Ossis und Wessis ;-)

    • (1) 06.08.12 - 13:40

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      • (2) 06.08.12 - 13:55

        Mich interessiert das alles nicht die Bohne!ich hatte Windeln um als die Mauer fiel, bekam nix mit, bzw kann mich an nichts erinnern!

        Mein Vater saß als Republik,- und Fahnenflüchtling 8 Jahre in Haft, damals, als ich ein Kind war fand ich das wahnsinnig interessant und habe ihn förmlich ausgesaugt!

        Hätte er nicht "gesessen" hätte er aller Wahrscheinlichkeit nach meine Mutter jedoch nie kennen und lieben gelernt, da er nach absitzen seiner Haftstrafe ausgewiesen wurde und so "auf meine Mutter traf"!

        Hallo!

        Mal aus der anderen Richtung:

        Ich bin im Westen aufgewachsen. Meine Mutter kam aber aus dem Osten und hatte noch immer 4 Schwestern, also eine sehr große Familie dort.
        Wir sind daher während meiner Kindheit sehr oft "drüben" gewesen. Alle haben sich gefreut, wenn wir kamen. Haben immer sehr viel mitgebracht, was es in der DDR nicht gab und auch zwischendurch hat meine Mutter reichlich große Pakete geschickt, mehrmals im Jahr. Ich weiß noch genau, was das immer für ein Aufstand war und was man da alles ausfüllen musste.
        Insgesamt war es aber immer nett, wenn wir drüben warn. Ich kam mit meinen Cousinen sehr gut aus, wir hielten zusammen. Sie freuten sich, wenn wir kamen.

        Und heute?

        Ich habe so gut wie keinen Kontakt mehr in den Osten.
        Es gab einige große Familientreffen nach der Wende. Da haben wir mitbekommen, wie man über uns spricht..... "Die fetten Wessis" etc.

        Fast alle Verwandten "drüben" haben einen guten Job, gute Ausbildung etc., also gibt es keinen Grund neidisch auf uns zu sein. Man hat aber immer den Eindruck, sie müssen beweisen, dass sie besser sind, als wir. Die Kinder sind allesamt besser in der Schule, als unsere (stimmt nicht...) sind ja so musikalisch und hochbegabt.

        Wir sind nur arme kleine Lichter, auf die man herabsieht. Nix mehr mit Freude, wenn wir kamen.

        Da drängt sich wirklich der Verdacht auf, die haben sie damals auch nur gefreut, weil wir was mitgebracht haben.

        Manchmal denke ich, es liegt auch mit an der Politik. Die Wiedervereinigung Deutschlands ging einfach viel zu schnell, das war alles zu undurchdacht (die Renten sind sicher?) und hätte noch einige Zeit reifen müssen. Das ist meine Meinung.

        Ich befürchte, es wird noch weitere Generationen dauern, bis Deutschland wirklich wieder zusammenwächst.

        LG Petra

        PS: Alte Handtücher schmeiße ich aber auch nicht weg. Sie werden Putzlappen, besonders gern beim tapezieren genommen ;-)

        Was für ein Pathos. ;-)

        Fällt dir auf, dass du genau das machst, was du den anderen "vorwirfst"?

        "Man sieht also, nicht alles im Westen war oder ist besser". Ehrlich gesagt, habe ich in meinen ganzen Urbia-Jahren niemals davon gelesen, dass das jemand behauptet hat.

        Die Zuckertüten-Diskussion nervt mich auch. Vor allem dieses aufgesetzte "pöh, das ist für uns ein Tag wie jeder andere auch. Total komisch, dass man da so einen Aufriss machen muss".

        Ich bin auch Ossi - vor ca. 8 Jahren in den Westen emigriert. Meine Tochter ist ein Wossi. Sie ist 5 und findet total spannend, was ich ihr über die DDR erzähle. Dass es möglich war, eine Mauer um ein ganzen Land zu bauen und Menschen so derart in ihrer Freiheit zu beschränken, findet sie ebenso faszinierend wie unvorstellbar.

        Meine Kindheit war auch schön, hatte aber nichts mit dem politischen System zu tun. Auch Kinder in Nordkorea können eine glückliche Kindheit haben.

        Dieser Satz kommt mir bald aus den Ohren raus "Jeder hatte Arbeit und ging seinen Verrichtungen nach." Es war ein krankes System. Von vorn bis hinten. Und menschenverachtend.

        Dass es immer noch möglich ist, NUR und AUSSCHLIEßLICH die guten Seiten zu sehen, ist für mich unbegreifbar. Die Knappheit an Metalltopfkratzern lasse ich jetzt mal außen vor.

        Nichts für ungut.

        • "Ich bin auch Ossi - vor ca. 8 Jahren in den Westen emigriert. Meine Tochter ist ein Wossi. Sie ist 5 und findet total spannend, was ich ihr über die DDR erzähle. Dass es möglich war, eine Mauer um ein ganzen Land zu bauen und Menschen so derart in ihrer Freiheit zu beschränken, findet sie ebenso faszinierend wie unvorstellbar."

          Du erzählst einem 5 jährigen Kind solchen Blödsinn?????

          Das ist nicht dein Ernst, oder?

            • Ja für ein Kind in solchem Alter totaler Blödsinn.

              Kollegen von mir sind Baujahr 93 und ich musste letztens als "Zeitzeuge" erzählen. Selbst die können sich kaum was vorstellen.

              Ein kleines Kind ist erst recht nicht in der Lage.

              In meinen Augen ist das schon Blödsinn, denn hinter der Freiheitsbeschränkung steckt viel mehr.

              Außerdem finde ich, dass man heute viel mehr eingeschränkt wird. Wer kein Geld hat, kann nicht mal Urlaub in Deutschland machen und muss zu Hause bleiben. War früher auch schon so.
              Aber heute kann man als Ossi reisen, kann es aber dann doch nicht, weil halt das Geld fehlt.
              Verstehst du?

              • Das ist doch dämlich, was du da erzählst. Warum soll ich mein Kind denn anlügen?
                Sie war in Griechenland - fragt mich, ob ich als Kind auch in Griechenland war. Nein.
                Sie war in Italien - fragt mich, ob ich als Kind auch in Italien war. Nein.

                Ich erzähle ihr, dass ich als Kind niemals in einem anderen Land war, sondern erst als ich 9 Jahre alt war. Sie fragt "warum?".

                Sie fragt mich, ob ich als Kind eine Barbie hatte. Nein, die gab es bei uns nicht. Aber die Mama von ihrer Freundin hatte damals schon eine und die ist älter als ich. Warum also ich nicht.

                Solche Fragen kommen auf. Und natürlich beantworte ich ihr diese Fragen.

                Ich erzähle ihr, dass es da dumme Leute gab, die Menschen in ein Land eingesperrt haben. Dass nur wenige Leute rausdurften. Sie fragt mich, warum diese Leute das gemacht haben. Ich sage ihr, weil sie es wahrscheinlich damals für eine gute Idee hielten und weil sie Angst hatten, dass alle Leute aus ihrem Land abhauen, weil das Leben in dem anderen Deutschland einfacher war. Da haben sie halt eine Mauer um ihr Land gebaut und aus die Maus.

                Ich habe ihr noch nicht erzählt, dass Menschen zu Unrecht in Gefängnisse kamen, das Eltern von ihren Kindern getrennt wurden, das Menschen erschossen wurden, weil sie Freiheit wollten.

                Es war kindgerecht und sie versteht es.

                Mein Kind soll nicht dumm und begrenzt in ihrem Denken bleiben, wie ... ähm .... manche Leute hier.

                • Ich finde es gut, dass du deiner Tochter von deiner Kindheit erzählst und ihre Fragen beantwortest. Vor allem, wenn du darauf achtest, dass es kindgerecht erzählt wird.

                  Meine Mutter ist im Krieg groß geworden und ich habe auch alles aufgesaugt, was sie aus dieser Zeit erzählt hat. Ich habe danach sogar gezielt gefragt und fand es unheimlich spannend, dass sie so anders gelebt hat.

              Seltsam, die Ost-Verwandten von uns können sehr wohl in den Urlaub fahren....

              So wie du hat mein Ossi-Ex auch gedacht. Wir waren beide 10 beim Mauerfall. Mit 18 kam er in den Westen, und hat nur positive Erinnerungen an die Zeit vor dem Mauerfall. War doch alles dufte, mit Halloren-Kugeln und Werder-Ketschup, das mit dem Reiseverbot war doch kein Problem, in Brandenburg am See war's auch schoen, und fuer was anderes waer eh kein Geld dagewesen.

              Deshalb hat er auch immer PDS gewaehlt und sich die DDR zurueckgewuenscht.

    (12) 06.08.12 - 14:35

    Hi,
    du fragst dich "wann hört das endlich auf" und startest dann eine Diskussion, die die Vorurteile unterstützt.
    Wozu?

    Ist es nicht egal? Als die Mauer fiel, war ich 8/9. Ich wohnte in West-Berlin, direkt an der Grenze. Das "Niemandsland" vor der Mauer war unser Spielplatz, wir haben es hautnah miterlebt.

    In meiner Schulzeit kamen viele "von drüben" auf meine Schule. Klar war es seltsam, weil man ja nichts davon wusste, wie sie vorher gelebt hatten. Alles graue Theorie.

    In der Oberstufe waren wir bunt durchgemischt, in der Ausbildung auch. Da wurde kaum noch unterschieden (höchstens mal Verwunderung auf meiner Seite, wenn von "Soljanka" die Rede war ;-))

    Vor 10 Jahren bin ich nach Köln "ausgewandert" und bin ein Immi. Immer noch. Ich habe Freunde aus ganz Deutschland, in Köln läuft alles zusammen. Entweder, man ist Kölner (von Geburt an) oder eben Immi. Ganz egal, woher man kommt.

    Ich passe mich den Gepflogenheiten meiner neuen Heimat an. Alte Bräuche, Traditionen. Ist doch wurscht. Okay, zu uns kommt der Weihnachtsmann, zu vielen anderen Kindern in Köln das Christkind. Das war es aber auch schon :-p

    Meine Kinder lernen, wie es ist, hier zu leben. Denn sie leben hier. Wichtig ist, dass sie sich nicht als Außenseiter fühlen, nur weil Mama gebürtige Nicht-Kölnerin ist.

    Wir waren letztes Jahr mit den Kids am Potsdamer Platz und haben uns ein Stück der Mauer angeschaut. Und auch viel erzählt. Besonders meine Mutter, die den Mauerbau vor der eigenen Haustür live und bewusst miterlebt hat. Aber ganz ehrlich: man sollte diesen Teil unserer Geschichte nicht totschweigen, ebensowenig wie den 2.Weltkrieg. Aber man sollte auch nicht zu viel Gewicht darauf legen.

    Es ist Vergangenheit (wenn auch junge) und damit erledigt. Schlimm, dass immer noch Vorurteile bestehen (obwohl ich das hier nicht erlebe: Immi=Immi ;-))

    LG
    Nina

    (13) 06.08.12 - 14:36

    Ich finde, du wirfst manches durcheinander.

    1. Das Einschulungsthema und ähnliche Dinge sind ganz einfach regionale Unterschiede.
    Und die gibt es eben überall, ganz egal in welcher Himmelsrichtung.

    In Norddeutschland sind auch manche Dinge anders und üblich als im Süden, das ist doch normal und hat nichts mit Ex-DDR und "Westen" zu tun.

    2. Und dann das Thema "Früher-Heute".
    In vielen Jahren ändert sich eben einiges, das betrifft auch nicht nur den Osten.
    Meine Mutter hat zb noch eine elektrische Kaffeemühle von Krups, die hat sie seit der Hochzeit. Das Teil ist ja nicht kaputt zu kriegen.
    Technische Qualitäten (und auch Empfindlichkeiten aufgrund der technischen Änderungen) haben sich überall geändert.

    3. Die Behandlung und Vorurteile Wessi-Ossi
    Eine andere Userin schrieb das ja auch, schlechte Behandlung, belächelt werden, Großkotzigkeit.
    Okay, das hat wirklich etwas mit Ost-West zu tun, das stimmt.
    Schön ist es sicher nicht.

    Das Leben war aber verschieden, das kann keiner leugnen.
    Und durch die Wende soll dann alles "gleich werden".
    Das dauert ewig.
    Inzwischen nach der ersten Euphorie hat sich die Stimmung auch geändert.
    Wenn ich überlege, daß in vielen angrenzenden Gebiete Millionen in die "Neuen" geflossen ist, alles wurde neu gebaut und vieles mehr, aber auf der Westseite bekommt man bald einen Achsbruch auf einigen Straßen, Schulen haben 40 Jahre alte Klos etc.
    Nenn es meinetwegen Neid, aber ist es gerecht?

    Und erst hieß es, für X jahre zahlen wir.
    Wieviele Jahre sind daraus geworden?
    Was kann der Staat sich überhaupt leisten?

    Ich will nur sagen, daß das Thema nicht so einfach und vor allem nicht einseitig zu betrachten ist.

    (14) 06.08.12 - 14:41

    Noch etwas:

    ##
    Ich erzähle ihr manchmal von der DDR und meiner Kindheit. Sie kann damit gar nichts anfangen.

    Ich weiss auch nicht. Es ist schon so lange her und die Bilder verblassen.
    ##
    Ich komme aus dem Westen, aber im Prinzip geht es mir ja auch nicht anders.
    Meine Tochter kann sich auch nicht wirklich vorstellen, daß wir mal gar kein Telefon hatten, daß meine Mutter damals in der Küche einen Holzherd hatte, daß Nachbarn ein Plumpsklo im Stall hatten usw.
    Und auch meine Erinnerungen verblassen, das ist doch auch normal.

    Veränderungen bestehen doch überall, man muß das echt so an der DDR festmachen.
    Meiner Meinung nach schiebst hier einiges unbegründet auf die DDR bzw. auf diesen Ost-West-Konflikt.
    Einiges davon hat damit gar nichts zu tun.

    Huhu,

    ich finde es immer interessant zu sehen/lesen wieviele unterschiedliche Bräuche es in einem einzigen Land so gibt, das ist eigentlich sehr spannend und ich finde das auch sehr gut so.

    Was mich nervt ist das reine Ossi/Wessi Getue und Gerede...ich sag ja auch nicht Nordi und Südi.

    Ne, nix für mich.

    lg

    Andrea

    Wir Norddeutschen wundern uns eher über die Süddeutschen, also alles was südlich der Elbe ist:
    - Im Sommer sieht man außergewöhnlich viele dicke Bäuche am Strand und Leute, die sich über andere aufregen, die praktischerweise die Klamotten zum Baden ausziehen.
    - Dann die ewigen Staus am Elbtunnel...
    - Reden tun die auch so komisch...
    - Naja, insgesamt gibt es doch so einige Unterschiede in den Gebräuchen.

    Aber wir haben sie trotzdem lieb :-)

    (17) 06.08.12 - 15:16

    Hallo,

    im Grunde genommen siehst Du deine DDR Vergangenheit auch in einem sehr verklärten Licht. Es wird diese Ossi - Wessie Geschichten so lange geben, bis die Erinnerung daran endgültig verblasst. Es gibt überall Vor- und Nachteile, egal wo man lebt. Heute oder früher.

    Ich vermisse auch die Zeit als ich in Berlin lebte und eine große Mauer stand, nein ich wohnte nicht im Osten und es war unheimlich toll in Berlin. Ich mochte die Zeit als die Mauer fiel nicht besonders. Die Läden waren voll, überall Chaos. Natürlich herrschte überall Freude und Aufbruchstimmung aber Berlin hat extrem unter dem Mauerfall gelitten. Ich musste Berlin verlassen, denn es ist nicht mehr das Berlin meiner Kindheit und das hat auch mit der Wiedervereinigung zu tun. Durch den Schutz der Mauer gab es wenig Kriminalität und man lebte wirklich gut in Berlin. Heute hat es meiner Meinung nach seinen Charme verloren.

    Früher als Kind habe ich den Osten als trist erlebt. Heute hat sich das Bild doch sehr gewandelt. In vielen ostdeutschen Städten stehen die schöneren Häuser und die Einrichtung ist noch besser. Ich habe viele Jahre in Brandenburg gelebt und es war bei den meisten Menschen vom Feinsten. Jetzt wohne ich in Baden-Würtemberg und die meisten Häuser möchte man nicht betreten so ein Chaos herrscht. Die ehemaligen Ossis stehen den Wessis im Materiellen in nichts nach.

    Ich habe mit beiden Seiten zu tun gehabt und auch wenn ich von Wessis und Ossis schreibe, habe ich kein Problem damit. Mein Mann kommt aus dem Osten und wir haben eine tolle Beziehung. Anfangs haben mich seine Eltern nicht gut akzeptiert und dass nur, weil sie so ein West-Ost Denken hatten/haben. Es wird noch viel passieren müssen, bevor sich das ändert.

    LG

    Carola

    (18) 06.08.12 - 15:56

    Hallo,

    also ich habe die Erfahrung gemacht, dass Ossis oder Ex Ossis sehr stark zur Glorifizierung der DDR neigen. In diesem Sinne auch zu einer gewissen Überheblichkeit und vor allem dazu, ungefiltert das zu meinen, was sie in der Schule beigebracht bekommen haben.

    Der beste Satz den ich mal gehört habe war: "Geheime Überwachung durch den Staat? So war das nicht, ICH habe davon nämlich nichts mitbekommen" #klatsch

    Dazu kommt, dass ich ich niemanden kenne, der im Bewusstsein lebt, Wessi zu sein. Ossis allerdings berufen sich ständig darauf, eben Ossis zu sein.

    <<Was ich aus der alten Zeit mitgenommen habe, ist Zusammenhalt und Vitamin B.>>

    Ja ist doch super- genauso war das schließlich vom Staat geplant.

    Ich möchte dazu sagen, dass mein Freund aus der ehemaligen DDR stammt. Seine Eltern sind absolut rückständige, ungebildete Leute. Kein Umweltbewusstsein, weder politisches, noch soziales Engagement, kein Sinn für ökologische und wirtschaftliche Nachhaltigkeit und auch an nichts davon ein kleines Fünkchen Interesse. Völlig überfordert damit, dass der Staat nicht vorschreibt, was sie zu arbeiten und zu kaufen haben und was nicht. Dementsprechend auch völlig frustriert und nur am meckern, allerdings ohne jeglichen Antrieb eigenverantwortlich was zu ändern.

    Mein Freund ist da glücklicherweise anders.

    Ich möchte betonen, dass es sich hier nur um ein stereotypes Bild aus Funk und Fernsehen handelt, dass als Anti ossi Propaganda im Westen gespielt worden ist, sondern um meine reale Erfahrung.

    Ich weiß übrigens, was es heißt klischeebehaftet zu sein. Ich bin Holländerin.

    (Und ja, ich mag Tulpen und Käse, habe Holzschuhe und ein Hollandrad -aber nicht immer- Mit Wohnwagen kann ich allerdings nichts anfangen. Aber ich bin dafür, dass jede Stadt Grachten hat.)

    Viele Grüße

    • "Ich möchte dazu sagen, dass mein Freund aus der ehemaligen DDR stammt. Seine Eltern sind absolut rückständige, ungebildete Leute. Kein Umweltbewusstsein, weder politisches, noch soziales Engagement, kein Sinn für ökologische und wirtschaftliche Nachhaltigkeit und auch an nichts davon ein kleines Fünkchen Interesse. Völlig überfordert damit, dass der Staat nicht vorschreibt, was sie zu arbeiten und zu kaufen haben und was nicht. Dementsprechend auch völlig frustriert und nur am meckern, allerdings ohne jeglichen Antrieb eigenverantwortlich was zu ändern."

      Dann hast du aber eine besondere Spezies kennengelernt. lach

      Weder meine Eltern, noch meine Großeltern sind so. Auch meine Uroma hat es super "verkraftet" gehabt. Sie hat nur immer viele Klamotten auf Vorrat gekauft. Aber das hing sicherlich mit noch früher zusammen.

(20) 06.08.12 - 15:59

"Ich frage mich. Wann hört das endlich auf? Ich für meinen Teil denke ehrlich gesagt nicht mehr darüber nach."

Also irgendwie gewinne ich beim Lesen Deiner Geschichte doch den Eindruck, dass Du - obwohl gerade mal 34 Jahre alt - sehr wohl über die Unterschiede West-Ost sinnierst.

Du wägst ab Ost-West und solange das ist, wird "ES" nicht aufhören.

Warum macht man eine große Sache daraus, wenn man einen Trabbi sieht. Ich finds super, finde aber viele Oldtimer super - und dass ist ein Trabbi ein Oldtimer....

Lg nic

(21) 06.08.12 - 16:15

Hi,

ich finde, Dein Beitrag ist selber voller Vorurteile.

Ich bin ein echter Wessi (oder Nordi?), und ich habe den Mauerfall sehr bewusst erlebt im Alter von ca. 20 Jahren. Ich war geradezu euphorisch damals. Und bei allen Schwierigkeiten, die die Wende gebracht haben mag, so finde ich es immer noch unglaublich toll, dass so eine friedliche Revolution möglich war. Erst im Nachhinein kam ja heraus, wie "knapp" das Ganze war.

Inzwischen wohne gar nicht weit von der "Grenze" zu McPom entfernt, und ehrlich? Ich weiß nicht mehr genau, wo sie verlief, und ich finde die Unterschiede zwischen S-H und McPom auch nicht gerade übermächtig. Und einen Sachsen finde ich nicht suspekter als einen Bayern.

Es gibt Unterschiede in der Mentalität, mag sein, egal ob zwischen Ost und West, Nord und Süd, Nord und West, Ost und Süd oder was auch immer. Aber das ist doch toll, das macht unser Land doch auch bunt und schön.

Die Sehnsucht nach den alten Produkten kann ich persönlich zwar nicht ganz nachvollziehen, aber auch die ist ja kein Ost-Phänomen, schließlich stürzt man sich hier auch auf TriTop und ähnliche 70er-Relikte, wenn sie wieder auf den Markt kommen...
Und dass viele Dinge anders schmecken als vor 30 Jahren, das hat sicher auch nicht unbedingt etwas mit Ost oder West zu tun. Die Entwicklung ist nun einmal nicht aufzuhalten...

Zum Thema Schultüten: Ist mir noch nicht aufgefallen. Hier wird jedenfalls ein ziemlicher Hype darum gemacht, und niemand sagt, es sei ein Tag wie jeder andere#kratz. Sind wohl auch eher regionale Unterschiede als ein Ost-West-"Problem".

LG Ally#klee

  • (22) 06.08.12 - 20:32

    "Die Sehnsucht nach den alten Produkten kann ich persönlich zwar nicht ganz nachvollziehen, "

    ich glaube das liuegt daran, dass die menschen im osten nach dem mauerfall zwar viel gewonnen haben, aber eben auch viel verloren haben. (leider darf man das oft nicht so sagen, das führt schnell zu unstimmigkeiten). materielles und ideelles. und produkte, wie spielzeug, nahrungsmittel etc. sind eben etwas greifbares. klar war es toll all die dinge zu bekommen, die einem so lange verweigert wurden. aber dafür ging eben auch so vuiel verloren von dem, was man kannte. und das alles ging ja auch so sagenhaft schnell udn abrupt.
    ich kann nicht sagen dass ich mich nach ost produkten sehne. war ein kidn damals, aber alt genug um mich an sehr viel zu erinnern. aber ich freue mich doch, wenn ich dinge sehe oder entdecke von früher, die ich schon längst vergessen glaubte.

    lg

(23) 06.08.12 - 16:17

Ich halte auch den Solidaritätszuschlag für nicht sinnvoll. Die Verteilung natürlich, aber vielleicht wäre es einfachere gewesen, das Geld auf anderen Wegen rüberzubringen. Erzwungene Solidarität ist nix.

Die Einen zahlen, die Anderen bekommen.

Natürlich schafft das eine Barriere.

Nur so ein Gedanke.

Gruß

  • (24) 06.08.12 - 16:32

    >>Die Einen zahlen, die Anderen bekommen.<<

    Du weißt aber schon, dass auch in "Ostdeutschand" der soli gezahlt wird? Alle zahlen...
    ( das spiegelt jetzt nicht MEINE Meinung zum Soli wieder).

    Ich sag nur: ich bin WOSSI. 19 Jahre im Osten, jetzt 12 im "Westen" mit "wessi"-Ehemann.

    Mir ist das alles so schnuppe; va. wo jemand herkommt.. Ich finde es schön, die Freiheit zu haben, in jeden Landesteil fahren zu können...ohne Behinderungen.

    Ulkig/merkwürdig finde ich einfach regionale Unterschiede: Bräuche in Bayern, Sitten in Ostfriesland etc ( NUR BeISPIELHAFT).

    Im Übrigen macht keiner meiner Bekannten/Freunde hier Unterschiede zw. Ost und West.

    (25) 06.08.12 - 16:33

    ##
    Die Einen zahlen, die Anderen bekommen.

    Natürlich schafft das eine Barriere.
    ##
    Ja, sehe ich auch so, vor allem, weil es um einiges länger geht als ursprünglich mal gesagt.
    Und das geht eben auf die Stimmung.

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