        Aber warum macht Deine Oma nicht ein Testament? In einem Testament (letzte Verfügung) darf ja nicht nur drinstehen, wer was bekommt, sondern dort kann man auch Dinge regeln wie z.B. die Art der Bestattung, wo bestattet werden soll, wie (ob Urne oder Grab) usw.

        Wenn Deine Oma dieses Testament, auf jeden Fall komplett handschriftlich erstellen, beim Amtsgericht hinterlegt (kostet nicht viel) , kann es auch keiner aus der Familie verschwinden lassen. Kannst Dir ja eine Kopie geben lassen.

        LG

        Moin,

        möglich wäre doch auch, einfach mal einen Bestatter anzurufen?! Da könnt ihr gezielt Fragen. Notfalls nehmt ihr einen außerörtlichen Bestatter (falls das geht)!

        Ich würde allerdings auch ein Testament machen. Ab zum Notar, alles festlegen lassen und gut ist. Darüber darf sich dann niemand hinwegsetzen!

        LG
        sniksnak

      • (5) 08.03.12 - 10:43

        Ob Bestatter der Schweigepflicht unterliegen, weiß ich nicht, aber...

        Normalerweise ist der Friedhof Angelegenheit der Gemeinde/Stadt/Kommune. Das heißt, die Gebühren für das Grab zahlt man an die Friedhofsverwaltung.
        Bestattungskosten sind dann Sarg, Herrichten des Leichnams, etc.
        Also verschiedene Stellen, die Geld bekommen.

        es sei denn, das ist bei Euch anders geregelt, kann ich mir aber nicht vorstellen.

        Warum legt Deine Oma nicht ein zweckgebundenes Konto an - Also ein Konto, dessen Geld eben nur für Kosten der Beerdigung eingesetzt werden kann. Vermutlich kann man das auch auf eine bestimmte Person schreiben. Fragt doch mal bei der Bank - die haben glaub Schweigepflicht (zumindest sollten sie diese haben).

        Ich verstehe nicht so ganz, was von der Beerdigungsplanung nicht nach außen dringen soll aber egal...

        Bestatter haben keine ausdrückliche Schweigepflicht, sollten grundsätzlich aber schon recht diskret vorgehen und JA, man kann die Beerdigung komplett im voraus planen beim Bestatter und auch bezahlen.

        LG

      • Also, meine Oma hat auch schon vor Ewigkeiten mit einem Bestatter geklärt, wie sie beerdigt werden möchte. Zum einen, damit wir nach ihrem Tod weniger Stress haben, und weil sie so beerdigt werden möchte, wie sie es sich vorstellt.
        Ich glaube, sie hat auch finanziell die Sache schon geregelt, hab mich aber nicht so sehr damit beschäftigt. Ich glaube, sie war auch zusätzlich beim Notar und hat ihr Testament abgestimmt.

        Wenn ihre Erben sich wirklich so verhalten, dann sollte sie ein Testament schreiben, wenn den Erben "grober Undank" nachgewiesen werden kann, entfällt evtl. auch der Pflichtteil. Das Testament würde ich in diesem Fall bei einem Notar hinterlegen, wenn sie es privat schreibt und in den Schrank legt, verschwindet es noch "zufällig" nach ihrem Tod.

        lg

        Wende dich doch einmal an die Userin maxundjan
        Soweit ich weiß ist/war sie Bestatterin und kann dir da sicherlich gezielt Antworten geben.

        LG Little

        Was wäre so schlimm daran, wenn die zerstrittenen Familienmitglieder wissen, wie die Oma beerdigt wird bzw. dass evtl. schon alles bezahlt ist?
        Das kann denen doch egal sein, wenn die Oma das selber alles plant und schon zahlt. Ist doch auch ihre Beerdigung später.

        Wenn es ums Geld geht bzw. um das Erbe, dann wäre ein Testament natürlich wichtig.
        Ob Bestatter Schweigepflicht hat oder nicht, kann ich auch nicht sagen.

        LG

        (10) 08.03.12 - 13:06

        Hallo,

        da ich hier so nett empfohlen wurde möchte ich dir auch gleich antworten:

        Nein, wir unterliegen nicht der Schweigepflicht, ABER jeder Bestatter der was auf sich hält, hält sich an die Vorgaben des Auftraggebers. Ich kann natürlich nicht für meine Kollegen sprechen (jedenfalls nicht für alle), aber bei uns wird es so gehandhabt........

        Deine Oma kann ihre dereinstige Bestattung bis ins kleinste organisieren und auch schon bezahlen, dann braucht es eben nur noch einen Anruf und der Bestatter weiß Bescheid und "lädt" dann nur noch die Trauergäste ein.....

        Für weitere Fragen kannst du mich gerne anschreiben....

        Alles Gute!

        Sandra

        (11) 08.03.12 - 14:49

        Aus dem Sachverhalt ist nicht erkennbar, warum Deine Oma ein Geheimnis aus ihrer Beerdigung machen will.

        So bleibt nur übrig zu unterstellen, dass ein außergewöhnlicher objektiver Grund vorliegt (es könnte ja auch sein, dass dies gerade nicht der Fall ist?).

        Existiert ein gemeinschaftliches Testament? Ansonsten kann die Oma doch frei bestimmen wen sie zum Erben einsetzt.

        Eine Schweigepflicht besteht nicht. Man könnte dies aber wohl in einen Vertrag aufsetzen und den Verstoß mit einer Srafe sanktionieren. Ob der Bestatter dies mitmacht ist eine andere Frage. Außergewöhnlich wäre dies schon.

        (12) 08.03.12 - 18:44

        Kurze Antwort von mir:

        Bestatter haben keine Schweigepflicht, der Anstand erlaubt aber eine gewisse "Schweigepflicht".

        Das nächste Zauberwort heißt "Bestattungsvorsorge". ;-)
        Sollte jeder Bestatter anbieten bzw. unsere werben auch damit.

        Deine Oma geht dort hin, regelt alles, bespricht alles. Ich glaub, auch die anwesenden Gäste können schon eingeplant werden.

        Sie regelt dort alles, bezahlt und der Bestatter kümmert sich dann, im Fall des Falles.....

        Ich weiß aber nicht, wie es ist, sollte sie im Krankenhaus sterben, wer den Bestatter aussuchen darf.

        Sie sollte vielleicht ein kurzes Testament machen, wo auch drin steht, welcher Bestatter sie dann beerdigen soll und warum. (eben weil schon alles geregelt ist)
        Und natürlich wen sie beerben will, sollte es außer der Reihe sein.

        • (13) 08.03.12 - 19:12

          wenn sie eine Vorsorge abgeschlossen hat, dann hat man meistens auch eine Karte des Bestatters bei den Papieren oder die Angehörigen sagen im KKH Bescheid, hier dann gegebenenfalls die Enkelin....

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