wie ist die rechtslage?? hund gekauft!

    • (1) 22.04.12 - 23:06

      Hallo

      folgende Situation.

      In den kleinanzeigen war ein Hund inseriert der ein neues zuhause sucht.

      Wir haben diesen Hund von einer Privatperson gekauft, 200 euro dafür gezahlt und einen Kaufvertrag geschlossen.

      In dem kaufvertrag ist festgehalten dass der Hund uns verkauft wird und der Vorbesitzer damit alle Eigentumsrechte überträgt.

      Soweit so gut, der Hund ist nun hier bei uns.

      Nun ist folgendes:

      Jemand (Person X ) hat den Hund als welpen vom Züchter gekauft und ihn dann wenige wochen später wieder weiter verkauft, an den Vorbesitzer, dieser hat mit Person X einen Ratenzahlunsplan geschlossen und wollte den Hund in Raten abbezahlen
      Allerdings hat der Vorbesitzer nicht mehr die Raten bezahlt und es sind noch 300 euro offen.
      Person X hatte mehrmals um sein Geld gebeten und gesagt dass er den Hund wieder abholt wenn er sein Geld nicht bekommt. Dies stande wohl auch so in dem Vertrag.
      Person X hatte nun den Ratenzahlungsplan mit dem Vorbesitzer gekündigt und wollte seinen Hund wieder abholen.
      der Vorbesitzer hat aber nun einfach den Hund an uns verkauft.
      Wir wussten von der ganzen Geschichte ja nichts, er sagte uns er gibt ihn aus familiären Gründen ab.
      Er hat ihn allerdings abgegeben weil er wusste dass Person X den Hund holen will weil er die Raten nicht mehr bezahlt hat.

      Person X hat mich nun angerufen und gesagt dass der Hund eigentlich ihn gehört und dass er ihn holen wollte weil er sein geld nicht bekommen hat und nun ist der Hund nicht mehr da....!

      Wenn er sein Geld vom Vorbesitzer nicht bekommt dann gehört der Hund ihm....!

      #schock#schock#schock#schock#

      und nun????? hat Person X jetzt irgendwelche rechte an MEINEM hund??? Ich habe diesen wie gesagt am Samstag gekauft, ihn bezahlt und einen Kaufvertrag mit dem Vorbesitzer abgeschlossen. Von der Vorgeschichte zwecks nichtbezahlter Raten wusste ich nichts.

      Ich hoffe ihr könnt mir helfen! Den Hund geben wir jedenfalls nicht wieder her aber sind wir auf der sicheren seite???

      • (2) 22.04.12 - 23:29

        Es kommt im Einzelnen auf den Inhalt des Vertrages zwischen dem Züchter und dem Vorbesitzer - also der Person, die euch den Hund verkauft hat - an.

        • (3) 22.04.12 - 23:56

          Person X war kein züchter sondern auch ein Besitzer der den Hund dann an den Vorbesitzer verkauft hat. und der Vorbesitzer hat mit person X vertraglich geregelt in raten zu zahlen, hat aber nur die hälfte gezahlt und befindet sich jetzt in PI.
          Person X will seinen hund nun wieder weil dieser nicht vollständig bezahlt wurde.

          wir sind also nun die 3. halter für den hund.

          • (4) 23.04.12 - 00:37

            Das ist schon klar, aber wenn der Züchter eine Klausel im Vertrag mit dem Vorbesitzer hatte, die entweder den Weiterverkauf verbietet - kommt vor - oder besagt, dass bis zur Tilgung aller Raten das Eigentumsrecht ihm gehört, habt ihr ein Problem.

            Ich würde versuchen, mich mit dem Züchter zu einigen und je nach dem bei einem Kündigungsgrund vom Vertrag mit dem Vorbesitzer zurücktreten und die 200 Euro wieder verlangen.

            Hoffe, ihr könnt den Hund behalten.

      (5) 22.04.12 - 23:42

      der hund ist übrigens bisher nicht gechippt . das wollte ich morgen machen lassen.

      stehen die chancen dann besser? er ist ja dann auf "uns" registriert.

      • (6) 24.04.12 - 07:23

        Wenn Du ein geklautes Fahrrad kaufst und es codieren lässt, wird es dadurch auch nicht Deins, sondern bleibt nach wie vor Hehlerware. ;)

    sorry, kann dir da rechtlich nicht weiterhelfen.

    aber:

    um gottes willen, der hund ist doch kein dvd-player. mal hier hin, mal dort hin, dann wieder zurück....

    sollen die ehemailgen halter das unter sich ausmachen, der vorbesitzer hat ja nun 200€.

    Hund auf Raten gekauft...Dinge gibt's.

    ich hoffe, ihr könnt ihn behalten.

    • ja wirklich schlimm.

      der hund ist etwas über ein 1 jahr alt und wir sind also die 3. besitzer.

      natürlich wollen wir ihn behalten, aber dass person X (der 1.Halter) nun SEINEN hund wieder haben will weil der 2. Halter (von dem wir ihn haben) ihn nicht komplett bezahlt hat verwirrt mich natürlich jetzt doch ziemlich.

      er hat einen impfauswei worauf ersichtlich ist wo er herkommt (1.Besitzer) ... ich denke den lasse ich mal lieber verschwinden und lass mir einen neuen ausstellen.

      es gibt also zu dem hund zwei kaufverträge (von 1. besitzer zu 2. besitzer und vom 2. besitzer zu uns) wo die rasse/geb.datum usw drin steht aber keine chipnummer o.ä.

      • oh gott, 1 jahr und schon rumgereicht, wie eine trophäe :-(

        mögen alle mit steinen werfen, aber ich würde auch alles dafür tun, ihn zu behalten an eurer stelle.

        ich kenn mich wirklich da rechtlich nicht aus aber mein gefühl sagt mir, dass das eine angelegenheit zwischen den beiden vorbesitzern ist. der 1. halter muss -notfalls- rechtlich sein geld einklagen, wenn er das möchte.

        aber nun kommt es auf den vertrag an, den die beiden gemacht haben. was steht da drin?

        dass der hund bis zum vollständigen ratenausgleich dem 1. halter gehört?

        mein gott, komm mir vor, als schreibe ich über ein dvd-player.

(10) 23.04.12 - 01:07

Man könnte meinen, der Verkäufer und X stecken unter einer Decke.

Da es sich ja nicht um Diebstahl oder eine Straftat handelt, habt Ihr den Hund ehrlich erworben. Ihr müsst Euch da keine Gedanken machen.

(11) 23.04.12 - 06:40

Das ganze klingt nach Beschiss.

Weil: Warum weiss der Vorvorbesitzer, das der Hund plötzlich bei euch ist und kommt zu euch an, das er den Hund wiederholt wenn er das Geld nicht kriegt?

Das klingt nach: Dann bezahlt ihr doch die angeblichen Schulden.

Fakt ist, ihr habt im Gutwissen mit dem Verkäufer einen Vertrag geschlossen. Wenn der Gläubiger (also der Vor Vor besitzer) nun eine Forderung an euren Vertragspartner hat, muss er damit an den Verkäufer treten.

Der Hund ist eine Sache vor Gericht, eine Sache die der Schuldner ja nun nicht mehr hat. Die Schulden hat er natürlich noch. Der Gläubiger kann nun also nur meines Wissens einen Titel gegen den Schuldner erwirkt.

Zwei Möglichkeiten, oder drei:

Arbwarten Tee trinken

oder

Einen Anwalt einschalten, der eure Interessen durchsetzt

oder

Hund offiziell sterben lassen (wurde überfahren etc) und ihr habt Ruhe.

  • (12) 23.04.12 - 07:13

    Danke

    also der 1. Besitzer sagte mir dass er dem 2. Besitzer eine frist gesetzt hatte bis wann er die Schulden zu zahlen hat oder er holt den Hund wieder.
    der 2. Besitzer hat nicht bezahlt und den Hund an uns verkauft.

    Der 1. Besitzer hat nun den 2. Besitzer angerufen weil er nächste woche den Hund holen wollte und erfahren dass dieser nicht mehr da ist.

    der 1.Besitzer meint nun wenn er das geld vom 2. Besitzer nicht bekommt dann gehört der Hund ihm und er will ihn wieder.

    alles verwirrend. ... warum er den Hund wieder will verstehe ich auch nicht, schließlich hatte er ihn ja damals weggegeben.

    wahrscheinlich will er ihn um durch einen wiederverkauf des Hundes an Geld zu kommen, an das Geld was er normal vom 2. Besitzer hätte bekommen müssen.

    Naja, ich werd wohl erstmal abwarten, den Hund dann chippen lassen.

    Schade dass mit dem Tier so umgegangen wird, es ist ein kleiner ganz lieber!

(15) 23.04.12 - 08:10

Ganz genau so. Das ist ne ganz miese Nummer und die geistert so und in abgewandelter Form auch durchs Internet.

Hund ist tot und fertig, wenn er noch was will, soll ihm die TE den Rechtsweg anheim stellen.

(18) 23.04.12 - 09:49

wie geistert sie durchs internet?

hab davon noch nichts gehört.

na der hund bleibt jedenfalls hier! ist ein prima kleiner kerl. aber einen schreck hab ich doch erstmal bekommen.

(19) 23.04.12 - 08:14

Guten Morgen,

das liest sich doch so, als sei der Hund unter Eigentumsvorbehalt verkauft worden, siehe § 449 BGB. Danach hätte der Besitzer den Hund gar nicht an euch verkaufen dürfen, weil er noch gar nicht Eigentümer war, dies wäre er erst mit der letzten Rate geworden. Der Eigentümer darf den Hund gem. Abs. II jedoch nur heraus verlangen, wenn er vom Vertrag zurück getreten ist dh. Rückabwicklung mit dem Besitzer (von dem ihr den Hund habt).
Der Vertrag zwischen euch und dem Besitzer dürfte rechtswidrig sein. Der hat euch über's Ohr gehauen! Verlangt von ihm das Geld zurück und erstattet Anzeige wegen Betrugs. Mit dem Eigentümer solltet ihr euch einigen. Der Hund wird zwar wie eine bewegliche Sache behandelt, aber es kann doch nicht sein, dass der Hund hin und her geschoben wird, das arme Vieh.

Das ist jetzt nur eine oberflächliche Einschätzung, vllt fehlen da noch Einzelheiten.

Aber der Vorbesitzer hat euch gelinkt.

LG
Rufinchen

  • (20) 23.04.12 - 08:36

    Da war doch noch was: Schau dir mal §§ 929 ff. BGB an.

    Der §932 I BGB scheint doch bei euch zu greifen, demnach seid auf der sicheren Seite, es sei denn Abs. II greift. Gab es Anhaltspunkte, dass der Hund unter Eigentumsvorbehalt stand? Dazu müsste man Details zum Kaufvorgang wissen....

    (21) 23.04.12 - 09:54

    ja genau, so denke ich es auch.

    der 1. besitzer sagte er habe ihn den hund auf raten verkauft und im vertrag vereinbart wenn die raten ausbleiben dann geht der hund wieder an besitzer 1 zurück.

    die raten sind ausgeblieben, besitzer 1 hat den vertrag mit besitzer 2 gekündigt und wollte seinen hund wieder holen.
    besitzer 2 hat allerdings den hund an uns weiterverkauft.

    besitzer 2 hätte ihn nicht weiter verkaufen dürfen?? nennt man hehlerei? (oder so)

    na jedenfalls ist der hund nun bei uns. hat besitzer 1 nun trotzdem noch anspruch auf den hund?? hmm, kann er beweisen dass es SEIN hund ist weil eine chipnummer o.ä. gab es nie.

    ich habe ihn jetzt gerade chippen lassen und registriere ihn bei tasso, dann ist der hund ja mit uns als besitzer in verbindung zu bringen?

    oh man :-(

    • (22) 23.04.12 - 10:24

      Wenn der Hund unter Eigentumsvorbehalt stand, hätte er den Hund natürlich nicht weiter verkaufen dürfen. Frage ist also, ob ihr gutgläubig wart. Wusstet ihr, dass der Hund dem Besitzer 2 nicht gehörte, sondern unter Eigentumsvorbehalt stand, also kanntet ihr den Umstand, dass noch Ratenzahlungen ausstanden und der Hund gar nicht Besitzer 2 gehörte? Wenn ja, dann wart ihr bösgläubig und ihr habt den Hund nicht gutgläubig erworben.

      Das Chippen ist ja albern, das beweist doch gar nichts für die Vergangenheit und nichts über den Erwerb. Das ist Augenwischerei und da lacht sich jeder Richter schlapp. Es geht ja darum, wie die Geschäfte in der Vergangenheit zu bewerten sind. Ob ihr ihn jetzt bei Tasso eintragen lasst, ist ja keine Beweislage für die vorherigen Geschäfte. Durch diese Eintragung wird auch kein Eigentum begründet.

      Wenn ihr den Hund gutgläubig erworben habt, dann habt ihr ja keinen Schaden. Besitzer 2 hat absichtlich das Eigentum von Besitzer 1 weiterverkauft, welches ihm anvertraut war...ich würde eher an Unterschlagung §246 StGB denken.

      Es kommt auf euer Wissen während eures Erwerbes an. Habt ihr den Kaufvertrag mit dem Vorbehalt gesehen?

      LG
      Rufinchen

      • (23) 23.04.12 - 11:55

        Hallo

        Natürlich wussten wir nichts davon.

        der hund war als "NOTVERKAUF" inseriert, ich telefonierte mit dem mann und fragte auch warum er ihn abgibt, da sagte er weil er alleine ist mit 2 kindern und es ihm zuviel wird, deswegen gibt er ihn ab.

        ich habe dass auch per mail da.

        wir fuhren hin, lernten den hund kennen und entschlossen uns ihn mitzunehmen, wir machten einen kaufvertrag, wir überreichten 200 euro und nahmen den hund mit.

        auf die idee, ob der hund abbezahlt ist zu fragen, bin ich garnicht gekommen.

        • (24) 23.04.12 - 12:12

          Wenn es keine Anzeichen gab, wart ihr gutgläubig. Ich wüsste nicht, dass es eine Rechtspflicht gibt, nachzufragen, ob eine bewegliche Sache abbezahlt ist oder nicht und ob ein Eigentumsvorbehalt besteht.

          Somit dürfte es sich um ein Problem für den ursprünglichen Eigentümer handeln.

      (25) 23.04.12 - 11:58

      ach ja, dass chippen wollten wir ja so oder so machen, muss er ja um hier angemeldet zu werden.

      ich dachte nur weil es im grunde keine beweise für DEN hund gibt. es gibt also einen vertrag zu dem hund mit rasse/geschlecht usw aber nirgendswo ist etwas vermerkt woran man sieht dass es sich um DEN einen hund handelt.

      schwarz/weiße shih tzu´s gibts ja viele ;-)

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