Warum denkt man immer: In der Nacht wird gestorben, nicht am Tag?!

    • (1) 05.05.12 - 22:32

      Aus aktuellem Anlass und auch aus vorherigen:
      Warum gehen wir immer davon aus, dass in der Nacht gestorben wird?!

      Blöd im Prinzip.
      Weil nachts ist kälter als draußen oder so.

      Gibt es Studien die ich nicht kenne, aber immer im Kopf habe?

      Ich gehe davon aus, wenn jemand sterben könnte, passiert das nachts.
      Nicht am Tag.
      Wenn ich aber Freunde/Bekannte befrage, sind viele auch am Tag verstorben.

      Liegt es daran, weil wir schlafen, insgeheim unsere Ruhe haben wollen?!

      hMM...

      Hallo,

      ich gehe nicht davon aus. Soweit ich weiß, sterben nachts mehr Menschen, nicht am Tage.

      Im Krankenhaus hat das gute Gründe:

      http://www.internisten-im-netz.de/de_news_6_0_262_in-kliniken-sterben-nachts-mehr-patienten-an-herzstillstand.html

      Und: 50% der Deutschen sterben im Krankenhaus.

      lg die Hinterwäldlerin

      • Korrektur: Hab mich verschrieben: Natürlich gehe ich davon aus.

        Hmm...
        In dem Fall, was Deinen Link angeht, geht es ja auch um das Wochenende. Das liegt wohl eher daran, dass nur eine Notbesetzung da ist, und entsprechend weniger CTs usw. gemacht werden. Die werden leider verschoben auf Wochenanfang.

        Grundsätzlich ist es aber so, dass die Angst gegen Nacht einsetzt, wenn man Angst hat, dass jemand verstirbt.

        Vielleicht waren einige Leute die hier posten noch nicht in einer solchen Situation.

        • "Grundsätzlich ist es aber so, dass die Angst gegen Nacht einsetzt, wenn man Angst hat, dass jemand verstirbt."

          Was möchtest du damit sagen? Das verstehe ich überhaupt nicht.

          In dem Link wurde dargestellt, dass 20% der Patienten im Krankenhaus einen Herzstillstand überleben, der zwischen 7-23h eintrat, aber nur 15%, wenn er zwischen 7-23 h eintrat.

          Wenn man dann noch berücksichtigt, dass die Hälfe der Menschen in Deutschland im Krankenhaus stirbt, kann man doch verstehen, dass es vielen Menschen so vorkommt, als stürben die meisten Menschen nachts.

          lg die hinterwäldlerin

          • Ich muss ins Bett.
            Mich versteht hier keiner.
            Keiner hat wohl die Angst, die ich jeden Tag austehe.

            Und ich hab diese Angst, was die Nacht angeht, bei sterbenden Menschen schon immer gehabt.
            Ich dachte, das wäre erklärlich.

            • Ich habe auch gerade gesehen, dass ich Schrott gepostet habe.

              Habe gestern bis 22 h gearbeitet und heute ab 9.00 h wieder.

              Wir sind wohl echt abgenudelt.

              Schlaf gut!#winke

              Doch, ich verstehe das.
              Ich habe auch eher die Vorstellung, dass mein Telefon nachts klingelt.
              Ich habe mir eher abends die Frage gestellt, ob Oma oder Vater morgen früh noch leben und nicht, ob sie es heute abend noch tun.
              Ich hatte als Kind nachts Ängste, dass sowas passieren könnte und nicht tagsüber, auch wenn man da mal alleine war oder so...

              LG

    Guten Abend!

    Das ist mir neu. Habe das nie gedacht.

    Mit dem Sterben ist es wohl wie mit den Geburten, halt rund um die Uhr verteilt, jedenfalls in meinem Umfeld und auch familiär.

    mfg marada

    • Ich kann Dir es nicht sagen warum: Bei mir ist es so.
      Ich nehme das nachts extremst auf.
      Habe auch mehr Angst.
      Mag an der Dunkelheit liegen.

      • Tja, ich bin eine Nachteule, wie unsere ganze Familie.
        Fühle mich in der Nacht erst richtig frei und vollkommen geborgen, ich liebe die Ruhe der Nacht und das einem nix und niemand in die Quere kommt ;-)

Hallo,

davon habe ich noch nie was gehört. Mir wurde vor kurzem mal gesagt, bei Wetterumschwung sterben die Menschen.

Im Grunde ist es auch egal, wenn diese Menschen mir was bedeutet haben, stirbt ein Stück von mir mit.

VG Mimi

Hi!

Das denkt "man" doch gar nicht, daß nur nachts gestorben wird. Hab ich ja noch nie gehört.

Also aus meinem Umfeld sind leider schon viele von uns gegangen, aber nachts?

Mein Opa ist nachts gestorben....die anderen 18 ( :-( ) sind tagsüber gestorben.

Liebe Grüße, Shakira0619

Hallo,

mmmhh also ich kann mich dieser denkweise nicht anschliessen.
Ich habe schon in diversen Krankenhäusern sowie auch Seniorenheimen gearbeitet, da wirst du ziemlich schnell und oft mit dem Tod konfrontiert.

"Ich gehe davon aus, wenn jemand sterben könnte, passiert das nachts.
Nicht am Tag."

Viele verdrängen das Thema, jeder weiß das jeden Moment etwas passieren kann (klingt gruselig aber ist ja leider so) so Bewusst uns das ist so sehr verdrängen wir es.
Man will sich ja auch mit den schönen Dingen die das Leben bietet beschäftigen.
Doch wenn es mal passiert das jemand aus dem Umfeld stirbt, sei es Tag oder Nacht ist das Thema wieder aktuell in unseren Köpfen.
Vielleicht hängt das mit deiner art darüber zu denken zusammen, Tags über "Leben" und Nachts schlafen wir (die meisten jedenfalls) für viele hat der Schlaf ähnlichkeit mit dem Tod (wahrscheinlich durch religiöse hintergründe) wenn ich mich nicht irre gibt es ja auch diesen tröstlichen Spruch, dass die verstorbenen nicht tod seien, sondern nur schlafen.

Denkst du schon immer so, also von Kind auf an?
Wie kommst du auf einen solchen Gedanken?

Ist eventuell vor kurzem ein Mensch aus deinem Bekannten oder Verwandtenkreis gestorben?

"Liegt es daran, weil wir schlafen, insgeheim unsere Ruhe haben wollen?!"

Das verstehe ich nicht ganz, was meinst du genau damit?

LG

Leyla.

  • Ooops vor lauter lauter hab ich vergessen was zu schreiben ich füge es schnell hinzu:

    mmmhh also ich kann mich dieser denkweise nicht anschliessen.
    Ich habe schon in diversen Krankenhäusern sowie auch Seniorenheimen gearbeitet, da wirst du ziemlich schnell und oft mit dem Tod konfrontiert.
    EGAL ZUR WELCHER ZEIT

    sorry ist schon spät #hicks

Hallo Du,
ich verstehe dich und mir geht es genauso. Ich habe vor dem Tod (anderer) auch nachts am meisten Angst.
Ich denke, dass das damit zu tun hat, dass man abends zur Ruhe kommt und verstärkt an den "gefährdeten" Menschen denkt.

Tagsüber ist man oft am routieren und hat nicht soviel Zeit zum Nachdenken.

Ob es tatsächlich so ist, dass nachts mehr Leute sterben als tags, weiß ich nicht. Man sagt ja auch, dass im Winter mehr Leute sterben als im Sommer. Keine Ahnung, ob da was dran ist #kratz

LG

Nina

(23) 05.05.12 - 23:39

Also aus aktuellem Anlass kann ich dem zustimmen. warum das so ist, keine ahnung

Vielleicht hat das was mit dem Adrenalin im Blut zu tun. Wenn jemand am Gehen ist und es ist Tage, ständig kommt wer rein, vielleicht noch die Liebsten oder so, dann kann der Geist nicht zur Ruhe kommen, das Herz pumpt noch mehr weil man vielleicht aufgeregter ist.
Wenn dann alle weg sind und der Mensch sich entspannen kann, kann er vielleicht auch besser loslassen, sich fallen lassen.......in aller Ruhe eben seine letzte Ruhe finden.

So gesehen ist es wohl auch das was sich viele wünschen. Einfach Abends einschlafen und nicht mehr aufwachen.
Ich könnte mit also durchaus vorstellen, dass es irgendwas mit dem Erregungszustand eines Menschen zu tun hat, ob er am Tage gehen kann oder die Ruhe der Nacht braucht.

Sofern es kein plötzlicher sondern abesehbarer Tod ist versteht sich.

Was ich aber NICHT denke ist, dass ein gesunder Mensch Angst haben sollte Nachts im Bett einfach so zu sterben. Also, man braucht keine Angst davor haben, Abends ins Bett zu gehen.

Und....ich glaube auch, dass Menschen die wissen dass sie gehen noch auf jemanden warten können bevor sie die Augen schließen. Z.B. die Mutter die ihr Kind noch einmal verabschieden möchte, dem Kind noch etwas sagen will oder so....ich denke sie kann ihren Tot etwas (wenige Stunden oder so) herauszögern. Denn schon oft hab ich gehört, dass jemand eben gerade noch im Krankenhaus war und nachdem derjenige gegangen ist, hat der Kranke unsere Welt verlassen.

So, das war mein Wort zum Samstag....macht daraus was ihr wollt!

Mona

Nachts ist Ruhe

Nachts ist Dunkelheit

Das verbinden viele Menschen mit dem Ende, dem Tod.

Vielleicht macht dich das denken, dass "man" Nachts stirbt.

Wenn ich für mich aber denke, die Nacht ist Ruhe, die Nacht ist Schutzraum, die Nacht ist Geborgenheit, dann dürfte ich theoretisch auch keine Angst vor dem Tod haben.

Oder?

Dem ist aber nicht so. Denn ich persönlich mag die Nacht, auch deswegen, weil sie endlich ist. Der Tod ist unendlich und hat daher für mich nichts mit der Nacht zu tun.

Ich mag den Wechsel, was ich gar nicht mag, ist diese Unendlichkeit des Todseins.

Aber das hilft dir nicht weiter, denke ich.

Irgendwer hat hier gesagt, dass wenn der Körper zur ruhe kommt, er leichter gehen kann. Sterben kann. Da kann etwas dran sein. Und schau, viele Menschen wünschen sich, dass, wenn es denn sein muss und so weit ist, dass gestorben wird, dass sie dann im Schlaf sterben, einfach so. Ohne Kampf. Ohne Schmerz. Ohne grosses Trara.

Wie ist es denn mit dir? Wie würdest du sterben wollen, wenn du dann sterben musst? Nicht jetzt, sondern erst dann, wenn es so weit ist, na klar.

Das Problem unserer Gesellschaft ist, dass der Tod gern ausgespart und verdrängt wird. Daher macht er uns solche Angst, glaube ich. Das ärgert mich, denn ich persönlich mag auch nicht dran denken. Vielleicht wäre das mit einer anderen Sozialisation anders.

L G

White

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