Was sagt ihr dazu???

    • (1) 21.08.12 - 14:40

      Hallöchen,

      habe gerade einen interessanten Artikel bei spon gelesen:

      http://www.spiegel.de/spiegel/emanzipation-warum-frauen-ihre-kinder-frueher-bekommen-sollten-a-851069.html

      Wollte mal eure Meinung hören. Mir selbst spricht er aus der Seele, weil ich einen ähnlichen Weg (wenn auch nicht bewusst, sondern von Natur so entschieden) gegangen bin. Bin Anfang 30, habe 2 Kinder die aus dem Gröbsten raus sind und eine abgeschlossenes Studium und beginne gerade beruflich so richtig durchtzustarten.

      Wie sah, sieht oder wird es bei euch aussehen?

      d

      • Sorry wegen der Fehler - die Hitze drückt aufs Hirn heut!

        Hi,

        ich bin seit kurzem 40 und mein Sohn ist 9,5 Jahre alt und ich bin Angestellte mit 20 Jahren Berufserfahrung.

        Als mein Sohn geboren wurde, war ich 30 Jahre und knapp 8 Monate alt - also der klassische Durchschnitt lt. Artikel. Für mich war und ist das ok.

        Ich wollte eigentlich gar kein Kind, wurde aber schwanger, weil die Pille versagte (war die falsche für mich). Hergeben würde ich meinen Sohn aber nie wieder!

        Für mich war klar, dass ich nicht so früh wie meine Mutter (20) schwanger werden wollte. Die war noch in der Ausbildung (Bundeswehrbeamtin), die ersten zwei Jahre nur von Fr - So zu Hause. Das war für sie mehr Belastung als alles andere. Ihr Vorteil: sie war gerade 40, als ich ausgezogen bin und sie konnte schon viel früher wieder "tun und lassen was sie wollte". Auch ihre Karriere ging erst wirklich los, als ich fast erwachsen war, weil sie auf mich Rücksicht nahm und auf Beföderungen (einhergehend mit Versetzungen) verzichtet hat.

        Als ich schwanger wurde, hatte ich mein berufliches Etappenziel erreicht, hatte einen guten Verdienst, hatte mich "ausgetobt" (Party, weite Urlaubsreisen, eigenes Pferd, etc.) und war einfach erwachsen. Die meisten Mütter in unserem Umfeld sind zw. 28-32 mit dem ersten Kind schwanger geworden und zufrieden. Ein paar sind wesentlich jünger (erstes Kind mit 16-21 Jahren), ein paar deutlich älter (37-45 bei der Geburt).

        Gruß
        Kim

      Also das perfekte Alter gibt es nicht... ich bin sehr jung Mutti geworden (mit 19 das 1. und mit 20 das 2.) und freue mich "die Beine hoch legen zu können", wenn andere gerade erst mit der Kinderplanung beginnen werden. Natürlich steht jetzt mein (Berufs-)Leben aussen vor, aber wenn die Kinder älter sind, bleibt mir noch sehr viel Zeit. So sehe ich das auch.

      Ob ich diesen Weg auch meiner Tochter vorschlagen werde, sollte je ein Gespräch darüber aufkommen, das kann ich aber nicht versprechen. Wenn man jung Mutti wird, dann hat es auch einige Nachteile. In erster Linie natürlich den, dass man Omis,Opis,Tanten und Onkels nicht mehr so mit in die Erziehung und Betreuung einbinden kann wie vor 40 Jahren... ausserdem ist man dazu gezwungen schnell erwachsen zu werden und Verantwortung zu tragen, die andere junge Menschen nicht tragen brauchen.

      Jedes Alter hat seine Vor- und Nachteile...

      Mir gefallen Artikel und Aussage sehr gut und auch ich bin absolut für frühes Kinderkriegen #pro

      Im Endeffekt muss das natürlich jeder für sich entscheiden, ich wäre aber unheimlich glücklich, wenn meine Tochter (sollte sie sich für Kinder entscheiden), mit Anfang 20 Mutter wird. Ihr/e Kind/er haben so einfach länger was von ihr (höchstwahrscheinlich), ich erlebe meine Enkelkinder dann noch und sie würden noch eine Ur- und vielleicht sogar noch eine Ururoma haben (so wie meine Tochter jetzt)

    • Es hat alles Vor- und Nachteile. Und das für alle beste Alter gibt es nicht.

      • Das ist schon richtig - es geht ja auch vielmehr um das Problem der tickenden Uhr und der abnehmenden Fruchtbarkeit bei Frauen um die 40. Und wenn Frauen aufgrund von familienunfreundlichen gesellschaftlichen Strukturen dazu "gezwungen" werden bis in die 30'er zu warten, bürden wir uns als Gesellschaft doch emotionale, psychische und auch finanzielle Probleme auf, die es nicht gäbe, wenn man unterstützt von allem "im besten gebährfähigen Alter" seine Kinder bekommen kann. Man kann soviel darüber streiten - ich weiß - aber für mich ist es "unnatürlich" sein erstes Kind erst mit Ende 30 bekommen zu wollen. Ich sage hier NICHTS über die Qualitäten von Eltern in welchem Alter auch immer aus - es geht nur darum, dass ich glaube, dass die Natur eher ein Alter zwischen 20 und 30 für erste Kinder vorgesehen hat (hohe Fruchtbarkeit). Ich weiß aber auch, dass das nicht bei allen gleich klappt, der richtige Mann dazu auch später erst gefunden ... - diese Faktoren spielen ja alle mit rein. Aber das die Wirtschaftskultur in Deutschland sich so zwingend auf das steigende Erstgebährendenalter ausgewirkt hat, finde ich fatal. d

        • Im übrigen finde ich auch ziemlich schräg, was ich bei einigen männlichen Lesern vernommen habe - nämlich, dass sich viele mit Mitte 30 noch nicht reif für ein Kind halten - da könnte ich manchmal schreien (gebe zu, da bin ich vielleicht etwas intolerant, vor allem wenn es sich um irgendwelche Managertypen handelt, die 300 Leute beschäftigen) d

        Ja, ganz klar wäre es biologisch günstiger, im eigentlichen Hoch der Gebärfähigkeit Kinder zu bekommen und klar, ist es Mist, daß viele sich das eigentlich gar nicht frei aussuchen können, eben wegen des ganzen Drumherum.

        Aber man darf auch nicht vergessen, daß zb eine längere Ausbildunsgzeit (zb zusätzlich Studium) immer Einfluß haben wird.
        Egal wie viel Unterstützung und Betreuung man bekommen könnte, so ist nicht jeder bereit während oder direkt vor einem Studium ein Kind anschaffen zu wollen, weil es trotz allem eine zusätzliche Belastung ist. Hört sich etwas hart an, aber ich glaube nicht, daß ich den Nerv für das Studium mit Kind gehabt hätte oder wie lange es dann gedauert hätte.

        • (12) 22.08.12 - 11:27

          Man sollte auch nicht vergessen, dass Kinder Geld kosten. Wie sollen junge Mütter das finanzieren? Und wie soll dann der (Wieder)Einstieg ins Berufsleben aussehen? Wer bitte stellt heutzutage eine 40-Jährige ohne Berufserfahrung ein, die sich jahrelang um Kindererziehung gekümmert hat?

          • (13) 22.08.12 - 11:35

            Eben, obwohl es im Artikel ja heißt, man bekäme mehr Geld, wenn man ein Kind hat und bei geringem Einkommen hätte man ja so wenige Abzüge #cool

            ##
            Und wie soll dann der (Wieder)Einstieg ins Berufsleben aussehen? Wer bitte stellt heutzutage eine 40-Jährige ohne Berufserfahrung ein, die sich jahrelang um Kindererziehung gekümmert hat?
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            Ja, das habe ich hier auch schon irgendwo geschrieben.

            Auch wenn die Ausbildung toll ist, nützt es nicht viel, wenn man das Ergebnis nie praktisch vertieft hat und dann auch noch jahrelange Pause? Da sind die Chancen einfach schlecht.

Danke für die Beiträge - natürlich kommt alles auf die Perspektive an. Ich war Mitte 20 und in der Abschlussphase meines Studiums als der Erste kam - es war zwar nicht immer alles easy, aber die Zeit konnte ich mir (und mein Mann) sich wirklich gut einteilen. Das mit den Kosten stimmt auch und auch die Betreuung war bei uns gut über die Uni geregelt. Darum war es für uns perfekt. d

Hallo!

Ich bin mit 22 Mama geworden. Alle aus meinem Freundeskreis sind älter als ich (zwischen 4 und 8 Jahren). Unsere Kinder sind im selben Alter.

Wenn meine Tochter 14 ist, werde ich so alt sein, wie meine Freundinnen jetzt. Der Gedanke gefällt mir irgendwie. ;-) Beruflich erfolgreicher als ich, ist übrigens keine meiner älteren Freundinnen.

Es hat alles seine Vor- und Nachteile. Die haben sich vor den Kindern ausgetobt, ich mache das mit Kind :-p

LG Lena

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