Beerdigung - Brauch mal bitte Hilfe... Seite: 2

      • Ganz ehrlich bei soviel Freundlichkeit von der eignen Mutter, würde ich mir das alles sparen mit meiner Familie im aller engsten Kreise Abschied von meinem Vater nehmen und die gesamte Brut außen vor lassen.
        Würde mal behaupten Deinem Vater ist es egal ob da 5, oder 500 Mann vorm Grab stehen und der Rest ginge mir am Hintern vorbei.

        • Leider bin ich ein Mensch, der gerne auch mal ein "danke" hört, oder sowas. Momentan bin ich, trotz der Tatsache, dass ich MIT Kleinkind an der Hand alle Amtsgänge und die Bestattungssache regle das schwarze Schaf. Und irgendwie kann ich es keinem recht machen.

          Und ich überlege ernsthaft, noch schnell einen freien Redner zu engagieren, weil ich es mir zwar zutraue, die Rede zu halten, aber dabei in das empörte Gesicht meiner Familie zu gucken, weil ich das ja alles gar nicht kann und wer Anderes das viel besser könnte... das könnt ich, glaube ich, nicht.

          • Da muss man ganz klar auch der Mensch für sein um sowas durch zu ziehen.
            Die Frage ist een für wen macht man das alles, dem Vater dürfte es egal sein, sonst hätte er bei Lebzeiten schon entsprechend vorgesorgt, oder sich wenigstens mal geäußert.

            Und die, die da kommen sind wie ich in meinem Leben bitter lernen musste zu 98,5 % eh alles Heuschler die man hinterher vermutlich nie wieder sieht, egal was sie einem vorher angeboten und versprochen haben.

            Sollte mir heute nochmal wer nach nem Sterbefall erzählen, "wenn was ist, oder Du Hilfe brauchst melde Dich" dem würde ich wahrscheinlich nen Tritt in den Hintern verpassen.

            Dann mach die frei davon. Es ist doch total egal, ob die anderen Leute mit deinen Entscheidungen einverstanden sind oder nicht. Wichtig ist, was dir gefällt und wie dein Vater es gern gehabt hätte (falls er es mal erwähnt hat). Ansonsten gilt, du bezahlst und du entscheidest.

            Und was deine Mutter möchte ist auch total irrelevant. Deine Eltern waren geschieden und sie hat da auch gar nicht mehr mitzureden.

            Ich kann verstehen, dass jetzt alles über dich herein bricht. Nach dem Tod meiner Mutter haben wir auch einfach nur funktioniert. Wir waren immerhin zu zweit und hatten noch viele Freunde, die einfach nur da waren und unterstützt haben. Aber auch wenn der Berg gerade sehr groß erscheint: Du schaffst das.

            GlG
            Sassi

      Das tut mit leid!

      Mache es an deiner Stelle so, wie du dir das auch vorgestellt hast und höre nicht auf das Gequatsche deiner Mutter. Wenn du selber die Rede halten möchtest, dann mach es.
      Rumnörgeln und alles in Frage stellen, aber selber keinen Finger krumm machen oder mit helfen/finanziell Unterstützen, obwohl sie arbeitet #augen
      Auch würde ich nur im engsten Kreise Abschied nehmen und den "Kaffeklatsch" sausen lassen. Gerade beim Beerdigungskaffee kommt es oft vor, dass dort gestritten wird oder gelabert (im negativem Sinne) oder sonst was.

      Vom finanziellen her würde ich auch an deiner Stelle eine anonyme Beisetzung vornehmen lassen. Das ist finanziell das Günstigste und es braucht später auch keine Grabpflege (sind ja auch wieder Kosten). Man weiß ungefähr wo dein Vater liegen wird und normal kann man Blumen usw. an einer Gedenkstelle hinstellen (so ist es bei der Oma meines Freundes).

      LG

      • (31) 19.07.12 - 09:05

        Hallo,

        bei einer anonymen Bestattung weiß man eben NICHT, wo der Verstorbene begraben ist. Darum heißt es anonym. Aber es gibt auch die halbanonyme Bestattung, DA weiß man, wo die Grabstelle ist und dort kann man (muss man aber nicht) eine Grabplatte legen lassen.

        LG

        • (32) 19.07.12 - 09:42

          Ok, dann meinte ich eine halbanonyme Bestattung. Hier wird immer nur von anonym geredet und nicht halbanonym und wir wissen trotzdem, wo die Oma liegt. Wußte jetzt nicht, dass es da auch noch einen Unterschied gibt.

          LG

      Hallöchen,

      das habe ich schon geregelt, hatte ich, glaube ich, auch geschrieben?
      Er wird mit auf das Grab seiner Mutter gesetzt. Das find ich schöner. Und meine Tante pflegt die Grabstelle sowieso, also macht das nicht mehr Arbeit.

      Anonym fänd ich eher grausig.. nee, also ehrlich, aber danke für den Tipp. #blume

    (35) 19.07.12 - 09:48

    Eine schönere Alternative, als eine anonyme Bestattung, ist eine Friedwald/Friedforst bestattung. Und sie kostet kaum mehr, wenn man sich für einen Gemeinschaftsbaum entscheidet !

(36) 19.07.12 - 09:49

Hallo,

entweder deine Mutter HILFT AKTIV oder sie hält sich raus!

Ob Redner oder nicht, ist DEINE Entscheidung.

Die Urne hat der Bestatter zum Grab getragen.
Bei der Trauerfeier - mit Kirche - stand noch der Sarg und eben große Trauerfeier.
Die Urne, wenige Wochen später, wurde in kleinem Kreis zum Grab getragen. Das schaffte eine Person alleine. Der Bestatter hat noch ein paar Worte gesagt und die Urne beerdigt. Wer selbst etwas sagen wollte, konnte das noch tun.

Hinterher ist es üblich bei uns Kaffee und Kuchen/anderes Gebäck zu essen.

Wie viele würden denn kommen?
Gibt es bei jemandem einen kleinen Garten, wo man 1-2 Tische aufstellen kann. Einer bringt Kaffee mit einer Gebäck?

Ich weiß, in der Situation sind erst mal ALLE fertig. Aber bei uns haben alle zusammengeholfen.

  • (37) 19.07.12 - 14:53

    ***Die Urne hat der Bestatter zum Grab getragen.***

    Das war bei uns auch so. Hatte ich vergessen zu schreiben. Aber wir haben die Trauerfeier erst nach der Einäscherung gehabt und dann direkt Urnenbeisetzung.

Hallo,

Du hast schon viele Tips erhalten.

Ich würde wie folgt vorgehen:

erstens gehe zum Sozialamt http://www.krematorium-meissen.de/hinterbliebene/bestattungskostenbeihilfe/ und lasse Dich beraten bezüglich der Beihilfe.

Das Erbe musst Du innerhalb von 6 Wochen ab Todestag beim Erbgericht ausschlagen. Du wirst hierzu nicht angeschrieben, da Du ein Verwandter ersten Grades bist. Dies musst Du gleichzeitig im Namen Deines Kindes machen. Wenn Du vom Vater getrennt bist Ihr aber gemeinsames Sorgerecht habt, wird er angeschrieben dies ebenfalls für sein Kind zu machen. Ansonsten nimmst Du ihn bitte dazu mit. Falls Du alleiniges Sorgerecht hast, entscheidet das Familiengericht.

Falls Du Dir zutraust die Rede zu halten, dann tue dies, es ist das persönlichste was man machen kann und ich glaube kaum, das nur einer was dazu sagt.

Ein freier Redner würde sich vorher mit Dir zusammensetzen und besprechen was in die Rede soll, Lebenslauf ec. Kosten belaufen sich auf ca. 200 €.

Es kommt sicherlich auch noch die Raummiete dazu, je nachdem wo die Verabschiedung stattfindet.

Die Kosten der Bestattung klärst Du mit dem Unternehmen.

Wenn Du Kaffee und Kuchen reichen willst, suche Dir vorher ein kleines Cafe oder Restaurant raus und kläre das mit denen vorab, das sie beispielsweise kleine Kuchenplatten machen und dazu wird Kaffee gereicht und gut. Überschaubare Kosten.

Gehe mit der Rechnung zur Bank Deines Vaters, wenn Geld auf dem Konto vorhanden ist und frage nach ob sie es Dir auszahlen, auch bei Erbausschlagung müsste das möglich sein.

Ich wünsche Dir viel Kraft.

LG Mimi

(39) 19.07.12 - 12:39

Hallo und mein Beileid!
Ich finde, du solltest die Beerdigung so gestalten, wie du es für richtig hältst und wie dein Vater es sich vorgestellt hat (falls das finanziell möglich ist)!
Ich würde vor allen anderen Entscheidungen erstmal zum Sozialamt. Kanns ein, dass die gewisse Regeln haben, wenn sie etwas bezahlen sollen.
Deine Mutter sollte sich schämen! Ich finde es so schon unmöglich, wie Trauernde in die Ecke gedrängt werden mit diesen ganzen Dingen, die so und so erledigt werden müssen!
Entweder sie hilft dir dabei oder sie hält sich raus!
Falls du dir das zutraust, die Rede zu halten, tu es. Ich finde das viel persönlicher als Jemand, der den VErstorbenen nicht kannte!
Frag ruhig mal im Krematotium zum Ablauf und wegen dem Sozialamt, die haben da sicher auch Erfahrung mit!
Alles Gute!
julia

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