Mündliche Zusage Kaufvertrag

    • (1) 07.05.12 - 23:20

      Hallo Mädels und Jungs,

      die Überschrift ist leider nicht aussagekräftig genug, aber mir fällt keine gescheitere ein.
      Es gibt um folgenden Sachverhalt:

      Am Sonntag haben mein Dad, mein Mann und ich uns ein Fahrzeug angesehen, welches wir haben möchten, über den Preis wurde verhandelt, der Verkäufer musste aber selbst erst noch mit seiner Frau reden.

      Heute habe ich ihn nochmal angerufen und gefragt ob sie damit auch einverstanden sei. - Ist sie.

      Da wir mit dem Verkäufer ausgehandelt haben, dass wir für dieses Fahrzeug 7500€ weniger zahlen würden, als er haben wollen würde nun meine Frage:
      wenn er jetzt jemanden findet (das Fahrzeug ist noch bei Eb.. Klein...) der ihm seinen Wunschpreis zahlen würde, könnte der Verkäufer dieses tun und uns absagen, obwohl ich eine mündliche, telefonische Zusage (ohne Zeugen) habe?

      Sorry für die Länge des Textes, aber ich hoffe er es dennoch verständlich.

      lg quedi

      • Hallo,

        normalerweise ist eine Kaufvertrag auch mündlich wirksam. Aber wie du bereits sagst: Du hast keine Zeugen, von daher könntest du es nicht nachweisen.

        vg, m.

        (3) 07.05.12 - 23:26

        Hallo!

        7500€ sind eine Stange Geld...

        Denke, ein Kaufvertrag kommt erst schriftlich zustande und wenn er kurzfristig doch noch jemand anderen findet, der ihm mehr zahlt, wäre er ja blöd, dann demjenigen nicht das Auto zu verkaufen...

        LG, k.

          • Okay, habe es gerade nachgelesen... #hicks
            Aber es könnte trotzdem schwierig werden, wenn der VK sich doch noch quer stellt und die TE keine Zeugen hat.

            Aber so wie ich es verstanden habe, ist dem ja nicht so bzw. die TE wollte sich nur für den Fall der Fälle informieren. :-)

              • Hi,

                danke erstmal für eure Antworten.
                Es geht darum, mein Dad hat den Verkäufer mal getroffen und ihn auf dieses Fahrzeug angesprochen, was er dafür haben wollen würde.

                Sagen wir mal, er nannte die Summe xx und mein Dad: nein, soviel können die Kinder nicht aufbringen, höchstens yy€. Daraufhin haben wir uns gestern getroffen und der Verkäufer erklärte unter Vorbehalt (Frau musste erst noch die Zustimmung geben) für die Summe zz wäre es in Ordnung.

                Und heute kam der Anruf: für die Summe zz könnten wir es haben.

                Hoffe dies ist halbwegs verständlich.

                lg quedi

                • (8) 08.05.12 - 00:50

                  Hallo,

                  mal eine andere Frage...habt ihr oder dein Vater Ahnung von Autos?

                  habt ihr euch das Auto angesehen? ich würde niemals ein Auto über E***-Kl**** kaufen.
                  Da wird einfach zuviel schmu mit getrieben und gerade bei Autos. Da gefährdet ihr nicht nur euch selbst sondern auch auf der Strasse.

                  Frag voher nach, ob das Auto noch in der Werkstatt war. Fragt vorher nach, ob es ein Unfallauto ist.

                  Schaut euch das Auto genau an...später könnt ihr nichts mehr ändern.

                  • (9) 08.05.12 - 01:03

                    Wer sagt, dass es sich um ein Auto handelt?

                    LG quedi.

                    • (10) 08.05.12 - 07:48

                      stimmt es steht nix von Auto aber von Fahrzeug... Kann also vom Moped bis hin zum Sprotwagen alles sein...

                      Egal wie sie sollten sich das Fahrzeug auf jedenfall genau anschauen eventuell zu nem Sachverständigen. Wir haben hier welche die sich die Fahrzeuge für um die 20€ anschauen die kommen entweder von der Degra oder vom TÜV...

                (11) 08.05.12 - 09:52

                Wer ist denn Käufer? Die Kinder? Also mehrere Personen zusammen?

                Euer Kaufpreis war ein verbindliches Angebot? Ihr hättet nach Annahme durch den Verkäufer also nicht mehr "nein doch nicht" sagen können?

                Wem gehört das Fahrzeug? Dem Mann oder der Frau?

                • (12) 08.05.12 - 12:57

                  Hallo,

                  die Käuferin bin ich, unser Kaufpreis war verbindlich. Nein wir hätten nicht mehr "nein doch nicht" sagen können.

                  Wem das Fahrzeug gehört kann ich nicht sagen, ob dem Mann oder der Frau oder beiden.

                  lg quedi

                  • (13) 08.05.12 - 14:14

                    Wenn die Frau Eigentümerin ist, könnte theoretisch das Problem entstehen, dass der Verkäufer (Mann) nicht in Vertretung/Bevollmächtigung von ihr handelte.

                    Dann wäre die Frau nicht verpflichtet das Eigentum zu übertragen. Es würden dann "nur" Ansprüche gegen den Verkäufer (Mann) bestehen.

                    Wenn die/der Verkäufer abspringen sollten wird bei der Beweislage es aber keinen Sinn machen eine Klage zu erheben. Die Gefahr ist viel zu groß, dass die Unwahrheit geasgt würde. Und dann verlierst Du den Prozeß und musst alle Kosten tragen.

                    Fazit: Laut Sachverhalt hättest Du wohl einen vertraglichen Anspruch (auf Übereigung bzw. Schadensersatz) wenn die Gegenseite "abspringen will".

                    Praktisch müsste Dir aber aus ökonomischen Gründen von der gerichtlichen/anwaltlichen Geltendmachung abgeraten werden, solange kein Beweis vorhanden ist (außer es besteht eine Rechtsschutzversicherung)

    (14) 08.05.12 - 11:04

    Hallo,

    das ein Kaufvertrag auch mündlich gültig ist hast du ja schon gesagt bekommen.

    Allerdings wäre ich extrem vorsichtig wenn ein Verkäufer auf 7500€ (!!!) verzichtet bzw. sich um soviel herunterhandeln lässt.

    Das riecht für mich nach: "Nur schnell weg mit dem Ding, dann ist es deren Problem"!

    Liebe Grüße
    Tine

    • (15) 08.05.12 - 11:24

      "Allerdings wäre ich extrem vorsichtig wenn ein Verkäufer auf 7500€ (!!!) verzichtet bzw. sich um soviel herunterhandeln lässt."

      Kann na so pauschal nicht sagen, wenn man den Preis und das "Fahrzeug" nicht kennt.

      Wenn es z.B. eine Jacht für EUR 1 Mio ist, sind EUR 7500,- Rabatt nicht viel.

(16) 08.05.12 - 11:33

Auf der sicheren Seite bist Du erst, wenn Du den von beiden Seiten unterschriebenen, schriftlichen Kaufvertrag hast.

Auch wenn ein mündlicher Kaufvertrag grundsätzlich gilt, es ist nahezu unmöglich diesen nachzuweisen, es sei denn, Du hast Zeugen, die dabei waren, wie ihr das Geschäft "per Handschlag" abgeschlossen habt. Das ist bei Dir ja nicht der Fall.

Wenn es sich bei dem "Fahrzeug" allerdings um ein Schiff oder Flugzeug handeln sollte (Auto ist es ja offensichtlich nicht), können andere Regeln gelten.

Hier gilt ein Kaufvertrag oft erst dann, wenn der Eigentumswechsel im Register eingertragen oder notariell beurkundet wurde (ähnlich wie bei Immobilien).

(17) 08.05.12 - 11:55

Um was für einen Gesamtpreis geht es denn?

(19) 08.05.12 - 12:20

Hallo, wenn es zum Streitfall kommen sollte, dast Du keine Chance.

(20) 08.05.12 - 22:56

"Da wir mit dem Verkäufer ausgehandelt haben, dass wir für dieses Fahrzeug 7500€ weniger zahlen würden,"

Hat der Verkäufer denn überzogene Vorstellungen, oder warum habt ihr den Preis so extrem gedrückt?

BTW: M.W. sind nicht nur schriftliche Kaufverträge bindend. Nur nützt euch das nix, wenn ihr letztendlich nicht beweisen könnt, dass ein mündlicher Kaufvertrag geschlossen wurde.

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