Was passiert mit den Babies?

    • (1) 26.06.12 - 13:06

      Hallo Zusammen,

      versteht mich nicht falsch...ich habe eben den Termin zur Sammelbestattung unseres Sternchens bekommen( FG 11. SSW).

      Da ist in mir die Frage aufgekommen was mit den Embryos nach einer Abtreibung passiert?

      Ich möchte hier niemandem auf den Schlips treten...es interessiert mich einfach nur.

      lg von finchen

              • Ich bin selbst betroffen. Dennoch trage ich keine Brille, die mir die Realität in zartrose' taucht, um nur das zu sehen, was ich sehen möchte.

                Ich finde meine Einstellung weniger geschmacklos als besagtes Sternchengedusel. Und ich würde es weniger als geschmacklos als realistisch nennen.

                Du kannst für dich alles schön reden und in Zuckerwatte hüllen wenn du magst. Aber beschimpfe andere Menschen nicht als geschmacklos, wenn die es nicht so sehen wie du :-)

                Und ich kann dir versichern, dass abgetriebene Embryonen genau dort landen: Nämlich im klinischen Abfall.

                • Doch, ich finde es geschmacklos. Nur weil man pietätvoll bleibt, heißt nicht, dass man realitätsfremd ist!

                  Und ich kann Dir versichern, dass nicht überall die abgetriebenen Embryonen auf den Müll geschmissen werden. Zum Glück hat sich da in den letzten Jahren viel an der Einstellung geändert und wird sich auch hoffentlich noch mehr ändern!

                  • Nach einer AS ist von dem Embryo nicht mehr viel übrig. Ja, ich hatte selber eine FG, aber ich hatte so früh (8. Woche) nicht das Gefühl, ein Baby zu verlieren, sondern "nur" eine Schwangerschaft.

                    Jemand, der sich für eine Abtreibung entscheidet, tut das in der Regel nach reiflicher Überlegung und verabschiedet sich schon lange vorher von seiner Schwangerschaft. "Sternchengedöns" wäre dann doch eher ein Vorwurf.

                    Eine FG in der Früh-Schwangerschaft kommt vor, weil eben kein Kind entstehen KONNTE. Es wäre nie eines geworden. Ich persönlich hätte gar keine Sammelbestattung haben wollen. Was hätte das geändert? Die FG war traurig, aber ich habe schon größere Dramen erlebt.

                    Hier bei urbia wird darum ein Hype gemacht, der mich manchmal echt erschreckt. wenn aber alte und kranke Menschen irgendwo vor sich hinvegetieren, weil sich keiner kümmern möchte oder kann, dann geht es den meisten am A.... vorbei.

                    • Schön, dass Du es so siehst, andere sehen es anders. Freu Dich doch, dass Du recht schnell zum wieder zum Alltag übergehen konntest, andere können das nicht.

                      Ich denke, jeder darf auf seine Art trauern. Ich denke, dass hat auch nichts mit "Hype" drum machen zu tun und ich würde mich nie anmaßen, zu bestimmen, in welcher Woche der SS das Ungeborene eine Kind ist und in welcher noch nicht. Für mich ist es von Anfang an "Leben" und vor solchem habe ich Respekt. Andere sehen es wieder anders, soweit ich weiß sind in Holland normale Abtreibungen bis zur Lebensfähigkeit, d.h. SSW 23+6 legal. Viele finden das in Ordnung, bei uns unvorstellbar.

                      Unser Sohn wurde als Frühchen geboren und hat leider kurz nach der Geburt den Kampf verloren :-(. Deshalb würde ich mich aber nie anmaßen zu sagen, es ist weniger schlimm, sein Kind früher zu verlieren, genauso wenig, wie ich sagen würde, dass es schlimmer gewesen wäre, wenn er zwei Monate später verstorben wäre. Bei mir ist es meine ganz persönliche Geschichte, andere haben andere Schicksale. Mann kann nicht vergleichen und sollte auch nicht.

                      Aber ehrlich gesagt, war das Thema und die Frage der TE eine ganz andere. Da man da nie auf einen gemeinsamen Nenner kommen wird, klinke ich mich jetzt hier aus.

                      Schönen Tag noch.
                      Vanillekipferl

                      ich seh das genauso wie du. Ich hatte 2 fehlgeburten je in der frühschwangerschaft und diese sicher aus gutem grund. Ich kann und will mich nicht mit frauen auf eine stufe stellen die ihre kinder beispielsweise kurz vor ende der schwangerschaft haben ziehen lassen müssen.

                      • Danke!
                        Das ist das, was ich immer sagen will und mich wundere, dass viele so verschnupft reagieren.
                        In der Frühschwangerschaft verliert man kein Kind, sondern einen Zellhaufen, bei dem was schief gelaufen ist. Frauen, die viele solcher Frühaborte haben, trauern auch nicht um Kinder, sondern um die Unfähigkeit, ein Kind zu bekommen.

                        Genau, ich möchte mich mit meiner einen FG nicht auf die gleiche Stufe stellen wie Frauen, die ihr Kind sehr viel später verlieren oder gar tot gebären müssen. Ich hätte mich geschämt, wenn ich aus der einen frühen FG ein Drama gemacht hätte.

                        Gruß
                        Susanne

      Soweit ich weiß, sind die Kliniken mittlerweile verpflichtet, Embryonen und Föten einen würdevollen "Abschied" zu gestalten. Das gilt auch für die Kinder aus SS, die durch einen Abbruch beendet werden.

      Früher wurden sie als Klinikmüll mit Organen, Geschüren, etc. verbrannt.

      • Hallo

        Das stimmt so nicht. Nur in wenigen Bundesländern ist das der Fall.
        Auch Fehlgeburten werden nicht zwangsläufig überall in Sammelgräbern bestattet.

        Manchmal nur auf wunsch der Eltern.
        Jedes Bundesland hat seine eigene Gesetztgebung wie mit dem Umgegangen werden soll/muss.

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