deutsche Frau ev oder rk und plötzlich wird der mann moslem,,,,,

    • (1) 07.07.12 - 21:54

      Hallo an alle
      ich bräuchte mal eure hilfe..mein mann möchte seinen Glauben wechseln bzw hat schon seit über einem jahr beschlossen moslem zu werden.er ist damit groß geworden,,aber ist eigentl. kath.haben kath. geheiratet...beide kids sind es usw....
      so seit einem jahr isst er kein schwein mehr usw....hat den koran gelesen...geht zur moschee.....das übliche..unterstütze ihn auch...koche für ihn...hab da kein problem mit,,,,ist ein toller mann,...muss meinen glauben nicht äabt ihr so was auch? Also deutsche Frau und muslim?? klappt das gut beim ramadan? Jetzt sind wir auch noch auf nem 40. eingeladen ab 17h natürlich, da will er nicht mit, wie sieht das denn aus wenn er nix ist und trinkt? Mein mann ist deutscher...sieht so auch aus.....,da sind ja auch nur MEINESgleichen:-) Bin schon frustriert jetzt...und tagsüber verkriecht er sich dann? nix mit schwimmbad, fahrradfahren etc?? Kriegt ihr das hin? Seid ihr da so tollerant? Also ich werd ja mein bestes geben, aber ich bin grad bissi überfordert damit...

      • Hallo Lilly-Maus,

        ich kann mir gut vorstellen, wie schwierig diese Situation für Dich sein muss.
        Weißt Du denn, wie Dein Mann zum Islam gekommen ist?

        Ich kann jetzt nur meine Geschichte erzählen: bei uns war/ist es umgekehrt.
        Vor einigen Jahren habe ich mich entschieden, mich zu der Weltreligion zu bekennen, mit der ich im Alter von 17 Jahren (1987) während eines Auslandsaufenthaltes in Berührung gekommen bin.

        Bei mir war es so, als ob mich diese Religion "umarmt" hätte und ich habe mich schon vorher nie wirklich als Christ gefühlt.
        Lange Jahre habe ich mich damit befasst, habe das Kovertieren immer wieder zur Seite geschoben.
        Mein Mann und ich haben kirchlich geheiratet usw. - eine Abneigung gegen das Christentum hatte ich nicht, aber es war schlichtweg nicht mein Glaube.

        Erst als dann ein naher Angehöriger im Alter von 21 Jahren starb (er hatte Krebs und wir haben ihn fast bis zum letzten Atemzug begleitet) wusste ich, dass ich in meinem Glauben mal sterben will und nicht als "Christ auf dem Papier".

        Da habe ich mich auf die Suche gemacht und bin nach einem Jahr intensiver Auseinandersetzung mit mir selbst konvertiert.

        Meinem Mann und meinen Kindern bin ich bis heute unendlich dankbar, dass sie mich begleitet und unterstützt haben.
        Meine Große (14) kann mit Religion gar nichts anfangen, meine Kleine fühlt sich sehr zu meiner Religion hingezogen.

        Mein Mann hilft sogar in der Gemeinschaft, der ich nun angehöre, in der Bibliothek aus, was ihm viel Freude macht.

        Ich lebe mein Bekenntnis voll und ganz. Es gibt in meiner Religion einige Selbstverpflichtungen, die ich auf mich genommen habe, die ich aber nicht (!) auf meine Familie übertrage.
        Vermutlich fällt meine Religionszugehörigkeit -obwohl ich für mich entschieden habe, diese Selbstverpflichtungen so gut wie möglich einzuhalten- kaum auf, wenn man mit mir zu tun hat.
        Außer man guckt ganz genau hin ;-).

        Meine Familie kann diese Unterschiedlichkeiten sehr gut akzeptieren und auch, dass ich in meiner Gemeinschaft sehr engagiert bin.

        Wir sind aber auch sehr viel im Dialog und reden über viele Dinge, die uns bewegen.
        Wie ist das denn bei Deinem Mann und Dir?

        Ich wünsche Euch alles Gute!

        LG
        Claudia

        • (3) 07.07.12 - 22:08

          Nachtrag:
          ich bin allerdings nicht zum Islam konvertiert. Nicht, dass das missverständlich 'rüberkommt.
          Ich arbeite aber z.B. bei einer muslimischen Familie.

          • Danke! Sehr interessant! Wir reden sehr viel. Mein mann ist mit muslimischen Jungs gross geworden...hat auch fast nur türkische:-) Freunde, die ich alle mag...konventieren möcht . .er wenn er den ramadan übersteht. Wie macht ihr das? Fastest du? deine Familie nicht?

            • Nein, in meiner Religion gibt es keine Fastenzeit wie im Christentum oder im Islam.

              Es gibt in meiner Religion schon einige Regeln (die man auf sich nehmen kann), die mit Nahrung und Nahrungsaufnahme zu tun haben, die ich aber für mich praktizieren kann, ohne dass meine Familie davon so berührt wird, dass es schwierig für sie werden könnte.

              Was mir immer wichtig war und wichtig ist, ist dass meiner Familie keine Nachteile entstehen.
              Es ist sehr gut, dass Ihr im Gespräch bleibt.

              Was ich für sehr wünschenswert halte ist, dass Dein Mann auch Deinen (!) Glauben akzeptiert und von Dir nicht erwartet, dass Du auch konvertierst.
              Ich kenne einige bi-religiöse Ehen, die toll funktionieren.

              LG
              Claudia

        Hallo.

        Welche "Weltreligion" ist es denn ... Du machst da irgendwie so ein Geheimnis draus und bei allen Religionen, die im Allgemeinen unter "Weltreligionen" fallen, sehe ich da keine Notwendigkeit für.

        LG

        • Hallo Hedda,

          wenn Du (oder andere) Interesse hast, können wir uns gerne per PN austauschen.
          Mir geht es bei dem Thema hier nicht darum, meine Religionszugehörigkeit in den Vordergrund zu stellen, sondern um zu schildern, wie mein Mann und ich mit zwei unterschiedlichen Religionszugehörigkeiten umgehen, nachdem ich offiziell während unserer Ehe konvertiert bin.

          Meine Erfahrung, eine "Drittreligion" in ein Thema einfließen zu lassen in dem es hauptsächlich um den Islam und das Christentum geht, ist die, dass es dann zu Diskussionen um die "bessere" und "schlechtere" nicht-christliche Religion kommt, die mit dem Ursprungsthema letztendlich rein gar nichts mehr zu tun hat.

          Würde hier meine Religion zur Diskussion stehen, würde ich (je nach "Tonfall" in der Diskussion) auch darüber schreiben.

          LG
          Claudia

    >>>Bin schon frustriert jetzt...und tagsüber verkriecht er sich dann?<<<

    Muss dein Mann nicht arbeiten?

    Und warum sollte er sich verkriechen, die Muslime, die ich kenne, leben ganz normal weiter im Ramadan.

    • klar arbeitet er, schicht...aber er wird ja dann nach der arbeit eben nicht mehr so viel lust haben ne radtour zu machen oder uns beim eis essen zuzusehen den ganzen tag nichts zu sich nehmen wird ja sicherlich den körper schlapp machen....darum ging es eigentlich

(10) 07.07.12 - 23:35

Meines Erachtens kann das auf Dauer nicht gut gehen. Es wird verstärkt darauf hingewiesen, dass gerade Konvertiten oft sehr extrem sind in der Ausübung ihres neuen Glaubens. Wer weiß, in welche "Fänge" er da zudem geraten ist, denn es gibt ja durchaus verschiedene Richtungen in dieser "Religion" (die ich BTW nicht als Religion ansehe).+

"Jetzt sind wir auch noch auf nem 40. eingeladen ab 17h natürlich, da will er nicht mit"

Tja.

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