Ich werde NIE wie meine Mutter. Oder mein Vater

    • (1) 26.10.12 - 09:55

      Hallo Leute!

      Heute früh traf mich der Blitz der Erkenntnis: ich bin doch wie meine Mutter. Nur gebe ich nicht mal mir selbst gerne zu, dass ich ihre offen zu Schau gestellten Ansichten teile. Weil sie doch irgendwie spiessig sind. Oder veraltet. Oder was weiss ich sonst. Zum Glück hat meine Schwester ähnlichkeiten mit unserem Vater. Mir wäre es zu viel, hätte ich von beiden einiges geerbt ;-)

      Geht es Euch auch so? Hat jemand es geschafft, sein von den Eltern "geerbtes" Denken (Ansichten, Einstellungen) zu verändern? Und wie kommt Ihr damit zurecht?

      Bei mir ist es so, dass ich meinen Frieden gefunden habe und in der Lage bin, mit meiner "dunklen" Seite umzugehen. Sie ist nun mal da und kann nicht wegamputiert werden, gehört auch irgendwie zu mir.

      Ich frage wirklich nur interessehalber. Ganz, ganz viele haben sich vorgenommen, ganz anders als ihre Eltern zu werden und nun bin ich gespannt, wie es bei Euch aussieht. Ich habe es nicht geschafft. Bin doch von meinen Eltern geprägt ;-)

      Aber es wäre auch interessant zu hören, wenn einer wie seine Eltern sein möchte. Das soll´s auch geben

      Danke schon mal und LG an alle #tasse

      Ich habe nie gesagt, dass ich nicht so werde wie meine Eltern. Aber sehr wohl, dass ich es anders mache als meine Eltern.

      Meine Eltern waren regelrechte Stubenhocker. Ich habe als Kind nicht viel mehr gesehen als die Straße in der wir lebten. Das mache ich, bzw. wir als Eltern zum Glück anders. Trotz Vollzeitbeschäftigung sind wir viel mit unseren Kindern unterwegs...

      Anders ist es da mit dem Charakter. Mit meinem Papa habe ich mich früher nie verstanden. Er ist sehr ungeduldig, wollte immer alles am besten sofort. Er hatte einen Humor der absolut nicht witzig war (in meinen Augen) und war immer viel zu aufbrausend. Mein Papa war eben doof. :-p

      Heute ist mein Papa mein bester Freund. Wir verstehen uns blind, sind auf einer Ebene. Leider bin ich heute genauso ungeduldig und aufbrausend wie er. Aber zum Glück habe ich auch das Glück von meinem Papa: denn ich habe auch einen Partner gefunden, der mich ausgleichen kann.

      #herzlich

      • Dann kennst Du die Ungeduld von beiden Seiten und kannst bestimmt mit ihr anders umgehen als Dein Papa, oder?

        Meiner Mutter tut es jetzt leid, dass sie früher für uns keine Zeit und nichts mit uns unternommen hatte, vor allem wenn sie sieht, dass bei uns wirklich die Kinder zuerst kommen. Aber trotzdem kann sie es nicht anders tun und macht immernoch zuerst den Haushalt und die Enkel kommen danach dran. Sie kann ihr Pflichtgefühl nicht abschalten

        LG

    Moin,

    ich habe immer gesagt das ich meine Kinder so erziehen möchte wie meine Mutter uns erzogen hat. Ich finde sie hat eine tolle Leitung an "uns vollbracht".

    Ich finde bisher bekomme ich das auch ganz gut hin.

    Mein Mann dagegen hat schon immer gesagt er wird niemals wie sein Vater.

    Mein Schwiegervater hat ihn verprügelt, war total autoritär und nur seine Meinung zählte schließlich hat war er ein "hoher Beamter".

    Mein Mann hat auf seine Art "Rache" genommen, hat seinen Vater beruflich weit überflügelt und macht mit seinen Mädchen alles anders als sein Vater damals mit ihm. Um ihn dann total zu "treffen" hat er dann bei der Hochzeit meinen Namen angenommen.

    LG dore

Huhu,

ich habe es definitiv geschafft, NICHT wie meine Mutter zu werden. Die Messlatte ist da allerdings recht niedrig, denn wer ist schon freiwillig eine kinderprügelnde, antisemitische Alkoholikerin?
Den Jähzorn, den habe ich geerbt, ja. Allerdings kann ich sehr gut damit umgehen und muß nicht mehr- wie in meiner Jugend- wegen jeder Kleinigkeit explodieren.

lg

Hallo,

ich habe mir vorgenommen ganz anders zu werden/sein als meine Eltern.

Und??

Es ist mir gelungen. Ich habe gar nichts mit ihnen gemein. Ich bin auch in meinem Verhalten gar nicht wie sie. Gott sei Dank.

Mein Vater ist seit ich denken kann Alkoholiker (und ja, für die Besserwissenden, ich weiß, dass das eine Krankheit ist - was aber nicht alles entschuldigt) und arbeitslos. Meine Mutter co-abhängig bis heute. Mein Bruder und ich wurden tagtäglich geschlagen. Bei uns daheim wurde nur rumgebrüllt. Wir lebten von Sozialhilfe.

Mein Leben heute sieht so aus:

Ich bin glücklich verheiratet, habe 2 wundervolle Töchter, einen Vollzeitjob im öD, ein Haus und ein Auto. Mein Mann und ich verdienen beide gut. Wir lieben uns und unsere Kinder abgöttisch, bei uns gibt es kaum Gebrüll und absolut keine Schläge.

Den Kontakt zu meinen Eltern habe ich abgebrochen (die Gründe sind sehr viele).

LG Heike

Hm,

also im Leben bin ich ganz anders wie meine Mutti, aber ich erwische mich, wie ich manchmal meine Hand bewege wie sie ihre Hand bewegt, oder meine Tonart hört sich manchmal an wie ihre... also in meiner Handlung körpermäßig merke ich schon die Verbindungen zwischen uns...

das einzige, was mich damals tierisch genervt hat und was ich heute selbst zu meinen Kindern sage:" Du bist doch der ältere, du musst es besser wissen..." - ich bin die ältere von 2 Kindern und ich habe diesen Satz damals gehasst wie die Pest, sowas wollte ich nie nie nie zu meinen Kindern sagen #schein

Von meinem Dad hab ich nur ein bisschen das Aussehen geerbt #schwitz

Top Diskussionen anzeigen