Anklage gegen Ex Vermieterin (Mietkaution)

    • (1) 11.04.12 - 15:46

      Hallo zusammen

      Vielleicht könnt ihr mir da weiter helfen. Ich hatte meine alte Vermieterin angeklagt weil sie mir meine Mietkaution nicht zahlte. Bin mit einem Anwalt an der Geschichte gegangen, und durch gekommen. So nun stellt mir der Anwalt die Bearbeitungsgebühr in Rechnung.

      Ich war bis dato im glauben, daß diese Kosten meine Vermieterin tragen müßte. Nun hab ich meinen Anwalt wieder angerufen das ich noch mal Einklage , und diese Kosten meine Vermieterin tragen soll. Jetzt hoffe ich natürlich das diese die auch bezahlt oder muß ich das? Weil fakt ist sie hatte die Mietkaution ja nicht überwiesen erst nach der Drohung vom Anwalt.

      LG

      • Vom Grundsatz her gilt, dass der, der die Musik bestellt, diese auch bezahlt. So ist das auch bei Anwälten. Wenn Du allerdings zu 100 % gewonnen hast, ist davon auszugehen, dass im Urteil eine Kostenregelung aufgenommen worden ist, wonach die Gegenseite die Kosten des Verfahrens zu tragen hat. Somit wird der Anwalt noch die Kostenfestsetzung betreiben und die Kosten eintreiben. Sodann wirst Du die gezahlten Gebühren erstattet erhalten. Was steht denn zu den Kosten im Urteil ?

      Hi,

      wenn sie nach einem einmaligen Brief von deinem Anwalt einknickt, dann musst du die Kosten tragen. Zumindest die, für deinen Anwalt.

      LG, Mamutsch

      • dieser Kommentar ist gefährliches Halbwissen und dazu auch noch falsch.

        • Wieso ?

          Ich dachte auch, dass grundsätzlich der den Anwalt bezahlt, der ihn beauftragt. Es sei denn, ein Gericht beschließt etwas anderes. Von einem Gerichtsurteil lese ich aber nichts.

          Zur Beurteilung der Lage wäre es wichtig zu wissen:

          - wielange die TE bereits ausgezogen ist
          - ob die Wohnung lt. Übergabeprotokoll ordentlich zurückgegeben wurde
          - ob eine finale Nebenkostenabrechnung vorliegt
          - ob und wie oft die TE bereits selber (ohne Anwalt) schriftlich die Herausgabe der Kaution gefordert hat.

          • Nein, diese Fragen stellen sich für die Beurteilung überhaupt nicht.

            • Findest Du ?

              Ich finde schon.

              Es ist doch wohl wichtig zu wissen, ob die Vermieterin die Kaution überhaupt schon hätte zurückzahlen müssen, oder ?

              Hat die TE die Vermieterin schon wirksam "in Verzug" gesetzt, um kostenpflichtige Inkassomaßnahmen zu ergreifen ? (Stichwort: Angemessenheit)

              Alles unwichtig....?

              ...na wenn Du meinst....

              Ich habe jetzt auch deine erste Antwort gelesen.

              Du gehst davon aus, dass es zum Prozess kam und es ein Urteil gibt, in dem dann auch die Kostenfrage beantwortet sein sollte.

              Ich gehe davon aus, dass die TE einfach zum Anwalt ist, dieser hat der Vermieterin einen netten Brief geschrieben, woraufhin diese bezahlt hat.

              Hier wären dann die Punkte zu klären die ich weiter oben erwähnte.

        Fehlendes Hi,

        nein ist es nicht. Selbst erlebt.

        wie kann etwas, das halb richtig ist, komplett falsch sein?

        Ich gehe davon aus, dass es nicht zum Prozess gekommen ist.

        Und um diese Anwaltskosten auf die Vermieterin zu schieben, bedarf es noch einiges mehr!

        Fehlende Grüße...

Hallo,

magst du mir mal kurz die Nummer, die bei dieser "Bearbeitungsgebühr" dabei steht nennen. Es handelt sich dabei wahrscheinlich um eine vierstellige Nummer bei der RVG dabei steht.

Es ist so: Wenn du im gerichtlichen Verfahren warst (und ihr euch nicht außergerichtlich geeinigt habt), dann gibt es einen Beschluss über die Kosten. Unter Umständen erfasst diese sog. Kostenlasteintscheidung jedoch manche Posten auf der Rechnung des Rechtsanwalts nicht, weil diese nicht erstattungsfähig sind. Da nützt es dir also auch nichts, dass die Gegenseite grundsätzlich zahlen muss.

Es kann auch sein, dass die "Bearbeitungsgebühr" der vorgerichtlichen Tätigkeit entspringt, welche nur vom Gegner zu ersetzen ist, wenn er die Kosten für die vorgerichtliche Tätigkeit als Schaden geltend gemacht hat und diese außergerichtliche Tätigkeit auch erforderlich war (z.B. weil auf vorherige Mahnungen deinerseits durch die Vermieterin nicht reagiert wurde).

Im Übrigen ist es eben so, dass du den Anwalt beauftragt hast und der sich - im Rahmen deines Auftrags - alles Geld von dir holt, wo es nicht gerade von einer anderen Stelle Ersatz gibt.

VG,

kitty

Hallo,

vielleicht hilft Dir das weiter:

"Die Anwaltsgebühren sind grundsätzlich von dem Mandanten zu tragen, der auch dem Anwalt den Auftrag erteilt hat. Es ist aber möglich, dass die jeweilige Gegenseite die Anwaltskosten zu erstatten hat. Dies ist außergerichtlich bspw. dann der Fall, wenn der Rechtsanwalt mit dem Einzug einer Forderung beauftragt wird, mit welcher sich die Gegenseite in Verzug befindet. In diesem Fall müssen die Anwaltskosten als sog. Verzugsschaden erstattet werden."

Gefunden hier:

http://www.anwalt-sohm.de/kosten.htm

GLG

Huhu,

es kam also zur Klage ( eine Anklage ist etwas anderes und geht grundsätzlich vom Staatsanwalt aus) und du warst mit der Beklagten vor Gericht und hast dort gewonnen?

Dann müßte es doch einen Kostenentscheid geben? Eventuell beinhaltet dieser, die dir nun in Rechnung gestellten Kosten nicht und dann bist du wahrscheinlich dafür zuständig.

lg

Andrea

Sofern der Gegenseite nicht durch Gerichtsurteil die Kosten auferlegt wurden, wirst du wohl auf dem Honorar für deinen Anwalt sitzenbleiben.

Hallo!

Was heißt denn jetzt "die Vermieterin "angeklagt"? Oder hast du sie verklagt, oder angezeigt? Kam es zu einer Gerichtsverhandlung? Oder hat der Brief des Anwalts ausgereicht? Ich werde aus deinem Text nicht schlau....
Hast du denn keine Rechtschutzversicherung? Die müsste doch aufkommen - aber darum muss man sich vorher kümmern.

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