Stellenvergabe öffentlicher Dienst

    • (1) 09.04.12 - 16:45

      Hallo,

      ich hoffe, es kennt sich hier jemand aus. Ich hatte schon einmal wegen eines ähnlichen Problems gepostet.

      Meine Freundin hat sich im öffentlichen Dienst um eine (Aufstiegs)stelle beworben, sie ist bereits im öffentlichen Dienst. Das Profil der Stellenanzeige hat 100% auf sie gepasst, sie hatte einschlägige Berufserfahrung in dem Bereich. Die Bewerbung wurde gemeinsam mit einer Freundin von uns erstellt, die im Personalwesen arbeitet und von mehreren Bekannten korrekturgelesen.

      Meine Freundin wurde gar nicht zum Bewerbungsgespräch eingeladen. Nun haben wir erfahren, dass eine ehemalige Kommilitonin von uns die Stelle bekommen hat. Da sind wir nun baff, denn diese war im Studium deutlich schlechter als meine Freundin, war dann erst mal arbeitslos und hat in einigen Gebieten, wo Erfahrung gefordert war, keinerlei Berufserfahrung.

      In der freien Wirtschaft würde das in die Rubrik "Pech" fallen, aber im öffentlichen Dienst? Müssen die nicht den am besten geeigneten Bewerber nehmen?

      GLG
      Miss Mary

      • Hallo!

        Ich kann dir nur sagen wie es bei uns läuft: Vitamin B steht da ganz oben.

        LG Ida

        • Ach so und oftmals werden die Stellen auch nur noch ausgeschrieben weil es Vorschrift ist, aber sind schon längst wieder besetzt.

          • Hallo,

            den Verdacht haben wir auch.

            Die Gerüchteküche sagt, dass zwischen der genommenen Bewerberin und den direkten Vorgesetzten was am Laufen ist und das vermutlich gar niemand zum Bewerbungsgespräch eingeladen wurde. Berufliche Qualifikationen (oder auch Aussehen) können keine Rolle gespielt haben.

            Die Frage ist, ob man da was machen kann? Sich beim Vorgesetzten des Vorgesetzten beschweren? Oder ist das sinnlos?

            GLG
            Miss Mary

Hallo,

So ist es. Habe Bekannte im öffentl. Dienst bei einer kleinen Stadt.

Da steht meist vor der Stellenausschreibung schon fest, wer die Stelle bekommt. Da haben andere dann gar keine Chance. Finde ich total daneben. Schließlich bewerben sich die anderen ja nicht aus Spass, sondern weil sie auch die Stelle haben möchten. Und machen sich ganz umsonst Hoffnungen..

Lg
0225

  • Hallo,

    in dem Fall ist es eben auch so eine himmelschreiende Ungerechtigkeit, weil meine Freundin im Gegensatz zur jetzigen Stelleninhaberin 1000x besser qualifiziert ist.

    GLG
    Miss Mary

    • Hallo,

      nun, nur weil jemand viel besser qualifiziert ist, heißt das noch lange nicht, dass er den Job dann auch bekommt.

      Ich war einige Zeit in der Personalabteilung beschäftigt. Du glaubst garnicht, wieviele hochqualifizierte Leute die Einstellungstests vermasseln.
      Außerdem kommt es dann immernoch auf den Personalchef an. Wenn die Chemie nicht stimmt, dann wird es garantiert (vielleicht auch unterbewusst) zu einer Absage kommen.

      vg

      • Zu Einstellungstests kommt es doch meist gar nicht erst, weil eh schon einer vorgesehen ist und man überhaupt nicht sich die Mühe macht noch andere zu testen. Das bedeutet Zeit und Geld, was die meisten eher vermeiden. Wenn du ehrlich bist, wirst du zugeben müssen, wie viele Dienststellenleiter durch die Blume schon deutlich zu verstehen geben, wen sie wollen und die Personaler sich meist danach auch richten um Stress zu vermeiden.
        Jedesfalls ist auch logisch nicht nachvollziehbar, weswegen dann so wenig Aussenbewerber eine Chemie haben die " stimmt" , wenn man mal sieht, dass die offenbar kaum Chancen haben wenn einer schon innerbetrieblich da ist und sich bewirbt, was zu 99 % der Fall ist.

    Das hat wohl manchmal leider nur wenig mit Qualifikation zu tun.

    Wenn der Verantwortliche den anderen besser oder länger kennt, oder ihm die Nase besser passt...

    Es ist sogar schon vorgekommen, dass der Bewerber die freie Stelle nicht bekommt, weil für seine alte Stelle keine geeigneten Bewerber vorhanden sind.

    Gründe gibt es viele, aber Beschwerden kann man sich wohl nicht.

    Lg

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