Welche Milchsorte damit der Bauer mehr verdient???

    • (1) 26.07.12 - 13:01

      Hallo....

      weiß jetzt nicht so gemau wo die Frage hingehört deswegen schreib ich mal hier.

      Also ich bin ja echt erschrocken als ich die letzten Wochen gesehen habe dass von den Discounter Milchsorten die fettarme gerade mal noch 45 cent kostet. Ich meine, was verdient denn da noch der Milchbauer an nem Liter Milch?

      Jetzt gibt es beim Netto ne Sorte da steht drauf dass da der Bauer 10 Cent mehr bekommen soll... stimmt das denn? Wer kontrolliert denn das?

      Oder generell, welche Sorte soll man denn kaufen damit der Bauer bisl mehr dafür kriegt? Ich will halt nicht unbedingt die Marken wie Weihenstephan oder so kaufen da die durch halb Deutschland gefahren wird dass ich sie kaufen kann. Ich will viel lieber die aus der Region. Das kann man ja an dem Stempel der drauf ist ganz gut nachschauen...

      Vielleicht kennt sich ja jemand aus und könnte mir das mal beantworten....

      Lg elcoli

      • Am besten kaufst Du im Hofladen oder regionale Produkte im Bioladen.

        LG,

        W

        • Hi,

          eine gute Bekannte von mir arbeitet in der Milchindustrie und sagt, dass bei den wenigsten Molkereien (auch nicht bei den Biomilchprodukten) die Bauern einen wirtschaftlich sinnvollen Preis bekommen (wollen sie aG der Sunventionen wohl auch nicht!). Hier in der Region zahlt wohl südmilch die besten Preise an die Bauern - hoffenltich durfte ich das hier nun sagen.
          LG mimi

          • Ich meine jetzt auch nicht jede Biomilch, man muß schon genau gucken und auf die Herkunft achten. Noch wichtiger als der Erlös des Erzeugers ist mir die Haltung der Tiere und da reicht Biofütterung und "Genfreiheit" ohnehin nicht.

            LG

      hallo,

      deine frage kann ich nicht beantworten.

      allerdings etwas zum thema beisteuern. unser markt wird regelmäßig mit milch und milchprodukten überschwemmt. es gibtsehr viele milchbauern und dieser erhalten in der eu subventionen. es lohnt sich also für die bauern generell mehr zu produzieren.

      http://www.focus.de/finanzen/news/boykott-der-scheinsieg-der-milchbauern_aid_306804.html

      damit verbauen sie sich aber selber die zukunft, sehr simpel ausgedrückt.
      wir werden sehen, wie es in dne nächsten jahren weitergeht, wenn nach udn nach die subventionen wegfallen.

      klar tun mir auch die milchbauern leid, deren existenz gefährdet ist. fakt ist aber, dass es ein markt ist, der nicht genug abnehmer hat. irgendwann werden sie sich diesen realitäten stellen müssen.

      lg

      http://www.die-faire-milch.de/

      • Wie fair ist die, steht in der neuen Öko-Test, die heute in meinem Kasten war. Die lässte mal fein stehen, in Zukunft....;-)

        • gib mal mehr Informtation zu deinen Beitrag, ansonsten ist der unverständlich

          • Es müssen 4 Kriterien erfüllt sein, um als FAIR zu gelten.
            -garantierter Mindestpreis
            -gesicherte Vorfinanzierung
            -gesetzlicher Mindestloh
            -Einhaltung von Arbeitsnormen

            Sind alle 4 erfüllt haben die Produkte die Bewertung "fair" bekommen,

            ist ein Kriterium nicht erfüllt, sind die Produkte noch " teilweise unfair",

            werden zwei nicht erfüllt "überwiegend unfair",

            und bei nur einer oder gar keiner erfüllten Bedingung bekam das Produkt die Bewertung "unfair".

            Die faire Milch hat die Bewertung "unfair".

    Die Milch vom Alnatura (BioSupermarkt) sollte relativ fair sein, wenn ich mich nicht irre.

    (11) 26.07.12 - 13:26

    Hi,

    ich kaufe diese hier:

    http://die-faire-milch.de/index.php?pid=49

    Gruß
    Kim

    Ganz ehrlich, ich würde auch versuchen beim Bauern direkt zu kaufen wenn das möglich ist. Hier bei uns gehts und vorher gings auch. Aber sonst würde ich zweifeln ob 10 Cent mehr wirklich weitergegeben werden. Die können dir schließlich viel erzählen.

    Ela

    • Hallo,

      eher unwahrscheinlich, daß sowas geht.

      Mal ehrlich DARAN verdient der Bauer dann gar nictss mehr. Für ein oder zwei Liter Milch muß er dann losrennen und jegliche andere Arbeit unterbrechen, nur weil, da gerade irgendwer steht und genau JETZT Milch will. DAS bringt nahezu jeden Landwirt über kurz oder lang in die Pleite. Dann lieber ein paar Cent weniger von der Meierein nehmen...

      Man muß auch berücksichtigen , was erst einmal alles an Kosten nötig ist, um überhaupt Milch an Kleinabnehmer zu verkaufen (Hygienerichtlinien, etc.) . Vom Zeitaufwand mal ganz zu Schweigen. Ein Landwirt arbeitet 7 tage die Woche meist von morgens um 5 bis abends um 18.00 (viel noch biel länger). Wann soll erv denn da noch Miclh an Kleinkunden abgeben? Lohnt einfach nicht.

      Und dann laß mal was mit der Milch (kommt selten vor, aber KANN eben sein, z.B. wenn die Kühlung kaputt ist, etc.) sein. Wer ist der erste der laut schreit? Ja genau, der Kleinabnehmer....

      LG
      kettka

      • (14) 26.07.12 - 21:27

        PS:

        Und mal ehrlich, wer hat schon Lust, für einen dusseligen Liter Milch zum Bauern zu fahren (übrigens wieder Benzinkosten...)? DAS sind dann nur wieder so super-Ökos (ok, die kommen mit dem Fahrrad), die kaum ein Bauer auf seinem Hof sehen will. Die stellen, nämlich teilwiese alles in Frage, nur weil sie es nicht verstehen oder noch nie gesehen haben. Ist nervig und anstrengend, da lehnt man lieber dankend ab, spart sich dummdreiste Diskussionen und geht ´ne Stunde eher schlafen. :-p

        Wir können bei "unserem Bioheubauern" selbst zapfen, Arbeitsaufwand hat er also nur bei der einmaligen Einweisung in die Technik.
        Was den finanziellen Aufwand bzgl. der Hygieneauflagen angeht, hast Du natürlich Recht, das ist kaum finanzierbar. Wir bekommen also nur inoffiziell was verkauft und bewegen uns (muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen) mit diesem Deal am Rande der Legalität....

Top Diskussionen anzeigen