Was soll nur aus mir werden?

    • (1) 09.07.12 - 14:23

      Hallo,

      ich brauche dringend mal die Meinung von Leuten, die schon etwas in ihrem Leben erreicht haben.

      Ich heiße Julia, bin 23 Jahre alt und ich wohne im Münsterland.

      Dieses Jahr habe ich mein Fachabi nach geholt und ich würde gerne studieren.

      Ich habe vorgehabt in den Niederlanden "Immobilienwirtschaft" zu studieren. Diesen Gedanken habe ich aber verworfen nach dem ich beim Sprachkurs war und mich wie im falschen Film gefühlt habe.

      Jetzt habe ich mir einen englischsprachigen Studiengang ausgesucht "International Business and Management Studies".

      Das Studium hört sich sehr interessant an und ich könnte auch ein Semester im Ausland machen. Dort wo ich schon immer mal hin wollte (Irland).

      Ich weiss nur nicht ob ich das Richtige mache.

      Ich fühle mich so hilflos. Was soll ich nur tun?

      Wie seid ihr zu dem gekommen was ihr jetzt macht? Seid ihr zufrieden mit eurer Wahl? Oder habt ihr es je bereut?

      Vg

      Julia

      • wenn es dich beruhigt - ich bin zu meinem jetztigen Beruf auch erst mit Ende zwanzig gekommen#schein

        Vorher hab ich ne Ausbildung gemacht, dann Abitur, dann studiert und DANN erst das Richtige gefunden.

        Es is total schwer als junger Mensch zu entscheiden, was man sein Leben lang machen möchte und ich bin mir eigentlich sicher, dass das nicht funktioniert.

        Muss es denn unbedingt ein Studium sein? Oder käme auch ne normale, zweijährige Ausbildung in Frage nach der du immer noch studieren könntest?

        Geh doch mal zum Arbeitsamt - oder wie das jetzt heißt#kratz#hicks;-) und lass dich beraten. Hier gibt es auch ne Studienberatung und so ne Art Messe, wo man Einblick in ganz ganz viele Berufe bekommen kann.

        Oder versuch es mit Praktika in verschiedenen Bereichen damit du dir klar wirst, was du wirklich möchtest, was dir Spass macht.

        Verzweifel nur nicht, dafür ist es viel zu früh;-)

        Alles Gute#winke

        Hi,

        was hindert Dich daran, es einfach zu versuchen?

        Der Ex meiner Freundin hat "International Mangement" studiert nachdem er Abi + Ausbildung gemacht hat. Nach dem Studium hat er eine Firma gegründet (weiß aber nicht was), aufgebaut und mit viel Gewinn verkauft - arbeiten muss er heute nicht mehr wirklich. Während dem Studium war er im europäischen Ausland und auch im außereuropäischen Ausland. Ich habe ihn darum beneidet.

        Ich bin heute kaufmännische Angestellte in einem mittelständischen IT-Unternehmen (telefonsicher Support, Vertriebsunterstützung etc.) und zufrieden. Bereue es aber, dass ich mich vor gut 15 Jahren für ein Pferd, statt arbeiten im Ausland (die Möglichkeit hatte ich) entschieden habe. Wer weiß, wo ich bei anderer Entscheidung heute wäre. Meine Berufswahl an sich ist richtig. Ich wollte immer Kundenkontakt haben und kein reiner Schreibtischtäter sein, der Akten von links nach rechts schiebt.

        Horch in Dich rein, überlegt dir, was Dich wirklich interessiert und auch die nächsten 45 Jahre zufrieden stellen könnte - und dann schau, was Du daraus machen kannst.

        Gruß
        Kim

        Hallo,

        ich würde auch sagen, einfach ausprobieren. Den Studiengang kann man immer noch wechseln...

        Allerdings, wenn du dich im niederländisch Sprachkurs schon wie im falschen Film gefühlt hast, meinst du, du kommst mit der englischen Sprache besser zurecht? Ich habe eine Zeit in england studiert (bevor die jährlichen Studiengebühren den Wert eines Kleinwagens überstiegen haben:-[ ) und ich muss sagen, ich fands trotz Englisch Lk und Uni Englisch nicht so wahnsinnig leicht. Da ich zufällig den Vergleich zum Niederländisch Sprachkurs habe (Ich wollte mal Komm.Wiss. dort studieren- habs mir aber kurz vor Studienbeginn anders überlegt :-p )

        Ich wollte übrigens immer in die Werbung- Ne schicke Agentur mit verrückten Leuten, der neusten Technik und literweise doppelt koffeinierter laktosefreier Soja Mango Basilikum Latte.

        Das wollte ich dann solange bis ich 2 Praktika gemacht habe, eins in einer kleinen Klitsche (wenig Geld, langweilige Aufträge, schlechte Arbeitszeiten, muffiges Büro) und eins in einer großen, bekannten Agentur gemacht habe (noch schlimmere Arbeitszeiten, genausowenig Geld und super oberflächliche Menschen).

        Ich habe meinen Bachelor gerade fertig- zu meinem Job bin ich durch Zufall gekommen und ich bin sicher, dass ich zumindest die nächsten Jahre sowas in der Richtung machen möchte.

        Mein Tipp: Überleg dir, was du arbeiten möchtest und such dir dann einen Studiengang, mit dem du dahin kommst. Wenn du nicht weißt, was du genau machen willst schnupper mal in mehrere Bereiche rein.

        Oder schau dir das Studium Generale mal an#winke

        http://de.wikipedia.org/wiki/Studium_generale

        • Lustig, ich hatte im Englisch in der Schule nur eine 2.5 - das ist in der Schweiz nicht gerade der Hammer.

          Klar, der Anfang meines Studiums - ich habe das gesamte Studium in London gemacht, also kein Auslandsemester oder -jahr - war nicht einfach, vor allem mit den Fremdwörtern, die man in der Schule nicht lernt - aber nach dem ersten Jahr ging es sehr viel besser und jetzt spreche ich Englisch teilweise besser als Deutsch - immer wieder lustig mich zu beobachten, wenn ich schnell zwischen beiden Sprachen wechseln muss, zum Beispiel mit deutschsprachigen Besuch in London.

          Ich glaube, den Vogel habe ich abgeschossen, als ich mit einem deutschsprachigen Freund in Paris war und da noch nicht ganz aus dem Englischen von London draussen war - ich brauche etwa zwei Tage um umzustellen. Drei Sprachen, zwei davon fliessend... irgendwie war's auch lustig. :-D

          • Hallo,

            ja nach einem Jahr hab ich angefangen auf Englisch zu träumen... das war verrückt. Allerdings geht so ein Niederländisch Sprachkurs zur Zulassung 4-6 Wochen, und wenn das ein großes Problem darstellt, dann wirds mit dem Auslandssemester schwierig.

            Bis man erstmal die Sprachbarriere überwunden hat etc. pp. Ein Semester, also 3-4 Monate finde ich generell zu kurz.

            Ich hätte auch gerne in London studiert- leider unbezahlbar für mich.

            Bei den Brummies wars aber auch nett ;-)

            • Auch als Europäer hat man Anspruch auf Britische finanzielle Unterstützung - wie Bafög, dass man halt auch zurückzahlen muss.

              Das es teuer ist... unbestreitbar, vor allem deckt die Unterstützung - es sind zwei, einmal Schulgebühren und einmal Lebenshaltungskosten - nicht einmal die Miete eines WG-Zimmers in London. :-(

        #rofl

        Das mit den Agenturen kann ich bestätigen. Bis auf wenige Ausnahmen sind die Leute in solchen Agenturen sowas von sich selbst überzeugt. Gerade die männlichen Auch-im-Sommer-Schalträger sind einfach nur zum Weglaufen...#zitter

    Du wirst lachen...

    Ich war in London, habe mir "Oedipus" mir Ralph Fiennes im Theater angeschaut... Ach dieser Mann... #hicks
    Auf jeden Fall habe ich mich dann in das Bühnenbild verliebt - nur ein riesiges Tor - und ich dachte: Ich will auch so eines bauen!

    Dann bin ich zur Royal Academy of Dramatic Arts gegangen, eine der besten Theaterausbildungsstätten in Europa und habe Unterlagen bekommen, dazu ein Buch mit CDS anerkannten weiteren Ausbildungsstätten und ich habe mich innert kürzester Zeit bei denen beworben.

    Ich hatte keine Ahnung von der Materie, Engländer bewerben sich normalerweise an zwei oder drei und dann noch an ein paar, in die man eher reinkommt. Diese Schulen gehören zu den Besten und die Rate liegt je nach Schule zwischen zwei und zehn Prozent. Nein, mmemaman hat sich natürlich einfach mal überall angemeldet und ich bin dann auch zu Interviews eingeladen worden.

    Ich dachte damals noch: "Mache Produktionsmanagement, damit du die Industrie etwas kennen lernst und dann kannst du dich auf Bühnenbild spezialisieren."
    Beim Interview wurde mir aufgrund meines gestalterischen Talents nahegelegt, den Designkurs zu nehmen und ich sagte da: "Nein, ich will das Zeug schon selber machen, wenn ich es entwerfe. Aber Requisitenherstellung sieht lustig aus." Da ich habe keine Ahnung hatte, was das war, haben sie mir in der Werkstätte eine halbe Stunde erklärt, um was es geht und ich habe meine Anmeldung geändert.

    Ein halbes Jahr später bin ich mit Sack und Pack nach London gezogen - in eine Metropole, mit einer Sprache, die ich bisher nicht wirklich super sprach und in eine Industrie, einen Studiengang, von dem ich keine Ahnung hatte. Das hätte schiefgehen können und ich würde lügen, wenn ich sage, es waren die besten drei Jahre meines Lebens. Es war sehr anstrengend und ich wollte oft einfach wieder nach Hause und Meeresbiologie studieren. Aber ich habe es durchgezogen! Und ich bin glücklich! :-)

    Meine Schwester beginnt jetzt mit dem Studium im Herbst und ich bin schon etwas neidisch, weil sie jetzt noch alles machen kann - sie hat sich noch nicht entschieden.

    Aber es ist normal Zweifel zu haben, wenn man sich entschieden hat, weil man automatisch Türen für eine andere Richtung temporär schliesst. Aber es gehen auch ganz viele andere auf!

    Wenn du dich auf das Studium freust und einen Antrieb hast - Auslandssemester, dann wird das schon! Man kann oft zu Beginn noch wechseln und viele Studiengänge lassen verschiedene Optionen offen, so dass man sich spezifisch vertiefen kann. Die Zweifel sind immer da, das ist - wie gesagt - normal. Es ist auch normal wenn das Studium nicht 100% perfekt läuft.

    Wenn es sich nicht richtig anfühlt, dann würdest du es merken. :-)

    Zu mir passt der Spruch: "Wer nichts wird, wird Wirt." - In meinem Fall Betriebswirt mit Schwerpunkt Marketing.

    BWL oder Fächer, die ähnliches behandeln (wie halt auch dein englischsprachiger Studiengang) sind zwar kein Jobgarant und auch kein Garant zum reich werden, aber die Jobchancen stehen gut. Auch wenn die Zahl der BWLer sehr groß ist, so hat man wenigstens schon mal was Solides in der Tasche.

    Ist man in seinem Job gut und bildet sich weiter, dann ist die Chance groß, schnell wieder einen Job zu bekommen, wenn man arbeitslos ist. Flexibilität und Weiterbildung sind sehr wichtig.

    Als ich mit meinem Marketing-Job anfing, kannte ich fast nur die graue Theorie. Heute ersetze ich zu 80% eine Werbe-/PR-Agentur. Kataloge, Internet-Auftritt, Anzeigen - das mache ich alleine, weil ich daran Interesse habe und mich tagelang in die verschiedensten Themen eingearbeitet habe - auch ohne je einen Kurs besucht zu haben. Deshalb bin ich mit meinem Wirtschaftsstudium auch glücklich. Ich würde es heute auch nicht anders machen.

    Die Auslandserfahrung vermisse ich aber ein bisschen. Wenn du die Möglichkeit siehst, ins Ausland zu gehen, dann mache das. Vielleicht auch in ein Land, wo man geschäftlich zwar englisch spricht, aber wo die Muttersprache doch eine andere ist - z.B. Singapur oder auch Shanghai. Kommolitonen von mir waren z.B. in Schweden.

    Hallo,

    und Immobilienwirtschaft in Deutschland?
    Ich bin eben mit dem Studium in dieser Richtung fertig.
    Meine beste Freudnin hat nternational Business and Management Studies studiert :D.
    SIe macht grad ihren Master.
    was reizt dich denn an ersterem?

    LG

    • Hallo franziska211,

      ich finde irgendwie nichts über Immobilienwirtschaft in Deutschland. Wo hast du denn studiert? Wie ist das Studium so?

      Ich finde Immobilienwirtschaft klingt interessant. Es gibt viele Möglichkeiten. Verwaltung, Maklertum oder Projektentwicklung.

      Ist deine beste Freundin mit ihrem Studium zufrieden?

      Vg

      Julia

wobei ich niederländisch süß und einfach finde ( liegt aber an meinem mann der kommt da her )

ich bin selber in dtl geboren in Australien aufgewachsen und bin mit dt engl

aufgewachsen

und hab dann an meinen beiden traumunis studiert ( und meine Eltern haben glaube ich

ein nettes Einfamilienhaus in dtl ins Studium reingesteckt , bin aus allen rastern für Unterstützung dank des Verdienstes meines Papas rausgefallen )

hab erst in nyc an der columbia bwl ( ja familienerbe :-D) und Psychologie studiert

und dann in harvard ( wo ich mit viel Kampf und Ellenbogen angenommen worden bin war mein persönlicher Traum ) bis zum Masters gegangen

arbeite nun nach langen Irrwegen in dtl als wirtschaftspsychologin im vertragsverhandlungsbereich und in der familienfirma im Personalbereich

und hab mich mit einer Freundin zusätzlich noch selbständig gemacht im Bereich kidsprojekte

macht unheimlich viel spaß beide Seiten zu haben

aber ursprünglich angefangen hab ich mit engl , vwl und politk als Studiengänge

ich denke da muß man sich reinfinden

und vieles ergibt sich im leben und in der situation selber

und vor allem versuch in die Richtungen auch mal mit praktikas reinzuschnuppern

ist auch immer sehr hilfreich

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