an alle lieben Abtreibungsgegner!

    • (1) 29.06.12 - 23:20

      Ich habe das gefühl, dieses Forum wimmelt nur so von euch. Was habt ihr denn eigentlich hier verloren? Es geht hier um ungewollte schwangerschafen und jeder, den das nicht betrifft, bzw. der nicht irgendetwas konstruktives dazu beitragen möchte hat hier doch gar nix zu suchen. Ihr dürft eure meinung haben, das ist ja klar, ich kann teilweise sogar nachvollziehen worum es euch geht. Aber euch sollte klar sein, dass wenn ihr einer verzweifelten Frau hier etwas postet, was nur dazu dient ihr ein schlechtes gewissen zu machen, ihr damit nur schaden anrichtet. ich habe folgendes heute schon mal gepostet, aber es ist mir einfach zu wichtig, so poste ich es noch einmal und wenns nur einer liest und sich gedanken drüber macht, dann soll es mich freuen!

      Alles was ihr tut ist ein schlechtes gewissen machen! Aber glaubt mir, es ist nicht das schlechte gewissen was einen am ende daran hindern wird zur abtreibung zu gehen. Es sind die Menschen die einem beistehen und einem sagen es ist ok, egal wie man sich entscheidet. es ist dieses gefühl dass es leute gibt die immer hinter einem stehen. es hilft von leuten zu lesen die in ähnlichen situationen waren, die sich für eine abtreibung entschieden haben. und es hilft von leuten zu lesen, die sich für das ungeplante kind entschieden zu haben. es ist gut zu wissen, dass man hilfe bekommt. es ist nicht gut zu wissen, dass es menschen gibt, die einen für einen schlechten menschen halten. es ist nicht gut sich unverstanden zu fühlen. es ist nicht gut sich einsam zu fühlen. Es ist nicht gut sich von dem schlechten gewissen auffressen zu lassen. Wäre ich in meiner schweren zeit nur auf menschen wie euch gestoßen, hätte ich evtl nicht die kraft und liebe aufbringen können nach vorne zu blicken und den weg frei zu machen für mein ungeplantes kind.

      Ihr helft mit solchen komentaren nicht dem ungeborenen Kind. Ihr schadet nur der Frau.

      • Gebe ich dir vollkommen Recht!! Mein Beitrag wurde heute auch schon dämlich kommentiert obwohl es definitiv total unnötig war.

        Aber finde ich gut, dass du das mal hier so angesprochen hast.

        (3) 30.06.12 - 00:28
        wer lesen kann..

        .. ist klar im Vorteil!!
        Dieses Forum heißt "UNGEPLANT" und nicht "UNGEWOLLT" Schwanger..

        Das soll nun nicht böse gemeint sein meinerseits aber ich finde es ist ein riesiger unterschied zwischen ungeplant und ungewollt.. Meine erste Schwangerschaft war UNGEPLANT aber keineswegs UNGEWOLLT und meine derzeitige Schwangerschaft ist ebenfalls UNGEPLANT dennoch ist es ein WUNSCHKIND was ich in mir trage es war halt nur zu einem anderen zeitpunkt GEPLANT..

        Wenn du mir genau erläutern kannst das hier nur Frauen/Mädchen schreiben die UNGEWOLLT schwanger sind nehme ich alles zurück aber wieviele von den Frauen/Mädchen sind froh das man ihnen hier auch mal einen gut gemeinten tipp gibt?! Ich war es damals..

        • Wenn man die meisten Beiträge hier verfolgt, ist ungeplant = ungewollt. Und nur weil sich einige Frauen keine Abtreibung vorstellen können, heißt dass nicht, dass das Kind in jedem Fall auch willkommen ist.

          Ich kann die guten Intentionen der Abtreibungsgegner hier nachvollziehen, mir widerstreben aber Beiträge, die suggieren, dass die Frau das Alleinentscheidungsrecht bezüglich des Fortbestehens der Schwangerschaft hat. Tipps wie - dann trenn dich doch von deinem Mann und Vater deiner anderen zwei Kinder oder dass man glücklicher ist, wenn man jeden Euro zweimal umdrehen muss, die Wohnung eigentlich zu klein ist, dass man trotz Job und Haushalt auch ohne Urlaub glücklich sein kann und und und ... Sollte nicht Jede hier entscheiden dürfen, was sie bereit ist, für noch ein Kind aufzugeben?

          Und es wäre schön, wenn nicht gleich die Steine fliegen würden, wenn man sich auch weiterhin das Recht auf ein wenig Luxus bewahren möchte. Oder die Chance auf eine Ausbildung oder einen Job. Oder auf eine weiterhin funktionierende Beziehung, wenn der Mann formuliert hat, dass er kein weiteres Kind mehr möchte. Denn jedes Kind hat auch ein Recht auf seinen Vater. Ja, natürlich kann man verlangen, dass der Mann in einer langjährigen Beziehung mit Kondom verhütet, obwohl die Frau die Pille / Spirale oder was auch immer nimmt. Aber mal ehrlich, dass ist doch ziemlich an der Realität vorbei?

          Ich halte Abtreibungen nicht für ein probates Mittel der Verhütung und manche Frauen und Mädchen, die hier posten, machen mich mit ihrer Naivität einfach sprachlos. Coitus unterruptus ist genauso wenig eine sichere Form der Verhütung wie die Temperaturmethode. Nicht umsonst gibt es den Spruch " Wie heißen Paare, die mit der Temperaturmethode verhüten? - Eltern!".

          Eine Bitte - fahrt doch in eurem Missionierungseifer mal einen Gang zurück. Tipps zu Beratungsstellen, Geldquellen etc., wenn danach gefragt wird - okay. Aber Ängste schüren (das wirst du dir oder deinem Mann nie verzeihen - du wirst dich immer fragen, wie würde das Kind jetzt aussehen) ist kontraproduktiv. Nicht jede Frau ist gleich und ich verteufele niemanden, der einen Abbruch als richtige Entscheidung für sich empfindet und nach 2 Jahren nicht mehr daran denkt.

          • Hier wird immer von Abtreibung gesprochen.
            Ich finde sowas furchtbar und sowas macht mich wütend wie traurig zu gleich.
            Wieso redet hier keiner von Adoption oder Pflegeeltern?
            Wäre das nicht auch eine möglichkeit?Da bringe ich zumindest nicht mein eigenes Fleisch und Blut um,nur weil es mir gerade nicht in den Kram passt.
            Es gibt so viele Pärchen die sich Kinder wünschen und keine bekommen können wieso kann man denen nicht einen Herzenswunsch erfüllen?
            Keine Frau die einen Abbruch hinter sich hat egal wie lange das her ist,oder aus welchen Gründen auch immer, kann mir sagen das sie daran nicht denkt.Du vergisst sowas nicht!

            • Hallo,

              ganz einfach, weil Frauen die ungeplant/ungewollt schwanger werden mit Sicherheit keine "Babylieferanten" sind.
              Warum soll es imemr ein Baby sein ?

              Ich bin mir sicher,dass in genug Einrichtungen Kinder sind, die gerne ein neues zu Hause hätten,aber diese sind eben kein Säugling und ggf. schwierig.

              Gruß

              • Leider ist dem nicht so.

                Die Kinder in Heimen sind 1. nur als Pflegekind zu bekommen, Adption geht da meist nicht, weil die leiblichen Eltern nicht zustimmen, wenn man Pech hat muss man Pflegekinder aber wieder "zurück geben", etwa wenn die leiblichen Eltern gerade clean und trocken sind 2. oft schon schwer traumatisiert durch extreme Vernachlässigung, physischer oder psychischer Gewalt, entsprechend eben keine "normalen" Kinder mehr 3. wenn in intakten Familien die Eltern sterben nehmen die Kinder dann andere Verwandte auf und sorgen für sie, etwa Großeltern, Tanten etc., in Pflegefamilien landen die, die ihren Eltern rechtzeitig weg genommen werden konnten, und ins heim kommen nur die extremfälle, die man meistens wirklich niemandem ohne pädagogische Ausbildung mehr anvertrauen kann.

                Ganz ehrlich, aber wenn Du einen Anruf bekommst, Deine Schwägerin oder Cousine wäre gestorben, ob Du deren Kinder aufnehmen kannst, Du würdest doch sicher Himmel und Hölle in Bewegung setzen und sie nehmen. Wie kaputt muss eine Umgebung schon sein, wenn da jemand gar niemanden hat?

                • Genau! Natürlich haben nur "normale" Kinder das Bedürfnis und auch das Recht auf ein schönes zu Hause. Wer will schon ein schwieriges Kind lieben oder -oh gott...es zurück geben müssen. Da ist es auf jeden Fall besser alle ungewollt schwangeren Frauen dazu zu zwingen das Baby zu bekommen, damit die lieben Menschen die gerne ein normales Kind ohne Probleme hätten und ohne Rückgabepflicht ihr eigenes kleines Baby haben können.
                  Die Problemkinder versauern besser einsam und ungeliebt im Heim.

                  Menschen die so denken sollte lieber mal überlegen ob sie nicht kinderlos bleiben. Im übrigen ist dein Beitrag-hasipferdi- ein super Argument dagegen sein Kind zur Adoption frei zu geben. Stell dir mal vor es kommt zu jemandem der eine ähnliche Meinung wie du vertritt und es stellt sich später heraus das das Kind doch nicht so unkompliziert und pflegeleicht ist...

                  Jetzt nochmal im Ernst: Ein Kind ab zu treiben ist für die meisten sicher keine leichte Entscheidung und ich bin sicher das viele Frauen immer wieder daran denken wenn sie so etwas getan haben. Die Entscheidung dafür oder dagegen muss jede Frau für sich klären bzw mit ihrem Partner. Sein Kind zur Adoption frei zu geben ist aber ein genauso, wenn nicht sogar schwierigerer Schritt. Wir sprechen hier immerhin von einem bei der Geburt aufgereiften Menschen nicht von Hundebabys.1. Da lebt dann ein Mensch, der sich immer fragt: Warum wollten meine Eltern mich nicht...2. Sind leider nicht alle Menschen gut und man weiß nicht wohin das Kind dann kommt und ob es ihm dann wirklich besser geht. 3. Gibt es ja nicht nur radikale Abtreibungsgegner die einen Verurteilen, nein...es gibt auch viele Menschen die einen aufs schärfste verurteilen warum man sein eigenes Fleisch und Blut einfach im Stich lässt...Ihr seht so oder so man kann es nicht allen recht machen. Deshalb sind diese Entscheidungen auch persönlich und jemand der sich Rat in einem Forum holt sollte dies auch tun können ohne beschimpft zu werden.

                  • Es geht hier nicht um ein Kind, das ADHS hat, oder Diabetes. Es geht um ein Kind, dass so vernachlässig wurde, dass es so tief sitzende existenzielle Trennungsängste hat, dass man es auch wenn es fünf Jahre alt ist mit aufs Klo nehmen muss. Um ein Kind, dass man nicht mit drei oder vier jahren in eine Kita geben kann, und das durch seine Vergangenheit, Drogen, Alkohol etc. niemals einen Schulabschluss machen wird.

                    So ein Kind braucht eigentlich schon Eltern mit entsprechender Pädagogischer Ausbildung. Geschwister gehen schon gar nicht, weil die da einfach untergehen würden. Normal weiter arbeiten ist mit einem solchen Kind kaum möglich, weil es eben eine spezielle, intensive Betreuung braucht. Auch wenn es mal zur Schule geht muss man nebenher einiges an Therapieterminen bewältigen, auch da wird es schwer für eine Mutter zu arbeiten.

                    Wenn man das vorher sich nicht wirklich klar macht, bevor man nun ein Pflegekind aufnimmt, dann kann es sehr schwer werden. Man darf da nicht ran gehen in der Annahme "naja, dann geht es in die Kita und ich verdiene weiter Geld, damit wir unseren lebensstandart und die schöne Wohnung zahlen können", man muss damit rechnen, dass man nur sehr begrenzt oder gar nicht arbeiten gehen kann.

                    Und zum zurück geben: Du bekommst ein Pflegekind, das die ersten Lebensjahre massiv unter einer Mutter gelitten hat, die entweder betrunken oder high war, das oft kein essen bekommen hat, alleine gelassen wurde. Du ziehst es auf, bekommst es so weit hin, dass es ein relativ normales Leben führen kann (nach Jahren der Therapien, in denen Du Dich geradezu aufgeopfert hast), und dann ist Dein Kind 13 oder 14 Jahre, und da kommt auf einmal die leibliche Mutter, die sich jahrelang null gekümmert hat und will Kontakt. Du musst den Kontakt aktiv unterstützen und tust dies auch für dein Kind, und dann will die Mutter es doch wieder ganz haben - und es wird Dir weg genommen, Du hast nicht mal ein Besuchsrecht bei Deinem ehemaligen Pflegekind. Das ist da natürlich mitten in der Pubertät die leibliche Mutter ist so viel cooler als die strenge Pflegemutter, die wert auf Hausaufgaben und Regeln legt, und das war es dann. Würde Dir das nicht das Herz raus reißen, bei dem Kind dass Du Jahrelang wie Dein eigenes geliebt und groß gezogen hast?

                    Darf man ein Pflegekind lieben, wenn man es eben nur vorrübergehend hat? Oder macht man sich kaputt, eben weil man es liebt?

                    Du siehst das ein wenig zu einfach, eben doch so, als sei es ein Hund aus dem Tierheim, den man schon wieder zurecht erziehen kann. Ich hab mich damit genauer auseinander gesetzt und es ist wirklich nicht so einfach. man kann ein Pflegekind nicht mit einem eigenen oder einem Adoptivkind vergleichen, eben weil es eine vorgeschichte in der ursprungsfamilie hat. Und bis es der Familie weg genommen wurde war die Vorgeschichte eben entsprechend schlimm.

            Du hast doch keine Ahnung, wovon du redest. :-(

            Kannst du dir vorstellen, wie es ist, ein Kind auszutragen, zur Welt zu bringen, danach auf der gynäkologischen Station zwischen lauter glücklichen Müttern oder verzwifelten Schwangeren zu liegen, die schon im 5. Monat Wehen haben? Tabletten zu nehmen, damit keine Milch einschießt? Die Adoptionspapiere zu unterschreiben, nicht zu wissen, wohin dein Kind kommt. Dich nach 16 Jahren zu fragen, ob es sich nach deinem Namen erkundigt hat und dich kennenlernen möchte - oder ob es schon gar nicht mehr lebt. Bei jeder unbekannten Nummer auf dem Telefon zu überlegen, ob es dein Kind sein könnte.

            Ich habe mich vor mittlerweile 21 Jahren für eine Adoption entschieden - aber nicht, weil ich gegen eine Abtreibung war, sondern weil ich mir durch Abistress und Verdrängung erst im 5. Monat eingestanden hatte, dass ich schwanger bin. Und ich würde es nie wieder so machen, da es keinen Tag bisher gab, an dem ich nicht an meinen Sohn gedacht habe. Sicher gibt es heute andere Möglichkeiten, offene Adoption o. ä., aber dass macht es - in meinen Augen - nicht besser. Ich hatte immer furchtbare Angst davor, mein Studium nicht zu schaffen, keinen Job zu bekommen, meinen Job wieder zu verlieren und schlimmstenfalls von Hartz 4 zu leben, wenn mein Sohn irgendwann vor meiner Tür steht. Und mich dann fragt - für dieses Leben hast du mich weggegeben?

            Jetzt bin ich das zweite Mal in meinem Leben schwanger, ein absolutes Wunschkind. Ich war die letzten Jahre panisch, was die Verhütung anging, einfach, weil ich so etwas nicht noch einmal erleben wollte, eine solche Entscheidung hätte treffen müssen.

            Wenn du also so etwas noch nicht erlebt hast, dann halte dich mit solchen Empfehlungen bitte einfach zurück. Ich weiß, dass man anderen Menschen damit einen Wunsch erfüllt, aber ich denke, dass man einen Abbruch eher vergessen kann als eine Geburt.

            • solskinn,
              ich glaube ich habe mit meinen 35 schon eine Ahnung von was ich da rede,weil ich am eigen Leib diese Dinge erlebt habe.Ich weiß was es bedeudet sein Kind jemand anderes zu übergeben,genauso weiß ich auch wie es sich anfühlt eins zu verlieren.
              Also denke ich schon das ich AHNUNG davon habe!

              • Wenn du mein Post aufmerksam zu Ende gelesen hättest .... Da habe ich meinen ersten Satz relativiert.

                Ansonsten tut es mir leid für deinen Verlust.

                • echt?wo?
                  Danke für deine Anteilnahme,....aber dennoch bleibe ich bei meiner Meinung und Einstellung.
                  Es muss keinen gefallen was ich für richtig halte oder nicht.
                  Ich bin froh das ich hier im Forum nicht die einzigste bin die so denkt.
                  PS: Ich kommentiere nur dazu wo ich selber auch mitreden kann

                  Wünsche dir weiterhin eine schöne Kugelzeit

          Vergessen nicht, aber es ist einfach unwichtig, das Kind ist nie zur Welt gekommen, weil es keinen Platz dafür im Leben der Frau gab, warum sollte also eine Abtreibung da noch eine Rolle spielen? Das Leben geht weiter und wie viele andere Entscheidungen im Leben auch, gehört das dann einfach der Vergangenheit an.
          Ein ungewolltes Kind austragen und zur Adoption freigeben, nur um wildfremden Menschen den Kinderwunsch zu erfüllen.. absolut keine Option, absolut undenkbar. Ich bin doch nicht 9 Monate ss und ertrage einen für mich unerträglichen Zustand und lasse ein Kind in mir wachsen, was ich total ablehne .. eine Zumutung.. außerdem hätte ich überhaupt keine Lust darauf,dass irgendwann mal ein erwachsener Mensch vor mir steht und mich nötigt, ihn kennenzulernen, weil dieser Mensch mein leibliches Kind ist, nein, das wäre der Albtraum, dann ist ein Abbruch in meinen Augen die weitaus bessere Option.. ein Kind, was die Mutter nicht will, sollte auch nicht geboren werden.. wenn es die Möglichkeit der Abtreibung nicht gegeben hätte, hätte ich lieber mein Leben beendet, als weiter ss zu sein.

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