meine Nachbarin

    • (1) 12.10.12 - 20:41

      Hallo,

      ich muss mir mal meine Sorgen von der Seele schreiben bzw mag ich mal ne MEinung hören.

      Gerda ist 84 Jahre und wohnt seit eh und je hier im Haus. Sie war noch nie im KH, es ging ihr gut, trotz des alters und einer leichten geistigen Behinderung.

      Vor 6 Wochen kam die Wende:

      Gerda wurde regelrecht bösartig, hat rumgeschrien, wirres Zeug erzählt und sah immer schlechter aus.

      Sie hat dann aufeinmal einen Durchfall incl. Erbrechen bekommen und aus Angst, dass sie wieder bricht, nichts mehr gegessen. SIe hat es teilweise garnicht mehr auf die Toilette geschafft und in einen Eimer ge...

      Sie war sehr schwach, konnte kaum laufen ist nicht zum Arzt und hat seit WOchen auch keine Tabletten gegen ihren Diabetis genommen.

      Vor 3 Wochen ist sie in der Wohnung umgefallen, wieder aufgestanden und dann hat sie mich mit den Namen meines Freundes angesprochen.

      Wir haben dann ihren einzigen näheren Verwandten, ihren Bruder (auch leicht geistig Behindert) angerufen und gesagt, er soll sich kümmern. Es geht ihr schlecht, wir dürfen aber keinen Arzt anreufen.

      Er kam und seine Frau und Tochter noch dazu. Sie haben den RTW angerufen und sie haben sie quasi gegen ihren Willen mitgenommen.

      Nun liegt sie seit 3 Wochen im KH. Sie wurde an der Galle operiert, der Zucker wird neu eingestellt, der Darm verlegt etc

      Nun meine Frage: Gerda hat uns immer machen lassen! WIr haben hier die Möglichkeit neben der Heizung auch mit Kohle zu heizen. Gerda macht das auch und lässt sich nicht auf die Heizung ein. Kurz bevor sie geholt wurde hat sie die Glut von der Wohnstube in die Küche getragen. #zitter

      Gerda schickt uns auch oft einkaufen. Am Anfang war das alles okay, aber es ist leider für sie zur Gewohnheit geworden.

      Ihr Bruder kommt ab und an, holt die Post usw der besagte Eimer steht samt Inhalt in der Wohnung (es stinkt) sie hat bevor sie geholt wurde 3 Wochen nichts gemacht! Weder Müll raus noch irgendwas, wir durften nicht mehr rein, den Bruder interessiert es nicht. der Kühlschrank wurde rausgezogen aber er ist voll!

      Meine Frage: wenn sie vom Krankentransport wieder heimgeschafft wird (wenn sie wieder kommt) lassen sie die Frau in dieser Wohnung?

      Sie redet auch nur noch wirres ZEug? Muss sich der Bruder kümmern, wenn es um einen Heimplatz oä geht?

      Ich weiß, mich geht das alles nichts an, aber ich mache mir gerade so meine Gedanken.

      Susi

      • Ihr solltet euch da an irgendwen wenden, ich weiß nur nicht an wen.

        Wenns dem Bruder egal ist, dann wird sie wohl in der Wohnung bleiben. Und das geht so natürlich nicht.

        Vielleicht kann bei geistiger Behinderung des Bruders ein Vormund bestellt werden? Ich würde die Ärzte im Krankenhaus drauf ansetzen und mich evtl. an die Caritas oder so wenden.

        Kommt ihr in die Wohnung? dann würde ich da das nötige machen. Nicht das die arme später in dreck und Müll sitzt.

        lg

        • Wendet Euch an das Gesundheitsamt oder den Sozialpsychiatrischen Dienst Eurer Kommune. Ansonsten: Jeder kann beim Amtsgericht ein Betreuungsverfahren anregen, egal für wen. Also theoretisch auch ihr für die Nachbarin.

          Gruß
          Ch.

      in meinen augen müsste ein vormund bestellt werden, der evtl. auch veranlasst, das sie in ein pflegeheim/betreutes wohnen kommt

      gerade wenn der bruder auch nicht so auf der höhe ist
      in jeden guten krhs gibt es einen sozialen dienst-der kann euch in den fragen weiterhelfen

      lg dany

    • Hallo,

      ich denke wenn diese "Symptome" im KH auftreten, wird sich der Medizinische Dienst um alles weitere kümmern. Alleine von den Krankheiten, die Du schilderst, müsste sie schon längst wieder zu Hause sein.

      Ich denke, da wird schon etwas am laufen sein. Sie wird evtl. Noch im KH bleiben müssen, bis alles geklärt ist/wird.

      Lg

      ich kann mich den vorschreiberinnen nur anschliessen!

      Sicherlich werden die ärzte bzw das schwestern team mitbekommen , dass da was nicht ganz in ordnung scheint, dennoch würde ich erst einmal den weg ins krankenhaus wählen und mit den zuständigen schwestern bzw den behandelten arzt sprechen und sagen was da so los ist und wie die tzustände sind, der arzt kann dir sagen wie ihr am besten vorgeht und es wird sich vllt im anschluss eine gerontopsychatrische station finden oder ähnliches!

      Eine Dame in dem hohen alter und mit dieser Geistigen behinderung, KANN auf DAUER, keinen Haushalt erledigen.
      Es fängt harmlos an doch es schleicht sich ohne vorahnung ganz schlimm von hinten an und es kommt alles knall auf knall... gerade nach ops und krankhausaufenthalte sind die zustände / umstände meist verstärkt als zuvor.

      Ich kann nur soviel dazu sagen da ich 2 Monate Praktikum auf einer gerontopsychatrischen station gemacht habe, und ganz viele ähnliche patienten dort hatte und gesehn habe wie schnell sowas wächst und wieviele denken das sie es noch schaffen.

      und dennoch , geht es dich etwas an, da ich denke wie du hier schreibst ja einen draht zu ihr hast.

      Ich hoffe das ihr einen weg findet , der Dame zuhelfen, dass sie nicht auf sich alleine gestellt ist :-)

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