Frage zu Zeitungsvertrieb, Job Jugendliche

    • (1) 20.07.12 - 15:15

      Vielleicht hat ja hier jemand Ahnung.

      Ich habe folgendes Problem. Meine Tochter (14 Jahre) hat Zeitungen ausgetragen 500 Stück + 3 Werbungen. Sie hat 8 Stunden Arbeit damit gehabt (Einfamilienhaus-Gegend).
      Versprochen war ein Lohn von 5 Cent pro Zeitung und 2 Cent pro Werbung. Da kämen wir auf 55 €.

      Nun hat sie ihr Geld geholt. Sie bekam 17.50€. (Haben selber nochmal mit dem Zeitungstypen telefoniert, ist wohl i.O. so)
      Einen Vertrag mußte sie vorher leider nicht unterschreiben, so daß wir nichts beweisen können.

      Nun meine Frage: Sind solche Unternehmer (der Typ ist selbständig, was ich nach Telefonaten mit der Zeitung rausbekommen habe) nicht verpflichtet, Verträge abzuschließen? Ich denke, dass der einen Schüler nach dem anderen bescheißt und sich `ne goldenen Nase verdient.
      Wäre schön, wenn jemand weiß, wie das mit Schülerjobs ist und was ich ev. machen kann. Ne Anzeige wegen 37,50€ nimmt wahrscheinlich keiner Ernst oder?
      gruß gigglepea

      • Hallo,

        ein Schülerjob muss genauso mit Vertrag festgehalten werden wie jeder andere Job auch, zumal es für Schülerjobs Auflagen gibt!

        Du als Mutter hättest dich da aber vorher drumm kümmern müssen da du diesen auch unterschreiben musst.

        Der Typ hat deine Tochter gut abgezockt ud dagegen klagen kannste nicht wirklich, denn mit was willst du beweisen das sie da wirklich die vereinbarte Stückzahl an Zeitung ausgetragen hat?

        Für den nächsten Job, rede DU vorher mit dem AG, mach dich schlau über den und halte alles in einem Vertrag fest, dann gibt es hinterher auch kein böses erwachen, deine Tochter hat halt da grad ein Lehrgeld gezahlt. Scheiße sowas aber er hatte auch leichtes Spiel mit euch.

        LG

        Hallo Gigglepea,

        deine Tochter müsste mit Lst-Karte (bzw. Nummer) angemeldet worden sein? Wurde sie das?

        Zeitungsaustragen wird auch nicht "schwarz" gehandelt: Es ist ein regulärer 400 € Job.

        Verträge sind generell formfrei.

        Aber normalerweise schließt der Verlag/ die Vertriebsgesellschaft selbstverständlich einen schriftlichen Vertrag ab.

        Finde heraus, welche Vertriebsgesellschaft dahinter steht (Deckblätter der Zeitungspakete: darauf müsste das stehen) und frage direkt dort nach.

        Ich stelle mir gerade vor, dass der Typ selbst dort als 400 € Kraft angestellt und "einfach" kleine Sub-Zeitungsausträger "einstellt". Also: fürchterlich link.

        Viel Erfolg!

        LG emma

        • Wenn Du mit dem Typen nicht klar kommst, könntest Du ja mal beim Finanzamt nachfragen, ob der 400€ Job von Herrn xy gemeldet wurde.

          Du hättest bisher keine korrekte Abrechnung erhalten und da müssten ja noch die Abgaben und STeuern gezahlt werden... Nicht, dass da was nicht richtig läuft....

          #schein

      Hallo,

      kein Vertag?

      Irgendwo muss doch der Verdienst, Kündigungsfristen, Zustellregeln, Verhalten im Krankheitsfall/Urlaub und Co, geregelt sein. Außerdem müssen die Eltern bei einer solchen Tätigkeit schriftlich zustimmen.

      5 Cent plus Extrageld für Werbung ist auch das, was hier gezahlt wird.

      17,50 € ??? schätze die 37,50€ waren" sein" Extrageld, was er den Kids vorenthält.

      Nun ja..wenn deine Tochter nichts quittiert hat, hat er auch keinen Beweis, das sie für ihn bis eine Kündigung eingeht weiter austragen muss.

      Der Zecke hätte ich ein paar kräftige Kerle vorbei geschickt, die das Geld dann freundlicherweise gleich eintreiben. Wer kinder und Jugendliche so abzockt, dem darf man auch mal ein wenig Angst machen#rofl

      Die Polizei wird das nicht interessieren - das ist Privatvergnügen.
      Ich würde wie geraten beim Finanzamt anrufen und mich nach dem Herrn erkundigen und sein merkwürdiges Geschäftsmodel prüfen lassen.

      Mit der Zeitung drohen?
      Das oder Finanzamt wären meinn Weg.

      Auf jeden Fall nochmal vorsprechen gehen bei dem Herren und die restliche Kohle einfordern.

      Ich hatte mal sowas in der Art mit nem Bestattungsunternehmen laufen.
      Die meinten auch, uns übern Tisch ziehen zu müssen.
      Habe dann schnell den Chefredakteur der Süddeutschen gegoogelt und ihn kurzerhand zu meinem Cousin gemacht.
      Dann gab´s keine Probleme mehr. ;-)

      Und Deine Tochter sollte dort keine einzige Zeitung mehr austragen.

      Wie erklärt sich denn diese große Differenz?

    • (7) 21.07.12 - 10:23

      Lustige Ideen hier, von wegen kräftige Kerle vorbeischicken oder den Chefredakteur zum Cousin machen... nun ja.

      Es geht doch nicht darum, ob jemand für so einen lächerlichen Betrag überhaupt was macht.
      Zum einen wäre es Eure Pflicht als Eltern gewesen, sich darum zu kümmern, vorher natürlich.
      Ihr könnt doch Eure Tochter nicht Zeitungen für jemanden austragen lassen, ohne vorher alles geklärt zu haben?

      Ich finde die Idee mit dem Finanzamt von einer Schreiberin hier sinnvoll, da mal nachfragen, was da läuft.

      Allerdings sind 5 Cent pro Zeitung und 2 Cent pro eingelegte Werbung auch reichlich jenseits jeder Realität.

      Was ich kenne sind:

      Pauschallohn für die Zeitungen
      Eingelegte Werbungen = 0 €
      Extra verteilte Werbung = 7 € / 1000 Stück

      Und die andere Variante:

      X Cent pro Zeitung inkl. 4 Einlagen
      ab der 5 - 8 Einlage dann 1 Cent extra
      und ab der 9. Einlage dann 1 Cent pro weitere Einlage

      Davon mal ab 8 Stunden sind bei unter 15 sowieso zuviel, zulässig sind 2 Stunden.

      Aber ich gehe mal davon ausDeine Tochter hat sich bösartig verlaufen wegen der 8 Stunden, oder ist Wege doppelt und dreifach gelaufen, denn 500 Zeitungen trägst Du locker selbst bei EFHs in 1,5 Stunden.

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