Ausländischer Nachname

Hallo,

Ich werde demnächst meinen Partner heiraten nun steht die Entscheidung an: Sein Nachname oder meiner ( Doppelnamen kommt nicht in Frage)

Er hat einen komplizierten ausländischen ( russischen ) Nachnamen, ich einen deutschen.

Ich habe von einigen gehört das sie tatsächlich Probleme mit einem ausländischen Nachnamen bekommen habe insbesondere bei der Jobsuche, mich würde interessieren ob das Einzelfälle waren oder wie eure Erfahrungen sind?

Ihr habt die Option deinen Namen als Familiennamen anzunehmen oder das beide ihren Namen behalten. Bei der Eheschliessung werdet ihr in dem Fall vom Standesbeamten gefragt, wie die künftigen Kinder mit Nachnamen heißen sollen.

Meine Erfahrung: Ich selbst = ausländischer Nachname mein Mann = Deutscher Nachname.
Kind: Selber Nachname wie der Vater.

Nachteile die mir begegnet sind z.B. Wohnungsuche. Rief mein Mann mit seinem deutschen Nachnamen an, hatten wir einen Besichtigungstermin. Rief ich an mit meinem "exotischen" Nachnamen, waren die Wohnung meist vergeben.

Kreditvergaben - selbes Spiel.

Schule ... mein Kind schreibt bestnoten insbesondere im Fach Deutsch. Eine Lehrkraft liest nur den Namen ihrer Mutter und ohne sich über das Kind überhaupt zu informieren, sollte es zur Sprachförderung #rofl

Jobvergabe läuft ähnlich. Aber da gibt es sowieso ungeschriebene Gesetze. Ich habe lange Bewerbungen bearbeitet. Die Vorgaben in fast allen Firmen lauten:

Bei gleicher Qualifikation kommt immer:

1) Deutsche

2) EU-Bürger
3) Drittländer

Dies mal meine Erfahrungen/Tipps.

LG

"Ich werde demnächst meinen Partner heiraten nun steht die Entscheidung an: Sein Nachname oder meiner ( Doppelnamen kommt nicht in Frage)"

Und warum behaltet ihr nicht beide euren Namen?

Das wäre natürlich auch ein Möglichkeit, aber es wäre schon schön als Familie den selben Nachnamen zu haben. Außerdem stellt sich die Frage dann bei den Kindern sowieso.

Hi,

>>Ich habe von einigen gehört das sie tatsächlich Probleme mit einem ausländischen Nachnamen bekommen habe insbesondere bei der Jobsuche, mich würde interessieren ob das Einzelfälle waren oder wie eure Erfahrungen sind?<<

Hab ich noch nie was von gehört.

In der Bewerbung steht ja nicht nur :

Guten Tag mein Name ist ''Schurawljow''

sondern auch die bisher ausgeübte Tätigkeit, Zeugnisse, Weiterbildungen, Empfehlungsschreiben etc. und außderm auch in der Regel der Mädchenname.

Ich weiß bloß von manchen, die eine wirklich schlechte Bewerbung abgeben und versuchen die Absage dann auf die Herkunft zu schieben ''Diskriminierung'' aber nicht einsehen wollen dass es tatsächlich an den nicht Vorhandenen Fähigkeiten für den Beruf liegt.

LG

Naja bei einem guten Freund von mir, deutscher mit ausländischem Nachnamen, war das anders. Er ist Ingenieur und hatte ein gute Bewerbung. Antwort der Firma ( ich habe sie selbst gelesen, also echt kein Fake): Bevor wir die Bewerbung bearbeiten können brauchen wir eine Kopie ihrer Arbeits-und Aufenthaltserlaubnis. Dann stand in der Mail noch, dass sie nicht für ihn eine Aufenthaltserlaubnis beantragen können, er müsse eine haben.
Die haben nur das Deckblatt mit dem Foto ( dunkle Haare, dunkle Augen )und dem Namen gesehen und gleich Schlüsse gezogen. Dem Lebenslauf hätten sie die Geburtsdaten entnehmen können, aber der wurde scheinbar nie angesehen.
Die Menschen sind nicht alle so tolerant wie wir das gerne hätten. Mich interessiert ob noch andere solche Erfahrungen gemacht haben oder ob das einfach eine echt schlimme Ausnahme war.

Doch, da gabs mal eine Studie zu. Da wurde eine Praktikumsbewerbung mit Lebenslauf, Zeugnissen etc angefertigt, und dann entweder ein türkischer oder ein deutscher Name draufgeschrieben. Die Bewerbungen, die unter dem deutschen Namen eingingen, wurden häufiger positiv beantwortet, als die unter dem türkischen.
http://www.migazin.de/2010/02/09/studie-belegt-nachteile-fur-bewerber-mit-turkischen-namen/
Unter dem Aspekt kann ich die Bedenken der TE schon verstehen.

VG

weiteren Kommentar laden

in einer bewerbung schreibst du ja im lebenslauf vorname, name geborene blabla zudem kann man auch seine staatsangehörigkeit angeben und dass du verheiratet bist.

ich hab auch einen ausländischen nachname und hatte bei sowas nie probleme mit.

ich kenne es allerdings von einer freundin die eine kroatische staatsangehörigkeit hat jedoch in Deutschland geboren ist, da bekommt man schon desöfteren mal einen stempel verpasst

wenn du dir nicht sicher bist..behaltet beide euren name

>>ich kenne es allerdings von einer freundin die eine kroatische staatsangehörigkeit hat jedoch in Deutschland geboren ist, da bekommt man schon desöfteren mal einen stempel verpasst<<

Und welchen???

Ist reine Neugierde weil mein Mann auch Kroate ist (Allerdings meinen die Meisten ich wäre der Kroatische Teil der Ehe wenn sie hören das unsere Tochter auch Kroatische Wurzeln hat:-p) jedenfalls sind uns noch nie irgendwelche Stempel begegnet ;-)

LG

na so einen stempel..vonwegen..kroatisch...nee nächste bewerbung...ist ja egal ob kroatisch, türkisch, russisch, sonstwas... leider leider habe ich das auch schon erlebt als bei meinem früheren arbeitgeber bewerbungen eingegangen sind.

weitere 2 Kommentare laden

Hallo,

ich trage seit ca. 30 Jahren einen für die meisten unaussprechlichen ausländischen Nachnamen und hatte noch nie Probleme. Das einzige Problem, das ich habe ist, dass ich den Namen stets und ständig buchstabieren muss und nach der Herkunft des Namens gefragt werde.

Daher habe ich auch schon mal überlegt, ob ich wieder meinen Mädchennamen annehme, da dieser viel einfacher ist. Aber irgendwie bin ich altmodisch und möchte nicht anders heißen als meine Kinder. Wenn diese mal heiraten (ich hoffe, meine Tochter und mein Sohn nehmen dann die Namen ihrer Partner an), dann werde ich wahrscheinlich den Namen ablegen.

Fazit: Nachteile werden Dir wohl nicht entstehen, aber es ist nervig, ständig den Namen buchstabieren zu müssen. Daher würde ich mich - wenn Du einen schönen Familiennamen hast - diesen behalten.

LG, Cinderella

Du weißt nie, welchen Job und welche Chance Du aufgrund des Namens nicht bekommen hast...

Gruß

Manavgat

"Nachteile werden Dir wohl nicht entstehen, aber es ist nervig, ständig den Namen buchstabieren zu müssen. Daher würde ich mich - wenn Du einen schönen Familiennamen hast - diesen behalten."

Sehe ich genauso. Ich denke gar nicht an Diskriminierung, sondern wirklich an den Alltag. Man muss IMMER seinen Namen buchstabieren und IMMER ob in der Arztpraxis oder in der Schule, wird er falsch ausgesprochen. Dann wird man IMMER gefragt, woher dieser Name kommt etc.pp.
Ich würde auch im Interesse der Kinder den einfacheren und unkomplizierteren Namen wählen. So würde ich ebenfalls lieber "Wieczorek" oder "Süleyman" zum Nachnamen heißen als Pickel, Fick oder Spinnenhirn.

Grüße
Luka

Mich würde das ständige Buchstabieren nerven... und wahrscheinlich wird der Name dann trotzdem oft falsch geschrieben oder auch falsch ausgesprochen. Mich würde das stören, aber das muss ja nicht für Euch gelten.

Was meint denn Dein Partner dazu? Ich kenne einige ähnliche Fälle aus dem Bekanntenkreis, in denen diejenigen mit dem "komplizierten" Nachnamen eher erleichtert waren, diesen los werden zu können (egal ob Mann oder Frau).

Mein Mann gibt zu das der Name nicht optimal ist. Aber es fällt ihm schwer sich vor zustellen den Namen der Frau an zu nehmen. Er ist kein Neandertaler aber in dem Punkt müsste er sich schon starkt überwinden und so recht kann er es sich nicht vorstellen, aber er will offen sein.

Ich kann ihn verstehen. Mir ging es doch nicht anders. Da mein Vorname International ist, wäre es einfach gewesen, einfach den Namen meines Mannes anzunehmen. Ich konnte das irgendwie nicht.

Wie steht er dazu, dass du deinen Namen behälst und die künftigen Kinder deinen bekommen?

Aber auch da könnte ich ihn verstehen, wenn er sich schwer täte.

LG
B.

weitere 2 Kommentare laden

Hej,
der Nachname meines Mannes ist auch, für viele jedenfalls, schwer aussprechbar.
Als wir geheiratet haben, stand für mich fest, das ich diesen Nachname nicht annehmen möchte, da ich keine Lust habe ständig zu buchstabieren #schwitz
Also hat jeder seinen behalten, buchstabieren musste ich seinen dann trotzdem, da seiner ja auch überall angegeben werden musste #aerger

Nach einem Jahr hat er dann meinen angenommen und wir haben dieses buchstabier Problem nicht mehr #huepf

Also über Probleme bei der Jobsuche habe ich noch nichts gehört.
Für mich überwiegt jedoch viel mehr das Problem der Aussprache.. Das kann wirklich Nerven kosten.. Überlegt es euch und vielleicht ist er ja garnicht abgeneigt deinen Namen anzunehmen?

Lg
Kathi

wenn Ihr vorhabt in Deutschland zu leben würde ich für den deutschen Namen plädieren.
egal was manche sagen - niemand ist vorurteilsfrei und mit mit ausländischen Namen hat mans aus meiner Sicht immer schwerer!

Hi,

mein Großvater kam aus Serbien. Dementsprechend hatte ich einen serbischen Nachnamen und mein Vater, obwohl in Deutschlang geboren und deutscher Staatsbürger, hat dazu noch einen serbischen Vornamen. Meine Mutter nahm bei der Heirat auch seinen Namen an.

Probleme hatten damit weder meine Mutter noch ich. Außer, dass viele Probleme mit der Aussprache hatten, bis man es mal erklärt hat. Zudem steht ja im Lebenslauf die Staatsangehörigkeit drin (zumindest ich habe sie aufgrund des Namens immer dazu geschrieben).

Seit ca. 10 Jahren habe ich nun einen kurzen, echt deutschen Nachnamen - und oft bekomme ich zu hören "ich habe jetzt jemanden erwartet, der asiatisch aussieht".

Mein Vater hatte allerdings schon das ein oder andere Mal Probleme, dass man nach Aufenthalteserlaubnis / Arbeitserlaubnis gefragt hat. Das liegt aber ganz sicher auch an seinem Vornamen.

ABER: warum nimmt er nicht Deinen Namen an? Gerade russische Namen sind sehr oft sehr schwer zu sprechen / schreiben.

Ich hätte meinen Namen z.B. nicht abgelegt bei der Hochzeit, wenn mein Mann Müller, Meier oder Schulze geheißen hätte... das wäre mir zu alltäglich gewesen.

Gruß
Kim

Es fällt ihm schwer sich damit an zu freunden meinen Namen an zu nehmen aber er versucht sich ehrlich und unvoreingenommen damit zu beschäftigen und denkt darüber nach und ich tue das meiner Seits auch.

Sein Name ist schwer, vor allem die Schreibweise..da kommt man um ständiges Buchstabieren auf keinen Fall rum. leider schreiben den Namen trotzdem alle falsch...wir bekommen Post ins Haus für meinen Verlobten..da stehen Versionen des Nachnamens drauf, da stehen einem die Haare zu Berge. Ich habe allerdings gegen das Buchstabieren nichts, damit kann ich gut leben und umgehen.
Ich fürchte nur das es konsequenzen gibt. ich habe schon etwaqs weiter oben geantwortet mit der geschichte eines guten Freundes bei der Jobsuche nach der Uni..sowas will ich nicht.

hi,

wenn der Name so oft falsch geschrieben wird, weil er sehr komplziert ist und ihr in Deutschland leben wollt, dann würde ich den Namen nicht annehmen. Wie wäre es denn mit einem Doppelnamen für Deinen Mann und Dein Name ist dann der Familienname auch für die Kinder?

Dann müsste er seinen nicht ablegen, du behälst Deinen Namen und die Kinder müssen sich später auch nicht mit diesem komplizierten Namen "herumschlagen".

LG
Kim

ich war in einer umgekehter Situation... ich ("Ausländerin") habe einen Deutschen geheiratet und seinen Nachnamen angenommen... ich habe das Gefühl, dass es mit etwas geholfen hat (bzw, ich wurde "anders behandelt")...es kann aber auch Einzelfall sein...
lg

Hallo,

wenn dein Partner nichts dagegen hat, nimmt den DEUTSCHEN Nachnamen.

Die Geschichte kommt mir so bekannt vor. Das Problem hatte meine Tante und mein Onkel auch. Sie hatten solche Probleme, dass sie sich nach einigen Ehejahren entschieden haben, ihren deutschen Namen zu nehmen. Und das war dann einen riesen Aufwand. Vorher hatten sie seinen ungarischen Namen, gar nicht schwer ausprechbar, eigentlich ganz einfach.

Ich würde den deutschen Namen nehmen. Mit einem ausländischen Namen, wirst du immer wieder gefragt, woher du kommst. Andere haben gleich Vorurteile, wenn sie den Namen nur lesen. Mein ehem. Chef hatte früher die Bewerbungen mit "Olga" gleich aussortiert...

Überrede deinen Man...

LG

Wir standen vor dem selben Problem.

Wir haben uns vorallem wegen unseres Sohnes für den deutschen Namen entschieden gehabt. Wir haben mehr ländlich gewohnt und wollten ihm direkt irgendwelche Probleme oder Vorurteile ersparen.

Naja, nun leben wir im Ausland und es ist genau andersrum. Negatives haben wir hier
aber noch nie erlebt..

Wie man es macht, man macht es falsch :) Mittlerweile bereuen wir aber keinen VORNAMEN genommen zu haben der einfach in beiden Sprachen ist. Naja, wir können damit leben, er auch..

Würde ich aber dennoch wieder in Deutschland leben, würde ich immer wieder den deutschen Nachnamen annehmen und mein Mann denkt uneingeschränkt genauso!

Hallo,

mein Mädchenname war eigentlich recht einfach und trotzdem mußte ich ihn regelmässig buchstabieren, wurde dann, bis auf wenige Ausnahmen aber richtig geschrieben.
Mit dem Namen aus meiner ersten Ehe,ging es gleich so weiter. Erschwerend kam ein accent dazu, der entweder gar nicht geschrieben wurde (dann klang mein Name wie ein Schulfach ;-)) oder falschrum.
Jetzt habe ich nen wirklich deutschen Allerweltsnamen und wieder bin ich am Buchstabieren, weil es verschiedene Schreibweisen gibt.#rofl

Ich hab nie schlechte Erfahrungen mit meinem ersten angeheirateten Nachnamen gehabt. Eher Neugier. Allerdings denke ich, dass es da sicher auch auf das "angenomme" Herkunftsland ankommt.

Eine Freundin von mir ist Argentinierin, er ist Kubaner und er hat darauf bestanden, dass sie und ihr gemeinsamer Sohn ihren deutschstämmigen Nachnamen haben. Sie sagt selber, alles was offiziell ist, versuchen sie erstmal mit ihrem Namen, da beim Nachnamen ihres Mannes von vornherein abgeblockt wird. Egal ob Wohnungsuche oder Ämter.

Wenn der Name sehr ausländisch/russisch klingt, würde ich an deiner Stelle deinen Namen behalten und auch für gemeinsame Kinder.

lg
Silvia

Ich habe bei der Hochzeit den Nachnamen meines Mannes angenommen. Probleme habe ich bis dahin noch nie gehabt, außer dem Buchstabieren, aber das ging mir bei meinem Mädchennamen nicht anders.

Ärgern musste ich mich wirklich nur ein einziges Mal, als mein Mittlerer wegen seines Nachnamens in der Schule in den Kurs 'Deutsch für Ausländer'gesteckt wurde. #klatsch

ihr lebt ja hier in Deutschland. Dann wäre es doch angebracht auch einen deutschen Nachnamen zu tragen.ich würde mcih so entscheiden. lebe ich hier dann den deutschen. Lebe ich dort dann den ausländischen.

Hallo,

das wäre mir egal, ob ausländisch oder nicht.
Ich würde immer den für mich schöner/ besser klingenden Namen nehmen.

L.G.

Das finde ich auch.
Allerdings war es mir zb auch wichtig, daß er auch richtig geschrieben werden kann.
Der Name meines Mannes ist zwar nicht ausländisch, aber anscheinend kapiert kaum jemand die Schreibweise, selbst wenn man ihn 3x buchstabiert.
Ein Grund, weshalb ich lieber meinen behalten habe.

Hallo

Ich habe vor 6 Jahren den iranischen Nachnamen meines Mannes angenommen. Er ist ohne Probleme aussprechbar und ich muss realtiv selten buchstabieren. Bisher habe ich keine Nachteile erlebt. Wir haben immer eine Wohnung gefunden, einen Job usw. Ich werde nur recht oft gefragt woher der Name kommt, aber das ist ja auch verständlich. Belustigt war ich, als meine Kinder im Kiga als Migranten eingestuft wurden. Das ist wohl bis in die 2. Generation normal.

Bin ehrlich, Kandybowicz oder dergleichen hätte ich nicht heißen wollen. Mein Mann wäre auch einverstanden gewesen meinen Nachnamen anzunehmen. Ich muss ja den Namen ständig sagen und dann immer und immer wieder buchstabieren ist doch recht mühsam. Das wäre für mich ausschlaggebend. Andere Nachteile sind mir bisher eben noch nicht wiederfahren, auch mein Mann mit (natürlich) ausländischen Vornamen. Ich glaube spätestens wenn er den Mund aufmacht ist alles ok. Es ist schon sehr wichtig Deutsch gut zu sprechen zu können.

Ich würde also in deinem Fall meinen Namen behalten oder einen Doppelnamen annehmen.

Liebe Grüße

Belustigt war ich, als meine Kinder im Kiga als Migranten eingestuft wurden. Was ist denn daran komisch? Migranten sind Leute, die selbst aus dem Ausland kamen oder deren einer Elternteil Migrationserfahrung hat?

Hi,

nicht ich selber, aber Bekannte haben auch schlechte Erfahrungen gemacht. Besonders krass bei der Wohnungssuche. Eine arbeitete schon lange an ihrem Arbeitsplatz und nach der Namensänderung fingen Anrufer auf einmal an, gaaanz langsam und deutlich mit ihr zu sprechen, und - was oben auch schon in einer Antwort vorkam: Ihrer Tochter sollte ohne Rücksprache und vor allem ohne jede Notwendigkeit in eine Sprachförderung gesteckt werden #gruebel Ich denke schon, die Ressentiments sind wesentlich größer, als die Leute von sich aus zugeben würden.

Wenn dein Mann damit kein Problem hat, würde ich auch zu dem deutschen Namen raten. Zumal das Buchstabierenmüssen ganz schön nervig werden kann ;-)

Hallo!

Ich habe aus genau dem Grund den Urdeutschen Namen meines Mannes angenommen (gehört in die Müller-Schulze-Liga). Mein Mädchenname war zwar nicht eindeutig türkisch, also kein öz, gür, oglu etc., aber offensichtlich auch nicht deutsch.

Die Erfahrungen bezgl. Wohnungssuche usw. musste ich leider auch machen und ich habe schon das Gefühl, dass einer Frau Meier eher auf Augenhöhe begegnet wird.

Beweisen kann man diesen Unterschied nicht, aber er ist spürbar. Ich würde es wieder so machen, auch wenn mein früherer Name wirklich schöner ist.

LG!

Ich arbeite im Kiga. Wir machen immer wieder die Erfahrung wie eine Userrin hier auch schon schrieb. Die Kinder mit den Ausländischen Nachnamen werden gerne einfach mal so in die Vorschulische Sprachförderrung gesteckt, wo wir uns als Kita häufig fragen "Warum soll denn nun Kind XY an der Sprachförderrung teilnehmen?"

Aber die " Deutschen" Kinder werden häufig erst nach dem wir dort noch mal extra druck gemacht haben in der Sprachförderrung mit rein genommen. Wir hatte da schon häufig heiße Diskusionen.

Eine Kollegin von mir gib es auch bei ihrem Kreditantrag für ihr Eigenheim so. Beide, Mann und Frau hier Geboren, beide feste Stellen, festes Einkommen. Hatten aufgrund ihres Nachnahmens, der halt nicht Deutsch klingt große Probleme. Es konnte dann nach langen Verhandlungen geklärt werden.

Wenn ihr vorhabt in Deutschland zu bleiben, dann nimm auf keinen Fall den russischen Nachnamen.

Ich arbeite in der Nachhilfe und stelle oft fest, dass Kinder mit einem ausländischen Namen diskriminiert werden.

Auch bei der Wahl der Vornamen der Kinder sollte man da aufpassen!

Gruß

Manavgat

Ich habe einen Namen "angeheiratet", der zwar hier schon so üblich ist wie Podolski oder Schimanski, aber man hört ihm noch an, dass die Urgroßeltern meines Mannes aus Polen stammen. Und ja, bei der Wohnungssuche bzw. bei rückständigen, dummen Vermietern und anderen Flachzangen hatten wir schon saudumme Nachfragen, ob wir denn auch wirklich Deutsche seien *brech*.

Bei der Jobsuche war es zum Glück noch nicht problematisch. Ich könnte mir aber auch vorstellen, dass man mit einem Namen aus dem arabischen Raum inzwischen eher "Probleme" hat als mit einem Namen aus Osteuropa.

LG
Ch.

Hallo,

um Euch das Leben (hier) etwas einfacher zu gestalten, auch im Sinne Eurer künftigen Kinder...nehmt Deinen Namen bzw. behalte Du doch Deinen, sollte Dein Zukünftiger seinen behalten wollen.

LG

Smilla

Hallo!

Ich kann zwar nicht mit direkten Erfahrungsberichten dienen, aber an deiner Stelle würde ich auch eher zum deutschen Nachnamen tendieren. Wenn dein Mann nicht allzu sehr an seinem Namen hängt, wird das ja auch kein Problem sein heutzutage?

Ich stelle es mir einfach blöd vor, ständig Erklärungen abgeben zu müssen oder gefragt zu werden, woher ich stamme...Die von dir angesprochene Sache mit der Jobsuche könnten auch gut sein, - in vielerlei Situationen haben es ausländisch-stämmige Bürger (leider!!) immer noch schwerer!

Lg.Nina