Blöde Frage zum Thema Fahrrad fahren

    • (1) 10.09.12 - 23:55

      Huhu

      Folgendes "Problem" hatte ich am Mittwoch und mich würde mal interessieren wie es rechtlich aussieht :-)

      Kinder bis 8 Jahren müssen auf dem Gehweg fahren.
      Kinder von 8-12 Jahren dürfen auf dem Gehweg fahren.
      Ab 12 Jahren muss man auf der Straße fahren.
      Rechte Seite ist ja klar :-)

      Jetzt waren bei uns die grünen Tonnen dran und somit stand alle 5 Meter eine Mülltonne auf dem Gehweg.

      Verschiedene Möglichkeiten wären jetzt:

      1. Ich lasse meinen Sohn auch auf der Straße fahren. Im Dorf kein Problem, in der Stadt wäre es mir zu gefährlich, zumal er ja auf den Gehweg muss.

      2. Alle 5 Meter auf die Straße um der Mülltonne auszuweichen stell ich mir nervig und zeitaufwändig vor.

      3. Fährt mein Sohn auf der anderen Straßenseite auf dem Gehweg und ich auf der Straße fahre ich dem Straßenverkehr entgegen.

      4. Wir beide auf dem Gehweg auf der anderen Seite geht auch nicht, weil ich ja nicht darf.

      5. Mein Sohn auf der linken Seite auf dem Gehweg und ich rechts auf der Straße?!

      Mein Sohn ist 5 Jahre jung. Wir wohnen in einem kleinen Dorf und ich habe ihn auf der Straße fahren lassen, hier fahren kaum Autos.

      Aber wie wäre es rein rechtlichen?!

      Gruß armemaus

      • Keine Ahnung, wie das rechtlich ist, aber ich behandle das flexibel und niemand würde mir daraus einen Strick drehen. Neulich gab es hier eine Diskussion, weil Eltern zusammen mit ihrem Kind auf dem Bürgersteig gefahren sind und eine Verwarnung bekommen haben. Das ging durch die Presse. Fazit, auch von Seiten der Polizei: Jein, das soll eigentlich nicht sein, ABER manchmal geht es nicht anders. Man erwartet gegenseitige Rücksichtnahme, dann gibt es auch keinen Ärger.

        Meine Kinder sind schon größer. Mittlerweile fahren sie auf dem Gehweg und ich parallel auf der Straße, aber wenn es brenzlich wird, an Kreuzungen oder unübersichtlichen Stellen, dann fahre ich auch auf dem Gehweg. Natürlich ohne Fußgänger über den Haufen zu fahren.

        Als sie noch kleiner waren, haben wir das auf der Straße fahren in ruhigen Straßen durchaus geübt. Am Wochenende oder so. Sie können ja nun auch nicht von heute auf morgen plötzlich sicher auf der Straße sein und plötzlich mit 12 auf die Straße geschubst werden.

        Wir wohnen in Berlin und manchmal weiche ich auch als Erwachsener ohne Kinder auf den Gehweg aus. Die kleinen Straßen sind manchmal so vollgeparkt oder mit Müllautos oder Lieferwagen vollgestellt, dass man auch mit dem Fahrrad sonst nicht weiterkäme. Bisher gab es keinen Ärger, auch nicht mit Fußgängern.

        Gruß
        Susanne

        zunächst einmal eine richtigstellung. kinder ab 10 müssen auf der straße oder eben auf dem radweg fahren, nicht ab 12. siehe § 2 Abs. 5 stvo.

        was den rest betrifft, so ist es ein rechtlich nicht lösbares problem. leider. ich fahre bei meinem sohn auf dem fußweg und gut ist. kind auf straße geht für mich nicht.

        pete

        ganz ehrlich, mir ist es grade mal egal was ich mit dem Rad darf oder nicht.

        Mein Sohn fährt auf dem Bürgersteig und ich auch.

        Wir wohnen in Frankfurt und ich habe keine Lust umgefahren zu werden.

        Ich fahre nur ab und zu rade und hänge an meinem Leben.

        LG Dany

      • Hallo,

        rechtlich kollidieren hier leider Verkehrsordnung und Wahrung der Aufsichtspflicht. Auch Gerichtsurteile geben keine klare Linie da schon in beide Richtungen entschieden wurde.

        Von Version 3 rate ich Dir übrigens Dringend ab!

        LG, Christine

        Bist du dir sicher, dass du als Mutter NICHT bei deinem Kind auf dem Gehsteig fahren musst?
        Ich fahre grundsätzlich da, wo meine Kinder fahren. Denn ich muss doch darauf achten, was sie so anstellen. Dass sie keine Fussgänger übersehen, keine Autos, die aus Ausfahrten kommen oder in Seitenstrassen einbiegen - all das eben. Das kann ich nicht gewährleisten, wenn ich selbst auf der Strasse fahre und dort auch auf mich und mein Wohlergehen achten muss.
        Mir graust davor, dass sie bald auf die Strasse müssen, denn Autofahrer, die nicht selbst auch Radfahrer sind, wissen einfach nicht, wie das so ist.

        Im Übrigen werde ich auch meinen Sohn nicht allein auf die Strasse schicken, während meine Tochter noch auf dem Gehweg fährt. Ich weiss nicht genau, wie da die Regeln in die Praxis umgesetzt werden sollen, denn dann müsste ich als Mutter ja ungefähr 3 Augenpaare und zwei Münder haben, um beiden rechtzeitig Anweisungen etc. zu geben.

        Es sollte einfach viel mehr sichere Radwege geben und eindeutigere Richtlinien, so dass Radfahrer besser in den Verkehrsablauf eingebunden sind.

        Naja. Das kann noch dauern, bis das mal so weit ist.

        • Hallo

          Ich stimme dir voll zu, aber..

          leider gibt es genug Radfahrer, die meinen, ihnen gehört die Straße. Sie fahren verkehrtherum auf dem Radweg, fahren über die Fußgängerampel, obwohl sie schiben müssten, fahren einfach über den Zebrastreifen, obwohl sie schieben müssten, fahren bei rot. Oder fahren einfach auf dem Bürgersteig, obwohl ein Radweg da ist

          So manches mal musste ich als Autofahrer schon scharf bremsen, weil Radfahrer diese Regeln mißachtet haben.

          Deswegen wäre ich auch für härtere Strafen.

          • Bis du sicher, dass du als Autofahrer immer die richtigen Regeln für Radfahrer kennst?

            "verkehrtherum auf dem Radweg" - es gibt auch freigegebene linksseitige Radwege!
            "fahren über die Fußgängerampel" - Fußgängerampeln gelten nicht für Radfahrer (§37 StVO)
            " fahren einfach über den Zebrastreifen" - ja, dürfen sie, haben aber keinen Vorrang.
            " fahren bei rot" - bei welchem Rot? Welche Ampel für Radfahrer gilt ist nicht so einfach zu wissen....

            Nicht alle Radfahrer missachten die Regeln, viele Autofahrer kennen die Regeln nicht!
            Da hilft nur §1 StVO!

            "Deswegen wäre ich auch für härtere Strafen. "
            Glaubst du, dadurch wird das Radfahren sicherer?

          Ja, das ist so.

          Es gibt Radfahrer, die meinten die StVO gelte nicht für sie, ich habe da auch so einige Fälle vor Augen.
          Es kann aber gut sein, dass sich die zustände bessern würden, wenn sich die Umstände verbesserten. Sprich bessere Radwege, mehr Radwege, breitere Radwege. Noch dazu braucht es eine gute Ampelführung, die auch für Radfahrer gut ist, nicht nur für Autofahrer. Es gibt hier in Mannheim Kreuzungen, die ich, wenn ich sie via Radweg überquere, mit 4 Ampelschaltungen verbringe, weil die Radfahrer sich an die Fussgänger anpassen müssen. Führe ich auf der Strasse, käme ich mit den Autos in einem Rutsch hinüber, aber es gibt ja einen Radweg...

          Also, das ist alles noch nciht gut genug durchdacht.
          Aber du hast natürlich Recht, dass so manche Radfahrer meinen, sie könnten sich als Radfahrer alles erlauben, müssten sich jedoch an keine Regel halten.

          Und es gibt genug Mütter, die hinter ihren Kindern auf dem Gehweg fahren und auf Fußgänger keine Rücksicht nehmen. Da wird dem Kind nicht gesagt, dass es aufpassen soll, weil gerade ein Fußgänger dort lang kommt und die Mütter selber fahren einen auch fast um.

          Passiert uns hier in der Ecke dauernd, weil ich quasi direkt neben einer Kita wohne (30er Zone übrigens und wenig Verkehr).

          • Und ich hingegen rede und rufe: "Pass auf, da kommt eine Frau aus dem Hauseingang", "achte auf das Auto, das parkt aus und sieht uns nicht", "fahr nicht an der Häuserseite lang, da kommen die Bewohner raus und denken nicht dran, dass du da auch fährst", all sowas eben.

            Die Leute schauen schon, wenn wir kommen, aber das ist mir egal. Ich will, dass die Kinder ihre Umwelt sehen und darauf zu achten lernen, was um sie herum geschieht. Ich sage ihnen auch immer, dass die Fussgänger Vorrecht haben auf dem Gehsteig, sie sie nicht weg klingeln sollen, sondern dann eben bei Engpässen langsam fahren oder Trippeln.

            Aber ich brülle auch schon mal Autofahrer zusammen, wenn sie meine Kinder sehen und ihnen dann gewollt die Vorfahrt nehmen. Oder wenn sie direkt vor uns auf den Radweg fahren, um dort zu parken. #aerger

            Ach, so anstrengend ist das mitunter beim Radfahren. Aber ich habe sie echt lieber da als auf der Strasse bei uns... #zitter

        Man sieht das immer nur aus seiner eigen Sicht.
        Mir sind auch schon dämliche Fußgänger direkt vor das Rad gelaufen, auf den Radweg, wo sie gar nichts zu suchen haben. Und einmal bin ich deshalb gestürzt.

        Und ist man mit dem Rad unterwegs, sind die Autofahrer immer blöde.
        Also Autofahrer sind es dann die Radfahrer.

    Genauso sehe ich das auch.
    Ich fahre dort, wo mein Kind fährt.
    Ehrlich gesagt, ist es mir auch egal, ob ich das dann oder nicht.
    Mir ist es zu gefährlich, sie allein fahren zu lassen, erst recht auch noch auf der anderen Seite.

    Hallo,

    in München gibt es Radwege zum Abwinken.

    Mütter fahren mit ihren teilweise Kindergarten-Kindern selbstverständlich auf der Straße, wie die meisten anderen Radfahrer auch.

    Denn eine Pflicht, einen Radweg zu benutzen, gibt es wohl nicht (nicht mehr?).

    Wobei ich immer dachte, dass man auf einem Radweg in jedem Falle sicherer unterwegs ist, als auf der Straße. Ich habe zumindest immer den Radweg benutzt, als ich noch Fahrrad fuhr.

    GLG

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