Blumenstrauß ja oder nein? Teil 2 (Krankheit)

    • (1) 09.07.12 - 10:43

      Hallo

      ich habe vor kurzem diesen Beitrag hier geschrieben

      http://www.urbia.de/forum/11-allgemeines/3600411-blumenstrauss-ja-oder-nein/23105949

      gestern waren wir das erste Mal mit den Hunden spazieren. Und sie hat von sich aus erzählt, dass sie Krebs hat und nächste Woche die Chemo anfängt..

      wie soll ich denn jetzt in Zukunft reagieren? ich finde sie wirklich nett, sie hat uns gestern dann noch auf ein Glas Sekt eingeladen und wir haben über alltägliche Dinge gesprochen.

      Sie ist jetzt krank geschrieben und die meiste Zeit daheim.

      Ich dachte mir, wir laden sie am Sonntag zum Grillen ein.

      Ach ich weiß auch nicht.

      Irgendwie denke ich, will man ja seine Ruhe, wenn alles noch so frisch ist und auf der anderen Seite fände ich es schlimm, den ganzen Tag alleine daheim zu sitzen.

      Einladen oder nicht? #schwitz
      möchte ja auch nicht aufdringlich sein....

      Gruß armemaus

      • Hallo!

        Ich würde sie einfach fragen ob sie Lust hat am Sonntag zu euch zum grillen zu kommen.

        Dann kann sie "ja" sagen oder "nein ich hab schon was anderes vor" oder "nein ich möchte lieber meine Ruhe"

        Egal was du als Antwort bekommst, fände ich eine Grilleinladung nicht aufdringlich und sie kann ohne große Probleme auch absagen wenn sie icht mag.

        LG

        Hallo,

        ich denke anrufen und fragen ist am besten.
        Ich kann nur als Angehörige sprechen und kann dir sagen, man weiß oft selbst nicht, wie man sich wünscht, dass die anderen sich verhalten.
        Ich würde sie anrufen und ihr das so sagen, wie du es hier beschrieben hast.
        Das ist nachvollziehbar und sie wird dir darauf dann evtl. ebenso offen antworten, was solche "Fragen" dann in Zukunft evtl. unnötig machen wird.
        Vielleicht muss sie auch erst überlegen, was sie will, vielleicht hängt es noch von anderen Faktoren ab (darf sie noch in die Sonne, sind noch fremde Leute da etc.).

        Frag sie! Das ist immer besser als wenn der andere sich etwas gewünscht hätte und man nachher sagt: "ja, ich wusste auch nicht, habe halt gedacht..."

        Liebe Grüße und deiner Bekannten alles Gute!

        die idee ist doch gut. wenn sie dazu keine lust hat bzw. lieber ihre ruhe möchte, dann würde sie die einladung schon ablehnen. ein bisschen ablenkung tut sicher gut und vielleicht sieht sie das auch.
        sie scheint ja ein sehr offener mensch zu sein, da sie dir, einer "fremden" sozusagen das mit ihrer krankheit so erzählt und du bei ihr zum gläschen sekt warst usw. sie scheint dich ja auch nett zu finden.

        also ich würde sie fragen, ob sie zum grillen kommt.

        gruß

      • hallo!
        ich würde sie ruhig zum grillen einladen, ihr aber auch anbieten, dass wenn es momentan nicht so gut passt, sie auch gerne ein anderes mal kommen kann. mir scheint aber, dass eure nachbarin nichts gg. nette gesellschaft hat, schließlich hat sie euch auf ein glas sekt eingeladen.
        ich persönlich würde ihr auch anbieten, in der zeit ihrer abwesenheit vielleicht die post zu holen oder die blumen zu gießen - oder aber ich würde ihr anbieten, für sie etwas aus dem supermarkt mitzubringen, schließlich ist so eine chemo kein spaziergang und es kann sein, dass sie mal hilfe benötigt.
        lg

        Hi.
        Umgekehrt gefragt: Ist sie Dir sympathisch? Dann sollte ihre Krankheit einer Bekanntschaft (uU sogar Freundschaft) nicht im Wege stehen, denn wenn Ihr Euch gut versteht, hättet Ihr Euch so oder so bestimmt angefreundet...;-)
        Ich würde sie fragen; wie die anderen schon schreiben, hat sie ja die Möglichkeit, nein zu sagen.
        GlG, Locke

      (10) 09.07.12 - 13:09

      Hi,

      frag sie!

      Meine Schwiegermutter erfuhr kurz vor Weihnachten 2009, dass sie Lungenkrebs hat. Das war für uns alle irgendwie ein Schock, aber zumindest für mich nicht unerwartet, das sie seit Jugendzeiten stark geraucht hat.

      Die ersten Tage waren irgendwie seltsam, keiner wollte so richtig drüber reden, über die evtl. Folgen etc. Das legt sich aber irgendwann und es war alles "normal" und dann kam die erste Chemo - und die hat meine Schwiegermutter richtig geschlaucht (und nicht nur sie - wir (mit 3 Jobs) kümmerten uns um den Hund, die Oma und meinen damals noch minderjährigen und führerscheinlosen Schwager).

      Die ersten 3-4 Tage nach der Chemo wird Deine Nachbarin Hilfe gut gebrauchen können - Spaziergänge mit Hund sind an diesen Tagen nur sehr schwer machtbar, einkaufen ebenfalls.

      Ich würde sie deshalb jetzt einladen, mit ihr über die Erkrankung reden, dass ihr nicht wisst, wie ihr damit umgehen sollt (und ob sie überhaupt darüber reden mag) - und sagen, dass sie Hilfe bekommen kann, wenn sie möchte. Ob eure Nachbarin die Hilfe annimmt, liegt dann an ihr - auch wird sie euch sagen, ob sie darüber reden möchte oder nicht.

      Meine Schwiegermutter hatte Glück - mehrere Chemos, der Verlust eines halben Lungenflügels - und sie ist -bisher- geheilt! Und selbstverständlich Nichtraucher!

      Gruß
      Kim

      (11) 09.07.12 - 14:27

      Hallo,

      ich würde sie auf jeden Fall einladen - wenn es ihr nicht gut geht, kann sie es ja sagen.

      Ich bin übrigens mit meiner Nachbarin auch "zusammengewachsen", als sie ihre Krebsdiagnose erhalten hat. Wir sind jetzt gute Freunde, und auch sie ist nicht ganz 20 Jahre älter als ich. :-)

      LG
      Karin

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