Organspende bei Kindern

    • (1) 09.07.12 - 14:00

      Hallo zusammen,

      mich interessiert mal, wie ihr zum Thema Organspende vom eigenen Kind steht.

      Ich war am Samstag mit meinen Mädels unterwegs und wir kamen auf das Thema.

      Ich habe mir nie wirklich Gedanken darüber gemacht, aber seit Samstag geht mir das Thema nicht aus dem Kopf.

      Es gab mehrere Meinung, ich habe mich ehrlich gesagt etwas zurück gehalten.

      Die Organe vom eigenen Kind spenden- schwierig. Ich bin mir inzwischen aber ziemlich sicher, dass ich die Organge im schlimmsten Fall frei geben würde. Es ist doch schon schlimm sein Kind ziehen zu lassen, aber wenn man ein anderes Kind retten kann? Ich würde mir als Mutter und Vater doch auch wünschen, dass jemand die Organge frei gibt um mein Kind zu retten, wenn es denn nötig ist.

      Es gab 2 Mädels, die ganz klar sagen, dass sie niemals die Organe von Kind freigeben würde, 1 Freundin würde alles frei geben, außer das Herz.

      Wie schaut es bei Euch aus?

      Ich weiß, es ist ein schwieriges Thema, aber vielleicht antwortet ihr ja trotzdem

      Gruß

      • Ehrlich gesagt weiß ich das nicht.

        Heute, würde ich sagen: Nein. Und weißt du was? Ich könnte es dir nichtmals erklären.

        Wie das allerdings aussehen würde, stünde ich vor der Entscheidung: Keine Ahnung.

        Hallo,

        das ist ein unangenehmes Thema, wer will sich schon mit dem Tod des eigenen Kindes auseinandersetzen?

        Ich bin selber Organspender und würde mit einiger Sicherheit auch die Organe meiner Kinder freigeben. Dabei habe ich auch immer im Hinterkopf, dass auch wir mal auf eine Spene angewiesen sein könnten.

        LG
        Kyrilla

        Hallo,

        also zum jetzigen Zeitpunkt würde ich sie freigeben. Eben aus den Gründen, dass man vlt. selbst mal in so eine Situation kommt und ein fremdes Organ benötigt.

        Ich weiß aber nicht, wie ich im Ernstfall dann wirklich entscheiden würde #gruebel

        Gruß

        Karen

      • Hallo!

        Ich habe mit meinem Mann über das Thema Organspende und medizinische Massnahmen, sowie die Beisetzung gesprochen.

        Wir haben uns gegenseitig erläutert was wer möchte.

        Und wir haben uns auch in Bezug auf unsere Kinder entschieden.

        Ich glaube es ist einfacher wenn man sich mit diesen schwierigen Themen schon auseinandergesetzt hat und eine Entscheidung trifft, man ist dann nicht ganz so kopflos und kann vielleicht besser agieren. So hoffe ich es jedenfalls.

        Ich bin für Organspenden, aber nur in einem bestimmten Maße. Keine Haut, keine Augenbestandteile und keine medizinischen Versuche.

        arielle

        Hallo,
        da ich Herzkranke Kinder habe bin ich ganz klar für Organspende.Wie gesagt wenn es einen selbst betrifft möchte man auch das einem geholfen wird.Aber so lange man selber oder die Kinder gesund sind schiebt man das weit von sich.
        Durch die Erkrankung meiner Kinder und Kinder die bei uns im Verein auf ein Spenderherz warten erlebe ich leider jeden Tag.
        Es ist ein ganz schlimmer und langer Weg überhaupt ein Organ zu bekommen,weil es viel zu wenige gibt.Wir hatten ein Jungen der hat über 1 Jahr in der Klinik gelegen und auf ein Herz gewartet.Es war jeden Tag ein Kampf für den kleinen und die Eltern.Auch für die Ärzte ist es sehr belastend nichts tuen zu können.
        Ich kann verstehen das es ein sehr schwieriges Thema ist,aber man darf nie vergessen das es einen selber treffen kann und dann möchte man auch Hilfe

        • Hallo!

          Ich bin absolut für die Organspende, habe selber auch einen Ausweis.

          Und ich muss Dir zustimmen, man sollte immer daran denken, dass man vielleicht selber mal darauf angewiesen ist!
          Wir warten momentan auf einen Stammzellenspender - und selbstverständlich bin ich auch dafür registriert! Ich möchte, dass uns jetzt geholfen wird und bin ebenso bereit anderen zu helfen, wenn ich kann.

          Dir und Deinen Kindern wünsche ich von ganzem Herzen nur das Beste!
          Herzliche Grüße,
          blackorchid

      Ehrliche Antwort ?

      Es gibt weder meine Organe, noch die meines Kindes Punkt

      • Na ja,dann sollte man vielleicht so hart wie es klingt dir im Notfall auch keins geben.
        Ja hört sich brutal an,aber wer selbst nicht bereit ist zu helfen der braucht dann auch nicht auf Hilfe andere zurück greifen.Punkt.

        • (12) 09.07.12 - 14:47

          leider wachen diese Menschen erst dann auf, wenn sie selber, das Kind, oder eine nahestehende Person betroffen ist, dann ist aber das Geschrei groß, wenn nicht sofort ein Organ zur Verfügung steht.

          • (13) 09.07.12 - 14:59

            Genau so ist es.Man sollte sich zumindesten mal damit auseinender setzen und immer vor Augen haben das es das eigenen Kind sein könnte.
            Wegen meiner Kinder musste ich mich lange mit diesem Thema auseinander setzen und ich erlebe leider auch Kinder die sterben weil kein Organ da war.Ein 10 Jahre alter Junge bei uns im Verein ist gestorben weil er Spenderherz brauchte und keins da war.Er könnte noch leben.
            Man sagt oft so lapidar das man nicht spenden möchte und ich kann jedem nur Raten sich mal auf so einer Station um zu sehen,solche Kinder und deren Familien mal kennen zu lernen und deren Weg der bis dahin oft schon sehr sehr lang war.

            • Tragisch ist ein Tod IMMER.
              Eine Transplantation ist auch keine Garantie.

              Ich finde dass jeder Mensch ein Recht hat in seinem Sterbeprozess bis zum Tod von seinen Lieben begleitet zu werden.
              Das müßte im Falle einer Transplantation wegfallen.

              Hier geht es darum, wer welche Prioritäten setzt.
              Und beide möglichen Entscheidungen verdienen Akzeptanz und Respekt.

              • Es geht überhaupt nicht darum das ich es nicht akzeptieren kann.Das kann ich sehr wohl,aber meine Meinung und das sollte klar geregelt sein ist einfach,wer selbst nicht helfen will,der sollte dann auch nicht auf andere Hilfe zurück greifen.
                Ich kann doch nicht erwarten das man mir hilft,wenn ich aber anderen nicht helfen möchte die vielleicht eine reale Chance haben weiter leben zu können.Mehr sag ich nicht.Entscheiden muss das jeder für sich selber.
                Ich akzeptiere die Entscheidung andere Menschen aber ich für mich würde es dadurch auch einfach diese Konsequenz nach sich ziehen.
                Warum ich so reagiere und meine Meinung ist da einfach sehr fest,liegt daran das ich genug Kinder sterben gesehen habe die zum Teil lange lange in Kliniken gelegen haben und auf ein Organ gewartet haben.Eine Transplantation ist keine Garantie aber eine große Chance und wir haben einige Herztransplantierte Kinder die jetzt sehr gut leben.Ich habe vieles erlebt und gesehen und auch wir haben schon einen langen Weg hinter uns der mich einfach sehr geprägt hat.
                Wie gesagt ich akzeptiere es,aber da wir eh schon zu wenig Organe haben sollten es auch nur die bekommen die selbst dazu bereit gewesen wären.

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