Ich kann damit nicht leben- Onkel hat falschen Grabstein m. Vaters gefertigt

Hallo,

tut mir leid- es wird sicher lang.

Folgendes ist passiert, weshalb ich euch um Rat bitte- denn ich weiss einfach nicht mehr weiter.

Mein Vater hat seine letzten 8 Jahre in Berlin gelebt, 5 davon sahen wir uns nicht- hatten aber Kontakt. Am 15.03.2012 ist er leider verstorben, wir ( mein Papa hat 3 Kinder) saßen nach seinem schweren Schlaganfall an seinem Sterbebett.

Mein Onkel (lebt ebenfalls in Berlin und hat meinen Vater nach langer Krankheit versorgt- wir Kindern leben in Sachsen und Thüringen)hat von vornherein gesagt, wir sollen uns um nichts kümmern, er organisiert alles, da er sowas schon jahrelang gemacht hat...wie auch immer, nach dem Tod meines Vaters rief er gleich das Bestattungsinstitut in Sachsen an (wir wissen heut noch nicht welches überhaupt!) um meinen Vater am selben Tag noch aus dem Krankenhaus abholen zu lassen.

Wir besprachen dann mit meinem Onkel die Grabsteingestaltung, was auf seinem Stein stehen soll.

Wir Kinder wollten und so sollte der Grabstein aussehen- drauf stehen haben:

Geliebt und unvergessen

unser Vater, Grossvater und Bruder

Name...

Geb.Datum und Sterbetag.

Nachdem mein Onkel alles organisiert hat und wir uns ja auch nicht auf dem Nachlassgericht melden sollen, da es auch kein testament gab, fand jetzt am 20.04. die Urnenbeisetzung in Sachsen statt, wo mein Papa geboren wurde und aufwuchs.

Doch der Grabstein ist kein Grabstein: er hat einfach den Namen meiner Schwester (yvonne) nur als Yvon mit D*** (der Ehemann meiner Schwester, welcher meinen Vater nur 1x sah!) und meinen Namen, rechts standen die Namen der Geschwister meines Vaters, seiner Nichten mit ihren Kindern. Anstatt geliebt und unvergessen stand STILLE da!

Was soll ich denn tun? Ich weiss nicht mehr weiter *heul
ich hab leider nur Hartz 4, mein Onkel hat alles vom Konto meines Vaters bezahlt, ich weiss nicht mal ob eine Vollmacht daliegt.

Wisst ihr, ich kann nicht mehr, ich hab das Gefühl daran zu zerbrechen, ich kann damit nicht leben.

Noch nie hab ich sowas erlebt oder gehört, ich weiss nicht mehr was ich tun soll. Mein Onkel hat mich gestern angerufen, ich habe ihn gefragt warum er das gemacht hat.

Er meinte nur, alle Namen haben nicht drauf gepasst, ....wieso alle Namen- ES WAR ANDERS BESPROCHEN!!!

Wo soll ich mich denn hinwenden, er fragt ja nicht mal- was mit den Sachen aus der Wohnung meines geliebten Papas passieren soll, antwortet auch auf keine Email.

Ich weiss nicht wo mein Kopf steht...

Könnt ihr mir Ratschläge geben? Ich weiss es nicht...Es tut mir leid, dass es so lang geworden ist.

LG und Danke fürs zuhören und evtl. weiterhelfen!#schmoll

Ich verstehe nicht so wirklich, worüber du dich aufregst.

Dein Onkel hat sich jahrelang um deinen Vater gekümmert, du hast deinen Vater fünf Jahre lang nicht gesehen.

Jetzt ist dein Vater tot und machst eine Welle wegen eines Grabsteins auf einem Grab, das du vermutlich nie mehr besuchen wirst?

immerhin...nach ueber 12 Stunden macht sich endlich der gesunde Menschenverstand Luft. Danke!

Du bist ein Schlaumeier der mein Leben kennt, Daumen hoch!

Wir wollten meinen Vater in unserer Heimatstadt beerdigen lassen, weil es ihm heilig war, da seine Mama auch dort ihre letzte Ruhe fand.

Und du willst uns sowas unterstellen, dass wir uns nicht kümmern werden? Fragst du einmal, warum es 5Jahre nicht ging? Wir hatten Kontakt!

Und so einfach wie du dir alles vorstellst, war es nicht,,,ohne Worte ehrlich!

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Hallo

Melde dich beim zuständigen Nachlassgericht. Du und deine Geschwister seid die alleinigen Erben sofern tatsächlich kein Testament vorliegt.

LG

Ist das schon der richtige Grabstein?
Das wundert mich etwas. Ich kenne das nur so, dass für ca. 6 Monate erst mal ein Holzkreuz auf das Grab kommt (egal ob Normalgrab oder Urne), da sich das Erdreich erst mal "setzen" muss.
In dieser Zeit erhält dann das Friedhofsamt vom Steinmetz den Entwurf für den jeweiligen Grabstein zur Genehmigung (jeder Friedhof hat eine Satzung, die auch die Gestaltung der Grabsteine betrifft - ist zumindest hier in Baden-Württemberg so).
Wenn das Friedhofsamt/Friedhofsverwaltung den Stein genehmigt, dann wird er gefertigt und eingesetzt - aber das dauert eben und geht niemals innerhalb eines Monats.
Namen von Angehörigen dürfen bei uns garnicht drauf - nur die Daten des Verstorbenen.
Was man in die Todesanzeige in der Zeitung schreibt, ist jedem selber überlassen.

Ansonsten wende Dich an das Nachlassgericht, egal ob ein Testament vorliegt oder nicht.
Wenn jemand verstirbt, muss das Standesamt in der Sterbefallanzeige die leiblichen Kinder eintragen und das geht in jedem Fall an ein Nachlassgericht, egal ob ein Testament vorhanden ist oder nicht (viele wissen ja auch nichts von einem evtl. Testament):

Hallo!

Entschuldige bitte wenn ich nachfragen muss..

Aber er hat doch nicht Eure Namen auf den Stein schreiben lassen?!?

Meinst Du vielleicht auf dem Kranz?

LG Eva

Hallo Eva,

es sollte ja wie beschrieben mit geliebt und unvergessen (siehe Text) gestaltet sein.

Es stand links Yvon (Yvonne, dann ihr Ehemann, untendrunter ich und rechts alle Geschwister meines Vaters und die Nichten mit Kindern),

ich weiss einfach nicht was ich tun soll, wie man den Grabstein ändern kann, mein Onkel hat ihn einfach gemacht wie er ihn wollte und nicht wie abgesprochen.

Ich sprach ihn gestern an, er lässt nicht mit sich reden, meinte nur der Grabstein sollte schwarz sein ---er ist grau, aber schön--- und mit einer Glocke noch drauf und alle Namen.

Ich versteh nicht was das soll, ich bin sprachlos und entsetzt. Wir wissen nicht mal den Namen des Bestattungsinstitutes, haben nur von meinem Onkel die Sterbeurkunde vom Standesamt Berlin ausgehändigt bekommen.

Er räumt auch die Wohnung meines Vaters aus, muss noch 3Monate Miete zahlen, Kaution bekommt er zurück. Ich weiss garnichts weiter, er beantwortet mir meine Fragen nicht und meldet sich auch so nicht weiter bei uns.

Hm, klingt schwierig.
Allerdings wundere ich mich das die ganzen Namen tatsächlich alle auf den Stein kommen sollen.
Ganz allgemein..wenn ihre euch mir ihm nicht einigen könnt, dann musst ihr euch Rechtsbeistand holen. Wenn er keine Vollmacht von deinem Vater erhalten hat, seid Ihr entscheidungsbefugt.

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Ich glaube, Du verwechselst Todesanzeige mit Grabstein.

Das was Du beschreibst, kann so nicht sein.

nein Bezzi, ich kann dir ein Bild senden! Ich versteh es auch nicht, und doch ist es so!

Noch NIE in meinem Leben habe ich einen "Familienstammbaum" auf dem Grabstein gesehen, selbst der Sterbetag ist falsch angegeben (am 14.3.).

...mein Onkel hat den Grabstein meiner verstorbenen Grossmutter genommen, sie starb damals mit 48.

Er rief uns nur an und sagte zur Urnenbeisetzung ist auch der Grabstein fertig.Eine Karte erhielt ich, wann die Urnenbeisetzung ist.

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Hier kommt mir einiges seltsam vor......Mein erster Gang wäre zum zuständigen Notariat. Du kannst in das Deiner Stadt gehen, die setzen sich dann mit dem Notariat des Wohnorts Deines Vaters in Verbindung. Da kann man in Erfahrung bringen, ob Vollmachten vorlagen und was Du evtl. noch unternehmen kannst, um noch wenigstens Erinnerungsstücke aus dem Nachlass zubekommen.
Wenn der Onkel eine Vollmacht Deines Vaters hatte und wenn er als Verantwortlicher des Grabes beim Friedhofsamt eingetragen ist, kann er auf den Grabstein schreiben lassen, was er will, aber die Daten/Namen müssen wenigstens richtig eingetragen sein, hier ist das Friedhofsamt mal anzusprechen.
Ich frage mich gerade, wo der den Stein hat machen lassen, in Osteuropa? Wenn nicht mal die Namen und Daten stimmen....
Komisch finde ich aber, dass DEIN Name da drauf stehen soll und der von sonstigen Leuten, sowas kenne ich nicht. Auf den Grabstein gehört der Name des Toten und nicht die von Lebenden.....seltsam.
LG Moni

Ja, seltsam ist wohl der richtige Ausdruck. Das erinnert mich an diese Rätsel in den Zeitschriften" Finden Sie die zehn Fehler im linken Bild"....

Hallo Moni,

es sollten gar keine Namen drauf stehen sondern dieser Text:

Geliebt und unvergessen

unser Vater, Grossvater, Bruder

Name meines Vaters

dann wie immer Geburts- und Sterbedatum.

und nicht sowas, wie es mein Onkel hat machen lassen.

Ich werde mich mit ihm nochmal in Verbindung setzen, auch mit dem Nachlassgericht und der Friedhofsverwaltung

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Hallo

Herzliches Beileid

Setze doch mal ein Foto in deine VK dann versteht man das vielleicht besser.
Ich finde so einen Grabstein auch seltsam.

Die Frage die sich mir stellt ist wieweit dein Onkel zu diesen Dingen berechtigt ist.

Ihr Kinder seid die Erben. Wenn dein Vater da keine Schriftstücke aufgesetzt hat ist dein Onkel noch nicht mal berechtigt irgendwas zutun.

Rufe mal bei dem Gericht an und gib bekannt das du die Tochter bist mit deinen Daten.

Gehe zum Anwalt ,bei ALG 2 bekommst du einen Beratungsschein und schilder ihm den Fall.
Nimm alles mit was du hast wie Foto usw. Da sich dein Onkel nicht meldet kannst du damit rechnen das was faul ist.

Der Onkel mag nicht "berechtigt" sein, hat die Dinge aber offensichtlich auch bezahlt und die TE ist dazu nicht in der Lage...
Da würde ich schon zur Diplomatie raten.

LG

Soweit wie ich das verstanden habe hat er das Geld vom Konto des Verstorbenen benutzt um die Beerdigung zahlen zu können.

Es ist ja soweit wirklich nett von ihm, dass er sich um alles gekümmert hat aber am Erbe darf er sich nicht einfach vergreifen.

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Hallo,

da ist in der Tat einiges merkwürdig!

Ich bin vor allem darüber erstaunt, das dein Onkel so einfach über die Gelder deines Vaters nach dessem Ableben verfügen kann. Normaler Weise ist dort ohne Erbschein gar kein ran kommen.

Meine Mutter hat für ihren Vater/meinen Opa eigens eine Sterbeversicherung abgeschlossen, in der sie als Begünstigte eingetragen war. So hat sie ihn wenigstens unter die Erde bekommen ohne auf den Kosten sitzen zu bleiben.

Ihre 5 Geschwister haben keine Anstalten gemacht sich irgendwie an den Formatlitäten zu beteiligen .. nur die Hand haben sie aufgehalten! Dummer Weise gab es da richtig viel, da meine Mutter zusammen mit meinem Opa noch Vertriebenenrente und Kriegsversehrtenrente beantragt hatte, für die es kurz vor seinem Tod noch eine fette Nachzahlung von über 20.000 DM gab.

Zum Geld leihen war mein Opa immer gut genug, selbst für die zwei Kinder und deren Kinder die nur angeheiratet waren! Geflegt und in den letzten Monaten täglich abwechselnd bei ihm vorbeifahren, ihn waschen, für ihn einkaufen, kochen und die Wohnung in Ordnung halten - das war ausschließlich uns überlassen!

An eurer Geschichte ist irgendwas faul, dein Onkel hat etwas zu verbergen! Ich würde mich da wirklich hinterklemmen.

>>>dein Onkel hat etwas zu verbergen!<<<

Der Onkel hat sich jahrelang gekümmert, im Gegensatz zu den eigenen Kindern und du unterstellst ihm aus der Ferne, er hätte was zu verbergen?

>>>Ich bin vor allem darüber erstaunt, das dein Onkel so einfach über die Gelder deines Vaters nach dessem Ableben verfügen kann. Normaler Weise ist dort ohne Erbschein gar kein ran kommen.<<<

Um die Beerdigung zu bezahlen, braucht man keinen Erbschein.

Wann hast du das letzte Mal eine Beerdingung organisiert?

Meine Oma ist vor nicht allzu langer Zeit gestorben und die Bank hat das Konto meiner Oma ruck zuck gesperrt. Meine Mama hatte auch für die Kosten der Beerdigung - trotz Kontovollmacht! - keinen Zugriff drauf und musste das erstmal vorstrecken. Erst als mit dem Nachlassgericht alles klar war und der Erbschein da war, hat die Bank das Konto zur Auflösung wieder frei gegeben.

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Die Antworten hier sind schon richtig. Dein Onkel wird Vollmacht über das Konto über den Tod hinaus gehabt haben. Rein theoretisch konnte er das gesamte Geld einfach abheben. Denn die Bank erfährt nicht sofort vom Tod. Angenommen: jemand stirbt. Der, der die Vollmacht hat, hebt am gleichen Tag alles ab. Dann ist es erst mal futsch. Und wenn er ehrlich war und es nicht getan hat, dann durfte er zumindest das Geld für die Bestattungskosten abheben. Allerdings werdet ihr Kinder in den nächsten Wochen vom Nachlassgericht angeschrieben. Die Erbfrage ist zu klären. Das geschieht bei jedem Todesfall. Ihr seid erbberechtigt. Daran besteht kein Zweifel. In wieweit der Onkel vielleicht berücksichtigt wurde, wird sich heraus stellen. Sollte er keine Vollmacht für die Errichtung dieses Grabsteins gehabt haben, könnt ihr dagegen natürlich vorgehen. Mit den damit verbundenen Kosten versteht sich. Du kannst im Übrigen auch beim zuständigen Nachlassgericht vorsprechen. Es gibt dort kostenfreie Informations- und Beratungsstellen. Dort wird man dir weiterhelfen. Vergiss nicht, ein eventuell überschuldetes Erbe innerhalb von 6 Wochen auszuschlagen!

Hallo,

es tut mir leid, was passiert ist.

Aber ich habe eine einfache Frage, die mir direkt zu Beginn aufgefallen ist:

Dein Papa hat 8 Jahre in Berlin gewohnt und du in Sachsen bzw. Thüringen.
Und ihr habt euch 5 (!) Jahre nicht gesehen????

Was ist der Grund?

Erst dachte ich, dass ihr vielleicht tausende Kilometer voneinander weg wohnt.

Sorry, aber das kann ich nicht wirklich verstehen.

Wir wohnen 600 km von der Familie weg und sehen uns mehrmals im Jahr. Wir fahren hin und sie kommen zu uns.
Auch meine Freundin, die 800 km weit wohnt, sehe ich mind. einmal im Jahr.

Viele Grüße Michaela

Du brauchst eine Anwältin.

Auch um die Erbangelegenheit zu klären.

Alles Gute

Manavgat