Kind verletzt im Geschäft - Entschädigung? - lang-

    • (1) 22.10.12 - 10:34

      Guten Morgen,

      ich habe mal eine Frage an euch, wie ihr das seht.

      Wir waren am Samstag in einem Möbelhaus, unser Sohn (2 3/4 Jahre alt) läuft vorneweg, mein Mann und ich ein paar Meter hinter her. Am Eingang sind solche Schranken, die sich automatisch öffnen, wenn man reingeht. Unser Sohn läuft also auf diese Schranken zu, sie öffnen sich, und er bleibt fasziniert im Radius der Schranken stehen. Nach ca. 3 Sekunden schließen sich die Schranken und es gibt scheinbar keinen Sensor, der merkt, dass da noch jemand drinsteht, sodass unser Sohn von den Schranken einen Schlag auf den Hinterkopf kriegt.

      Er fängt natürlich an zu weinen und bleibt stehen, die Schranken gehen wieder auf, und sofort wieder zu, er steht aber immer noch da, sodass er noch mal einen Schlag bekommt. Und diese Dinger hatten auch ganz schön Wucht. Das alles passiert innerhalb von Sekunden. Ich nehme ihn, natürlich hoch und beruhige ihn, er hört dann auch nach einer Weile auf zu weinen.

      Wir haben uns auch sofort bei der Mitarbeiterin an der Kasse beschwert, dass diese Schranken unmöglich eingestellt sind. Die Mitarbeiterin sagt, sie gibt es weiter an die Geschäftsführung.

      So, wir gehen heim, alles scheint in Ordnung, nachmittags gehen wir ein Eis essen, alles super. Nachts um ca 23:00 Uhr schreit er, ich gehe hoch und sehe, er hat ins Bett gebrochen.

      Wir machen uns natürlich Sorgen, dass er eine Gehirnerschütterung hat, fahren mitten in der Nacht ins Krankenhaus und lassen ihn untersuchen. Die Ärztin kann dort nichts feststellen, er ist total fit und wir nehmen ihn auf eigene Verantwortung wieder mit nach Hause. Es war gestern auch alles ok, und wir denken, dass vielleicht einfach was mit dem Eis nicht in Ordnung war.

      Jetzt möchten wir aber trotzdem nochmal mit dem Möbelhaus in Kontakt treten und erklären, dass das mit den Schrank so nicht in Ordnung ist. Wir möchten jetzt nicht gleich mit Anwalt drohen, aber sie sollen schon wissen, welche Sorgen wir uns gemacht haben und dass wir mitten in der Nacht ins Krankenhaus gefahren sind. Und jetzt zu meiner Frage, wie würdet ihr das machen, Persönlich, Brief, Telefon, was würdet ihr sagen?

      Danke für eure Antwort.

      • #augen Man kanns aber auch echt übertreiben ........

        • Finde ich nicht.

          Und wie gesagt, wir wollen ja jetzt nicht mit Anwalt drohen, es geht uns darum, dass die Firma weiß, dass diese Schranken nicht richtig eingestellt sind. Auch Erwachsene, die da durchgelaufen sind, sind teilweise nicht ganz durchgekommen, ohne erwischt zu werden.

          Und wir haben uns eben echt Sorgen gemacht, wir wären niemals ins Krankenhaus gefahren, nur weil unser Sohn ins Bett gekotzt hat. Wir sind nur deshalb gefahren, weil er zweimal mit richtig Wucht einen Schlag auf den Hinterkopf bekommen hat.

          • So Dinge passieren nun mal .....

            Ich selbst bin mit 16 Jahren schon mal gegen einen Bahnhofslaterne geknallt weil ich zu viel am schwatzen war.
            Mein Vater hats mal ganz doof und peinlich erwischt ,als er in den Lidl wollte und diese elektrischen Türen ganz neu waren. Er hatte es vergessen ,die Tür ging nach aussen auf und er lief direkt dagegen. Ok ,man muss dazu sagen das er von einer langbeinigen Blondien abgelenkt wurde.

            Ich würd sagen aus Erfahrung lernt man und dein Kind wird sich in Zukunft von diesen Schranken fernhalten ......bestimmt von allen die er in Zukunft noch passieren wird.

            Du kannst ja nicht alle Schranken abklabbern und einstellen lassen.

            LG

            • Das kann ich natürlich nicht, aber es ist nun mal so, dass ein Kind, wenn es von dieser Schranke erwischt wird, am Kopf getroffen wird, das is schon ein Unterschied zum Erwachsenen, der nur am Bein getroffen wird.

              Der Laden ist auch erst vor zwei Wochen neu eröffnet worden und ich finde schon, dass man es sagen sollte, wenn man mit etwas nicht zufrieden ist.

              • Das mag ja sein dennoch bleibt das Prinzip da.

                Du kannst dein Kind nicht vor allem schützen. Er muss es lernen.

                Sowie er nicht auf die Strasse rennen darf, besser nicht seine Finger in eine brennende Kerze hält ,so muss er auch lernen nicht in dem Kegel von Schranken stehen zu bleiben.
                Mein Sohn hat auch schon unangehme Erfahrung mit Aufzugtüren gemacht.
                Er ist mir langsam hinterher gebummelt ,die Tür ging zu und er blieb draussen . So schnell konnte ich mit Buggy und vollgepackten Händen gar nicht reagieren und der Aufzug fuhr los.

                Ich kann jetzt nicht alle Geschäfte mit schnellschließenden Aufzugtüren abklabbern und bitten dies zu ändern, obwohl da bestimmt auch viel Omas mit Rollator ihr problemchen haben. Eher ist es mein Ziel dass mein Sohn an elektrisch schließenden Türen nicht bummelt !

                • Natürlich muss ich meinem Kind beibringen, dass es Gefahren gibt, und wie er sich zu verhalten hat. Aber bei einer Straße z.B.kann ich nunmal gar nichts ändern, die ist immer gefährlich. Bei so einer Schranke, die man mit Sicherheit anders einstellen kann, habe ich aber die Möglichkeit. Und nur weil ich nicht alle Schranken dieser Welt abklappern kann, kann ich doch zumindest diese eine richtig einstellen. Ich will den Leuten im Möbelhaus ja nicht ans Bein pinkeln, sondern darauf aufmerksam machen, dass etwas nicht in Ordnung ist. Ich finde es auch gut, wenn man mir sagt, dass ich etwas falsch mache, von dem ich gar nicht gewusst habe.

                  (10) 22.10.12 - 12:47

                  Im Betreff stehst "Entschädigung"....

            (11) 22.10.12 - 12:45

            Die Schranken sind doch aber überall so halbhoch angebracht und es gibt ja Kinder in allen möglichen Größen.
            Wie soll man denn da jeder Größe gerecht werden?
            Als Eltern hättet Ihr die Höhe doch abschätzen können sollen?!

            (12) 23.10.12 - 16:14

            Gesagt habt ihr es doch.

            Meinst du nicht, dass das reicht?

        Hallo

        Ich bin mit ca 5 Jahren gegen eine dicke Eiche gelaufen#rofl weil ich geträumt habe.

        Die Eiche steht da immer noch.

      Und weil solche Sachen passieren, muß man immer alles hinnehmen. Bloß sich nicht mal für was einsetzen, ist ja viel zu anstrengend und könnte ja vielleicht auch im KLeinen mal was ändern. #augen Erschreckend, wie gleichgültig doch mittlerweile viele sind.....

      • Viel erschreckender finde ich, dass heutzutage aus jedem Scheiß Profit zu schlagen versucht wird.
        Die Eltern hätten diesen Unfall verhindern müssen.
        Diese Schranken sind für Erwachsene gemacht. Soll das Möbelhaus jetzt Kinderschranken einrichten, weil einige Eltern nicht in der Lage sind, ihre Kleinkinder zu beaufsichtigen?

        • Wo will sie Profit machen? Meine Güte, sie hat doch ungefähr tausend mal geschrieben, dass es ihr nicht um eine Entschädigung geht. Das war einfach doof im Betreff formuliert. Und nein, es braucht keine Kinderschranken, sondern einfach Schranken, bei denen die Bewegungssensoren richtig funktionieren. wenn das nicht richtig geht, haben auch ältere, nicht mehr so schnelle Menschen, oder Menschen mit Behinderung z.B. Rollifahrer das Nachsehen. Eine öffentliche Einrichtung hat für die Sicherheit seiner Besucher zu sorgen. Die Eltern waren laut ihrer Aussage zwei Meter hinter dem Kind (das muß ich glauben, da ich nicht dabei war), das reicht bei einem Kind in diesem Alter völlig. Sie sind ihrer Aufsichtspflicht nachgekommen.

          • Sie hat den Vorfall doch sofort einer Mitarbeiterin gemeldet. Was denn noch?
            Ich vermute eher, dass die Schranke nicht richtig funktioniert hat, weil der Sensor nicht dafür ausgerichtet ist, Menschen unter einem Meter Körpergröße zu erfassen.

            Vielleicht liege ich da falsch, aber Aufsichtspflicht bedeutet für mich, mein Kind in Gefahrensituationen vor Schaden zu bewahren. Und dass sowohl automatische Schranken, automatische Schiebetüren, Rolltreppen, Aufzugstüren etc. eine Verletzungsgefahr für Kleinkinder darstellen, das sollte man mit gesundem Menschenverstand ja wohl voraussetzen können.

            • Jetzt mal ehrlich, hast Du schonmal erlebt, dass eine Mitarbeiterin ernsthaft eine Beschwerde weitergegeben hat. Wenn betreffende Dame das ganze wirklich ernst genommen hätte, hätte sie nach einer Tel.nr. oder ähnlichem der Betroffenen gefragt und gesagt, dass man sich bei ihnen melden würde. Oder den Eltern eine Kontaktstelle genannt, an die sie sich wenden können. Also kann sie da ruhig mal nachhacken.

              Wegen der Aufsichtspflicht hast Du recht, klar müssen sie das Kind vor Gefahren schützen, aber das heißt auch in diesem Alter nicht, ein Kind ständig an der Hand zu haben. In einem Möbelhaus das Kind zwei Meter vor laufen zu lassen, ist nichts, was zu kritisieren ist, Sie haben das Kind nicht unbeaufsichtigt an der Rolltreppe oder der besagten Schranke spielen lassen.

              Dass das Teil das Kind wegen der geringen Körpergröße nicht registriert hat, kann ja auch nicht sein, sonst hätte sich die Schranke ja erst gar nicht geöffnet....

              • Ehrlich gesagt hätte ich das nicht einmal gemeldet.

                Wie bereits erwähnt, hat mein Sohn auch schon einmal eine Schelle von einer Schranke in einem Bus ins Gesicht bekommen. Aber da renn ich doch nicht zum Busfahrer und beschwere mich, weil ich zu blöd war, den Unfall nicht vorauszusehen.

                Es geht auch nicht darum, sein Kind ständig an die Hand zu nehmen, sondern eben an Stellen, an denen es sich ernsthaft verletzen kann. Und so eine automatische Schranke ist eine ebensolche Stelle.

                Gespielt hat das Kind da nicht, aber es ist stehengeblieben. So'n Teil kommt halt irgendwann zurück.

                Wenn dein Kind im Möbelhaus durch die Gegend läuft und sich an einer Tischkante böse den Kopf stößt, dann rennst du doch auch nicht hin und beschwerst dich darüber, dass der Tisch im Weg deines Kindes gestanden hat. Oder vielleicht doch?

                • Du hättest es nicht gemeldet, das ist aber dein Problem. Andere hätten es schon gemeldet. Wer hat jetzt recht?

                  Eine Schranke ist ein elektronisches Gerät, dass zu funktionieren hat. Klar kommt die irgendwann zurück, trotzdem muß sie bei Hindernissen mit einem Stoppen reagieren. Wir sind in Deutschland, nicht irgendwo in der 3. Welt. Hier gibt es nunmal Sicherheitsstandards, die dann auch eingehalten werden sollten. Die Erwachsenen, die danach durch sind, haben die Schranke ja auch abbekommen,also stimmt was mit dem Ding nicht.

                  Wegen dem Tisch und einer eventuellen Verletzung. Das kommt drauf an, wie der Tisch steht. Wenn er so platziert ist, dass sich Verletzungen nicht vermeiden lassen, sollte man das auch melden. Sowas muß immer in der jeweiligen Situation entschieden werden. Da gibt es viele Beispiele. Wenn in einem Laden der Boden gewischt wurde und man ausrutscht, könnte man ja auch sagen, da braucht kein Mensch ein Hinweisschild (die ja die meisten Firmen aufstellen), sollen sie halt die Augen auf machen, dann fallen sie auch nicht hin.

                  Aber wir drehen uns im Kreis, wir kommen nicht auf einen gemeinsamen Nenner. In diesem Sinne, einen schönen Abend noch. :-)

                  • Erwachsenen tippt die Schranke ans Bein/Hintern und nix passiert....
                    Wenn ein Kind da hineingerät und stehen bleibt, haben das doch die Eltern zu verantworten und nicht die Schranke.
                    Wenn ich da auf allen Vieren durch krieche, bekomme ich das Ding vielleicht auch an den Kopf und kann mich deshalb nicht beschweren.

          Einem Erwachsenen tun diese Schranken auch dann nichts, wenn sie zu schnell schließen!

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