tödliches "Spiel" auf Amrum

    • (1) 05.07.12 - 14:26

      Hallo!

      Ich habe mit Absicht hier gepostet, denn es geht grundsätzlich nicht um die Trauer über den kleinen Sebastian, sondern um den angeblichen Hergang des Unfalls.

      In den Medien wird es ja schon geschrieben, wie es angeblich passiert sein soll.

      http://www.focus.de/panorama/welt/obduktion-des-auf-amrum-gestorbenen-jungen-sebastian-offenbar-unter-dem-sand-erstickt_aid_777556.html

      Momentan bin ich in großem Zweifel wie der kleine Junge verstorben ist.

      Ich selber komme von der Ostseeküste und habe viele Jahr gebuddelt und dort gespielt, auch meine Kinder lieben den Strand.

      Aber ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie so ein kleines Kind in so kurzer Zeit so ein großes Loch gebuddelt haben soll.

      Es dauert wirklich seine Zeit ein so großes Loch zu buddeln, wo ein 10jähriges Kind erst in 1,5m Tiefe gefunden wird. Es muß ja mind. 1,5m wenn nicht noch tiefer gewesen sein, dazu noch einen beträchtlichen Durchmesser, das der Junge dort drin gestanden haben soll.

      Noch dazu ist es unheimlich schwer in so feinem Sand zu buddeln ohne das ständig was nachrutscht. Mal davon ab, das er irgendwann mal auf Wasser gestossen sein muß und dann bricht ständig nasser Sand nach.

      Das Kind gefunden, weil ein Bulldozer und viele Männer danach gegraben habe, und er soll das in ner knappen Stunde alleine gemacht haben?

      Warum hat keiner dort gesucht, warum haben in den letzten Tagen Menschen dort gespielt? Der Junge muß doch eine Schippe (und ich meine damit nicht son kleines Pasteteil) gehabt haben, warum ist keinem aufgefallen das auch diese weg ist?

      Nein ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, das ein 10jähriges Kind alleine in so kurzer Zeit so ein großes Loch gebuddelt hat, und dann an dem Spielplatz nicht ein Indiz gewesen ist, das man auf die Idee gekommen ist dort zu suchen.

      amile

      • Hallo,

        war es nicht so, dass der Kleine schon den ganzen Tag am Spielplatz war und dann nur noch einmal kurz zu seinen Eltern ging um zu Fragen ob er nochmal auf den Spielplatz darf?

        Ich denke in dieser ganzen Zeit wäre es durchaus möglich ein so grossen Loch zu graben.

        LG

        (3) 05.07.12 - 14:47

        Die Möglichkeit besteht doch aber, dass andere Kinder vorher schon an dieser Stelle gebuddelt haben, oder?

        Vielleicht sind diese dann weggegangen und er hat dann gebuddelt. Oft sind es genau diese Dinge, die wir uns nicht vorstellen können.

        Ich finde aber, dass diese Spekulationen irgendwie auch nicht angebracht sind.

        Ich zünde eine #kerze an

        Hallo,

        doch das ist schon möglich und es geht manchmal viel schneller als man glaubt. Ich war 2008 mit meinem mittlerweile Ex-Mann auf Korsika. Wir waren an einem anderen Strand als sonst weil man dort noch seinen Hund mitnehmen durfte. Als wir ankamen waren am oberen Rand Kinder am spielen und buddelen. Zwei Stunden später brach die Hölle über den Strand herein.

        Leute haben geschrien ein Kind sei verschüttet worden, wir haben fast anderthalb Stunden zusammen mit der Feuerwehr gebuddelt um den Jungen zu finden. Er hatte ein Loch von etwa 1m Tiefe gebuddelt und das ganze ist zusammengefallen weil es wohl an der Stelle unterirdische Höhlen gab. Der Junge hatte keine chance. Sogar wenn das Loch nicht so tief gewesen wäre. Ich habe damals die Übersetzung gemacht und der deutschen Mutter erklärt dass irh Sohn tot ist (war die einzige die die beiden Sprachen fliessend spricht)... der Feuerwehrmann bat mich ihr zu übersetzen dass es keine minute dauert bis der Tod eintritt, da der Sand sich sofort in den Mund / Nase und alles festsetzt. kein schöner Tod.

        Meine kleine Schwester darf ab dem Tag nicht mehr im Sand buddeln und auch allen Freunden habe ich es erzählt. Es geht mir heute noch nahe wenn ich daran denke und bei dieser Nachricht kommt alles wieder hoch. Leider passieren Unfälle und man wird keine Erklärung dafür finden.

        Lg
        Michi

      Hallo,

      ich bin gestern mit meinem Sohn und seinem Spielfreund zum Abenteuerspielplatz gegangen, der ein riesen Sandhaufen hat. Die Kinder lieben ihn und sind total scharf drauf dort zu buddeln. Durch meine Schwangerschaft bin ich ne lahme Ente und daher sehr hinterher und als ich auf den Spielplatz kam, saß mein Sohn in einem Loch und war bis zum Hals verschwunden. Das Loch war bereits vorgebuddelt, besser gesagt, es gab sogar zwei riesen Löcher. Der Sand ist meiner Meinung nach feiner Strandsand, der nach einer gewissen Grabezeit deutlich feuchter wird.

      Mein Sohn braucht keine Schippe, um dort Löcher zu buddeln und von kleinem Kind kann bei einem 10 Jährigen doch nicht mehr reden. Mein Sohn ist 6 und könnte jedem Maulwurf konkurenz machen.

      Es gab schonmal so einen Fall, da wurde das Kind aber nur gefunden, weil ein zweites Kind sich retten konnte und hilfe geholt hat.

      Eine #kerze für Sebastian

    • (7) 05.07.12 - 16:19

      Du willst also darauf hinaus, dass doch ein Verbrechen passiert sein könnte? Meinst du wirklich, ein Täter ist so dreist und verbuddelt sein Opfer so nah bei den Ferienhäusern und ihren Bewohnern?

      Ich bin schon als Kind davor gewarnt worden, dass es gefährlich ist, so tiefe Löcher zu buddeln. Meine Mutter ist (damals selber noch ein Kind) Zeuge eines solchen Unfalls geworden. Zum Glück konnte das Kind gerettet werden, weil Erwachsene sofort geholfen haben und er nicht ganz so tief verschüttet wurde. Deshalb halte ich selber einen Unfall also nicht für ausgeschlossen.

      Gruß
      Sassi

      (8) 05.07.12 - 21:09

      Hallo!

      Doch leider passiert es immer wieder...Ich denke die Gefahr wird einfach unterschätzt.

      Und keiner von uns weiß, ob dort schon ein Loch vorgebuddelt war. Ob nicht sogar Schaufeln herumlagen, die jemand vergessen hat. Das ist doch alles nur Spekulation...

      Es war einfach ein ganz blöder Unfall. Hier im Ort ist es letztes Jahr auch so gewesen. Die Kinder haben im Sand gespielt und schwupp waren sie weg. Ein Kind konnten sie retten, das andere leider nicht mehr. Wenn der Sand rutscht, dann rutscht er-und er hinterlässt keine Spuren. Vielleicht weht auch noch der Wind drüber und man sieht nichts mehr.

      VG
      Neddie

      (9) 06.07.12 - 00:46

      Hallo,
      wir wohnen an der Nordsee und wir Ostfriesen wissen alle wie sehr der Nordseesand für unsere Gefährlich sein kann.Das ist nicht ungewöhnlich an der Nordsee und bei uns ist es,das wir immer bei den Kindern sind beim buddeln.

    Und die Polizei rätsel nun auch, das von alleine der Sand nicht nachgeben kann

    http://www.bild.de/news/inland/amrum/sebastians-tod-immer-raetselhafter-25021842.bild.html

    wir haben früher auch riesen Löcher gebuddelt, zwar nicht am Strand sondern bei uns im Wald in Sandkuhlne...bis zu den Tag als wir nen riesen Tunnel ausgehoben haben und dieser über uns hereinbrach...wir haben und alle befreien können aber der Schreck sass tief...

    es geht schneller als man denken kann und wir haben auch nur 2 Stunden dafür gebraucht....es hätte auch für uns tödlich sein können...

    was mir eher jetzt unangenehm aufgefallen ist, laut Radiosendung von gestern, das Kinder schon wieder auf den Spielgerät spielen würden...

    ich könnte da mein Kind aus respekt dem Toten gegenüber wahrscheinlich nie wieder spielen lassen können...

    Das hab ich gestern zu meinem Mann auch gesagt - ich kann es mit nicht vorstellen, dass sowas passieren konnte.
    Da hat er gemeint (er war als Kind oft im Urlaub an der Nordsee) das es für einen 10 Jährigen kein Problem darstelle in dieser Zeit ein so tiefes Loch zu graben.
    Der Sand ist auch einige Zeit stabil, weil er von unten nass ist, aber dann fängt der ganze Haufen auf einmal das Rutschen an - das geht rasendschnell - und von dem Loch ist nix mehr zu sehn.

    Mein Neffe hat das auf Malle letztes Jahr auch gemacht, da war er 9 - über einen Meter tief - kein Problem für ihn.

    Der Junge tut mir soo leid, auch seine Eltern und seine Schwester - ich finds so unglaublich traurig... :-(

    (14) 06.07.12 - 11:23

    Schon aquf die Idee gekommen, dass das Loch schon bestand? Das daran schon mehrere Kinder buddelten?

    Ich bin zusammen mi meiner Schwester solch einem Unglück als Kind nur knapp entgangen.

    Will sagen: Das passiert schneller als man gucken kann.

    Außerdem ist es geschmacklos worüber du da philosophiert hast.

    • (15) 06.07.12 - 16:41

      "Ich bin zusammen mi meiner Schwester solch einem Unglück als Kind nur knapp entgangen."

      Wirklich? Könntest du vielleicht erzählen, was das Gefährliche ist? Bzw. wie man buddeln muss, damit so etwas passiert? Mein Sohn ist leidenschaftlicher Buddler und macht bei unserem Spielplatz immer so große Löcher, dass er bis auf den Grund des Fundamentes kommt. Das ist jedoch schon in 1 Meter Tiefe und ich habe mir noch nie deswegen Sorgen gemacht! #zitter Im Urlaub gräbt er gerne auch tiefer... Ich mache ihn nur darauf aufmerksam, dass er das Loch wieder so zumacht, dass sich ein anderer in dern Dunkelheit nicht das Bein brechen kann!

      Grüße
      Luka

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