Verwarngeld wg. Falschparken... Frage dazu

    • (1) 14.04.12 - 12:03

      Hallo zusammen,

      ich war am Dienstag einkaufen und habe auf dem dortigen, recht großen Parkplatz ganz normal geparkt. Als ich losfuhr bemerkte ich, dass ich einen orangenen Zettel vorn im Scheibenwischer hatte - die Ankündigung eines Bußgeldes weil ich angeblich nicht gem. der StVO geparkt hätte.

      Ich grübelte und grübelte, mir war nicht bewußt, etwas falsch gemacht zu haben. Ich war sicher, es könnte kein Behindertenparkplatz gewesen sein, denn die sind ja meist vorn am Eingang u. ich hab weiter hinten geparkt. Dann dachte ich, evtl. wg. fehlender Parkscheibe, aber meine SchwiMu war ganz sicher, dort bräuchte man keine.

      Gestern kam dann die Post: Ich hätte angeblich auf einem Parkplatz für PKW mit Anhänger geparkt!!! Das stimmt aber definitiv nicht!!! Ich soll jetzt 10 EUR Verwarngeld zahlen.

      Gut, grundsätzlich geht das ja noch, aber dafür, dass das gar nicht stimmt?

      Hat so etwas jemand von euch schon mal erlebt? Mein Mann würde gern dagegen vorgehen, ich hab aber die Befürchtung, da Aussage gegen Aussage steht, dass aus den 10 EUR wg. irgendwelcher Bearbeitungsgebühren etc. dann schnell 50 EUR oder mehr werden könnten. Ich kann ja nicht beweisen, dass ich gar nicht vorne am Eingang auf den Anhänger-Parkplätzen stand?

      Mich macht sowas voll wütend... :-[

      • Hallo,

        ich würde auch nochmal hinfahren und nachschauen, ob es wirklich so ein Parkplatz war.

        #winke

        "Mein Mann würde gern dagegen vorgehen, ich hab aber die Befürchtung, da Aussage gegen Aussage steht"

        Du kannst natürlich Widerspruch einlegen...eine reelle Chance, damit durchzukommen, hast du meiner Vermutung nach allerdings nicht. Wieso sollte man dir glauben, wenn ein Polizeibeamter oder eine Politesse behauptet, dass dein Auto dort gestanden hat? Das wäre vollkommen unlogisch, und das würde ja dann jeder so machen, wenns so einfach ginge.

        • Ja, genauso sehe ich das auch. Ich denke nicht, dass man da eine Chance hätte...

          Wir hatten vor kurzem den Fall, dass wir einen Bußgeldbescheid erhielten, dass wir in Berlin auf dem Radweg geparkt hätten mit unserem BMW Kennzeichen soundso und 35 EUR Strafe zahlen sollten.

          Das Kennzeichen war unseres, aber wir fahren gar keinen BMW und zur fraglichen Zeit war ich beim Arzt. Das ließ sich natürlich leicht nachweisen u. wir brauchten dann auch nicht zahlen...

          ...zumal üblicherweise auch Fotos gemacht werden. Den stress ist es echt nicht wert. Manchmal verliert man, manchmal gewinnen die anderen :-D

          Gegen ein Verwarnungsgeld gibt es kein Rechtsmittel. Einen "Einspruch" kann man erst gegen einen Bußgeldbescheid einlegen.

          Die TE könnte nur darlegen warum sie das Verwanungsgeldangebopt nicht akzeptiert.

      Verschiedene Fragen:

      1. Welches Schild stand denn da? Wie soll der Parkplatz gekennzeichnet gewesen sein?
      2. Was genau wird dir vorgeworfen? Paragraphen?
      3. Woher weiß man (Behörde), wer gefahren ist?

      Wenn man dir die Fahrereigenschaft nicht nachweisen kann, haftest du als Halter nur für den Verwaltungsaufwand in Höhe von max. 28.50 (?) oder so ähnlich.
      Ist die Lage eindeutig, dann wäre es allerdings besser zu zahlen.

      Allerdings soll eine Verwarnung ja auch einen Lerneffekt bewirken. Den kann sie aber nur haben, wenn DU verstehst, was du falsch gemacht hast.
      Also deswegen: Schild und Paragraphen ermitteln und dann weiter denken ;-)

      LG,
      H.H.

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