Private Krankenversicherung

    • (1) 03.06.12 - 19:16

      Hallo,

      mein Sohn ist seit einigen Monaten über seinen Vater privat Krankenversichert.

      Wir sind geschieden und haben das gemeinsame Sorgerecht.

      Leider gibt es nun einige Probleme und ich möchte gerne wissen, wie es sich rechtlich verhält.

      1.
      Der Vater bekommt vom Arzt die Rg. nach hause, diese reicht er dann bei der KK ein und erhält die Erstattung, danach bezahlt er die Arztrechnung.

      Wenn nun aus irgendwelchen Gründen die Erstattung der KK nicht so hoch ist wie der Rechnungsbetrag, muss ich mich dann darum kümmern, dies z. B. mit dem Arzt klären, oder die Differenz selbst bezahlen (dieses verlangt mein Ex-Mann von mir). Oder ist dies seine Aufgabe?

      2.
      Wenn ich Medikamente für meinen Sohn benötige muss ich diese zuerst selbst in der Apotheke zahlen. Dann gebe ich meinem Ex-Mann die Rezepte im Original und eine Kopie, damit er diese bei der KK einreichen kann. Er bekommt das Geld dann erstattet. Danach sollte er mir das Geld eigentlich überweisen.

      Kann er dies verweigern? Ich schicke ihm die Rezepte per Einschreiben und mache mir außerdem immer eine Kopie. Bin ich damit auf der sichereren Seite?

      Wäre für Antworten dankbar.

      LG Melanie

      • Hallo!

        Erst einmal: Ein privat versichertes Kind ist nie über ein Elternteil sondern immer selbst versichert. Allerdings läuft vermutlich die Versicherung über deinen Ex-Mann, da der die Beiträge zahlt. Trotzdem müsste es möglich sein, dass du die Rechnungen selbst bezahlst und von der Versicherung erstattet bekommst. Da würde ich dann mal nachhaken, für Euch wäre das deutlich einfacher. Vor allem wärst du dann mit den Rezepten auf der sicheren Seite. Natürlich muss dein Ex dir die erstatteten Arzneikosten bezahlen, aber wie willst du nachweisen, dass er die Kosten tatsächlich erstattet bekommen hat. Da reicht wohl eine Kopie von dir nicht. Und würde es sich tatsächlich lohnen, dafür zu klagen?
        Und was die nicht vollständig erstatteten Arztrechnungen angeht: Wenn der Arzt die Versicherungskarte deines Sohnes eingelesen hat, erkennt er damit Eure Versicherungsbedingungen an und darf nur so abrechenen. Dann muss er die Rechnungen entsprechend anpassen. Wenn er die Karte nicht eingelesen hat, kann er nach gültigem Recht abrechnen und hat mit der Erstattung durch die Krankenkasse eigentlich nichts zu tun. Theoretisch müsstet ihr dann die Differenzbeträge aus eigener Kasse zahlen. Und da du ja wohl in den meisten Fällen mit beim Arzt bist, bist du ja diejenige, die den Behandlungsvertrag mit dem Arzt schließt (geschieht allein dadurch, dass du mit deinem Kind die Praxis betrittst). Darum ist es sinnvoll, dass du auch die Abrechnungsmodalitäten mit dem Arzt klärst. Dein Ex kennt ja den Arzt im Zweifelsfall gar nicht.

        Liebe Grüße!

        • Danke für die Antwort.

          Eine Versichertenkarte haben wir leider nicht.

          Ich werde heute bei der KK und der Beihilfestelle anrufen, ob es eine Möglichkeit gibt, das Rechnungen usw. in Zukunft von mir eingereicht werden dürfen, und auch an mich erstattet wird.

          LG Melanie

      (4) 04.06.12 - 11:32

      Also ich würde sagen, wenn sich wirklich eine Differenz ergibt, da nicht alles erstattet wird, müßt Ihr das teilen. Ganz einfach. Weder der eine noch der andere muß ALLES zahlen.
      Und wenn Du Medikamente holst, die natürlich erstmal bezahlst und er die Erstattung bekommt, müßte er Dir das zurück geben. Sollte eigentlich selbverständlich sein.

      Wenn Du immer alles machst, solltet Ihr Euch mal überlegen, ob das nicht einfacher wäre, wenn Du Dich auch um die Formalitäten der KK kümmerst. Das scheint mir allerdings schwierig, da Versicherungsnehmer Dein Mann ist.

    • Wäre es nicht wesentlich effizienter, Ihr würdet Deinen Sohn über Dich kranken versichern.

      Ich würde mir den Zirkus nicht jahrelang antun.

      (6) 04.06.12 - 15:21

      Oh je, diese Regelung ist in eurem Fall nicht besonders praktikabel! Na ja, es betrifft vor allem die Rezepte, denen du nun hinterher sein musst. Das summiert sich auch ziemlich schnell. Ich hoffe, dass sich da mit deinem Mann vernünftig regeln lässt, denn, du musst Medikamente in Zukunft bar bezahlen.
      Es kommt eigentlich recht selten vor, dass die Krankenversicherung nicht alles bezahlen will. Ist mir noch nie passiert und wir sind jetzt seit 10 Jahren versichert.

      Ansonsten würde ich es lieber dabei belassen, dass dein Exmann die Rechnungen einreicht. Das ist nämlich eine ziemlich nervige Angelegenheit. Da dein Sohn über ihn versichert ist, ist das anders auch gar nicht möglich.

      Grüße
      Luka

    • Danke an alle für die Antworten.

      Ich habe nun alles wie folgt geregelt:

      Die Private KK sowie die Beihilfestelle schicken dem Vater nun eine Vollmacht die er ausfüllt und dann darf ich in Zukunft alle Sachen selbst einreichen und bekomme auch direkt von den Stellen erstattet.

      Mein Ex-Mann freut sich, da er den Papierkram los ist und ich brauch ihm wegen dem Geld nicht mehr hinterherlaufen. Dafür nehme ich den Papierkram gern in Kauf.

      Normalerweise, so wurde mir mitgeteilt, machen die Versicherungen dies nicht so ohne weiteres, aber ich habe ihnen die Probleme geschildert und sie haben sich dann dazu bereiterklärt.

      LG Melanie

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