Vermieter reagiert nicht auf Widerspruch

    • (1) 13.07.12 - 18:16

      Hallo zusammen,

      meine Omi hat zum 1.7. eine Mieterhöhung (Mietspiegelanpassung) bekommen. Sie und einige andere Mieter waren damit nicht einverstanden und haben, jeder für sich, begründeten Widerspruch eingelegt. Nun ist der 1.7. längst verstrichen und der Vermieter reagiert nicht auf den Widerspruch. Telefonisch sagte man den Mietern aber wohl, dass sie doch klagen sollten.:-[
      Meine Oma (84 Jahre jung) macht sich nun Sorgenn, was wäre, wenn er das Einverständnis einklagen würde und Recht bekäme. Sie müsste die Mehrkosten dann ja sicher in einem Betrag nachzahlen.

      Meines Erachtens ist der Vermieter doch verpflichtet schriftlich auf Widersprüche zu reagieren?! Im Schreiben der Mieterhöhung steht nichts von einer Widerspruchsmöglichkeit. Man solle das Einverständnis bis bis xy unterschreiben, ansonsten würde dieses eingeklagt.

      So was nun? Wie reagieren? Abwarten? Zahlen?

      Besten Dank!

      Jana

      • "Telefonisch sagte man den Mietern aber wohl, dass sie doch klagen sollten.:-["

        Warum sollten die Mieter klagen? Der Vermieter will doch mehr Geld...und sofern die Mieterhöhung gerechtfertigt ist, wird ER vermutlich Klage einreichen.

        "Meines Erachtens ist der Vermieter doch verpflichtet schriftlich auf Widersprüche zu reagieren?!"

        Sehe ich nicht so. 1. besteht m.E. keine Verpflichtung, auf einen Widerspruch zu reagieren und 2. wäre ein expliziter Widerspruch gar nicht nötig gewesen. Die Mieter drücken ja praktisch schon in dem Sinne ihren Widerspruch aus, dass sie ihr Einverständnis zur Mieterhöhung nicht erteilen/unterschreiben.

        "So was nun? Wie reagieren? Abwarten? Zahlen?"

        Vielleicht sollte deine Oma sich mal anwaltlich beraten lassen.

        Hallo Jana,

        an Omis Stelle würde ich die Mieterhöhung in ein Kuvert packen und mal abwarten was der Einspruch bringt. So hat sie das Geld auf der sicheren Seite und im besten Fall ein schönes Kuvert.

        Mietspiegelanpassungen sind aber durchaus legal und aus der Ferne nicht zu beanstanden.

        Haarerauf

        der VM darf 20% in 3 Jahren ohne Begründung erhöhen um seine Mieten dem gültigen Mietspiegel anzupassen ( den muß er auf Verlangen aber vorlegen ...gibt es bei Haus-und-Grund( eine Art Mieterverein für Vermieter))

        • Den Mietspiegel hat er beigelegt aber seine Begründungen, warum nun abgepasst werdern muss, waren teils nicht ganz korrekt. Beispielsweise die Nähe zur Innenstadt. Die Lage wird als südliche Innenstadt bezeichnet, was aber von der Kilometerzahl nicht hinkommt. (Ich geb nur ein Gedankenprotokoll ab, genau weiß ich es nicht mehr. Die Frauen aus dem Haus haben das richtig recherchiert). Dann wird gesagt, dass meine Omi einen sonnigen Südbalkon hat. Sie woihnt im Erdgeschoss und gegenüber ist ein Haus. Also nix mit Sonne.

          Es geht ja nur darum, ob er reagieren muss, oder nicht!

      Die Mieterhöhung ist nicht schön, kann aber durchaus rechtens sein.

      Man muss weder zustimmen, noch widersprechen.

      Einfach die alte Miete weiter zahlen und schauen wie der Vermieter reagiert.

      • "Man muss weder zustimmen, noch widersprechen."

        Man muss nicht zustimmen, die Zustimmung kann aber vom Vermieter eingeklagt werden.

        Sollte die Mieterhöhung also gerechtfertigt sein (was im Zweifelsfall nur ein Fachanwalt für Mietrecht beurteilen kann), wäre es definitiv klüger, die Zustimmung zu erteilen...

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