Geständnis in Emden

    • (1) 01.04.12 - 10:44

      http://www.stern.de/panorama/mordfall-in-emden-tatverdaechtiger-soll-mord-gestanden-haben-1807866.html

      Hallo,

      es soll ein Geständnis von einem jungen Mann geben.

      Mich würde aber mal interessieren, was der 17 Jährige, der zuvor verdächtigt, wurde für rechtliche Möglichkeiten hat. Hat da jemand eine Ahnung?

      Alleine die Zeit in der Untersuchungshaft und die Verhörung müssen doch grausam sein, aber dann noch das öffentliche Gehetze, Morddrohungen usw. Wird der Junge irgendwie geschützt? Muss er jetzt sehen, wie er "alleine" zu Recht kommt?

      Kann er gegen die Hetzereien rechtlich was unternehmen?

      LGL

      • Naja für die Zeit in U-Haft wird er mit einem lächerlichen Betrag (glaube um die 10 Euro pro Tag) "entschädigt".
        So wie ich das mitbekommen habe erhält er derzeit auch (noch) Polizeischutz. Fraglich nur, wie lange.

        Ich denke die Aussichten gegen die Polizei zu klagen dürften mehr als schlecht sein. Aber versuchen würde ich es an seiner Stelle auf jeden Fall.

        Ansosnten denke ich, dass dem Jungen (wie leider so oft) nur der Umzug bleibt. Irgendwo hin wo ihn niemand kennt. Traurig, aber ist leider oft so.

        • ***lächerlichen Betrag (glaube um die 10 Euro pro Tag) ***

          25 Euro stand in der Tageszeitung. Und auch das ist noch viel zu wenig für ein versautes Leben.

          Ich möchte gar nicht wissen, was für Nachteile sich aus dieser falschen Verdächtigung für den armen Jungen ergeben.

      Der andere soll (!) gestanden haben, also bevor hier keine Bestätigung kommt ist alles noch in der Schwebe.

      Und auch für danach würde ich abraten, schon die Messer zu wetzen.

      Nur so nebenher....

    Gut für den falsch Verdächtigen ist, wenn der wahre Täter gefasst wird. Dann bleibt seinem "doch unschuldig sein" kein fahler Beigeschmack.

    Ich denke so hat er auch gute Chancen im Ort bleiben zu können und früher oder später ein normales Leben führen zu können.

    Ich wünsche es dem armen Jungen.

    Ich halte die Schelte für die Polizei für Blödsinn. Sie haben in einem Kindermord ermittelt und der 17-jährige wurde verdächtigt. Ich halte einen Regreßanspruch gegenüber der Polizei für ausgeschlossen.

    Die Hetze und die Aufrufe zum Lynchmord sind imho Offizialdelikte. D. h. die Staatsanwaltschaft muss hier von selbst tätig werden. Der Betroffene kann jedoch selbst Strafanzeige mit Strafantrag stellen.

    Gruß

    Manavgat

    • Zitat:"Ich halte die Schelte für die Polizei für Blödsinn. Sie haben in einem Kindermord ermittelt und der 17-jährige wurde verdächtigt. Ich halte einen Regreßanspruch gegenüber der Polizei für ausgeschlossen."

      Seh ich auch so!#pro

      Und wat sich da alle aufregen, weil der 17jährige derzeit in Handschellen zu Hause abgeführt wurde: ey, der war zu dem Zeitpunkt tatverdächtig. Da kommen die nich mit nem Blumenstrauß und ner Torte...

      Genau so, wie die vermeindliche Schuldigkeit des Jungen aufgebauscht wurde, bis hin zu Lynchrufen, wird jetzt sein "Schaden fürs Leben" übertrieben. Manche Leute haben einfach keinen Filter...

      Ute

      • (10) 02.04.12 - 16:00

        "weil der 17jährige derzeit in Handschellen zu Hause abgeführt wurde"

        War nicht bei seiner Festnahme Presse anwesend? Woher wusste sie von der Festnahme. Schuldig oder Unschuldig... das entscheidet doch noch immer der Richter, und bis dahin sollte jeder Verdaechtige vor der Presse geschuetzt werden (dies hat im uebrigen NICHTS mit Taeterschutz zu tun)

    Und weil es ein Kindermord war, sind sie mit einem Großaufgebot angerückt? Weil 17-jährige Kindermörder sich i.d.R. schwer bewaffnet in der Wohnung verschanzen?

    Man hätte ihm ja z.B. mit einer Jacke sein Gesicht bedecken können. Aber auf so eine Idee muss man ja erst mal kommen.

der sollte auf jeden Fall die Bildzeitung verklagen wegen Rufmord!

Ich finde, dass nur wegen der Tage in der U-Haft bzw. den Verhören keine Entschädigung notwenig ist, da er vermutlich nicht unangemessenem ruck ausgesetzt wurde und beides im Rahmen von ERmittlungen möglich sein muss

wenn ich denn an Entschädigung denke, dann würde ich eher überlegen, inwieweit man Medien zu Haftung ziehen kann, weil da meines Erachtens Dinge geschehen sind, die alles andere als korrekt waren

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