Frust Abbau über die Werbemittelindustrie.

    • (1) 21.09.12 - 10:34

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      • Hallo,

        ich glaube nicht, dass die Prinzessinnen von heute, die Heimchen am Herd von morgen werden.

        Wenn Du es so nimmst, war es bei mir genau umgekehrt.

        Ich habe in der Grundschulzeit Cowboy und Indianer gespielt, nur mit Jungs. Die ersten Mädchenfreundschaften gab es im Gymnasium. Da war aber die Zeit der Prinzessinnen bereits vorbei.

        Wobei viele Mädels nur in schwarz rumliefen #zitter

        Heute bin ich in erster Linie Hausfrau und Mutter und ich bin es gerne.

        GLG

        • Hallo!

          Ich verstehe, dass dich die Hänseleien der Kinder ärgern, allerdings darfst du das Thema nicht überwerten.

          Diese Rosa-Sache hat meiner Meinung nach viel mit Identitätsfindung zu tun, da geht es um die Klärung des eigenen Geschlechterbilds, um Zugehörigkeit usw.

          Ich glaube, ein übertrieben ausgelebte Geschlechterzugehörigkeit (und so sehe ich diesen Rosa- und Star-Wars-etc.-Wahn) in der Kindheit vermittelt auch ein wenig Sicherheit, Klarheit, was auch immer.

          Das sind nur meine persönlichen Gedanken zu dem Thema, vielleicht liege ich auch voll daneben. Mein Sohn ist noch klein und hat noch keine Tendenzen, mir graut es aber schon vor der Spiderman-, Cars- und Starwars-Phase. (Vielleicht bleiben wir verschont? Wäre schön ...)

          LG

      Hi,

      hey, ich kann Dir nur empfehlen, es nicht so an Dir heranzulassen. Wahrscheinlich trifft es Dich mehr als Mütter mit gesunden Kindern. Bei mir jedenfalls ist es häufig so und ich muss mich dann immer ermahnen, zu differenzieren. Wenn Deine Tochter rosa nicht mag, dann ist das so und dann muss sie - ggf. leider - da auch durch. Finde allerdings auch, dass man durchaus schöne Kleidung für Mädchen in anderen Farben, als rosa oder z.B. lila bekommen kann.

      Übrigens war rosa früher die Jungen-Farbe :

      "Geschlechterzuordnung

      Rosa wirkt sanft und weich, weshalb es seit den 1920er Jahren allgemein mit Weiblichkeit assoziiert wird. Vorher galt Rosa als männlicher Babyfarbton. Rot hat die Assoziationen Leidenschaft, Blut, aktiver Eros und Kampf.[2] Somit galt es lange Zeit als „männliche“ Farbe und Rosa, das „kleine Rot“, wurde Jungen zugeordnet. Blau dagegen ist in der christlichen Tradition die Farbe von Maria. Somit war Hellblau, das „kleine Blau“, den Mädchen vorbehalten. Dies hatte eher in der Oberschicht eine Bedeutung. „Ausgeblichene“ Pastelltöne waren für öfters gewaschene Kinderkleidung geeignet. Gewaschen wurde damals mit der Hand, die Textilfarben waren nicht kochfest. Oft gewaschene Babykleidung war meist neutral weiß und man verwendete höchstens farbige Bändchen.[3] Nach dem Ersten Weltkrieg fand ein Umbruch der Auffassungen statt, die Farbe Blau wurde zum Symbol für die Arbeits- und Männerwelt. Die Blautöne der Marineuniform, blaue Arbeitsanzüge, der Blaumann förderte die Symbolik von Hellblau der Jungen. Jungen trugen die zu Anfang des 20. Jahrhunderts modischen (marineblauen) Matrosenanzüge. Für die weiblichen Babys blieb als traditioneller Kontrast das Rosa.

      Für erwachsene Frauen ist Rosa die viertschönste und siebtunbeliebteste Farbe, für Männer die achtschönste und die drittunbeliebteste. Für Männer bedeutet diese Farbe meist Hilflosigkeit, Naivität und Schwäche.[7]" Wikepedia

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        • finde ich super :-) Derzeit mag ich grün bei Kleidungsstücken auch sehr #verliebt

          Eine Freundin von mir hat vor ein paar Wochen ein Mädchen bekommen und wollte für sie auch keine rosa- oder lilalastigen Klamotten haben! #zitter hey, es war soooo schwer, etwas zu finden, dass nicht zumindest mit einem rosa Schleifchen verziert war!

    Hallo,

    da hilft wohl nur ein gutes Selbstbewußtsein, damit deine Tochter sich solche Äußerungen nicht allzu sehr zu Herzen nimmt. Ich hätte wahrscheinlich gesagt, ich ziehe lieber die Kleidung an, die mir gefällt und sehe dann nicht aus wie jede Andere. Aber ich bin ja auch nicht mehr in der Grundschule :-).

    Wenn ich mir alte Schulfotos ansehen, fällt mir auf, dass auch die Mädchen oft Kleidung in blau an hatten und nur die Wenigsten rosa getragen haben. Gespielt haben wir Kinder zusammen. Die Mädels haben mit Fußball gespielt, die Jungs waren beim Gummitwist und Seilspringen dabei. Ich glaube schon, dass wir es etwas einfacher hatten als die Kinder heute.

    LG
    Sassi

    Mhhh, Süße, ich sehe dein Post etwas zwiespältig.

    Meine liebe, kleine Maus hat ähnliche Probleme wie deine. Da sie sich immer am Rand von "normal" befindet, haben wir zwar einiges unternommen, wenn sie "den Rand" verlassen hat, aber ihr nie wirklich helfen können.

    Zuletzt musste es sogar die drastische Maßnahme des Schulwechsels zum Halbjahr 1. Klasse sein. Also nur soviel dazu: Ich kann deine Sorgen verstehen!

    ABER: Bei meiner Tochter läuft es jetzt richtig gut. Sie ist integriert (Beginn 2. Klasse) und macht gut mit. Das sehe ich auch, wenn es um Trends geht. Gestern erst hatten wir das Thema Weihnachtswünsche. Die drei Fragezeichen sollen es sein und noch mehr Legosteine... Klar.

    Dann errötete sie und meinte: Und etwas, was die Jungs nicht wissen dürfen. Eine Barbie!

    Ich weiß, das Ding wird in der Ecke liegen und für sie selbst keinen Wert haben, aber es ist auch ein Stück weit Dazugehörigkeit.

    Ich weiß nicht, ob du deiner Tochter einen Gefallen tust, sie da mit ABSICHT rauszunehmen (vor allem in eurer speziellen Situation). Ich lass es zu und somit wird es eh unspannend für sie! Soll heißen, sie hat auch Rosakram, aber nicht übermäßig und genau genommen interessiert es sie nicht.

    PS: Ihre Schulmappe ist dunkelblau, die Schultüte war es auch, aber mit einem Mädchenmotiv und einem Herzanhänger...

So wie du schreibst, merkt man das du super stolz auf deine Tochter bist und ihren individuellen Still mitförderst. Ich finde das super!

Du wirst leider aber nicht unsere Gesellschaft ändern. Für viele gibt es es nur schwarz oder weiß. Ich würde ihr jetzt auch nicht rosa anziehen, wenn sie es total doof findet. Sie muss dann leider lernen nicht soviel auf das Geschwätz der anderen zu geben.

Alles Liebe dir und deinen Mäusen

Oh, als Kind habe ich Star Trek geliebt, einen blauen Diddlmaus-Tornister gehabt und habe Röcke gehasst. Meine Haare habe ich mir selbst kurz geschnitten. Ich bin auch heute eher selten mit Frauen befreundet - ich komme mit Männern einfach besser klar.

Seid einfach weiter tapfer, die Mädchen haben sich über mich auch das Maul zerrissen, und die ersten Jahre an der weiterführenden Schule war der Horror - aber sowas stärkt angeblich den Charakter.

LG von einer, die ihr Modell vom Raumschiff Voyager immernoch im Wohnzimmer baumeln hat.

Hi,

Du musst ja nicht gleich die Gegenbewegung zu rosa/hellblau wählen.
Bleib doch einfach neutral und lass Dein Kind sich in seine Richtung entwickeln.
Bestärke sie, dass das, was ihr ihr Kopf sagt, schon stimmt.
Es gibt so tolle Dinge für beide Geschlechter.
Z.B. ein Kaleidoskop zum selbst bauen mit auswechselbaren Elementen.

Aber ja, ich verstehe was Du meinst.
Wenn man keine rosa Turnschläppchen hat, ist man kein richtiges Mädchen.
Tja, welche Wahl hast Du?
Mitziehen oder die Kleine (wie o. breits genannt) bestärken.

Und doch, es gibt noch diese "normalen" Kinder, die zu zweit auf einem Fahrrad 6 km zum Baggersee fahren.
Oder die Kinder, die Mama anschwindeln von wegen bei einem Freund übernachten und dann bei der Baggerseeparty die Sau rauslassen.
Dafür ist Deine vllt. noch bissl klein, aber sie ist ja wie ihre Mitschülen in einem Alter,

in welchem Mama noch alles bestimmt.

Hast Du Dir überlegt, z.B. in eine Waldorfschule zu wechseln?
Da hält sich das Rosagedöhns in Grenzen und niemand wird schief angeschaut, weil er ne blau-grün-getupfte (oh wie süß ;-)) Turnhose trägt.
Ganz einfach, viel sozialer und weniger dem Kommerz anhängig.

Wie gesagt, diese Kinder gibt es auch.
Aber eben nicht in der Masse.

#winke

(13) 21.09.12 - 21:03

Hallo,

meine Tochter lag eines Tages, so Mitte des ersten Schuljahrs, weinend im Bett und kam erst nach einigem Nachfragen mit dem Grund dafür um die Ecke. Sie hatte sich in der Schule anhören müssen, sie sei kein richtiges Mädchen, sie dürfe (!) die sogenannten Jungssachen nicht gut finden etc. und das über Wochen.
Da schwankt man so zwischen Mitleid und Wut ...

(2 Tage später kam sie zu mir und hat mich gebeten, mit ihr ein paar neue T-Shirts zu kaufen und zwar .... "Jungsshirts". Ich war echt selten so stolz auf das Kind :-D )

Also ich denke, das einzig Richtige ist, deine Tochter weiterhin darin zu bestärken, daß sie toll finden darf, was sie möchte. Ich wünsche ihr starke Nerven und viel viel Selbstbewustsein :-)

Grüße, C

"Ich für meine Seite rebelliere dagegen und kaufe meiner Tochter Lego Star Wars und ein Buch über alle Raumschiffe von Star Trek. *grins*"

Verstehe ich jetzt nicht. Glaubst du allen ernstes, die Mütter der anderen Maädchen gehen mit dem Trend und kaufen deswegen den typischen Mädchenkram? Kann es vllt einfach sein, dass diese Mütter genau wie du die Wünsche ihrer Töchter erfüllen?

Ich bin damals auch auf Bäume geklettert. Zuhause habe ich aber eine Barbie und ne Puppenstube gehabt. Man muss doch nciht zwingend anders sein, nur, um nicht so zu sein, wie die Masse. das wirkt ja fast verkrampft.
Und wenn ich mal meine beiden ansehe, dann muss ich sagen, dass meine 17 Monate alte Tochter doch ganz anders ist, als ihr Bruder. Nicht, weil ich sie dazu zwinge, sondern weil sie einfach so ist.

vg, m.

Hallo,

es ist nicht nur die Werbung!

Zu meiner Zeit war auch schon viel abgegrenzt.

Ich Mädel fand Legos toll und Konstruktionen.
Was erklärten mir die Erzieherinnen im Kindergarten: Bauecke ist für Mädchen verboten! Lego gerade mal geduldet! (immerhin gibt es heute auch Playmbil und Lego für Mädelsthemen).

Mein Mädel steht auch total auf Autos und co.

Rosa mag sie eigentlich nicht. Hello Kitty nur dann, wenn sie gerade von Mädels kommt. Ansonsten wählt sie Autos. Ich lasse sie dann.

Allerdings ecke ich da teilweise bei anderen MÜTTERN an!

Ja, es gibt tatsächlich Mütter meines Alters (wobei die Spanne da von 20-45 Jahren reicht), die ihre Kinder da auch beeinflussen. NICHT ALLE!!! Aber es begegnen mir doch immer wieder welche. Und auch solche, die rosa vor ihren Mädels gerne fern halten würden, letztlich (ohne Fernseher) dann aber doch kapitulieren.

Eine Mutter meinte meiner damals 1-jährigen Tochter (sie konnte kaum laufen, aber fand alles was Räder hat, super) ins Gesicht zu sagen "Mädchen spielen nicht mit Autos, nimm die Puppe"

Als noch nicht klar war, ob Mädel oder Junge, kam von mehreren gleich die Frage: ob sie rosa oder blau schenken sollen. Gelb fanden die meisten langweilig.

Als mein Mädel dann rosa gekleidet war, fragte mich jeder, ob sie ein Junge sei. Als sie komplett in blau angezogen war, wurde sie als Mädchen erkannt.

Im Kindergarten eckt meine immer mal wieder an, weil sie nicht total auf rosa steht. Manchmal bedrückt sie das, manchmal sagt sie auch, dass ihr das nicht gefällt.

Eine Mutter, die alle Farben anbietet, war erschrocken als ihre Tochter ankam mit "das ist hässlich, weil das ist nicht rosa". Während eine andere Mutter ihrer Tochter versucht rosa schmackhaft zu machen, weil sie doch eine Tochter hat.

Ansonsten, eine Falle in die ich umgekehrt zu tappen drohe, besteht in der Frage:
"welche rosa Bettwäsche möchtest du?"
bei meiner Tochter besteht die Gefahr zu fragen "welche Autobettwäsche möchtest du?"

Auch wenn die "neutralen" Sachen nicht soooo angepriesen werden, es gibt sie!!!!
- Kindergartenrucksack
- Essensbox
- Getränkeflaschen
- Schultüten
- Schulranzen (ja, ich habe schon neutrale gesehen)
- Kindergartenfreundebücher (sogar mehrere)
- Kleidung

ich denke, die Industrie geht da auch sehr auf die Wünsche vieler Eltern/Verwandten ein und die Kinder ziehen mit.

Wenn ich einjährige Mädels, die noch nicht sprechen können komplett in Hello Kitty sehe, weil die Eltern das soooo niedlich finden, glaube ich nicht, dass das zu dem Zeitpunkt vom Kind ausging ;-)
Ebenso als die Babyschale unbedingt in rosa sein sollte (Wunsch, wurde dann aber in rot gekauft), weil das blau vom Bruder nicht zum Mädel passen würde. Letztlich wurde sie dann weiterverkauft, weil es dann doch ein kleiner Bruder wurde, dem man auf keinen Fall ROT als Mädchenfarbe antun könne.

Gut finde ich es NICHT.

Aber ich denke, die Industrie richtet sich eben nach der Nachfrage.

Meine steht zum Glück noch drüber, spielt auch viel mit Jungs und liebt Autos.
Wenn andere Kinder ihr sagen, alles was nicht rosa sei, wäre hässlich, lass ich sie oder spreche mit ihr drüber.

Wenn aber andere MÜTTER / Erwachsene meinem Kind sagen zu müssen, dass sie (wie früher) nicht mit Autos spielen dürfe oder Mini-Judo nur was für Jungs sei oder sie darin bestärken dass ihr Berufswunsch Krankenschwester eine gute Mädchenberufswahl sei, dann weise ich diese aber schon mal zurecht.
Und nein, es handelt sich dabei nicht immer um ältere Menschen! Sondern um Mütter, die selbst Kindergartenkinder haben.

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