waldbestattung - was haltet ihr davon?

    • (1) 28.06.12 - 14:02

      hallo!
      mich würde mal interessieren, was ihr von einer sog. waldbestattung (auch baumbestattung) haltet.
      man sucht im vorwege einen baum in einem bestimmten waldgebiet aus und an diesem baum wird dann im todesfall die asche zu den baumwurzeln gegeben. man kann, wenn man möchte, ein namensschild am baum anbringen lassen. und wie es so schön heißt: die grabpflege übernimmt die natur.
      wie findet ihr so eine nicht-kirchliche bestattung? natürlich kann man auch einen redner buchen, musik abspielen lassen o.ä.!
      habe sowas letztens im tv gesehen und fand es ganz ansprechend im vergleich zur normalen friedhofsbestattung.
      lg

      Hallo!

      Ich finde die Idee schön.

      Die Tochter von Bekannten ist mit 2Jahren an Krebs gestorben.

      Sie war ein kleines Naturkind, ist gerne im Wald gewesen und die Eltern sind auch naturverbunden.

      Es war perfekt und passend, wobei bei der Bestattung nur Eltern anwesend waren.

      Ich persönlich wünsche eine Seebestattung, mein Element ist das Wasser und ich möchte einfach nicht in Erde eingebuddelt werden.

      arielle

      • was ich auch besonders schön finde an der baumbestattung: man kann sich zeit lassen. der tote wird verbrannt und man kann z.b. wochen später die asche zum baum geben, wenn schon die allererste schlimme trauer verarbeitet ist und man schon an die guten dinge, die das leben für denjenigen bereitgehalten hatte, oder die schönen momente mit dem menschen denken.
        man kann auch einen ganzen baum kaufen mit 4 grabplätzen. toll fände ich es auch, wenn man jetzt z.b. einen baum pflanzen könnte, der dann später unser baum werden würde...hm...schwieriges thema. aber diese art der bestattung erscheint mir die schönste.
        vlg

    Finde ich auch toll!!

    Ich will sowieso lieber unter irgendeine Wiese, dann muss sich keiner um ein Grab kümmern.

    Schlussendlich ist es ja egal, wo und wie man nun bestattet wird - aber ich finde die Vorstellung, im lauschigen Wald hat schon was Schönes :-)

    LG

    Karen

    Hi,

    die Bestattung in einem Friedwald ist für meinen Mann und mich die einzige Art, wie wir bestattet werden möchten (was hoffentlich noch lange dauert). Wir sind jetzt schon gerne im Wald, fühlen uns dort wohl - Friedhöfe finden wir zwar interessant zur "besuchen" und alte Gräber anzuschauen, aber mehr auch nicht. Zudem finde ich Grabpflege absolut unnötig.

    Die einzige Alternative zum Friedwald wäre für mich eine "unbekannte Bestattung" wie mein Opa es wollte und meine Oma ebenfalls möchte. Beide woll(t)en nach ihrem Tod niemandem zur Last fallen "wir haben doch nichts davon, wenn über uns Blumen wachsen - die Arbeit muss sich keiner von euch machen" oder die Freigabe meines Körpers für die Uni (die aber mittlerweile mit Leichen handeln könnten und strenge Auswahlkriterien haben).

    Gruß
    Kim

    Ich finde so etwas ganz toll.

    Hier bei uns gibt es auch einen sogenannten Friedwald, wo man solche Bestattungen durchführen lassen kann. Ich bin auch selbst schon auf so einer Beerdigung gewesen und war ganz begeistert. Der Verstorbene war nicht in der Kirche und wurde von einem Trauerredner (der das wirklich ganz toll gemcht hat) zu Grabe getragen.

    Man bekommt als Hinterbliebener einen Baumplan, andem der Angehörige beerdigt wurde. Den Rest übernimmt die Natur. Ich fand es wunderschön - dieser Wald ist total naturbelassen. Mit viel Vogelgezwitscher. Einfach sehr idyllisch ein wunderbarer Ort um rur Ruhe zu kommen und auch aum zu trauern.

    Ich habe mit meiner Familie schon besprochen, dass ich auch mal so beerdigt werden möchte. Und wenn nicht im Friedwald, dann in einem normalen Baumgrab auf dem normalen Friedhof. Nur mit einer Grabplatte - ohne jegliches Gedöns.

    Kirchlich gesehen habe ich gar keine Probleme. Ich bin nicht gläubig und bin schon seit Jahren aus der Kirche ausgetreten. Ich kann der ursprünglichen Grab- und Trauerkultur nichts abgewinnen.

    Somit ein klares #pro für Baumbestattungen.

    LG

    minimöller

    Hab mich schon vor Jahren - im Falle eines Falles - genau dafür entschieden. So und nicht anders :-)

    Hallo,

    meine Mutter hat mir schon mitgeteilt, dass sie so bestattet werden möchte. Und auch ich möchte so später bestattet werden.

    Ich liebe den Wald.

    #winke

    Hallo,

    nette Idee.

    Allerdings hoffe ich, dass die Namensschilder nicht an den Bäumen befestigt werden. Sonst könnte es passieren, dass die Bäume kaputt gehen.

    Ich lasse mich aber sicher nicht verbrennen. Also bleibt nur ein "Standdardbegräbnis" auf einem Friedhof.

    GLG

    • doch, werden sie, aber es sind klitzekleine schildchen mit noch kleineren winzigen nägelchen, die nur an der rinde befestigt werden. und man sollte sich das nicht so vorstellen, als ob da 50 schilder an einem baum hängen.
      lg

Aus gutem Grund gibt es in Deutschland eine Bestattungsverordnung. Der tote Mensch ist nämlich Sondermüll, der fachgerecht entsorgt werden muss. Üblicherweise gibt es dafür Friedhöfe, die entweder an besonderen Stellen eingerichtet werden oder für die Bestattung besonders vorbereitet werden, z.B. wenn es um den Schutz des Grundwassers geht.

Solange aber die besonderen Erfordernisse eingehalten werden und der Wald z.B. zu einem Friedhof gehört oder dafür freigegeben ist, spricht nichts dagegen.
Die Asche einfach so in den Wald zu kippen, finde ich aber ein bisschen daneben.

Was sagt eigentlich der Baum dazu?

"die grabpflege übernimmt die natur" - dann doch bitte gleich die Luftbestattung, die in manchen Gegenden Südamerikas üblich ist!

LG
H.H.

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