Warum drehen hier alle durch wegen dem Betreuungsgeld??

    • (1) 12.11.12 - 22:52

      Hallo,

      also egal wo ich lese, hier wettern alle arbeitenden Mütter gegen das Betreuungsgeld. Was ist denn daran so verkehrt? Lieber 20 Kinder in eine Kita-Gruppe stecken mit 2 Erzieherinnen? Wo bleibt denn DA die Förderung? Es sind nun einmal nicht genug krippenplätze für alle da und dieses Problem musste nun eben anders gelöst werden.

      Mal ehrlich jetzt, sind Mütter, die 3 Jahre bei ihren Kindern bleiben schlechtere Mütter? Ganz unabhängig davon ob es für die Betreuung Geld gibt?

      Muss ein Kind mit 12 Monaten schon gefördert werden durch "professionelle" Erzieherinnen? Sind Mütter dazu nicht in der Lage?

      Hier kamen doch sicher ganz viele erst mit 3 Jahren in den Kindergarten und wurden von Mama, Papa, Oma oder Opa betreut und sind nicht vollkommen verblödet, oder? Also ich ging erst mit 3 in den Kindergarten und habe sogar Abitur#schock Vielleicht wäre ich ja Ärztin geworden wenn ich mit 12 Monaten in die Krippe gekommen wäre??#augen

      Ganz ehrlich jetzt, was soll das? Warum werden die Mütter die nicht gleich nach der Geburt aufspringen und arbeiten gehen hier dermaßen nieder gemacht? Ich lese immer wieder: " Ja, du kannst dein Kind nicht so fördern wie es in der Krippe gemacht wird", " Was ist mit den sozialen Kontakten?" "Wie soll dein Kind bloß lernen ohne dich zurecht zu kommen??"

      Das ist in meinen Augen absoluter Schwachsinn! Meine Lehrerin war NIE in einem Kindergarten, ihre Eltern sind keine Akademiker gewesen und sie lehrt Heute Deutsch und Englisch! So viel dazu.

      Den IQ kann man keinem Kind antrainieren und ob es den Kindern gut tut, 10 von 24 std. am Tag in einer Krippe zu sein, lasse ich mal so dahin gestellt. Man kann nie sagen was für das einzelne Kind besser ist. Kinder sind halt keine Machinen und ich finde es mehr als lächerlich, dass arbeitende Mütter sich damit brüsten müssen das ihre Kids besser gefördert werden, nur um zu entschuldigen das sie den Großteil der Entwicklung ihres Kindes nicht miterleben. SO kommt es mir hier nämlich vor!

      So, Fehler dürft ihr gerne behalten! Steine darf schmeißen wer sich für etwas besseres hält oder sich hier angegriffen fühlt.

      Es ist mir übrigens egal ob jemand sein Kind mit 12 oder 24 Monaten oder später in die Kita gibt, mich kotzt *sorry, es nur an, dass Mütter die sich täglich für ihre Kinder aufopfern, stundenlang krabbelgruppen besuchen und Ausflüge machen sowie den Haushalt schmeißen hier so mies hingestellt werden.

      Ich fühle mich nicht angegriffen von den Posts, weil es mir egal ist, aber ich finde es grausam wie andere hier nieder gemacht werden, die zugeben das sie 3 Jahre zuhause sind.

      lG germany

      • (2) 12.11.12 - 23:19

        wenn es dir so egal ist, was andere denken/schreiben, warum regst du dich ddann auf und machst noch einen Thread darüber?

        Hm,

        du findest es doof, wenn Mütter kritisiert werden, die ihre Kinder früh in die Betreuung geben. Im gleichen Atemzug verteidigst du aber Mütter, die ihre Kinder 3 Jahre daheim behalten. Das es Schwachsinn ist, dass die Kita-Erzieherinnnen die Kinder fördern etc.pp....

        Eine Gruppe hackt auf der anderen rum. Hier wird man nie nie nie auf einen Nenner kommen. Lasse alle machen, heißt hier meine Devise.

        Außerdem finde ich, 100 Euro Betreuungsgeld sind eh kein Anreiz. Entweder man muss schnell wieder arbeiten gehen oder man muss nicht. 100 Euro ändern hier mMn nichts. Gut finde ich, dass es aufs ALGII angerechnet wird.

        vg und reg dich nicht so doll auf #fest

        • Vorab: Ich finde auch gut, dass es angerechnet wird. allerdings, wenn man es genau betrachtet, sollen es Familien bekommen, deren Kinder zu hause betreut werden. Warum deshalb eine Familie mit ALG2 ausgenommen wird, erklärt sich für mich nicht. Beim Elterngeld ist klar: Das soll eine Lohnersatzleistung sein, und ALG2 -Empfänger haben nun mal keine Lohnersatzleistung. Aber beim BG? Es ist doch sinnbefreit, Eltern, die es sich leisten können, noch mehr Geld zu geben und Eltern, dei von ALG2 leben, dieses abzuziehen.
          Und wir reden hier mal nicht vom Bildungsniveau, denn nciht alle ALG2-empfänger sind zu doof, ihre kinder zu fördern, und bloß weil man genügend Geld hat, ist man nicht automatisch dafür qualifiziert, seine kinder zu hause zu betreuen.

          vg, m.

          • deine meinung finde ich total super.
            genauso denke ich auch!!
            Wobei ich auch nicht verstehe, das ALG1, was ja eigentlich auch eine Lohnersatzleistung ist, beim Elterngeld nicht mit eingerechnet wird. aber das ist ja ne andere sache.

            #herzlich

      Ja, leider habe ich auch das Gefühl etwas Schlechtes für mein Kind zu tun, nur weil ich es einfach nicht übers Herz bringe, ein Kind, dass sich noch nichtmal deutlich ausdrücken kann in fremde Hände zu geben.

      Die finanzielle Seite ist für Viele natürlich ein Aspekt -aber darum geht es nicht.

      Ich stehe hinter deinem Beitrag.

      Ich hoffe, es artet nicht wieder aus und das auch die Meinung der Mütter akzeptiert wird, die sich BEWUSST für 3 Jahre zuhause entscheiden und nicht für die Krippe.

      • <<<Ich hoffe, es artet nicht wieder aus<<<

        das hoffe ich auch.

        <<<Ich hoffe, es artet nicht wieder aus und das auch die Meinung der Mütter akzeptiert wird, die sich BEWUSST für 3 Jahre zuhause entscheiden und nicht für die Krippe.<<<<<<

        Nix für ungut, aber akzeptierst du auch die Meinung der Mütter, die sich für die Krippe entscheiden?

        Und genau darum geht es. Um den finanziellen Aspekt. Du darfst von mir auch aus dein kind 6 Jahre zu hause betreuen - mir völlig schnurz. Warum du aber dafür Geld erhälst, währende eine Familie, die auf einen Kita-Platz angewiesen wäre, evtl von Alg2 leben muss, die Mutter nicht arbeiten gehen kann, weil ein kita-Platz fehlt und wo dann noch das BG angerechnet, was sie ja bekommen würde, angerechnet wird, das erschließt sich vielen nicht.
        Wir haben andere Probleme in Deutschland und nicht genug Geld für so einen undurchdachten Mist.

        • ABER dann muss die Konsequenz daraus sein, dass alle gleich viel/wenig/nichts bekommen. Die, die einen Kitaplatz brauchen/wollen und die die ihr Kind zuhause lassen. Nur dann hat man wirklich eine Wahl.
          Dass es undurchdacht ist sehe ich auch so....

          • Ich bekomme nichts dafür, dass ich mein kind in die Kita bringe#kratz

            klar, der Platz ist subventioniert, aber dieses Geld wird z.b. für die Gehaltszahlung der Erzieher verwendet. Ich habe das nciht in meiner Geldbörse, im Gegenteil. Ich zahle den Platz und zahle Steuern auf mein Gehalt, für welches dann wieder die Plätze subventioniert werden oder eben das BG gezahlt wird.

    (11) 12.11.12 - 23:26

    Naja, ich sag mal die Seiten nehmen sich beide nicht's. Es gibt auf beiden Seiten die Sachlichen, aber auf beiden Seiten halt auch extremen. Es werden hier also nicht nur die Mütter die zu Hause bleiben "verurteilt" sondern in vielen Beiträgen auch die die Arbeiten gehen.
    Es ist halt ein hochemotionales Thema und es spaltet die Gesellschaft.

    Cloti

    (12) 12.11.12 - 23:47

    Das Thema ist ausgelutscht, finde ich.

    Genauso wie das Thema "Einzelkind, ja oder nein", das regelmäßig hier auftaucht.

    Soll doch jeder machen, wie er will.

    Leider gibt es Frauen, die müssen arbeien und das Kind fremdbetreuen lassen, obwohl sie lieber länger zu Hause geblieben wären, ebenso gibt es Frauen, die würden gerne ihrem Beruf nachgehen und finden keine Betreuung.

    Betreuungsgeld halte ich auch für total daneben.

    (13) 12.11.12 - 23:48

    Ach so, ich konnte bisher nicht feststellen, dass hier jemand wegen des Betreuungsgelds durchgedreht ist.#kratz

    #winke

    Also ich persönlich kann beide Seiten nachvollziehen. Es gibt Mütter die können es sich eben leisten 3 Jahre (oder gar länger wegen zweitem Kind etc) zuhause zu bleiben. Wenn eine Familie von nur einem Gehalt leben kann sodass die Mama ihr Kind/ihre Kinder betreuen kann ist das natürlich schön - viele wünschen sich so etwas sicherlich.

    Leider gibt es aber eben auch Familien da reicht ein Gehalt einfach nicht aus. Deswegen muss man das Kind früh abgeben. Manche sind traurig deswegen weil sie nicht so viel Zeit mit ihrem Kind verbringen können, andere hingegen sind froh drum wieder in ihren Job einzusteigen und weiterhin Karriere zu machen.

    Ich finde es gut, dass dieses Betreuungsgeld in die Gesellschaft kommt. Klar ist es nicht unbedingt ein Haufen Geld aber immerhin etwas. Schließlich ist Mutter und Hausfrau sein auch ein verdammt anstrengender "Beruf" und verlangt einem vieles ab.

    Es wird immer Menschen geben die sich in der Sache nicht riechen können. Es gibt Mütter die gebären ein Kind und gehen sofort wieder arbeiten weil sie es MÖCHTEN oder eben MÜSSEN. Man weiß nie warum eine Mama/ein Papa das macht.
    Ich gehe nicht auf die Straße und frage jede Mama die ein Kind bei sich hat wie sie sich denn entschieden hat etc. Das ist doch jedem selbst überlassen.

    Ich bin froh, dass ich meinen Sohn fast 3 Jahre bei mir haben kann. Liegt aber auch daran weil ich nächstes Jahr eine neue Ausbildung beginnen werde. Klar wird es sicher erstmal seltsam wenn ich nicht mehr den ganzen Tag mit meinem Sohn verbringen kann - aber lieber so als sein Leben lang aufm faulen Hintern zu hocken und den Staat abzuziehen.

    Es ist doch immer dasselbe mit solchen Themen. Die einen sind dafür - die anderen dagegen. Ist nichts anderes als bei der Ernährung, Töpfchentraining, Schlafverhalten etc #bla#bla Man könnte diese Liste ewig fortführen denn es gibt IMMER Befürwörter und Gegner.

    Menschen machen sich unnötig Stress mit sowas - also keep cool ;-)

    Gruß und eine Gute Nacht
    Erdbeer-#hasi & Sohnemann (21 Monate) #klee

    Warum ich dagegen bin?

    Ich muss wieder arbeiten, da 1 Gehalt leider nicht reicht. Mein Mann ist kein Großverdiener.
    Ich muss 150 Euro für die Krippe zahlen, damit ich Geld verdienen gehen kann.

    Und wo ist die Alternative bzw. die Wahlmöglichgkeit wie es so schön heißt? 100 bzw. 150 Euro Betreuungsgeld oder TZ Arbeit und 700-900 Euro? Was will ich denn mit 150 Euro? Die Helfen mir da nicht über die Runden bzw. sind keine Alternative.

    Und die Leute die großes Glück haben Großeltern für die Betreuung zu haben, können ohne Kosten auf Arbeit und bekommen noch was dafür? Wir und viele andere Familien haben diesen Luxus leider nicht und müssen obendrein noch bezahlen um Geld verdienen zu können. Da fühle ich mich ungerecht behandelt. Wäre mein Krippenplatz umsonst, würde ich mich nicht so ärgern.

    Und ne Bekantne vom PEKIP, da ist der Mann Ingenieur, die hat 3 Kinder und noch nie was gearbeitet,jedenfalls nicht mehr seit sie mit 23 das erste Kind bekommen hat, ist seit 8 jahren daheim weil sie es sich leisten können, da er gut verdient, die bekommen noch nen Bonus vom Staat?

    Das ist die Sache die mich ärgert. DIe, die es sich eh leisten können lange zuhause zu bleiben, bekommen noch einen Bonus und die, die eben auf 2 bzw. 1,5 Gehälter angwiesen sind, die sollen schauen wo sie bleiben. Ich glaube die wenigsgten gehen bald auf arbeit, weil ihnen lagnweilig ist, die Finanzen sind da häuftig ein Grund, und da ist das Betreuungsgeld einfach keine Alternative.

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