Ausländischer Nachname

    • (1) 07.09.12 - 10:33

      Hallo,

      Ich werde demnächst meinen Partner heiraten nun steht die Entscheidung an: Sein Nachname oder meiner ( Doppelnamen kommt nicht in Frage)

      Er hat einen komplizierten ausländischen ( russischen ) Nachnamen, ich einen deutschen.

      Ich habe von einigen gehört das sie tatsächlich Probleme mit einem ausländischen Nachnamen bekommen habe insbesondere bei der Jobsuche, mich würde interessieren ob das Einzelfälle waren oder wie eure Erfahrungen sind?

      • (2) 07.09.12 - 10:38

        "Ich werde demnächst meinen Partner heiraten nun steht die Entscheidung an: Sein Nachname oder meiner ( Doppelnamen kommt nicht in Frage)"

        Und warum behaltet ihr nicht beide euren Namen?

        • (3) 07.09.12 - 10:47

          Das wäre natürlich auch ein Möglichkeit, aber es wäre schon schön als Familie den selben Nachnamen zu haben. Außerdem stellt sich die Frage dann bei den Kindern sowieso.

      (4) 07.09.12 - 10:53

      Hi,

      >>Ich habe von einigen gehört das sie tatsächlich Probleme mit einem ausländischen Nachnamen bekommen habe insbesondere bei der Jobsuche, mich würde interessieren ob das Einzelfälle waren oder wie eure Erfahrungen sind?<<

      Hab ich noch nie was von gehört.

      In der Bewerbung steht ja nicht nur :

      Guten Tag mein Name ist ''Schurawljow''

      sondern auch die bisher ausgeübte Tätigkeit, Zeugnisse, Weiterbildungen, Empfehlungsschreiben etc. und außderm auch in der Regel der Mädchenname.

      Ich weiß bloß von manchen, die eine wirklich schlechte Bewerbung abgeben und versuchen die Absage dann auf die Herkunft zu schieben ''Diskriminierung'' aber nicht einsehen wollen dass es tatsächlich an den nicht Vorhandenen Fähigkeiten für den Beruf liegt.

      LG

      • (5) 07.09.12 - 11:11

        Naja bei einem guten Freund von mir, deutscher mit ausländischem Nachnamen, war das anders. Er ist Ingenieur und hatte ein gute Bewerbung. Antwort der Firma ( ich habe sie selbst gelesen, also echt kein Fake): Bevor wir die Bewerbung bearbeiten können brauchen wir eine Kopie ihrer Arbeits-und Aufenthaltserlaubnis. Dann stand in der Mail noch, dass sie nicht für ihn eine Aufenthaltserlaubnis beantragen können, er müsse eine haben.
        Die haben nur das Deckblatt mit dem Foto ( dunkle Haare, dunkle Augen )und dem Namen gesehen und gleich Schlüsse gezogen. Dem Lebenslauf hätten sie die Geburtsdaten entnehmen können, aber der wurde scheinbar nie angesehen.
        Die Menschen sind nicht alle so tolerant wie wir das gerne hätten. Mich interessiert ob noch andere solche Erfahrungen gemacht haben oder ob das einfach eine echt schlimme Ausnahme war.

        Doch, da gabs mal eine Studie zu. Da wurde eine Praktikumsbewerbung mit Lebenslauf, Zeugnissen etc angefertigt, und dann entweder ein türkischer oder ein deutscher Name draufgeschrieben. Die Bewerbungen, die unter dem deutschen Namen eingingen, wurden häufiger positiv beantwortet, als die unter dem türkischen.
        http://www.migazin.de/2010/02/09/studie-belegt-nachteile-fur-bewerber-mit-turkischen-namen/
        Unter dem Aspekt kann ich die Bedenken der TE schon verstehen.

        VG

      • Es entsprecht keineswegs der Realität, dass Migranten die selben Chancen haben.
        Diskriminierung existiert!!
        Und diese als Ausrede zu ab zu tun, ist naiv und/ oder ignorant und/oder bösartig.

    (8) 07.09.12 - 11:04

    in einer bewerbung schreibst du ja im lebenslauf vorname, name geborene blabla zudem kann man auch seine staatsangehörigkeit angeben und dass du verheiratet bist.

    ich hab auch einen ausländischen nachname und hatte bei sowas nie probleme mit.

    ich kenne es allerdings von einer freundin die eine kroatische staatsangehörigkeit hat jedoch in Deutschland geboren ist, da bekommt man schon desöfteren mal einen stempel verpasst

    wenn du dir nicht sicher bist..behaltet beide euren name

    • >>ich kenne es allerdings von einer freundin die eine kroatische staatsangehörigkeit hat jedoch in Deutschland geboren ist, da bekommt man schon desöfteren mal einen stempel verpasst<<

      Und welchen???

      Ist reine Neugierde weil mein Mann auch Kroate ist (Allerdings meinen die Meisten ich wäre der Kroatische Teil der Ehe wenn sie hören das unsere Tochter auch Kroatische Wurzeln hat:-p) jedenfalls sind uns noch nie irgendwelche Stempel begegnet ;-)

      LG

      • na so einen stempel..vonwegen..kroatisch...nee nächste bewerbung...ist ja egal ob kroatisch, türkisch, russisch, sonstwas... leider leider habe ich das auch schon erlebt als bei meinem früheren arbeitgeber bewerbungen eingegangen sind.

        • Das hat aber auch mit den Vorgaben zu tun. Die sind zwar nirgends schriftlich hinterlegt aber in fast allen Personalbüros deutscher Firmen lautet das Credo:

          Zuerst deutsche Bewerber (und bitte nicht jene, welche die Staatsbürgerschaft später angenommen haben - am Nachnamen merkt man das), direkt danach EU-Bürger und das Ende der Fahnenstange sind die Drittländer.

          LG
          B.

      kroatisch ist ok - bei türkisch oder arabisch wirds schwieriger...

Hallo,

ich trage seit ca. 30 Jahren einen für die meisten unaussprechlichen ausländischen Nachnamen und hatte noch nie Probleme. Das einzige Problem, das ich habe ist, dass ich den Namen stets und ständig buchstabieren muss und nach der Herkunft des Namens gefragt werde.

Daher habe ich auch schon mal überlegt, ob ich wieder meinen Mädchennamen annehme, da dieser viel einfacher ist. Aber irgendwie bin ich altmodisch und möchte nicht anders heißen als meine Kinder. Wenn diese mal heiraten (ich hoffe, meine Tochter und mein Sohn nehmen dann die Namen ihrer Partner an), dann werde ich wahrscheinlich den Namen ablegen.

Fazit: Nachteile werden Dir wohl nicht entstehen, aber es ist nervig, ständig den Namen buchstabieren zu müssen. Daher würde ich mich - wenn Du einen schönen Familiennamen hast - diesen behalten.

LG, Cinderella

  • Du weißt nie, welchen Job und welche Chance Du aufgrund des Namens nicht bekommen hast...

    Gruß

    Manavgat

    (15) 09.09.12 - 22:41

    "Nachteile werden Dir wohl nicht entstehen, aber es ist nervig, ständig den Namen buchstabieren zu müssen. Daher würde ich mich - wenn Du einen schönen Familiennamen hast - diesen behalten."

    Sehe ich genauso. Ich denke gar nicht an Diskriminierung, sondern wirklich an den Alltag. Man muss IMMER seinen Namen buchstabieren und IMMER ob in der Arztpraxis oder in der Schule, wird er falsch ausgesprochen. Dann wird man IMMER gefragt, woher dieser Name kommt etc.pp.
    Ich würde auch im Interesse der Kinder den einfacheren und unkomplizierteren Namen wählen. So würde ich ebenfalls lieber "Wieczorek" oder "Süleyman" zum Nachnamen heißen als Pickel, Fick oder Spinnenhirn.

    Grüße
    Luka

(16) 07.09.12 - 11:29

Mich würde das ständige Buchstabieren nerven... und wahrscheinlich wird der Name dann trotzdem oft falsch geschrieben oder auch falsch ausgesprochen. Mich würde das stören, aber das muss ja nicht für Euch gelten.

Was meint denn Dein Partner dazu? Ich kenne einige ähnliche Fälle aus dem Bekanntenkreis, in denen diejenigen mit dem "komplizierten" Nachnamen eher erleichtert waren, diesen los werden zu können (egal ob Mann oder Frau).

  • (17) 07.09.12 - 11:58

    Mein Mann gibt zu das der Name nicht optimal ist. Aber es fällt ihm schwer sich vor zustellen den Namen der Frau an zu nehmen. Er ist kein Neandertaler aber in dem Punkt müsste er sich schon starkt überwinden und so recht kann er es sich nicht vorstellen, aber er will offen sein.

    • (18) 07.09.12 - 12:09

      Ich kann ihn verstehen. Mir ging es doch nicht anders. Da mein Vorname International ist, wäre es einfach gewesen, einfach den Namen meines Mannes anzunehmen. Ich konnte das irgendwie nicht.

      Wie steht er dazu, dass du deinen Namen behälst und die künftigen Kinder deinen bekommen?

      Aber auch da könnte ich ihn verstehen, wenn er sich schwer täte.

      LG
      B.

      • (19) 07.09.12 - 13:37

        Damit das ich meinen Namen behalte hat er natürlich grundsätzlich nichts, aber er wünscht sich genau wie ich das wir schon als Familie den selben Namen haben. das seine Kinder einen anderen Namen haben als er stört ich natürlich, diese Vorstellung stört mich anderer seits auch und ist der Grund warum ich will das wir alle einen Namen haben. Ich will auch nicht das meine Kinder anders heißen.

(20) 07.09.12 - 13:36

"Mich würde das ständige Buchstabieren nerven... und wahrscheinlich wird der Name dann trotzdem oft falsch geschrieben oder auch falsch ausgesprochen"

Ich habe einen echt deutschen Namen mit 3 Buchstaben - der wird genauso häufig falsch geschrieben, wie mein serbischer Geburtsname!

Ist also auch keine Garantie ;-)

(21) 07.09.12 - 11:33

Hej,
der Nachname meines Mannes ist auch, für viele jedenfalls, schwer aussprechbar.
Als wir geheiratet haben, stand für mich fest, das ich diesen Nachname nicht annehmen möchte, da ich keine Lust habe ständig zu buchstabieren #schwitz
Also hat jeder seinen behalten, buchstabieren musste ich seinen dann trotzdem, da seiner ja auch überall angegeben werden musste #aerger

Nach einem Jahr hat er dann meinen angenommen und wir haben dieses buchstabier Problem nicht mehr #huepf

Also über Probleme bei der Jobsuche habe ich noch nichts gehört.
Für mich überwiegt jedoch viel mehr das Problem der Aussprache.. Das kann wirklich Nerven kosten.. Überlegt es euch und vielleicht ist er ja garnicht abgeneigt deinen Namen anzunehmen?

Lg
Kathi

(22) 07.09.12 - 11:48

Ihr habt die Option deinen Namen als Familiennamen anzunehmen oder das beide ihren Namen behalten. Bei der Eheschliessung werdet ihr in dem Fall vom Standesbeamten gefragt, wie die künftigen Kinder mit Nachnamen heißen sollen.

Meine Erfahrung: Ich selbst = ausländischer Nachname mein Mann = Deutscher Nachname.
Kind: Selber Nachname wie der Vater.

Nachteile die mir begegnet sind z.B. Wohnungsuche. Rief mein Mann mit seinem deutschen Nachnamen an, hatten wir einen Besichtigungstermin. Rief ich an mit meinem "exotischen" Nachnamen, waren die Wohnung meist vergeben.

Kreditvergaben - selbes Spiel.

Schule ... mein Kind schreibt bestnoten insbesondere im Fach Deutsch. Eine Lehrkraft liest nur den Namen ihrer Mutter und ohne sich über das Kind überhaupt zu informieren, sollte es zur Sprachförderung #rofl

Jobvergabe läuft ähnlich. Aber da gibt es sowieso ungeschriebene Gesetze. Ich habe lange Bewerbungen bearbeitet. Die Vorgaben in fast allen Firmen lauten:

Bei gleicher Qualifikation kommt immer:

1) Deutsche

2) EU-Bürger
3) Drittländer

Dies mal meine Erfahrungen/Tipps.

LG

(23) 07.09.12 - 11:52

wenn Ihr vorhabt in Deutschland zu leben würde ich für den deutschen Namen plädieren.
egal was manche sagen - niemand ist vorurteilsfrei und mit mit ausländischen Namen hat mans aus meiner Sicht immer schwerer!

(24) 07.09.12 - 13:31

Hi,

mein Großvater kam aus Serbien. Dementsprechend hatte ich einen serbischen Nachnamen und mein Vater, obwohl in Deutschlang geboren und deutscher Staatsbürger, hat dazu noch einen serbischen Vornamen. Meine Mutter nahm bei der Heirat auch seinen Namen an.

Probleme hatten damit weder meine Mutter noch ich. Außer, dass viele Probleme mit der Aussprache hatten, bis man es mal erklärt hat. Zudem steht ja im Lebenslauf die Staatsangehörigkeit drin (zumindest ich habe sie aufgrund des Namens immer dazu geschrieben).

Seit ca. 10 Jahren habe ich nun einen kurzen, echt deutschen Nachnamen - und oft bekomme ich zu hören "ich habe jetzt jemanden erwartet, der asiatisch aussieht".

Mein Vater hatte allerdings schon das ein oder andere Mal Probleme, dass man nach Aufenthalteserlaubnis / Arbeitserlaubnis gefragt hat. Das liegt aber ganz sicher auch an seinem Vornamen.

ABER: warum nimmt er nicht Deinen Namen an? Gerade russische Namen sind sehr oft sehr schwer zu sprechen / schreiben.

Ich hätte meinen Namen z.B. nicht abgelegt bei der Hochzeit, wenn mein Mann Müller, Meier oder Schulze geheißen hätte... das wäre mir zu alltäglich gewesen.

Gruß
Kim

  • (25) 07.09.12 - 13:43

    Es fällt ihm schwer sich damit an zu freunden meinen Namen an zu nehmen aber er versucht sich ehrlich und unvoreingenommen damit zu beschäftigen und denkt darüber nach und ich tue das meiner Seits auch.

    Sein Name ist schwer, vor allem die Schreibweise..da kommt man um ständiges Buchstabieren auf keinen Fall rum. leider schreiben den Namen trotzdem alle falsch...wir bekommen Post ins Haus für meinen Verlobten..da stehen Versionen des Nachnamens drauf, da stehen einem die Haare zu Berge. Ich habe allerdings gegen das Buchstabieren nichts, damit kann ich gut leben und umgehen.
    Ich fürchte nur das es konsequenzen gibt. ich habe schon etwaqs weiter oben geantwortet mit der geschichte eines guten Freundes bei der Jobsuche nach der Uni..sowas will ich nicht.

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