Sind hier Altenpflegerinnen oder jemand der sich auskennt?

    • (1) 15.06.12 - 20:22

      Hallo,

      ich hab mal ne Frage für unsere Nachbarstochter. Und zwar, was bedeutet es, wenn auf der internetseite eines Altenheimes steht, dass gerontopsychiatrisch erkrankte Bewohner in einer Tagesgruppe betreut werden???

      Bedeutet das, dass es in dem Heim gerontopsychiatrisch erkrankte Bewohner gibt, die dort im Heim in einer Tagesgruppe betreut werden um feste Strukturen etc. zu haben???

      #danke

      • huhu
        also ich kenne das nur so dass da zusätzlich zu den Heimbewohnern eine Tagesgruppe geführt wird...
        das Heißt, gerontopsychiatrische Patienten werden morgens zu Hause abgeholt und haben dann bis mittags eine feste Struktur (mit Mahlzeiten, Zeitung vorlesen Gymnastik etc) und kommen dann wieder nach hause....
        bin übrigens Krankenschwester ;-)
        LG (auch an die Nachbarstochter)

        • huhu,

          danke für deine Antwort.
          Sie macht eine Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin und sie möchte ihr Pflegepraktikum gerne im Altenheim machen.
          Daher stellt sie sich nun eben die frage, ob und wie da menschen z.B. mit Demenz betreut werden. aber im Altenheim werden Menschen mit Demenz doch vertreten sein, oder?#kratz

          • hmm also wenn sie schwepunkt mäßig mit dementen arbeiten will würde ich eher zu der Tagespflege" raten...dort kommen hauptsächlich demente hin (damit sie zB nicht den Herd einschalten daheim) aber trotzdem nicht aus ihrer gewohnten Umgebung gerissen werden. (außerdem sind meist die arbeitszeiten netter ;-) )
            In Altenheim generell findest du (je nach Heim) gemischte Gruppen, wohlhabende "Alte" gehen auch schon mal ins Heim, weil sie einsam sind :-p
            In einigen Heimen gibt es aber auch spezielle Gruppen/ Bereiche, zB nur Demenz oder halt Beatmung etc.

            Sie soll einfach mal anrufen, Praktikanten sind in der Pflege überrall gern gesehen :-p
            LG

            • ich glaube tagespflege kann sie nicht, weil es einen pflegerischen schwerpunkt hat... das altenheim wurde ihr jedoch auch schon von ihrer lehrerin empfohlen, von daher wird das wohl gehen#cool
              sie hat da auch schon einen termin für ein vorstellungsgespräch, hat nur, als sie dort angerufen hat, nicht gefragt, was für bewohner es dort gibt. und nun ist sie halt am überlegen, was sie auf die frage antworten soll, warum sie im altenheim machen möchte und nicht in der behindertenhilfe. ich glaube das ist ihr größtes problem gerade:-p

              bin aber auch der meinung, dass praktikanten in der pflege sicher gerne genommen werden...

                • aus der seite wird man ja nicht wirklich schlau;-)

                  aber ich kann mir auch ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass sie sie beim vorstellungsgespräch für einen praktikumsplatz während der heilerziehungspflege ausbildung dort so auf den kopf stellen#kratz

                  lg kathrin

                  • denke auch nicht, das sie sie link machen
                    aber trotzdem kommt es gut-wenn man schon ein bissel über das Heim/die Arbeit dort weiß

                    • das stimmt wohl;-).

                      am telefon wurde sie wohl auch nicht zum vorstellungsgespräch eingeladen, sondern ein termin, wo sie sich kennenlernen können#rofl#rofl#rofl

                      ich vermute fast, das es ganz locker wird#schein trotzdem wäre es mal interessant zu wissen, wie das mit den gerontopsychiatrisch erkrankten bewohnern gemeint ist..

                      • ganz ehrlich -sie soll das einfach hinterfragen
                        dann sehen die ja auch, das sie sich mit dem Heim/tagespflege(was ich vermute) schon beschäftigt hat

                        hast du den link von dem heim

                        (11) 15.06.12 - 21:41

                        huhu

                        bei uns gibt es eine gerontopsychiatrie. Also eine Psych speziell für schwere Demenzfälle. In so eine Tagespflege Gruppe gehen meist die noch nicht ganz so schlimmen Fälle (schlimm genug, aber noch nicht so, dass man sie komplett ruhigstellen muss)

                        Eigentlich gibt es in jedem Altenheim Demenzkranke. Und ich denke, dass die Damen und Herren die da in der Tagespflege sind, also abends wieder abgeholt werden, genau die sind, die einen Heilerziehungspfleger brauchen. Zum erzählen, singen, bisschen kochen, basteln, beschäftigen und einfach aufpassen. Die Heilerziehungspfleger die ich kenne arbeiten allerdings alle ausschließlich in der Behindertenbetreuung.

                        LG

      (12) 15.06.12 - 21:23

      huhu..ich bin heilerziehungspflegerin und habe eins meiner praktika in einer solchen einrichtung gemacht und fand es toll!!

    (14) 15.06.12 - 21:56

    In den meisten Pflegeheimen sind heute überwiegend demente Personen untergebracht, denn für die meisten Angehörigen ist es nicht einfach einen schwer dementen Angehörigen zu versorgen. Während meiner Ausbildung zur ex. Altenpflegerin war ich in einen Altenwohnheim, wo alle (zumindest die noch selbst laufen konnten) in einer Tagesgruppe im Haus zusammengefasst. Wohlgesagt, es waren alles Bewohner des Hauses. In dieser Tagesgruppe wurde gefrühstückt, Mittag gegessen, Kaffee getrunken und zum Abendbrot waren die Bewohner wieder auf ihren Stationen. Wir haben auch mit den BW gekocht, gebacken, Kreuzworträtsel gelöst, gestrickt, gehäkelt. Wir haben Ausflüge gemacht, gebastelt, wäsche gebügelt, etc

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ein schwerst Dementkranker schwerer zu "hüten" ist, als Achtlinge im Krabbelalter;-) #schwitz#schock
    Ich habe nach meiner Ausbildung in einem Gerontopsychiatrischen Altenheim gearbeitet. Wir hatten eine tolle Station. Die Station war genau quadratisch, aussen waren alle Bewohnerzimmer untergebracht und im inneren des Quadrates hatten wir die Räume wie Personal-WC, Badezimmer, Wäschezimmer, Personalraum und Bewohnerküche. Um diese Mitte verlief der Flur, immer im Kreis. Auf dem Boden war eine Straße aufgemalt, oder geklebt in grau mit weißen Randstreifen rechts und links und gestrichelter Mittellinie. Das ganze war ca 2m breit (der gesamte Flur schätze ich auf ca 3,50m) Auf dieser "Staße" sind unsere dementen Bewohner mit Lauftendenz den gesamten Tag "um den Pudding" gelaufen. Sie dachten, sie würden auf der Straße laufen (Wandbemalung- bzw. Fototapete mit Bäumen und Blumen) entlang wie z.B. einer ländlichen Landstraße. Ich fand diese Idee toll,so war die Station nicht so steril in Weiß:-[, was demente m.E. aggressiv macht. Wir hatten viele Fotos von alten Schauspielern hängen wie Peter Alexander, Peter Ustinov, Hans Albers, Zarah Leander, von Sängern wie Marlene Dietrich, Ella Fitzgerald oder Frank Sinatra. Das kannten die Leute aus der Vergangenheit. Sonntags war Kinotag mit alten Schinken wie die Feuerzangenbowle, Casablanca, vom Winde verweht, etc. Das kam immer gut an und alle freuten sich.
    Leider war ich dort nur Schwangerschaftsvertretung für 1 Jahr, ich hätte gerne länger da gearbeitet. Auch Hunde (von Mitarbeitern oder Besuchern) waren immer willkommen, da es die Atomsphäre auflockerte und dann wurde der Hund mal eben auf der "Straße" Gassi geführt!! Es war einfach toll. Schade, dass nicht alle Heime so sind. Die Regel ist steril, kalt, alleine, chronisch unterbesetzt, schlechtes Essen, müdes aggressives Personal und Sauschlechte Bezahlung, das sind nur wenige Gründe, warum ich nicht mehr als AP arbeiten kann und möchte.

    Zu deiner Frage: Nein, dass muss es nicht heißen, es kann sein, dass alle Bewohner eines Hauses mit Demenz zusammengefasst werden wie in einer Tagesgruppe um eben ihnen Struktur zu geben. Es kann aber auch sein, dass es externe Personen sind, die von zu Hause kommen, wo Angehörige es nicht den gesamten Tag schaffen oder selbst noch arbeiten müssen. Ich würde sagen, fast 98% der Bewohner der Alten- und Pflegeheime haben demenzielle Erkrankungen in unterschiedlichen Stadien.

    (15) 16.06.12 - 00:15

    "gerontopsychiatrisch erkrankte Bewohner"

    Entgegen meinen Vorschreiberinnen denke ich, dass es die Bewohner sind, die in einer Tagesgruppe betreut werden. Wenn es Externe wären, würde das Wort Bewohner wenig Sinn machen.

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