Frage zu Hortplatz...Eure Meinungen sind gefragt

    • (1) 10.08.12 - 12:38

      Hi,

      ich hab mal eine Frage zu Euch, wie Ihr das seht, und zwar eine Bekannte hat einen

      Sohn (7) der jetzt zur Schule kommt, und eine Tochter von 6 Monaten...so der Junge hat einen Hortplatz (ab sofort) bekommen bis 16:00h täglich! Was ich jetzt überhaupt nicht verstehen kann ist, die Mutter ist noch die nächsten 2,5 Jahre zu Hause, weil sie das so möchte...Aber: sind Hortplätze nicht eigentlich für Berufstätige? Ich finde das unfair, denn sie ist daheim, und kann dort mit ihm Hausaufgaben machen u.s.w.

      Wie seht Ihr das? Bin auf Eure Antworten gespannt :-)

          • sag ja, gleiche Situation. Die Bekannte aus der Pekip-Gruppe hat ne dicke Abfindung kassiert, als sie mit dem 2. Schwanger war und hat dann noch den Krippenplatz bekommen für Kinder ab 1 Jahr. Die war auch "nur" zu Hause...

            habe mich damals sehr aufgeregt, aber was will man machen... ?

            • Ich finde die Situation nicht vergleichbar.

              Viele Arbeitsstellen sind zu sofort zu besetzen. Und wie soll eine Mutter so flexibel sein, wenn sie keinen Betreuungplatz für ihr Kind hat? Ich finde es absolut ok, wenn arbeitslose und -suchende Mütter einen Betreuungsplatz bekommen.

              • mag ja stimmen, aber ich musste auch wieder arbeiten.

                Es ist einfach die gesamte Kindergartensituation.

                Ist halt so.

                Wobei ich weiß, dass einige dieser Mütter gar nicht beabsichtigen, zu arbeiten. Ist halt hier im Ort und man kennt sich...

                lg nic

        (8) 10.08.12 - 18:51

        ALG-Empfänger (ich verstehe darunter ALG1-Empfänger) bekommen nur Arbeitslosengeld, wenn sie dem Arbeitsmarkt zu Verfügung stehen.

        Und das tut man mit kleinen Kindern nun mal nur, wenn man eine Betreuung hat.

        Eine zumindest Gleichstellung von Arbeitslosen, die Arbeit suchen, und denen, die Arbeit haben bei der Vergabe von Plätzen ist in meinen Augen vollkommen gerechtfertigt.

        Sagt jemand, der das wenig spaßige Vergnügen der Jobsuche mit zwei kleinen Kindern hinter sich hat - ohne Krippenplatz für den Kleinen und Ganztagesplatz für den großen hätte ich gar nicht anfangen müssen. Und vermutlich wäre ich heute noch arbeitslos - mit einem weiteren Jahr beruflicher Auszeit und noch größeren Schwierigkeiten des Neuanfangs. Und der verpassten Chance eines idealen Jobs (in dem ich seit 11 Monaten tätig bin).

        viele Grüße
        miau2

        • (9) 10.08.12 - 22:04

          hi, weiß ich ja auch. Aber ich musste halt auch wieder nach einem Jahr arbeiten gehen und für uns war es auch sehr, sehr schwierig, eine Betreuung zu finden. Und wenn man dann noch von Müttern, die ihr Kind in die Krippe geben konnten, weiß, dass sie nicht vor haben zu arbeiten, dann ist das schon ärgerlich.

          Gibt halt zwei Seiten der Medaille, aber daran ist halt auch der Mangel an Betreuungsplätzen schuld :-(

          Lg nic

    Ich kann dir nur sagen, daß Hortplätze bei uns bevorzugt an Berufstätige abegeben werden.

Hallo,

also bei uns hat grundsätzlich JEDES Schulkind von der 1. bis zur 4. Klasse einen Hortplatz sicher #freu, egal ob die Eltern zu Hause sind, in Elternzeit oder was auch immer.

Außerdem war ich persönlich froh, dass ich meine Tochter damals im Hort gut betreut wusste.

Denn mit Baby zu Hause hätte ich kaum Zeit gehabt, mich um ihre Hausaufgaben zu kümmern oder sie anderweitig zu bespaßen.

Klar habe ich sie nicht unbedingt die volle Zeit dort gelassen, aber wenn eine AG war oder danach noch eine andere Veranstaltung, dann schon.

Gruß

Karen

Bei Uns haben alle Kinder von 1.-4. Klasse ein anrecht auf Hortplatz aber die Mütter die zuhause sind oder Väter haben nur bis 5 std. Betreuung wie in Kitas.

Hi,
hier erfolgt die Vergabe der Hortplätze nach der Reihenfolge der Anmeldung. Heißt, wenn sich die Mutter hier als erstes anmeldet bekommt sie auch einen Platz.

Ob das nun schön ist oder nicht - das ist hier nun mal die Vergabepraxis von unserem Träger. wobei in unserer Grundschule auch jedes Kind, das angemeldet wurde auch einen Platz bekommen hat. Und: es wird auch so kommuniziert. Wer berufstätig ist und die Anmeldung verpennt ist dann auch nicht so ganz unschuldig (bei anderen Grundschulen ist die Anmeldung bereits ab Geburt möglich - und auch da wird kommuniziert, dass allein die Reihenfolge der Anmeldungen entscheidet. Auch, weil teilweise die Vergabe nach "Situation" gar nicht möglich ist, weil alleine die Anzahl der alleinerziehenden mit Kind schon die Platzzahl übersteigt...)

Wenn die Plätze keine Mangelware sind: warum nicht? Es ist ihre Entscheidung. Ob man das schön findet oder nicht ist Ansichtssache. Vielleicht kennt sie sich selbst gut genug um zu wissen, dass das Kind im Hort besser aufgehoben bzw. betreut ist?

Unfair? Wem gegenüber? Dem Kind? Wenn es ein super Hort ist muss das gar nicht mal sein. Unfair berufstätigen gegenüber? Wenn es wie hier ist geht aber von denen auch keiner leer aus. Wobei die Situation hier bei uns im Örtchen super ist - das ist nicht überall so.

Ich weiß nicht, wie ich das sehen soll, denn ich kenne die Situation bei Euch nun mal nicht.

HIER würde ich das erst mal relativ neutral sehen - ein guter Hort mit gutem Ruf und tollem Angebot (Musik, Sport...) könnte da einer familiären Situation gegenüber stehen, wo Mama mit Baby und Schulkind vielleicht nicht wirklich viel auf die Reihe bekommt (was es ja geben soll).

Viele grüße
Miau2

Hallo,

bei uns bekommen alle Kinder der 1. bis 4. Klasse einen Hortplatz. Der maximale Anspruch der Eltern, wo einer zu Hause ist, sind 25 Stunden in der Woche.

Warum sollten diese Kinder auch benachteiligt sein?
Zu Hause bei den Eltern zu sitzen ist ja nicht grade gut, um soziale Kontakte zu knüpfen.

Meine Tochter geht jeden Tag 2 Stunden in den Hort, also bis 15.15 Uhr, obwohl ich zu Hause bin, sie fühlt sich dort sehr wohl und kann mit ihren Freunden spielen.

Top Diskussionen anzeigen