Betrug - wie verhalte ich mich am besten?

    • (1) 20.04.12 - 23:01

      Hallo ihr Lieben,

      ich habe hier einen Brief der Firma Fonic GmbH, München, mit einer Forderung in Höhe von über 200 Euro für Rücklastschriften und Gebühren. Ich bin keine Kundin von Fonic, habe nie was bei denen gekauft. Der Brief war auch nicht an meine Anschrift adressiert, sondern an meinen Namen und die Adresse eines Unternehmens in meinem Wohnort, für das ich gelegentlich freiberuflich arbeite (der Name des Unternehmens steht nicht in der Anschrift, nur mein Name und die Postadresse des Unternehmens, und die Mitarbeiter haben mir den Brief dann gegeben, da sie mich halt kennen und dachten, ich hätte mir Post dorthin senden lassen).

      Ich habe jetzt ein bisschen im Internet recherchiert und festgestellt, dass man bei Fonic wohl Prepaid-Karten kaufen und diese im Internet durch Nennung von Namen und Kontonummer freischalten kann, was schon für viele Betrugsfälle gesorgt hat. Jemand hat offensichtlich meinen Namen auf der Homepage des Unternehmens gesehen (der steht dort im Impressum, weil ich deren Website designt habe) und zusammen mit irgendeiner anderen, wohl ungültigen Kontonummer für den Kauf einer Prepaid-Karte verwendet.

      Die Frage ist jetzt: Reicht es aus, wenn ich die Leute von dem Unternehmen bitte, künftige Briefe von Fonic, die dort mit meinem Namen eintrudeln, einfach nicht anzunehmen? Das sollten sie ja eigentlich sowieso nicht, denn ich bin dort nicht beschäftigt.

      Oder muss ich mich, trotz der falschen Adresse, von dem Brief angesprochen fühlen und einen Anwalt o.ä. einschalten? (Ich habe keine Rechtschutzversicherung.)

      Würde mich über Tipps oder Erfahrungen freuen.

      #danke und liebe Grüße
      Meggie

      • Zur Polizei, Anzeige gegen Unbekannt machen und Kopie dieser Anzeige mit Brief (die Sachlage erklaeren) an Fonic senden. Einfach nichts machen ist keine gute Idee!!

        LG

        Biene

        • "Einfach nichts machen ist keine gute Idee!!"

          Kannst du deine Behauptung durch entsprechende Quellen untermauern? Sie ist nämlich unzutreffend...

          • Meine Quelle ist mein Anwalt. Letztendlich kann mir nichts passieren, aber ich kann damit einer Menge Stress und Hin- und Hergeschreibe, Briefen von Inkasso-Unternehmen und sogar einem negativen Schufa-Eintrag entgehen und ja, genau diese Erfahrung habe ich persoenlich gemacht.

            Der Schufa-Eintrag war nicht rechtens, trotzdem war es ein ewiger Stress und letztendlich musste mein Anwalt alles fuer mich erledigen. Das haette ich mir alles ersparen koennen wenn ich frueher reagiert haette.

    Meine Frage wäre erstmal, wie bei einer Prepaid-Karte Kosten von einer solchen Höhe anfallen können?

    Natürlich ist bekannt, dass man einige Dinge nachträglich bezahlen müssen KÖNNTE.. Aber..

    Bei über 200 Euro ist da bestimmt was schiefgegangen..

    Meld dich erstmal bei Fonic direkt, bevor du Polizei, Anwalt, SEK usw. aufscheuchst :-D
    Vielleicht klärt sich das Ganze mit nur einem kurzen Anruf schon...

    • Hallo,

      in dem Brief steht was von 4 Rücklastschriften plus Gebühren (weil ich angeblich eine Einzugsermächtigung auf mein Konto erteilt und dann widerrufen hätte), und es wird Bezug auf eine weitere Rechnung genommen, die ich offensichtlich nicht erhalten habe.

      Aber darum geht es ja eigentlich nicht, denn ich habe definitiv nie eine Prepaid-Karte von Fonic gekauft und auch sonst nie etwas mit diesem Unternehmen zu tun gehabt. Auch aufgrund der falschen Adresse scheint mir klar, dass da jemand meinen Namen benutzt hat, um in betrügerischer Absicht vermutlich mehrere Karten freizuschalten.

      LG Meggie

Guten Morgen,

ich würde Fonic mitteilen, dass du nicht Vertragspartner bist und sie offenbar Opfer eines Betrugs wurden. Teil ihnen einfach den Sachverhalt mit. Einen Anwalt brauchst du nicht. Du kannst natürlich die Polizei informieren, aber im Grunde ist es Sache von Fonac, da sie die Geschädigten sind.

LG
Rufinchen

Genau genommen musst du gar nichts tun...jedenfalls nicht zum gegenwärtigen Zeitpunkt. Es ist auch kein Forderungsanerkenntnis, wenn du dich nicht rührst. Spätestens, wenn dir ein Mahnbescheid zugestellt wird, solltest du aber tätig werden und entsprechend Widerspruch einlegen...denn wenn du das nicht tust, erkennst du damit die Forderung an.

Hi,

kommt auf die Firma an.

Steht im Internet im Zusammenhang mit der Firma viel von Betrugsfällen? In dem Fall würde ich eher nichts machen, da sie sonst die Rückmeldung nutzen könnten, um Dir noch mehr Schreiben zu senden. Das kommt bei der Firma in der Du geabeitet hast evt. nicht so gut an. Und die eigene Anschrift würde ich denen nicht zukommen lassen.

Wenn es eine normale Firma ist, würde ich einen kurzen Brief schreiben, woher Sie Deinen Namen und Anscrhift hätten und wie sie auf die Idee kommen, Du hättest dort was bestellt, da dies nicht der Fall sei. Als Rückantwortsandresse würde ich eine E-Mail Adresse nehmen, die Du am besten eigens für "solche Zwecke" neu anlegst.

Je nachdem wie sie dann reagieren würde ich ggf. Anzeige bei der Polizei / Staatsanwaltschaft stellen.

Hab ich bereits zwei mal gemacht. In einem Fall wurde einer wegen Unterschriftenfälschung zu Sozialstunden veruteilt, im anderen Fall stellte es sich als ein Irrtum heraus.

VG lachris

Hallo ihr Lieben,

vielen Dank für eure Antworten! Es gibt offensichtlich unterschiedliche Meinungen, aber ihr habt mir zum weiteren Nachdenken verholfen.

Nichts zu tun erscheint mir jetzt nicht mehr so gut, denn dann steht wahrscheinlich irgendwann der Gerichtsvollzieher bei meinem Auftraggeber-Unternehmen vor der Tür und fragt nach mir, und a) wäre mir das sehr peinlich und b) müsste ich mich dann ohnehin mit dem Problem auseinandersetzen, denn die Leute dort kennen mich ja.

Ich sehe wenig Sinn darin, mich direkt an Fonic zu wenden. Abgesehen davon, dass auf dem Brief weder eine Mailadresse noch ein Ansprechpartner stehen, scheint die Firma bei bisherigen Betrugsfällen nicht besonders kooperativ gewesen zu sein (laut Internet), sondern versucht nur um jeden Preis ihr Geld einzutreiben. Und ich weiß von einer früheren Sache, die mir mal bei meinem eigenen - durchaus seriöseren - Mobilfunkanbieter passiert ist, dass man in solchen Firmen mit Mails und Anrufen sowieso nicht viel ausrichtet (damals habe ich immer wieder irrtümlich Rechnungen eines anderen Kunden bekommen - reagiert wurde erst, als ich nach monatelangen vergeblichen Anruf- und Mailversuchen einen Brief geschrieben und gedroht habe, den miserablen Umgang mit Kundendaten an die Presse zu bringen).

Kurz: Ich werde nächste Woche zur Polizei gehen. Da es sich offensichtlich um einen Betrug handelt (ein Irrtum kann kaum vorliegen, denn es gibt in meiner Stadt niemanden, der genauso heißt wie ich), sollten die ja daran interessiert sein und mich hoffentlich über das weitere Vorgehen beraten.

#danke nochmal und liebe Grüße
Meggie

  • Der Gerichtsvollzieher kann erst tätig werden, wenn eine Forderung tituliert ist. Und eine Betrugsanzeige wird vermutlich Fonic stellen müssen...DU bist ja in dem Sinne nicht der Geschädigte. Aber versuchs halt...

    • Danke für die Antwort. Du hast recht, ich bin ja nicht direkt geschädigt. Ich habe inzwischen mit dem Unternehmen Rücksprache gehalten, an dessen Adresse der Brief von Fonic ging. Es stellte sich heraus, dass versucht wurde, von deren Konto das Geld abzubuchen. Jetzt hat das Unternehmen erstmal einen Brief an Fonic geschrieben, um die Sachlage zu klären. Damit bin ich erstmal ein wenig entlastet und warte ab, was dabei herauskommt.

      LG Meggie

Hallo Meggie,
oft kann man sich bei solchen Sachen uach von der Verbraucherzentrale beraten lassen, wie man am besten reagieren sollte und ob reagieren sinnvoll ist!

LG Steffi

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