Sorgerechts Fragen

    • (1) 13.11.12 - 18:05

      Guten Abend

      Ich brauche wirklich Meinungen, im Internet wurde ich nicht direkt schlau daraus.

      Folgende Situation:

      Eine 16 Jährige ist schwanger, mit der Mutter schon alles abgeklärt, das die Mutter (also Großmutter) die Vormundschaft für das Baby bekommt. Doch der Kindsvater will das Sorgerecht auch erhalten sobald er 18 wird ( nächstes Jahr im Dezember ). Am Anfang wollte der Kindsvater nichts mit dem Baby zutun haben, gab an es sei eh nicht seins usw. Doch seitdem sie mit ihm Schluss gemacht hat ( betrogen usw) will bzw droht ihr das er das Sorgerecht bekommt. Sie hat natürlich Angst, falls er gemeinsames Sorgerecht bekommt, mit dem Kind auch nach Polen fahren kann und mit dem Baby nicht zurück kommt ( hat ihr auch schon damit gedroht).

      Wie sieht es aus, wenn sie das alleinige Sorgerecht beantragt, wird es vor Gericht gehen? Sollte sie schon mal den Vormundschaft beantragen für die Mutter?
      Darf sie auch eine Art verbot aussprechen, wenn sie im Krankenhaus liegt mit dem Baby, das er nicht rein darf?

      Ich weiß auch das es wahrscheinlich der falsche Unterbereich ist, aber wusste sonst nicht wohin damit.

      Ich bedanke mich herzlich für eure Antworten
      #winke

      LG EvilAngel

      Hi,

      ich gehe mal davon aus, dass die beiden nicht verheiratet sind.

      Dann hat sie sowieso das alleinige Sorgerecht.

      Solange sie nicht will, kann der Vater es nicht bekommen.

      Allerdings ist eine Gesetzesänderung in Planung, das auch Väter das Sorgerecht bekommen sollen. Diese Änderung ist aber noch nicht entgültig durch alle Gesetzgebungsinstanzen.

      Aber selbst wenn diese Änderung durchgehen sollte, ist es immer noch ein geteiltes Sorgerecht. Der Vater hat es nicht alleine, nur weil die Kindesmutter noch nicht volljährig ist.

      Und das bedeutet, keine Reise ohne Zustimmung, ansonsten macht er sich srafbar.

      An Ihrer Stelle würde ich mich beim Jungendamt mal umfassend beraten lassen.

      VG lachris

      Hi,
      ich denke, sie sollte sich vom Jugendamt beraten lassen. Und er auch, wenn es ihm ernst ist (wobei ich irgendwie den verdacht nicht loswerde, dass ihr eher nur für die eine Seite Hilfe sucht...).

      Soweit ich weiß muss sie sich eh mit dem Jugendamt beschäftigen (bzw. dieses mit ihr), denn für die Klärung der Vormundschaft muss es wohl eh eingeschaltet werden.

      So ganz ohne den werdenden Papa wird es aber wohl nicht ablaufen. Denn der hat nicht nur Pflichten (wenn er Geld hat), sondern auch bei aller noch bestehenden Diskriminierung unverheirateter Väter auch Rechte. Um ihm zum Beispiel Besuchsrechte zu verwehren (und damit meine ich nicht die drei Tage im KH nach der Geburt, sondern die nächsten X Jahre danach) müsste er sich schon ganz massiv fehl verhalten.

      Aber für all das ist das Jugendamt der richtige Ansprechpartner.

      Viele grüße
      Miau2

    • Der Start ist jedensfall der Beste, wenn man dem Vater verwehrt sein Kind im Krankenhaus zu besuchen.

      Besser kann es nicht losgehen.

      Wenn die Mutter bei dem Besuch nicht dabei sein will wird sich doch bestimmt eine Lösung finden.

      Was ist wenn die Großmutter beim Besuch dabei ist?

      Aber da kommt jetzt bestimmt von manchen wieder, das Kind kann nicht ohne eine Sekunde ohne Mutter sein, weil sonst das Kind schwerste seelische Schäden erleidet.

      Im Krankenhaus kann sie angeben das sie nur von bestimmten Leuten Besuch haben will. Habe ich auch gemacht weil ich meine Mutter nicht da haben wollte. Sollte er trotzdem zu ihr kommen kann sie ihn auch wieder rauswerfen. Oder durch Schwestern rauswerfen lassen.

      Was den rest angeht, sollte sie und ihre Mutter sofort mit dem Jugendamt in Kontakt treten. Denn alles was vor der Geburt schon geregelt ist, muss nicht später geklärt werden.

      Allerdings kann der Vater durchaus sein Besuchsrecht geltend machen. Wenn sie allerdings angst hat er haut mit dem Kind nach Polen ab, kann durchaus das Jugendamt dafür sorgen das diese Besuche von jemanden aus dem Amt begleitet werden. Sprich er ist mit dem Kind nicht allein.

      Allerdings sollten die Zwei da sie Eltern werden versuchen eine Basis zu finden das nicht jedesmal stress entsteht wenn sie sich sehen. Denn das merken Kinder mehr wie man glaubt.

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