Hat einer Ahnung was für weitere kosten kommen/ Amtsgericht

    • (1) 08.11.12 - 14:25

      Hallo,

      ich habe am Montag 23 € an das Amtsgericht überwiesen, damit mein ex Vermieter ein Schreiben bekommt das er mir meine 500€ Deponat rückzahlen muss/soll.
      Er hat nun Widerspruch eingelegt ohne Begründung.
      Nun möchte das Gericht das ich 82€ überweise damit es weiter geht.

      Ich gehe stark von aus das es alles eh vor Gericht geht, und auf mich kosten zu kommen die über meine 500€ Deponat gehen.

      Hat einer sowas schon gehabt, oder Ahnung was da noch für kosten auf mich zu kommen?

      wenn es noch teurer wird, kann ich es mir einfach nicht mehr leisten.
      Sollte mein Vermieter auch noch Gewinnen bleibe ich ja auf den kosten sitzen.

      Sollte ich gewinnen, trägt er die kosten soweit ich informiert bin.

      Lg

      • Der Sachverhalt ist ein wenig dürftig. Das Amtsgericht verschickt nicht einfach mal so irgendwelche Schreiben. Ich gehe davon aus, dass es sich um einen Mahnbescheid handelt, der zugestellt wurde und der Ex-Vermieter hat dagegen Widerspruch eingelegt. Dieser muss nicht begründet werden. Sobald Du die restlichen Gerichtskosten (82 €) an das Gericht gezahlt hast, geht das Verfahren in ein streitiges über. Du musst dann den Anspruch begründen (lassen).

        Sollte Dein Vermieter gewinnen, bleibst Du nicht nur auf Deinen, sondern auch auf den eventuell entstehenden Anwaltskosten des Vermieters sitzen.

        Du hast immer noch die Alternative Prozesskostenhilfe zu beantragen und einen Anwalt einzuschalten.

        LG Anja

    Wie bereits ausgeführt, musst Du nun ins streitige Verfahren übergehen.

    Das heißt du (oder Dein Anwalt) musst den Anspruch wie in einer Klage begründen (mit Beweisantritten).

    Hast du einen Nachweis über die Zahlung?

    P.S.

    Gelernt habe ich jetzt, dass es Gegenden gibt in denen man die Kaution "Deponat" nennt.

    • Wir nennen es Deponat, Kaution ist bei uns wenn man einen Markler hat und er das Geld bekommt für die Vermittlung.
      Das Deponat bekommt man nach dem Auszug wieder.

      Einen Nachweis habe ich ja.

      lg

      • Das wäre bei uns die Courtage bzw Provision :D

        Dann solltest Du dir einen Rechtsanwalt nehmen.

        Vorher solltest Du aber nachweisbar eine angemessene Frist zur Rückzahlung gesetzt haben (und keine Ansprüche mehr des Vermieters besteheh, z.B. auf Nebenkosten etc.).

        P.S.
        Deponat statt Kaution mag begrifflich noch in Ordnung sein (wenn auch hier vollkommen ungewohnt).

        Die Provision des Maklers als Kaution zu bezeichen ist m.E. aber begrifflich nicht möglich.

        Kaution ist ja eine Sicherheitsleistung.

        Die Zahlung an den Makler dient ja aber nicht der Sicherheit, sondern dessen Vergütung.

        • Die Frist ist abgelaufen, haben ein halbes Jahr gewartet das er mir nicht mehr in Rechnung stellen kann.
          Obwohl er mich auch da "betrogen" hat, der Mieterschutzbund hat gesagt das die Nebenkosten Abrechnungen total falsch waren, und ich eigentlich nicht nachzahlen musste, sondern hätte Geld wieder bekommen.

          Aber wir wollen erst mal mit den 500€ anfangen.

          An einen Anwalt hatte ich auch schon gedacht.

          Beweisfotos haben wir von der Wohnung auch, das alles i.o war nach meinen Auszug, er hat es auch unterschrieben.

          Dann habe ich noch Fotos das es bei starken Regen und Wind, das Schlaf und Wohnzimmer immer unter Wasser standen, er sich aber nie drum gekümmert hat.
          Im Kinderzimmer konnte man durch die schräge ( zwischen Fenster und Holzwand ) nach draußen gucken.

          Oh man wenn ich überlege in was für eine Bruchbude ich gewohnt habe #zitter

          Wegen Kaution und Deponat, ich kenne es leider nicht anders, so aber man lernt ja nie aus ;-)

          • Letztlich halten sich die Kosten bei diesem geringen Streitwert ohnehin in Grenzen.

            Insofern solltest Du jetzt auch einen Rechtsanwalt einschalten und nicht selbst rumdoktern, wenn du schon unter Fristsetzung zur Zahlung aufgefordert hast..

            Du kannst ja zugleich über den Anwalt einen Prozeßkostenhilfeantrag stellen, wenn Deine Einkommens- und Vermögensverhältnisse dies zulassen.

      Die Vergütung eines Maklers Kaution zu nennen, ist in jeder Region falsch :)
      Eine Kaution ist immer eine Sicherheitsleistung und keine Bezahlung:

      http://de.wikipedia.org/wiki/Kaution

      LG

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