Heute im Penny...

    • (1) 14.08.12 - 21:10

      Hallo erstmal.
      Also heute im Penny hat mich eine Frau angesprochen, ob ich mal "nen Euro" für sie hätte. Sie war deutlich alkoholisiert. Also sagte ich "nein, tut mir leid". Sie sagte dann nichts mehr. Hätte sie gefragt, ob ich ihr ein Brötchen kaufen würde, hätte ich es gemacht.
      Als ich neu in der Großstadt war, habe ich Bettlern noch öfter mal was gegeben. Aber das nimmt ja Überhand. Deshalb habe ich mal, als mich am Hbf jemand um Geld bat, weil er so Hunger hätte, angeboten ich würde ihm beim Bäcker was kaufen, aber Geld bekommt er nicht. Was meint ihr, wie der mich beschimpft hat #schock. Schl**** war da noch das Netteste.

      Wie macht ihr das? Gebt ihr Geld? Bietet ihr Essen an? Ich habe erst ein einziges Mal erlebt, dass jemand wirklich dankbar war, als ich ihm mein Brot anbot, das ich eigentlich mit zur Arbeit nehmen wollte. Da macht helfen doch gar keinen Spaß mehr. Sondern sie Bettler sind meist total dreist und fast alle betrunken. Jedenfalls die, die mich so anquatschen #kratz.

      Allen einen schönen Abend,

      Elvira #winke

      • Hihi,
        Du meine Schwägerin besitzt einen Imbisswagen. Sie hat früher Bettlern die Geld haben wollte,wurst oder Pommes gegeben. Doch als sie spitz bekam das sie diese wegschmeissen. Gibt sie einfach nichts mehr raus.
        Ihr tut das in der Seele weh, das einfach geschenkte Sachen weg geschmissen worden sind.
        Zumal sie öfters die Bettlerinnen danach in nette Autos steigen sehen hat, die auch im Gelände standen wo der Markt statt fand.

        Lg

        hi,

        komme auch aus der großen stadt und auch hier ist es sehr, sehr schlimm. anfangs habe ich auch immer was gegeben, aber wenn man das mal zusammenrechnet. aufgewacht bin ich dann, als ich jemanden in der bahn, der so eine rührende geschichte vorgetragen hatte, einen euro gab und der an der nächsten station austieg und sich ein bier am imbiss kaufte. jedenfalls kam er mir mit einem bier in der hand am gleis wieder entgegen!

        seit dem gebe ich nur noch ab und zu was. da höre ich dann wirklich auf mein gefühl. meist nur, wenn jemand auch um essen oder etwas zu trinken bittet.

        ansonsten wurde ich mal als nazi beschimpft, weil ich einer ausländerin, die rosen verkauft hat, nichts geben wollte.

        letzte woche in der vollen u-bahn hat sich einer immer ganz dicht an die leute gestellt und lautstark gebettelt: "bitte, bitte, gib, gib, jetzt gib schon, los, geld". bei einer hat es dann gefruchtet und sie hat ein paar cent aus der tasche gekramt und ihm in die hand gedrückt, er hat es angeschaut und gemeint, dass es zu wenig wäre und ihr vor die füße geworfen!

        vor einem laden steht immer ein mann, der die obdachlosenzeitung verkauft, den bring ich nach dem einkaufen immer was mit, mal eine packung kekse, mal ein paar brötchen, letztens waren es drei äpfel. er freut sich immer wahnsinnig.

        du bist also nicht allein!

        lg

        Ich kaufe nur regelmässig die Obdachlosenzeitung, höflichen Menschen die etwas für ihr Geld tun gebe ich gern was.

        Und unsere Essener Legende Günni Semmler hat früher immer was bekommen wenn er Akkordeon gespielt hat. Das tut er jetzt allerdings eine Etage höher...

        In Deutschland muss niemand hungern oder betteln.

        LG, katzz

      • Hinz und Kunzt kaufe ich regelmäßig und der Verkäufer bekommt auch immer einen € extra.
        Aber diese Bettelmafia bekommt von mir keinen Cent.

        Vor unserem LIDL kniet regelmäßig ein rumänischer Bettler mit Plastikbecher, der abends von seinem Padrone wieder eingesammelt wird. Der kniet manchmal so, dass man kaum einen Wagen nehmen kann. Da werde ich sowas von stinkesauer, dass ich jedesmal das Personal anspreche. Wenn der Filialleiter rausgeht, verschwindet der Bettler wieder ne Weile.
        Das ist organisierte Kriminalität, die kriegen alle definitiv nichts von mir.
        Mein Mann hat früher mal Bettlern was gegeben, die bei uns beim Bahnhof saßen. Aber die haben das ja auch alles nur in Alk umgesetzt.
        Mich schnauzten auch schon Kinder an, nach "nem Euro" - na da aber kann ich furchtbar stinkig werden. :-[
        Nein - wir geben Bettlern nichts mehr - lieber spende ich an sinnvolle Einrichtungen.
        Sollen sie schimpfen, das prallt komplett an mir ab.
        LG Moni

        .

        • ***
          Nein - wir geben Bettlern nichts mehr - lieber spende ich an sinnvolle Einrichtungen.
          ***

          Das ist eine schöne Geste finde ich, das Spenden an solche Einrichtungen. Wir haben jetzt nicht so viel Geld über, dass wir großartig spenden können, aber ich bringe zB auch Anziehsachen, die noch gut aussehen, die wir aber nicht mehr brauchen (Kinderklamotten, aber auch von uns Erwachsenen welche, Spielzeug...) zu unserem KiK (Kontakt in Krisen). Da ist es sinnvoll "angelegt" und ich weiß, dass es Menschen zu Gute kommt, die es wirklich brauchen.

          • Ich gebe auch ALLE Anziehsachen an unsere AWO (Arbeiterwohlfahrt)Kleiderkammer. Meine Tochter-Familie auch. Das sind immer noch sehr gute Teile, besonders wenn man einfach "rausgewachsen" ist :-p . Die kriegen auch noch gute Möbel, wenn man sich was Neues kauft usw.
            Wir haben in unserer Stadt auch ein Kinder- und Jugenddorf, die freuen sich auch über vieles, die bekamen letztens meinen Kinderautositz, hätte ihn noch verkaufen können, aber die brauchen ihn nötiger für Ausflugsfahrten. Da ist auch schon viel Spielzeug früher von meinen Kindern hingewandert und vieles mehr.
            Geld spende ich je nach Fall - das entscheide ich meist kurzfristig.
            In der Adventszeit werden in unserer Regionalpresse oft ziemlich schwere Schicksale veröffentlicht, für die die Stadt dann sammelt, das unterstütze ich gerne.

            Aber diese teils gewerbsmäßigen Bettler kriegen von mir garantiert nichts.
            LG Moni

      Ich gebe Bettlern grundsätzlich nichts.

      Hallo!

      Geld habe ich noch keinem Bettler oder Straßenmusiker gegeben. In Berlin habe ich einer Frau, die sehr "zerlumpt" aussah, eine Zigarette gegeben, weil sie in den öffentlichen Aschenbechern die Stummel rausgefischt habe. Hier habe ich letztes Jahr einem Bettler ein Brötchen gegeben, was wir vom Frühstücken beim Bäcker übrig hatten. Er sah aber auch sehr schlimm aus, es wirkte auf mich nicht, als würde er das spielen. Ich habe mir da keine Gedanken gemacht, ob eine "Bettelmafia" dahinter stehen könnte. Der Mann sah sehr krank aus und tat mir leid, wir waren satt und das Brötchen war übrig. Geld hätte ich ihm aber nicht gegeben, weil ich keinen evtl. Alkoholkonsum unterstützen möchte.

      Regelmäßig mache ich sowas aber nicht.

      LG littlelight

    (13) 14.08.12 - 22:26

    Ich arbeite nun im achten Jahr in einem Jobcenter. Niemand muss in D hungern. Höchstens für sein Geld etwas tun, so er denn kann (wer nicht mehr kann, bekommt auch Hilfe).

    Daher gebe ich nur Straßenkünstlern oder -musikanten etwas. Tumbe Schnorrer - nö, nix da.

    LG
    Ch.

    • >>wer nicht mehr kann, bekommt auch Hilfe<<

      wenn sie nicht mehr können, kommen sie ja eher nicht an und bitten um diese ;-)
      Ansonsten stimme ich vollkommen mit dir überein, vor unserem Toom sitzt immer ein Musikant mit Hund, ich bringe ihm immer eine Dose Hundefutter mit und er freut sich immer sehr - die zwei Euro bringen mich nicht um.

      LG

      • (15) 14.08.12 - 23:00

        "wenn sie nicht mehr können, kommen sie ja eher nicht an und bitten um diese"

        Nunja, aber dann gibt es Streetworker, Leute vom Kommunalen sozialen Dienst, Menschen aus caritativen Einrichtungen etc. pp. die auf diese Menschen zugehen. Und es ging hier ja nicht um solche Menschen, die still leiden, sondern um diese Schlaucher, die einen blöde anquatschen.

        In Frankfurt saß auf der Zeil jahrelang ein blinder Bettler mit einer dicken Katze auf dem Schoß, bei dem war ich immer hin- und hergerissen, ob ich etwas gebe. Ich habe es nicht getan und als irgendwann mal sogar die Hessenschau oder ähnlich einen Bericht über ihn und seine Familie brachte, war ich froh, dass ich nichts gegeben habe. Er war nämlich gar nicht soooo blind und seine Rente bzw. Sozialhilfe dazu war ihm schlicht zu wenig.

        Das dazu.

Top Diskussionen anzeigen