Lohnt sich eine Strafanzeige?

    • (1) 07.08.12 - 11:34

      Hallo!

      Ich bräuchte mal bitte eure Meinung.

      Im Juni wurde ich von den zwei Wachhunden des Chefs angegriffen. Eine kleine Verletzung am Finger und eine Verletzung am Schenkel, war aber auch nichts schlimmes. Ein Riss und später ein riesiger Fleck. Die Hunde sind mittlerweile weg und meine Wunden verheilt. Gut, ich bekomme noch Panik wenn ich nur einen Hund bellen höre aber das gibt sich bestimmt wieder.

      Nun hatte ich vor paar Wochen eine Anzeige wegen Körperverletzung gestellt, damit dies aber verfolgt wird muss ich einen Strafantrag stellen. Nun ist mir aber unwohl bei der Sache weil ich der Meinung bin es passiert eh nichts weil ja auch die Hunde weg sind.

      Habt ihr Erfahrungen?

      LG und Danke für eure Meinungen, Sabrina

      • Hallo!

        Ich weiß ja nicht, aber wenn die Hunde nun weg sind nach dem Vorfall, haben die Besitzer bzw. der Chef ja schon gut darauf reagiert, damit es nicht nochmal passiert.

        Ich würde das vermutlich sein lassen.

        Wenn der Chef das nicht eingesehen hätte und die Hunde würde da immer noch rumrennen usw., dann hätte ich das evtl. anders gesehen, aber so?

        #kratz

        LG

      wenn die Hunde aufgrund dieses Ereignisses weggekommen sind, würde ich keinen Strafantrag stellen.

      LG nic

    • Hallo!

      Lass es sein. Bringt eh nix und gibt nur Ärger.

      Ich wurde vor 3 Jahren von einem Hund angefallen und schwer am Arm verletzt. Ich habe heute noch Probleme damit.

      Meine Anzeige wurde aber von der Staatsanwaltschaft wegen "Nichtinteresse der Öffentlichkeit" eingestellt. Danke auch! #aerger

      Meine Versuche, dass der Hund wegkommt oder eingeschläfert wird, sind alle abgeschmettert worden. #aerger

      Was Du machen kannst, ist die Sache zivilrechtlich zu verfolgen. Aber wenn es der Chef ist, würde ich es wahrscheinlich nicht machen.

      LG

        • Ich habe auch Schmerzensgeld erhalten. Allerdings hat dies alles mein Anwalt mit der Haftpflichtversicherung des Hundes verhandelt. Die Strafanzeige hatte da keinerlei Auswirkung. So wurde auch meine beschädigte Kleidung, Fahrtkosten zum Arzt und dergleichen ersetzt.

          Natürlich kann sie die Sache weiter verfolgen, allerdings denke ich, dass da eine Strafanzeige der falsche Weg ist und sie sich einen Anwalt suchen sollte, der sie zivilrechtlich vertritt.

          LG

          • Ich sehe das eben nicht so "locker" wie du.
            So wie sich das in dem anderen Beitrag darstellt (und jetzt durch ihre Aussage hier, dass sich niemand nach ihrem Befinden erkundigt hätte oder sich gar bei ihr entschuldigt hätte) ist der Chef wenig reumütig. Ich bezweifle auch, dass er die Hunde freiwillig weg gegeben hat, da sie ja in der Vergangenheit offenbar schon mehrfach Menschen gebissen haben.
            Ich denke da kam Druck vom Ordungsamt.
            Und da ist wohl davon auszugehen, dass er sich in Zukunft wieder Hunde anschaffen wird und diese dann unbeaufsichtigt auf dem Firmengelände herum laufen lässt.

            Allein um das zu unterbinden bzw. rechtlich abzusichern würde ich einen Strafantrag stellen.

            • Bei mir war das ähnlich, ich würde behaupten, noch schlimmer. Keine Einsicht des Hundehalters, alles abgetan "ist doch nicht so schlimm" und Staatsanwaltschaft und Ordungsamt interessierten sich nicht die Bohne dafür, obwohl ich alles versucht habe und auch erst mal nicht locker ließ. Der Hund musste auch nicht weg, obwohl er schon öfter gebissen hat. Da ist einiges nicht so gelaufen, wie ich es mir gewüscht hätte. Aber mit meiner Anzeige bin ich kein Stück weiter gekommen.

              Das Einzige, was mir dann was gebracht hat, war der Gang zum Anwalt, der sich direkt mit der Hundehaftpflichtversicherung in Verbingung gesetzt hat. Und das läuft immer noch.

              Ich würde empfehlen, egal was sie nun macht, wenn sie die Sache weiter verfolgen will, braucht sie einen Anwalt. Der weiß dann auch, ob eine Anzeige lohnt oder nicht.

              LG

    "Lohnt sich eine Strafanzeige?"

    Inwiefern? Die Frage ist doch, was Du damit erreichen willst??

    Die Hunde sind weg.
    Willst Du auf Schmerzensgeld hinaus? Willst Du dem Chef nochmal eins reinwürgen? Oder was wäre das Ziel einer Strafanzeige?

    Dies ist keine Wertung, sondern lediglich die Frage nach dem Warum...

    Gruß Melle

    • Hallo!

      Für mich ist die Sache mittlerweile ja fast vergessen. Ich arbeite dort nicht mehr und auch sind die Hunde weg. Die Wunde am Schenkel war vielleicht 5 cm groß und deswegen Schmerzensgeld zu verlangen für mich nicht vertretbar.

      Mein Mann ärgert es nur weil es da hinterher keinen interessiert hat wie es mir ging und sich auch der Chef nicht noch mal entschuldigt hat.

      Aber ich denke der Chef wird schon einen ordentlichen Schreck bekommen haben. Sonst wären die Hunde noch da und seine Frau hat ihn ja als es passierte ordentlich angebrüllt.

      LG

      • Aber Dein Mann ist nicht angegriffen worden, sondern Du. Da interessiert es doch bei einer Strafanzeige nicht, ob es dem Partner passt oder nicht.

        Du fragst nach dem Sinn bzw. ob sich eine Strafverfolgung lohnt:

        "Die Wunde am Schenkel war vielleicht 5 cm groß und deswegen Schmerzensgeld zu verlangen für mich nicht vertretbar."

        Ich denke, damit gibst Du Dir selbst die Antwort!

        Alles andere wäre in meinen Augen sinnlos, bzw aus Rachegelüsten, eben weil Du kein ernsthaftes Ziel verfolgst!

        Alles Gute...

War das nicht der Fall, wo die Hunde des Chefs unbeaufsichtigt auf dem Firmengelände herum gelaufen sind und auch in der Vergangenheit schon mal Leute gebissen haben?

Auch wenn ich hier allein mit meiner Meinung bin, aber JA, ich würde Strafantrag stellen. Und JA, ich würde Schmerzensgeld einklagen.

Natürlich, die Hunde sind jetzt weg. Aber das macht es nicht wieder gut. Du schreibst selber, dass du immer noch zusammen zuckst, wenn ein Hund nur bellt.

Du hattest die Schmerzen, du hast immer noch die Narben. Du weißt jetzt noch nicht, welche psychischen Nachwirkungen das ganze haben kann und deine Kleidung war ja offenbar auch beschädigt.

Du schreibst, niemand aus der Firma hätte sich bei dir nach deinem Befinden erkundigt oder sich bei dir entschuldigt. Ich nehme an, auch deine beschädigte Kleidung wurde dir nicht ersetzt?
Woher weißt du denn, dass die Hunde aus purer Reue weg gekommen sind? Vielleicht wurden die Hunde auch beschlagnahmt nach deiner Anzeige wegen Körperverletzung. Oder es wurde dem Chef seeeeehr nahegelegt, die Hunde weg zu geben.

Das hat auch nicht unbedingt etwas mit Rache zu tun in meinen Augen. Dir ist ein Schaden entstanden. Sowohl materiell als auch körperlich und seelisch. Der Chef hatte die Verantwortung für die Tiere und ist dieser offenbar unzureichend nachgekommen.

Und er zieht sich nicht aus der Verantwortung, indem er "nur" die Tiere weg gibt.

jetzt erst habe ich durch den Link von Deinem alten Thread erfahren.

Hm, doch, wenn es so gelaufen sein sollte, würde ich einen Anwalt einschalten!!!

Geht ja gar nicht so rücksichtsloses Verhalten #aerger

Lass dich doch mal von nem Anwalt beraten. Ideal wärs, wenn du rechtsschutzversichert bist, aber auch so kostet ein einfaches Gespräch nicht grade ein Vermögen.

Ich würde an deiner Stelle Anzeige erstatten. Das was du schreibst klingt heftig, du hast Wunden davon getragen, nicht nur köperliche, sonder auch psychische und das bloß, weil jemand es für unnötig hält, auf seine Hunde (von denen er sicher wusste, dass sie nicht ganz ungefährlich sind) aufzupassen.

Sorry, aber das ist meiner Meinung nach keinen Deut besser, als besoffen Auto zu fahren oder leere Flaschen aus dem Zugfenster zu werfen.

Wenn der Typ mit den Hunden in einem Strafverfahren verurteilt wurde, ist es für dich auch leichter, an ein Schmerzensgeld (und Ersatz für die beschädigten Klamotten) zu kommen.

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