Die Sache mit dem Vertrauen

    • (1) 01.04.12 - 18:25

      Hallo,

      ich will diese Diskussion reinstellen, weil mich eure Meinung interessiert.

      Mediziner haben meine Gesundheit zum Teil zugerichtet (mehr in VK). Nun suchen wir nach alternativen Heilmethoden. Ich stieß im Zuge von Recherchen auf einen Mann, von dem ich ursprünglich was gaaanz anderes wollte aber irgendwie sieht es danach aus, dass ich bei ihm bleibe. Der Mann ist diplomerter Sportwissenschaftler, Heilpraktiker und dann u.a. ein Spezialist in der Kinesiologie. Jetzt gab es heute die zweite Behandlung und er lachte - ,,aha, Sie haben sich wieder die Infos im Netz gefunden.´´Es wurde mir bewußt, wie kritisch und skeptisch bin ich ihm gegenüber, nur weil er kein Mediziner ist.In dem Moment wurde mir bewußt, wie ,,naiv´´ ich war selbst bei Menschen bei denen man dachte, gut aufgehoben zu sein. Wir haben zum Teil sehr gute Fachmediziner, die natürlich ihren Fach beherrschen. Und da frage ich nicht ständig nach ? Irgendwie paranoid ?

      Wenn jemand ein Antibiotikum bekommen. Wie viele von uns wissen, was so ein Antibiotikum im Körper bewirkt ? Und die zweite weit aus wichtige Frage: wird jeder von uns aufgeklärt vom Arzt ???

      Hier habe ich einen Menschen, der meine Probleme in Zusammenhängen sieht.

      Er verlange von mir, dass ich sämtliche Medikamente und Präparate absetze. In dem Moment wurde mir mulmig. Inbesondere meine verdammte chronische Blasenentzündung kommt sofort, wenn ich mein Wobenzym nicht mehr nehme. Daraufhin sagte er: Meinen Sie nicht, dass sie auf diese Art und Weise nur Symptome behandeln, der Ursache aber niht nachgehen ?

      In dem Moment musste ich zustimmen, dass man die Blasenentzündung wirklich hoch kommen lassen muss, damit man nicht nur Enzyme wie irre schluckt.

      Da ich mich mit vielen Sachen schon inzwischen sehr gut auskenne, kann ich ihm in vielen was er sagt folgen. Was er sagt, stimmt. Die Präparate, die er mir gibt, sind (leider) teuer und hochwertig. Mal angenommen die Finanzierung solches Vorhaben (Sanierung der Gesundheit) steht nicht zur Debatte.

      Aber im Kern ist die Frage: Wie ist es mit dem Vertrauen. Wer alternativen Heilmethoden nicht glaubt, für den ist die Antwort klar. Wenn ich ihm aber doch glaube, beginne ich aber trotzdem zittern. Kann es einer verstehen ??? Dann frage ich mich, wieso ich so dumme Pute war und nicht von Anfang an ein aktiver Patient, den den Ärzten ununtebrochen hinter die Finger schaut und jeden Schritt nachkontrolliert.

      An sich muss ich am Ende lachen. Mein Mann sagte mir, wenn ich dem Mann mein Vertrauen schenken will, kann ich niht zweitgleisig fahren.

      Am mitwoch steht eine Weißheitzahn- OP. Er sagte schon: brauchen sie nicht. Ich sagte: Die wird gemacht. (aus persönlichen Gründen) Er: Dann werden sie mit Schmerzmitteln und anderem Zeug ausgerüstet. Mein Mann war gar niht begeistert und sagte mir shon, dass wenn ich Shmerzen bekomme, dann werde ich schön Schmerzmittel futtern.

      ****** Wie ist es mit dem Vertrauen bei euch ??? Seid ihr auch im medizinischen Bereich tief auf die Nase gefallen ? Seid ihr eher Patienten oder wird jeder Schritt genauso akribisch nachkontrolliert und in Frage gestellt ? Wie sind eure Erfahrungen ?????

      (Bitte nicht wundern, diese Diskussion wurde auch in einem Club reingestellt)

      Ich freue mich auf eure Beiträge

      • Zunächst gehe ich davon aus, dass ein Mediziner nicht "umsonst" studiert hat. Und "misstrauisch" würde ich nur in dem Fall, dass mir nicht geholfen wird. Warum sollte ich etwas anzweifeln, das Erfolg zeigt? Wenn die Schulmedizin bei deinem gesundheitlichen Problem nicht weiterkommt, kann ich aber sehr wohl verstehen, dass du andere Alternativen ausprobieren willst.

        • Hallo Nick,

          das ist aber mit dem Erfolg so eine Sache.

          Wenn ich oftmals Blasenentzünudng hatte, die ist bei den ersten Entzündung auch verschwunden, weil ich antibiotika bekam. Also zunächst war auch alles rosig. Nur wenn man Antibiotika zu häufig gibt, wie bei mir, dann geht es in die Hose.Irgendwann haben sie niht mehr funktioniert.
          Meine Erfahrung im Nachhinein ist - auch bei einer Sache, die zunähst TOP ist, kann sie an sich verkehrt sein oder nicht die beste Alternative ODER eine Sache mit Nebenwirkungen.Ich denke inzwischen, dass man von Anfang an ,,nachkontrollieren´´ muss - eben aus dem Grund.

          Verstehst du, was ich meine ???

          Wer zu oft KEINE Hilfe von Ärzten bekommt, obwohl er sie bräuchte, wird zwangsläufig das Vertrauen verlieren. Das ist zwar traurig, aber eine durchaus verständliche Reaktion. ICH vertraue nur noch wenigen Ärzten und das hat durchaus seinen Grund. Es mag durchaus sein, dass ich vielen damit Unrecht tue, aber das haben sie einigen Kollegen zu verdanken, die für dumm verkaufen wollten. Nur durch meine Hartnäckigkeit und die Bereitschaft, intensive Recherche zu betreiben, um mir und meinem Sohn selbst zu helfen, habe ich in den letzten Monaten genau DAS erreicht, was eigentlich die Ärzte hätten tun sollen. Ich habe Diagnosen und eine adäquate Behandlung bekommen. Aber nicht etwa, weil die Ärzte das so wollten, sondern weil ICH nicht locker gelassen habe. Das ist traurig, denn wie du bereits angedeutet hast, habe ich nicht Medizin, sondern Lehramt studiert. Es wäre nicht meine Aufgabe, mich um solche Dinge zu kümmern, sondern die des Arztes.

      Ich vertraue meinen Ärzten vollkommen, sonst würde ich mir andere suchen. Ich halte nichts von homeopathie, Heilpraktikern und alternativ Medizin, weil ich mich und meinen Körper kenne und weiß, dass wenn ich extreme Schmerzen habe mir nur richtige Medis helfen. ich brauche mdikamente wenn ich Schmerzen habe von selbstheilungskräften etc. halte ich nur bedingt etwas, wenn ich nicht vor Schmerzen Schreie.bei geringen Schmerzen die ich problemlos über Stunden hinweg aushalten kann, würde ich auch alternativen nehmen aber bei richtig heftigen Schmerzen vertraue ich der Medizin und den Medikamenten und halte Leute, die mir in solchen Momenten Wintern wollen ich brauche keine Medikamente, es geht auch ohne, für weltfremd und wünsche ihnen un solchen Momenten genau die gleichen Schmerzen an den Hals, die ich empfinde, damit sie verstehen. Ich hinterfrage manche Dinge wenn ich sie nicht verstehe, aber das mache ich immer und nicht nur bei Ärzten. Ich kann also sagen dass ich der modernen Medizin mehr vertraue als irgendwelchen ominösen Heilpraktikern, die ihr Geld damit verdienen, dass viele menschen extrem leichtgläubig sind.

      • ich erinnere mich an eine diskussion mit dir. und hier schreibst du wieder: du vertraust deinen ärzten quasi blind.
        meinst aber, andere wären extrem leichtgläunig.
        mir drängt sich aber der gedanke auf, dass du in die von dir so denunzierten wohl gar nicht so unterschiedlich sind.

        • Ich vertraue meinen Ärzten, Frage aber nach, wenn ich was nicht verstehe. Ich halte das für ein normales vorgehen, das gleiche mache ich auch bei Versicherungen, die ich abschließe, bei technischen Geräten, die ich kaufe und so weiter. Ich vertraue den Personen, die in diesem Bereich arbeiten, Frage aber nach, wenn ich etwas nicht verstehe.

          • Und woher weißt du, das sie dir die Wahrheit sagen?

            Woher weißt du, das die Medis die sie dir (teils auch schweine teuer) "verkaufen", wirklich wirken? Oder das sie nicht irgendwelche unerwünschten Nebenwirkungen haben die nirgends aufgelistet sind, damit man dir wieder andere Medikamente verschreiben kann?

            Meinst du nicht, das du mit deinem "blinden Vertrauen" genauso leichtgläubig bist? Ich denke schon!

            Im übrigen: Viele Allgemeinmediziner (und auch speziallisten) nehmen die Homöopathie wieder mit in ihr "Programm" auf!

            Und warum sollte sie dies auch nicht tun! Die moderne Medzin beruht schließlich in gewisser WEise auf diesem ganzen "humbug"!

            • Wissen kann ich das nicht. Genauso wenig, wie ich wissen kann, ob die Medikamente wirklich helfen. Eine gewisse Portion Urvertrauen sollte man schon haben, wenn man sich an einen Arzt wendet, meinst du nicht? Wenn ich niemandem irgendwie vertrauen würde, wäre mein Leben ganz schön einsam und ich müsste mich irgendwann in die Klapse einweisen lassen, weil ich hinter allem und jedem etwas böses vermuten würde.
              Ich schrieb nirgends etwas von "blindem" Vertzrauen, ich hinterfrage alles, was mir unklar ist. Blindes Vertrauen hieße aber, nie irgendetwas zu hinterfragen und alles als gegeben hinzunehmen. Das tue ich nicht. Aber wenn ich in den wehen liege, vertraue ich z.B. eher einer PDA, als das man mir einzureden versucht, ich bräuchte nur an was schönes denken und akkupunkturnadeln brauchen, dann hätte ich keinerlei schmerzen mehr. Wenn ich schmerzen habe, die unheimlich wehtun, Zahnschmerzen z.B., dann helfen keine pflanzlichen Medis, dann braucht man schon was echt starkes und das wird zwar ursprünglich aus Pflanzen gewonnen, aber im Labor weiterentwickelt. Nur auf Selbstheilung und Meditaion usw. zu vertrauen bringt einem gar nichts, wenn man vor Schmerzen fast umkippt.

    ich habe großes Vertrauen in die Schulmedizin - ohne diese hätte ich meine Jünsgte wohl kaum noch.......

    Niemals täte ich der Schulmedizin den Rücken zudrehen!

    Klar, man kann nebenbei noch alternative Methoden versuchen.......man kann auch versuchen ohne Medis auszukommen solange man nicht wirklich erheblich krank ist.

    Aber mal ganz ehrlich.....was macht dieser Typ denn wenn du an Krebs erkrankst? Kommt er dann und will es beweihräuchernd?
    Oder wenn Dir nen Arm brichst welcher geschraubt werden muss.....sagt er dann auch das wächst von alleine zusammen?

    Es gibt nunmal Krankheiten gegen die gibt es nichts anderes als Schulmedizin!

    Und nen Weißheitszahn....bei vielen Leuten muss der entfernt werden........wie kommt der Typ darauf zu sagen das die OP unnötig wäre? Hat er ein Röntgenbild gemacht und gesehen das ausreichend Platz ist im Kiefer und da alles 100%ig ok ist???

    Sry - aber mir wäre solche Person reichlich suspekt

    • Ih kann dir Antwort durchaus verstehen. Ich denke, dass ich mich mit seiner Aussage nur auf MICH beziehen kann. Ich kann nicht sagen, ob er es bei allen sagen würde.

      Ja, ich stimme dir durchaus zu, dass seine Aussage wegen der Zahn-OP shon komisch ist, obwohl bei mir der Grund nicht ein Platzmangel aber eine Entzündung im Kiefer ist und ersagt, dass man eine Entzündung auch anders heilen kann.

      Insbesondere sah er meine Angst, es dann ohne Antibiotika hinzubekommen. (die Wunden heilen zu schlecht).

      Ja, ih keinn zu Teil deine Anmerkung verstehen, deswegen schrieb ich, dass meinem Mann es auch ,,lustig´´ vorkam.

      • wie gesagt: begleitend kann ich es verstehen.....ich geb ja bei meiner chronisch kranken und behinderten Tochter auch homöopatische Mittel ab und zu.
        Allerdings würde ich niemals auf ihre Anti-Epileptikas verzichten - obwohl es die reinsten Chemiekeulen sind.

        Es gibt aber halt Krankheiten die man mit Homöopatie nicht bekämpfen kann! Höchstens lindern vielleicht.
        Aber zeig mir mal ein hoöopatisches Mittel welches Antibiotika ersetzen kann.

        • Er arbeitet nicht nur mit Homöopathie. Ich las es selbst im Internet, dass es Pflanzen gibt, die als ,,natürliches´´ Antibiotikum gelten. will aber von mir bitte nicht, dass ich es selbst finde.
          Ih habe ein Dokument gesehen, dass man inbesondere in Osteuropa sehr stark mit anderen mitteln arbeitet und ich rede hier in einer normalen Medizin.

          Sachen wie Autovakzinen, die bei uns wieder in Mode kommen etc. etc.

          Ja, ih kann dich so verstehen. Weiss nicht für mich, wo ich die Grenze ziehen sollte. Vielleicht sollte meine Frage morgen sein, warum er alles ablehnt ? Vielleicht weil er sich sicher ist, dass was ich nehme, man anders hinbekommen kann. Ich habe zurzeit zumindest shwere Pankreasinsuffizienz. Meine Mama rief seinen Verwandten, der hefarzt auf einer Klinik ist und auh er sagte, dass es bei mir mit sehr hoher Wahrschienlihkeit wirklich nur der Effekt ist ,weil mein Darm komplett down ist und alles durcheinander ist.

          Aber glaube es, wenn sich das Organ verabschiedet hat und man dank dessen große Probleme hat.

          Ich würde als Laie einshätzen, dass die Gabe der Enzymen, die vom Arzt verschrieben wurden und die ich zurzeit nehmen muss, sehr sehr wichtig sind.

          Bin ratlos.

Ich vertraue auch Schulmedizinern, nicht mal Globulis kommen mir in die Tüte. Hab meine Hebi damals doch irgendwann sehr böse angefahren als sie mir zum 3. Mal diese dämlichen Kügelchen gegen Wehenschmerzen verabreichen wollte. Da liegste da und hast tierische Schmerzen und musst dir sagen lassen, dass das auf jeden Fall hilft. Jaja.

Bei derlei Alternativmedinzin setze ich auf Placebo. Die innere Einstellung kann Wunder bewirken. Wenn Menschen durch Einbildungen krank werden (z.B. Verfolgungswahn) können sie andersrum auch gesünder werden. Das ist allerdings keine Zauberei.

In deiner Situation würde ich wohl auch nix unversucht lassen. Glücklicherweise bin ich gesund und brauchte bisher keinen großartigen ärztlichen Rat.

LG

  • Hallo, ich weiss, dass dein Mann Arzt ist. Gehört für dich zu einer Alternativmedizin z.B. die Phytotherapie ???

    Ich werde da fitter und fitter und wo meine an sih sehr gute alte Hausärztin bei meiner Blasenentzündung stand und ehrlich sagte, dass sie mir nicht helfen kann und ein Urologe sagte: Sie haben doch keine Blasenentzündung, trinke ich jetzt jeden Tag Nierentees und es geht mir (ja symptomatisch behandelt) zumindest hier gut.

    Ist es für dich auh shon alternative Medizin ????

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